Wem gehört das Feld?

  • Hallo zusammen,
     
    ich möchte im nächsten Jahr auf auf Ökologische Imkerei umstellen. Ich strebe das EG-Öko-Siegel an, wobei ich jetzt gar nicht über Vor- und Nachteile des Siegels diskutieren will.
     
    Ich habe ein Frage bezüglich des Standortes: Prinzipell soll man seine Völker ja an Feldern aufstellen, die ökologisch bewirtschaftet werden. Nun frage ich mich natürlich, wie bekomme ich das überhaupt raus? Wer kann einem denn in einem solchen Fall Auskunft geben, wem das Feld gehört? Die Gemeinde, das Amt für Landwirtschaft oder die Ökokontrollstellen? Dürfen mir die das überhaupt sagen oder muss ich mich so lange auf die Lauer legen bis der Bauer mit seinem Traktor an mir vorbeifährt?
     
    Und dann habe ich noch das Problem mit dem Flugradius der Bienen. Ich kann ja die Stöcke schön in nächster Nähe zum Öko-Raps aufstellen. Ein Feld weiter wird aber konventionell angebaut. Ist mein Honig dann kein "Öko-Honig" mehr oder muss ich den dann jedes Mal untersuchen lassen? Gibt es - außer den Alpen und dem Wald - überhaupt noch Gegenden, wo man solchen Eintrag konventionellen Nektars ausschließen kann?
     
    Danke für Eure Tipps und Infos,
     
    Jan

  • Gibt es - außer den Alpen und dem Wald - überhaupt noch Gegenden, wo man solchen Eintrag konventionellen Nektars ausschließen kann? Jan


     
    Moin , Moin aus Hamburg ,
     
    In der Großstadt:wink:. Kein genetisch manipuliertes Zeug und keine Spritzmittel.Keine Monokultur ,super Tracht und kurze Wege.:wink:
     
    Grüße aus Hamburg
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Daniel,


    in der Stadt, bzw. den Gärten werden pro m2 deutlich mehr Pflanzenschutzmittel ausgebracht als in der Landwirtschaft!


    Mit der Dosierung hält man und Frau es nicht so genau!


    Gruß
    Maisonkel

  • Zitat

    Nun frage ich mich natürlich, wie bekomme ich das überhaupt raus? Wer kann einem denn in einem solchen Fall Auskunft geben, wem das Feld gehört?


    Ahoi,
    ruf bei der Landwirtschaftskammer an und frag, wer bei dir der zuständige Ortslandwirt ist, und dann rufst du den an - der weiß im allgemeinen, wem welche Fläche gehört, und der sollte dir auch Kontakte zu Biobauern machen/geben können.


    (Ich hab über diesen verschlungenen Pfad heute was zu feiern: ein neuer Standplatz mitten in der Wesermarsch, genauso schön wie der von 2004-07, nur hochwassersicher, abgeschlossen, inmitten 90ha PSM-freier Natur - 2009 gibt es endlich wieder Weiden-Weißdorn-Wildrosen-Honig....:p_flower01: und das ganze für 30kg Honig pro Jahr und und der Bedingung, im Hausgarten des Besitzers auch 3 Völker hinzustellen - für die Obstbäume :Biene:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Danke, Helmut,
    nur kein Neid, 90ha ist angesichts des Flugkreises der Bienen nichts - und drumrum ist schon auch etwas Mais und mindestens ein Rapsacker und das übliche Zeugs - also nicht wirklich die Insel der Seligen, aber schon mal besser als alles andere, vor allem, daß es abgeschlossen und hochwassersicher ist, das war nach den Erfahrungen der letzten Jahre wirklich das Wichtigste.
    Und der Besitzer hat da auch Obstbäume gepflanzt - da hängen kindskopfgroße Äpfel :eek: dran, und sowas von lecker....aber alle schief und nicht ordentlich bestäubt. Und es ist SEHR windig da.....Begattungen würde ich dort eher nicht riskieren.
    Aber wenn der Honig ähnlich toll ist, wie der damals, ist es das wert - den gibt es nirgendwo anders.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo, Trachtquelle,
    wenn die das täten, wäre es ein Dienstvergehen.
    Wem was gehört und wer was wo von wem gepachtet hat, geht das Katasteramt absolut nix an, und sie sind ebensowenig wie das Grundbuchamt befugt, jemandem Fremden Auskunft zu erteilen - das hab ich hier sogar schriftlich :wink:
    Landwirtschaftskammer & Ortslandwirt ist der sichere Weg - Imker sind ja schließlich auch Landwirte :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • HIER < --- In dem Thread wollte auch einer den Eigentümer eines Grundstückes ausfindig machen. Er hat einfach beim Katastaramt angerufen und die haben ihm die Daten gesagt, ohne Probleme.
    Wenn man googelt dann findet man auch überall die Info, dass sie Auskunft geben müssen, wenn man ein berechtigtes Interesse hat. Ob das nun vorliegt, wenn man auf dem Grundstück Bienen aufstellen möchten, dass erschließt sich mir aber nicht ;-)


    Wobei ich auch als erstes den Weg über einen Landwirt gehen würde. Die meisten Landwirte wissen schon ganz genau, wem welches Feld gehört.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • :lol: Die bekämen von mir ne Dienstaufsichtsbeschwerde!
    Ich hab nicht mal mit nem notariellen Vorvertrag den Grundbuchauszug von meinem zu werdenden eigenen Grundstück bekommen - erst mit Anwaltshilfe. Hier gab es das Problem einer Klage wegen unberechtigt rausgegebener Daten schon mehrfach, seitdem sind sie fast schon zu streng.
    Ich hätte jedenfalls keine Chance mit hingehen und fragen, wem gehört das-und-das Grundstück....mag sein, daß das woanders lascher gehandhabt wird.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo nochmal,
     
    danke für die Tipps! Dann werde ich es wohl mal bei der Landwirtschaftskammer probieren. Wenn ich was rausbekomme, werde ich es hier wieder schreiben und wenn nicht, dann belästige ich Euch nochmal :lol:
     
    Viele Grüße,
     
    Jan

  • Du könntest dich auch an die jeweiligen Landesverbände von Bioland, Naturland, Demeter usw. wenden bzw. mal deren Homepages durchforsten. Meistens stehen da drauf Höfe, die nen Hofladen haben oder die ausbilden. Dann kannst du dir schon mal welche raussuchen, die in deiner Nähe liegen und die vielleicht gern ein paar Völker am Acker stehen haben wollen. Es gibt sogar welche, die Bio-Raps anbauen!


    Gruß
    Dirk

  • Hallo, Trachtquelle,
    wenn die das täten, wäre es ein Dienstvergehen.
    Wem was gehört und wer was wo von wem gepachtet hat, geht das Katasteramt absolut nix an, und sie sind ebensowenig wie das Grundbuchamt befugt, jemandem Fremden Auskunft zu erteilen - das hab ich hier sogar schriftlich :wink:
    Landwirtschaftskammer & Ortslandwirt ist der sichere Weg - Imker sind ja schließlich auch Landwirte :wink:


    Hallo Sabine,
    wenn ein öffentliches Interesse besteht,bekomme auch ich schon Auskunft;Bienenvölker hinstellen wird wohl kein öffentliches Interesse sein.
    Heut ist Wochenende,ich werde mich am Montag erkundigen,was "geht"
    Das Katasteramt kennt den Eigentümer,natürlich nicht den Pächter.
    Das Imker nun Landwirte sind,ist mir neu,ich wußte bisher, dass Imkerei zur Landwirtschaft gehört.


    MfG
    Trachtquelle

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