Fundament für Magazine?

  • Ich werde im Frühjahr zwei Völker von meinem "Paten" bekommen. Da wir am Haus eine Wiese, knapp 1ha Gemeindeland haben, die ich nutzen darf, frage ich mich nun, wie ich die am besten aufstelle. Mein Pate hat ein Carport einfach mit Plexiglas verkleidet und so ein Bienenhaus. Meine Wiese ist aber Grünland und darf nicht bebaut werden. Brauchen Magazine ein "Fundament" ? Wenn ja, frostfrei gegründet? Oder stelle ich die einfach auf die Wiese? (Windschutz?)
    Viele Grüße
    Wiebke

  • Aloha, und willkommen hier!:Biene:
    Nein, Magazine stehen eigentlich ganz gut auf Paletten in der Wiese - Roggentin hört sich aber nach irgendwie nach Nord-Ostsee-Deutschland an, von daher dürfte Windschutz schon sinnvoll sein - was ist deine Hauptwindrichtung?
    Normal reichen schon ein paar Büsche/größere Sträucher, um den Wind so zu verlangsamen, daß es die Bienen nicht zu sehr verstreut.
    Was nett sein kann, wenn du pflanzen darfst, wären U-förmige Wildobsthecken, die nach Süden offen sind, und die groß genug sind, einen Bienenhof zu simulieren.
    Ich hab ein paar geerbte große Koniferen/Wacholder-Us, die nach Süden offen sind - da kommen die Bienen mit Mordstempo angeschossen bis zu *ihrem* U, bremsen dann scharf ab, und schwenken in den "Bienenhof" ein und landen exakt an ihrem angestrebten Flugloch.
    Die Beuten stehen natürlich ebenfalls in dieser U-Form - jedes Volk hat einen anderen Sonnenwinkel, und weil ich kleine Fluglöcher habe, statt der großen Schlitze über die ganze Breite, finden sie auch punktgenau nach Hause.
    Ich kann das nur empfehlen - kommt aus der Heideimkerei.


    edit: wenn du es besonders gut machen willst, stellst du die Paletten auf Steine (schont das Holz) und benutzt eine Wasserwaage.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • da kommen die Bienen mit Mordstempo angeschossen bis zu *ihrem* U, bremsen dann scharf ab, und schwenken in den "Bienenhof" ein und landen exakt an ihrem angestrebten Flugloch.


     
     
    Genauso machen es meine Bienen auch, und das obwohl meine Beuten nicht in windschützenden U´s stehen sondern auf einer Plattform mit Dach,
    die 7 Meter über dem Boden in den Bäumen hängt, der Wind streicht von allen Seiten kräftig rein.
     
    Ich bin der festen Überzeugung dass die Sache mit dem Wind allgemein überbewertet wird!
    Wenn der Wind ein Problem wäre, dann dürfte ich nur schwache und kranke Völker haben, das ist aber nicht der Fall, sondern das Gegenteil.
     
    :cool:

    furchtlos und trew

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von sam ()

  • Hallo!
    Vielen Dank für die rasche Antwort. :lol:
    Anpflanzungen sind kein Problem, zumindest hat die Gemeinde der Anpflanzung von Obstbäumen schon zugestimmt. Windrichtung ist West/Südwest fast das ganze Jahr und das Gelände ist so 20 m über NN, was für Ostseenähe (10km von Rostock) schon ganz schön hügelig ist. Drum herum ist Ackerland (Raps, Gerste oder Zwischenfrucht) und ein Naturschutzgebiet mit etwas Wald und Weiden zur Mutterkuhhaltung und Knicks mit hauptsächlich Weißdorn. Nur auf der direkten Nachbarweide stehen Pferde, aber da gibt es mit Bienen hoffentlich keine Probleme.
    Welche Büsche sind denn auch "bienentauglich" für das U?
    Grüße Wiebke

  • Das alles hört sich nach einem prima Standort an :daumen:
     
    Für das U würde ich Heckenrosen nehmen. Die sind im Norden Landschaftstypisch und wachsen auch schon im ersten Jahr schön dicht auf die erforderliche Höhe.
    Als Unterbau für einen Dauerhaften Standort würde ich keine Paletten empfehlen, weil die doch verhältnismäßig schnell die Grätsche machen wenn sie das ganze Jahr in der Wiese liegen.
    Meine Beuten stehen bei Wanderung auf Paletten, am Heimatstand habe ich einen einfachen Unterbau aus zwei Hohlblocksteinen aus dem Baumarkt mit aufgelegten Holzbalken.
    Die Hohlblocksteine lege ich in die Wiese, bei bedarf nehme ich mit dem Spaten so viel Erde weg, dass beide Steine waagerecht und gleich hoch liegen (Wasserwaage). Darauf liegen zwei sägerauhe Balken auf denen die Beuten (je Unterbau 2-3) stehen. Für zusätzliche Stabilität sorgen zwei Dachlattenstücke, von Unten an die Balken genagelt, die die Balken im richtigen Abstand fixieren und gegen seitliches Verrutschen sichern.
    Der Ganze Aufbau ist in einer halben Stunde hingestellt und hält Jahre.

  • Ich nehm auch Hohlblocksteine, aber kleine. Sie sind leichter zu transportieren. Darauf kommt eine Einwegpalette, der kleinen Art. Gibt´s in so Größen 50 x 60 cm. Alles schön waagrecht aufgebaut und darauf das Magazin. Fertig.
     
    Dein zukünftiger Standort scheint prima zu sein. Viel Glück.
     
     
    Gruß
    Andy

  • Hallo Wiebke,
    meine Völker stehen auf Gehwegplatten 75X50 cm,darunter 4 Steine,darunter Gehwegplatte 50X50 oder 75x50.
    Mit Wasserwaage ausgerichtet.
    Ein wenig Klotzerei,aber ewig standfest.
    Flugloch nach Südost (wie beim Meisenkasten)
    Umpflanzung wurde schon gesagt,es gehen auch größere Stauden,z.B.Tominabur.
    Ich finde es immer schön,die Bienen hoffentlich auch,wenn die Kästen ein wenig im Schatten stehen.

  • Huhu


    Wenn es in den Raps geht, dann kommen unter die Völker eine Bretterplatte, wo Kanthölzer drunter geschraubt sind:




    Am Hauptstand haben wir uns dieses Jahr ein wenig Arbeit gemacht. Als Untergrund dient eine Waschbetonplatte, dadrauf folgen dann aus dem Schornsteinbau ein Ziegel (wo die Schornsteinrohre drinne verlaufen) und als Abschluss folgt ein Platte.
    habe auch keine Mäusegitter drinne, da ich davon ausgehe, dass sie dieses Hinternis nicht erklimmen können.


    Hier mal ein paar Bilder, die sagen wohl etwas mehr aus:


    Von der Seite



    Von Oben:


    In Benutzung:

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hi,
     
    ich habe meine Bienen in diesem, meinem ersten Jahr, ebenfalls auf einer Wiese auf dem Grundstück meiner Eltern stehen.
    Da das Gelände natürlich nicht 100%ig gerade ist habe ich mit ein paar Marmorplatten (die waren woanders zum wegwerfen gedacht) und Pflastersplitt eine ebene Unterlage geschaffen, auf der ich ganz normale Euro-Paletten liegen habe. Diese habe ich mir (kostenneutral) im Handel besorgt (waren beschädigt) und etwas gekürzt.
     
    Da sie nicht direkten Bodenkontakt haben gehe ich von einer längeren Haltbarkeit aus. Zusätzlich habe ich sie mit einer flachen Styrodurplatte gegen Regenwasser geschützt und obendrauf stehen dann (endlich :cool:) meine Bienen (mittlerweile 3 Völker), zwischen denen ich etwas "Arbeitsabstand" gelassen habe...
     
    Die Ausrichtung wurde ja schon beschrieben - für die Umpflanzung eignen sich auch gut Schneebeeren- (bzw. Knallerbsen-:wink:) sträucher!
     
    Viele Grüsse!!
    diabolo2

  • Hallo!
    Vielen Dank für die vielen Informationen. Morgen geht es auf die Wiese zum pflanzen, Hundsrosen und ein paar andere Sträucher, die für Bienen nützliche Blüten tragen sollten laut dem hiesigen Gartenmarkt. Ich werde wohl die Betonkübel aus dem Baumarkt nehmen, die kann man dann einfacher wieder wegnehmen als einen Kiesboden. Aber die Schornsteinsteine hören sich auch gut an. Mal sehen, was der Baumarkt hergibt.
    Viele Grüße Wiebke

  • Hallo Wiebke
     
    Geh´lieber zum Baustoffhandel, als in den Baumarkt. Dort hast du die größere Außwahl und die Preise sind meist viel billiger.
     
    Du hast ja gleich einen im Gewerbegiet.
     
    Gruß
    Andy

  • Hallo,
    danke Christian für die schönen Bilder.
    Ich habe auf jeder Seite 2 Metallpfähle etwa 60mm lang mit einem Lochwinkeleisen verbunden und darauf liegen die Balken mit Querverbindern als Stellfläche für die Beuten.
    Etwa 25cm von der Spitze der Metallpfähle habe ich noch Rohre mit Boden 10 cm lang angeschweißt, in die ich Wasser oder Oel einfüllen kann, damit ist den Ameisen der Weg zu den Beuten bzw Magazinen versperrt.


    Gruß Reinhard

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo!
    Vielen Dank für die vielen Informationen. Morgen geht es auf die Wiese zum pflanzen, Hundsrosen und ein paar andere Sträucher, die für Bienen nützliche Blüten tragen sollten laut dem hiesigen Gartenmarkt. Ich werde wohl die Betonkübel aus dem Baumarkt nehmen, die kann man dann einfacher wieder wegnehmen als einen Kiesboden. Aber die Schornsteinsteine hören sich auch gut an. Mal sehen, was der Baumarkt hergibt.
    Viele Grüße Wiebke


     
    Hallo,
     
    von Hundsrosen würde ich abraten, nimm lieber Apfelrosen (rosa rogusa). Hundsrosen wachsen weniger buschig und haben richtig fiese stacheln.