Clothiandin nur mal ne Info

  • Die Fakten liegen vor den Fluglöchern und weit davor und verwesen und selbst in diesem Stadium verseuchen sie noch.

    Die Fakten sind, daß andere Länder die Nervengifte verboten haben, aus wahrscheinlichen Gründen, die nicht Fakt sind?

    Komm Jogl, laß die Stänkerei, das ist unter jeder Würde.

  • Hi Jogl,
    Ich habe diesen Artikel des öfteren gelesen.
    Und nochmal,und nochmal !
    Ich sehe nur den Fehler,das gesunde Völker aus einer anderen Gegend, nach der großen Vergiftung,als Versuchsvölker eingesetzt wurden.
    Das als bienenungefährlich bezeichnete Biskaya(Thiacloprid)bringt die Bienen aber nicht sofort um,deshalb benötigt es eine längere Versuchszeit.
    Geschwächte Völker hätten das Jahr nicht überlebt.
    Wenn man Herrn Liebig in dieser Sache einen Fehler unterstellen kann,wird er den korrigieren,da bin ich sicher.
    Aber wer kann das ?
    Selbst wenn es einer von uns könnte,braucht es viel wertvolle Zeit.
    Gruß
    helmut

  • Jogl :
    Frankreich und Italien und ein paar andere Länder haben das nicht einfach so verboten.
    Das Bienensterben ist Fakt, und daß es an den Beizmitteln lag, die auch nach dem "Unfall" mit den Sämaschinen leider noch systemisch bis in den Nektar und Pollen wirken, kann doch wirklich niemand mehr abstreiten.
    Sich als Liebig hinzustellen und zu sagen, alles im grünen Bereich ist schlicht verantwortungslos, und bereitet der nächsten Katastrophe direkt den Weg...


    Wir kämpfen gegen Chemie-Lobbyisten im Bundestag und haben einen pro-Chemie-Lobbyisten als "führenden Bienenwissenschaftler"?
    (naja, international ist Tautz irgendwie wesentlich bekannter...:cool:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Simon,es geht nicht um Stänkerei aber manchmal riecht es sehr Einseitig. Auch ich
    hatte viele tote Bienen vor den Fluglöchern (Rapsspritzung 2007). Und glaub mir ich habs geklärt.
    Issel, da könnt ich viel schreiben, aber Du selbst sagst ... wer könnt das?
    Sind wir wieder beim großen Jammern?
    Man muß trennen Eigene Fehler oder Fremverschuldet, ich weiß, jetzt sind alle wieder
    aufgebracht aber glaub mir ich komm an genug Ständen vorbei, da wundert manchmal nichts mehr.
    Sabiene, Du nimmst eine Aussage und begründest danit alles, ist nicht fair.


    Egal wie man zu Liebig steht ER machts sich nicht so einfach wie hier dargestellt wird.


    Gruß Jogl

  • Nachdem der Name vor meinem Beitrag schon - hm - abgeändert wurde, dachte ich, das hätte rechtliche Gründe. Aber mir gings eh vor allem darum, keine Gerüchte unberochen weiterdünsten zu lassen. Denn - was Gerüchteküchen bewirken, kenn ich leider aus Kaffhausen nur zu gut


    Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Liebe Imker/innen
    ich habe einige Vorträge von Herrn Dr. Liebig gehört,diese sind unterhaltsam und hier und da informativ.
    Beeindruckend ist,welches öffentliches Interesse H.Dr.Liebig auslöst, egal was er sagt!
    Ich gehe auf die Diskussion,bezgl. PSM usw nicht ein,weil mir die Sachkenntnisse fehlen-klar,ich bin gegen unsachliche Anwendung von PSM-ob es ganz ohne PSMgeht-ich weiß es nicht,oh,oh ich habe schon zuviel gesagt.
    Herr Dr. Liebig ist Wissenschaftler, in den Kreisen gibt es manchmal völlig andere Sichtweisen-eben aus wissenschaftlicher Sicht.
    Jetzt komm ich zum Kern meines Beitrages:
    Wo ist ,sozusagen, das Gegenstück (in dem Fall)zu Dr. Liebig,z.B. in der Imkerei.
    Sind wir so aufgestellt,organisiert um gleiche,
    andere Meinungen und Sichtweisen zu vertreten und zwar gleich wirkungsvoll?


    Das meint Trachtquelle.

  • Moin Trachtquelle,
    Ich glaube wir haben kein Gegenstück zu Dr.Liebig,auf jeden Fall nicht im Hobbybereich.
    Aber der Berufsimkerbund sollte eigentlich fähige Köpfe im Vorstand haben.
    Die sollten eigendlich Liebigs Bericht,Stück für Stück,widerlegen müssen.
    Wenn es denn möglich ist.
    Auf jeden Fall müssen diese Versuche über einen viel längeren Zeitraum durchgeführt werden.
    Dann dürfte das Kind aber bereits im Brunnen liegen.
    Also gilt es die Wiederzulassungen zu verhindern,wie weiß ich aber nicht,außer Demos.
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Bienenfreunde,
    durch ein e-mail eines süddeutschen Imkers ist die Erinnerung wiedergekommen.
    Es war Christoph Koch,der auf den Demos alles logisch erklären konnte.
    Hallo Toyota,könntes du bitte hier es nocheinmal erklären ?
    Bitte
    Gruß
    Helmut

  • Moin Trachtquelle,
    Ich glaube wir haben kein Gegenstück zu Dr.Liebig,auf jeden Fall nicht im Hobbybereich.
    Aber der Berufsimkerbund sollte eigentlich fähige Köpfe im Vorstand haben.
    Die sollten eigendlich Liebigs Bericht,Stück für Stück,widerlegen müssen.


    Das sind alles auch Hobbyimker und nicht Wissenschaftler
    Sehr wichtig in deinem Beitrag ist der folgende Satz:

    Wenn es denn möglich ist.

    Bisher konnte eben niemand etwas beweisen. Liebigs Versuche und Monitoringvölker zeigen eindeutig, daß die meisten Behauptungen durch eine änderung der Betriebsweise gelöst werden konnten. Er hat sogar in dem Monitoringversuch Völker eines betroffenen Imkers verwendet und dort alle möglichen Ableger und Kunstschwärme gebildet. Warum entwickeln sich die Bienen bei ihm normal und bei den Imkern nicht?
    Das Monitoring wird auch im kommenden Jahr durchgeführt werden wie Liebig meint und dann wird sich ja zeigen was Sache ist:

    Auf jeden Fall müssen diese Versuche über einen viel längeren Zeitraum durchgeführt werden.


    Im Übrigen Sabine
    Hast du ihn denn schon mal zum Forumstreffen eingeladen? Vielleicht würde er ja mal kommen und dir erzählen was er so herausgeforscht hat.
    Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß der Dr. Liebig lieber an den Bienenkästen arbeitet als sich im Internet durch unzählige Forumsbeiträge zu wühlen. Eins weiß ich allerdings ganz sicher. Der geht keinem Streit aus dem Weg und hat sicherlich keine Angst davor seine Erfahrungen und Zahlen zu zeigen. Hier im Forum ist leicht über jemanden hergezogen, der nicht mitließt. Nur weil sich jemand nicht dazu meldet bedeutet es noch lange nicht, daß was er sagt falsch ist.


    Das Zitat ist übrigens so auch nicht richtig. Liebig hat schon oft genut gesagt, daß in ganz BW kein einziges Bienenvolk an dieser Maisbeizaktion gestorben ist. Auf allen Imkerversammlungen und Tagen hat er die Imker aufgefordert sich zu melden, bei denen ein Volk gestorben ist deswegen. Warum ist da nie jemand aufgestanden? Alle zu viel Schiß?

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Liebigs Versuche und Monitoringvölker zeigen eindeutig, daß die meisten Behauptungen durch eine änderung der Betriebsweise gelöst werden konnten. Er hat sogar in dem Monitoringversuch Völker eines betroffenen



    Hat Dr. Liebig jemals an einem Bienenmonitoring teilgenommen?

    Herzliche Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Hallo Zusammen,

    Drollhos schrieb:

    Das Zitat ist übrigens so auch nicht richtig. Liebig hat schon oft genut gesagt, daß in ganz BW kein einziges Bienenvolk an dieser Maisbeizaktion gestorben ist.

    Nun, da die Katze von einem Liebig-Anhänger aus dem Sack gelassen wurde, kann man auch drüber reden.


    Drollhos schrieb:

    Bisher konnte eben niemand etwas beweisen.

    Dass die Einzelbienen aus den geschädigten Völkern an Clothianidin gestorben sind, ist durch das JKI labormäßig bestätigt.
    Das wird auch Liebig nicht bestreiten.


    Drollhos schrieb:

    Liebigs Versuche und Monitoringvölker zeigen eindeutig, daß die meisten Behauptungen durch eine änderung der Betriebsweise gelöst werden konnten. Er hat sogar in dem Monitoringversuch Völker eines betroffenen Imkers verwendet und dort alle möglichen Ableger und Kunstschwärme gebildet. Warum entwickeln sich die Bienen bei ihm normal und bei den Imkern nicht?

    Was soll diese Geisterdiskussion?
    Jeder geschädigte Imker hat mit imkerlichen Massnahmen die Restvölker am Leben erhalten, so gut es eben ging. Sein Schaden ist dadurch aber nicht kleiner geworden.
    Oder ist es dem Gerhard Liebig etwa gelungen, durch "Änderung der Betriebsweise" und "alle möglichen Ableger und Kunstschwärme" annähernd normale Ernten einzufahren?
    Das wäre ja die "normale Entwicklung" der ehemals stark ausgewinterten Völker gewesen...


    -----------------------------------------------------------------
    "Siehste!" könnte jetzt ein glühender Liebig-Verehrer sagen: "Der Gerd hat Recht. Es gibt keine Völker, die an Clothianidin gestorben sind.
    Die Imker haben die Völker aus wirtschaftlichem Eigeninteresse selbst aufgelöst!"


    Dann nehmen wir den Imker mal weg aus dem Szenario.
    Und gehen wir mal großzügig davon aus, dass bis auf die üblichen Durchlenzungsverluste alle clothianidingeschädigten Völker am Leben bleiben und im späten Juni/Juli erstarken.


    Bedingt durch die über lange Wochen fehlenden Flugbienen wird es diesen Völkern in unseren ausgeräumten, blütenarmen Spätsommerlandschaften nicht gelingen, das notwendige Winterfutter zusammenzufliegen.
    Die meisten dieser Völker würden Weihnachten nicht erleben.
    Also doch Clothianidin-Verluste! (...wenn der Imker nicht wäre...)


    Ich hör ihn schon, den glühenden Liebig-Verehrer: "Der Gerd hat doch Recht! Die sind ja alle verhungert!"


    ---------------------------------------------------------------
    Das wird wohl so stimmen: Es ist kein Bienenvolk an Clothianidin gestorben. Aber massenhaft Bienen! (...und noch massenhafter andere Insekten!)
    Die Halter dieser Bienen haben die so geschädigten Völkern aufgelöst und versucht, mit den Resten neue Einheiten für einen neuen Start zu schaffen: Rettet, was noch zu retten ist! Gute imkerliche Praxis also.
    Teils wurde versucht, daraus Wirtschaftsvölker zu machen. Ging nicht so gut. Die dazu vereinigten Völkern kamen nicht sofort zu der gewohnten und notwendigen Trachtstärke.
    Teils wurde versucht, die Reste zur Vermehrung einzusetzen. Ging besser, aber so richtig erst gegen Ende Juni.


    Fazit: Durch die Beizaktion ist ein Riesen-Schaden entstanden: Den Bienenvölkern in BW, der gesamten Insektenwelt in BW und nicht zuletzt auch den Hobby-/Nebenerwerbs-/Erwerbs-Imkern in BW.


    Dass die Geschädigten laut Aufschreien und dabei Ross und Reiter benennen: Wer will Ihnen das übel nehmen? Zumindest bei den Erwerbsimkern geht es schließlich um Existenzen.
    Was würden Bauern tun, wenn Ihnen eine äußere Gewalt die Ernte vermasselt?


    Und dann kommt unser Bienenwissenschaftler Gerhard Liebig daher, stellt den unmittelbaren und mittelbaren Verursachern dieses Schadens einen Persilschein aus und beschimpft zu allem Überfluss noch die Geschädigten.


    Drollhos schrieb:

    ...in ganz BW kein einziges Bienenvolk an dieser Maisbeizaktion gestorben...
    Warum entwickeln sich die Bienen bei ihm normal und bei den Imkern nicht? ...
    Auf allen Imkerversammlungen und Tagen hat er die Imker aufgefordert sich zu melden, bei denen ein Volk gestorben ist deswegen. Warum ist da nie jemand aufgestanden?


    Das ist pure Demagogie. Gerhard Liebig ist nicht dumm genug, um diese falschen Fragen zufällig zu stellen.


    Viele Grüße,
    Rudi

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast057 () aus folgendem Grund: Ein wenig Schärfe genommen.

  • Moin, Drollhos,

    Zitat

    Im Übrigen Sabine
    Hast du ihn denn schon mal zum Forumstreffen eingeladen?


    Es besteht Konsens, ihn NICHT einzuladen.


    Rudi : Für deinen Beitrag: DANKE!!!!!!!!!!!!!!!:p_flower01:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Es besteht Konsens, ihn NICHT einzuladen.

    Ach,


    mach mal 'ne Umfrage und umfrage mal wie tolerant und aufgeschlossen die Imkerforumstreffenteilnehmer gegen Dr. Liebig sind. Da könnte Dein Konsens ganz schnell kippen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder