Bienen auf Honig Überwintern

  • Hallo,


    ich denke das Bienen grundsätzlich auf Honig überwintern können, das heißt aber das die Bienen ihr Winterfütter nicht erst Anfang Oktober sammeln können, oder eingefüttert werden. Sie müssen die Zeit haben das Fütter (auch Hönig) richtig zu verarbeiten. Dann kommt es auch darauf an, ob die Bienen jeden Monat einmal gestört werden, oder ob sie in Ruhe überwintern können. In einer trockenen und warmen Behausung oder Beute, ohne Zugluft !!!!!!!


    Gruß Reinhard

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Zusammen,
    darum hat man ja früher erst im Frühjahr,
    nach der Überwinterung und mit Beginn der Blütezeit,
    den Honig geräubert.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hi
    Wie haben es die Bienen nur fuer abertausende Jahre ohne Imker geschafft?
    Wer mit Weissbrot aufgewachsen ist, bekommt vom Vollkornbrot Bauchweh.


    gruss guenther


    Ja... sie haben es gut geschafft, obwohl sie auf ihrem eigenen Honig überwintern mussten, die Armen :wink:.


    Allerdings sind die natürlichen Lebensräume der Bienen, Waldgebiete, durch den Menschen geschrumpft. Die ebenso wichtigen Waldameisenpopulationen, die mit den Waldbienen in engem Zusammenhang stehen, auch. Wie auch bei den Menschen: Hilfe zur Selbsthilfe... in dem Fall, für naturnahe, gesunde Umwelt mich einsetzen. Und übergangsweise, bis das Kind laufen kann, bissi an die Hand nehmen. Allerdings bräuchte es da wahrscheinlich mehr Imker, als nur ein paar Hanseln.


    Manchen Eltern, so grausam es klingt, ist es, nach Anfangsschwierigkeiten, gar nicht so unangenehm, ein behindertes Kind zu haben. Denn das bleibt abhängig und lenkbar und erfüllt die Bedürfnisse der Eltern :evil:


    Ich hab lang genug mit behinderten Menschen gearbeitet... die manchmal längst nicht ganz so behindert wären, wenn man sie mehr selber machen ließe.


    Abhängigkeit anderer Lebewesen von uns Menschen zu schaffen, scheint eine Fähigkeit von uns Menschen zu sein. Auch unsere Rindviecher würden eingehen, gäbs keinen melkenden Bauern, bei DEN Eutern, soviel kriegt kein Kalb weiter. Viele Pflanzen sind nur noch durch "Schutzmaßnahmen" überlebensfähig etc. pipi... Liste beliebig erweiterbar


    Lothar, Frühjahrshonig, genau, so würde ich auch denken... aber ich glaub, ich hab hier im Forum irgendwo gelesen, dass dieser Frühjahrshonig kaum noch aus den Waben geht...


    Aber im Augenblick stellt sich hier bei uns unten die Frage nicht so brisant, weil viele Bienenvölker schon vor der Honigentnahme zugefüttert werden mussten, einfach nicht genug Tracht :evil::evil::evil:


    Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Hallo Lisa,
    das ist dann nicht Frühjahrshonig,
    sondern ein Ganzjahresmischhonig!
    Fest ist der auch nicht wie Rapshonig, weil dieser sicherlich nicht als Haupttracht so häufig vorkam.
    Ich meine ja auch mehr den Zeitraum, wo im Frühjahr der Zeidler seine Völker abgeerntet hat bzw.
    der Immenschneider die Körbe der Bauern bearbeitet hat.*
    Also kein Schleuderhonig, eher Press-, Auslass- oder Tropfhonig aus Waben.
    *die Körbe mit Flugloch im Bodenbrett, wo diese aufgestellt waren eingearbeitet, nicht die mit Flugloch im Korb selbst.
    Der Korb wurde mit der ausgeschnittenen Seite nach vorne wieder über dieses Bodenbrettflugloch gestellt, weil die Bienen diesen Teil dann wieder schnell ausbauten.
    Honigernte und Bauerneuerung in einem Arbeitsgang.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Servus Lothar,


    ich versteh jetzt leider nicht recht... ist der heutige Ganzjahreshonig so fest, weil wir große Rapsfelder haben?


    Je mehr Arbeitsschritte in einem Aufwasch erledigt werden, desto weniger Stören der Bienen... gut so (auch wenn die Zeidler, Romantisieren der Vergangenheit meist fraglich, wohl oft wenig zimperlich umgegangen sind... waren ja genug Völker da. Erst wenns zur Neige geht, besinnt Mensch sich meist wieder auf die Kostbarkeit)


    Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Guten Abend Bienenfreunde,
    Ich habe mit gerade nocheinmal das Glas Wabenhonig,mit Wabe,ungeschleudert,angesehen.
    Erster Frühtrachthonig,den ich sonst drei Tage nach dem Schleudern und Rühren,schnell ins Glas bringen muß,damit er eben noch fließt.
    Dieser ungeschleuderte Wabenhonig ist noch klar und zähflüssig,wie Waldhonig,nur goldgelb.
    Durchs Schleudern, und durch die damit verbundene Luftberührung,scheint sich der Honig so zu verändern,das er schnell kristallisiert.
    Es war aber kein Rapsfeld in der Nähe.Waldhonig gibt es hier auch nicht.
    Wie sich dieser Honig verhält wenn man ersteinmal mit einem Löffel rumrührt,weiß ich nicht.
    Da im Stock die Bienen nicht im Futter rumrühren,wird er wohl siruppig bleiben,und damit unkristallisiert zur Verfügung stehen.
    Sonst würde die Warre' wohl auch nicht funktionieren.
    Das probieren wir aber noch aus.
    Gruß
    Helmut