Das Flimmern des Waldes

  • Imkerkalender 1955:
    Wo sind unsere Kornblumen; Mohn, Ackerdisteln, Hederich, Kornraden und Senf heute geblieben? Das Trachtbild hat sich verschoben und so geändert, daß wir Imker heute umlernen müssen. Unsere Großväter kannten diese Trachtsorge nicht.
     
    Ernst Perkiewicz schrieb 1955:
    Die Trachtverhältnisse haben sich in Deutschland gegenüber früheren Jahrzehnten wesentlich geändert. Früher blühte und honigte es vom Frühjahr an, den ganzen langen Bienensommer hindurch. Da konnte man überall Schwärmen lassen.
     
    Weiters: Durch Schwarmbetriebsweise bekommt man gute, vitale Völker.
     
    1957:
    Die Landwirte können, um rationell zu wirtschaften, nichts mehr Großes für die Bienen leisten. Das Forstwesen schafft Reinkulturen und die Industrie und der Verkehr bekämpft alles Grün, kurz gesagt, wir mit unseren nützlichen Bienen gehen einer bitteren Zukunft erntgegen.
     
     
    So jammerten sie schon vor über 50 Jahren, was könnten wir dann jammern.
    Ich komm mir da richtig lächerlich vor, wenn ich den blühenden Wiesen meiner Kindheit nachtrauere.
    Es mögen noch Bergwiesen blühen in Berchtesgaden, in der Schweiz und Österreich, nur wie lange noch?
    Ach ja, nach Berchtesgaden selbst, kommt ja kein Genmaispollen rein, hab ich vergessen, die haben ja einen Vorhang davor.
     
    Schönen Tag noch allerseits,
    ach ja, hätt ich beinah vergessen:
    Wann hat bei Euch das letzte Mal der Wald geflimmert?

  • Hallo Simmerl,


    in meinem Gerstung von ca. 1920 wird schon ähnlich gejammert! Bedeutet für mich, dass wir heute in einer echten Kultur-Agrar-Steppe leben und uns den Reichtum unserer alten Kulturlandschaft gar nicht mehr vorstellen können, geschweige denn wieder herstellen!


    Sorry, aber was ist "Waldflimmern" ? :confused:

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Morgen Reiner,
     
    das erzählten die Alten immer.
     
    Wenn Du von der Weiten auf den Wald gesehen hast; und er vor lauter Hitze flimmerte, dann hat es in aller Regel gehonigt.
     
    Angeblich hat es deshalb geflimmert, weil der Honigtau herabgetropft ist.
     
    Ob das so stimmt?
     
    Vielleicht können uns da alte Hasen weiterhelfen.:p
     
    Gruß Simmerl

  • Die "Alten" hatten auch Mägde und Knechte, Tagelöhner, die sich für einen Hungerlohn totgearbeitet haben. Und sogar die Bauern waren nicht viel besser dran, wenn man in einem Bauernmuseum mal die Zeit hat, sich das alles anzusehen. Wenig Schlaf, wenig Essen, Arbeit, Arbeit, Arbeit...


    Wollt ich nur mal anmerken. Heut kann ein Biobauer, dems die Ernte total verhagelt, sicher trotzdem überleben. Damals nicht. Die sind verhungert. Der Weg zurück ist - SO - verschlossen.


    Wir müssen neue Wege finden, gehen - und, lieber Simmerl, alter Romantikus, die Sehnsucht nach flimmernden Wäldern wird nicht der schlechteste Ratgeber sein


    Liebe Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Wenig Schlaf, wenig Essen, Arbeit, Arbeit, Arbeit...
    Liebe Grüße von Lisa


     
    :wink:wenn Du das Programm so durchziehst, dann flimmert irgendwann sogar der Wald vor Deinen Augen:wink:
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • :lol: möglicherweise liegts daran, lach, schlaf gut ohne Flimmern und Flirren


     
    ................. auch, noch so ein bißchen Flirren vor dem Einschlafen:roll::cool:

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)