Gitterboden, wie gross soll er sein?

  • Seit einigen Jahren haben meine Bienenvölker den Gitterboden. Gestern habe ich mir Gedanken gemacht und fragte mich, ist das richtig was du da machst?
    Ich baue „Neue Böden“ wieder mit Gitterboden. Was mich beschäftigt, ist, wie gross diese Öffnung sein darf. (Luftzirkulation und, und….)
    Die Völker überwintere ich in einem Magazin auf 8 CH Waben. Das Magazin Innenmass ist 300 X 300 x 370.


    Meine Frage ist: Gibt es ein erträgliches Verhältnis vom Kubikinhalt des Magazins zum Gitterboden? Wie gross soll ich die Öffnung machen?


    Das Flugloch ist 300 x 10 gross und wird nach Volksstärke mit Holzstab angepasst.


    Gerne lasse ich mich Beraten und danke für deine Kompetente Antwort.


    Mit Imkergruss
    Edmond

    Schritt für Schritt hinterlasse ich Spuren, sie verwehen wieder so wichtig sind sie nicht. Aufgeschnappt in der Sahara.

  • Hallo Edmond,


    ich mache den Gitterboden so groß wie möglich, lasse also nur einen festen Rand stehen, der das Gitter trägt.


    Flugschlitz im Sommer so groß wie möglich, in kritischen Zeiten so klein wie möglich. Im Winter ist es eigentlich egal, hauptsache Schutz vor Mäusen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Edmond,


    auch meine gekauften Holz- bzw Styropurböden haben das Gitter über die ganze Bodenfläche, bis auf die Auflage des Gitters. Ich habe erst das 2. Jahr diese Gitterböden und bin aber von den angeblichen Vorteilen noch nicht ganz überzeugt. Vor allem fällt mir bei den Holzmagazinen auf, das der Honig immer dünnflüssiger (obwohl er verdeckelt ist) als in meinen alten HBB. Na ja, vielleicht habe ich noch zu wenig Erfahrung mit den Magazinen.


    Gruß Reinhard

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Die Wassergehaltsprobe des Honigs von meinen Bienen war im Frühling 2008 21%. Ich suche nach einer Erklärung. Deshalb die Frage nach der grösse des Gitterbodens. Könnte der Boden doch einen Einfluss haben wegen des Wassergehalts? Andere Imker in meiner Gegend mit Bienenkästen aus Holz ohne Gitterboden hatten so 16 – 18 %.


    Interessant wären Vergleiche.


    Edmond

    Schritt für Schritt hinterlasse ich Spuren, sie verwehen wieder so wichtig sind sie nicht. Aufgeschnappt in der Sahara.

  • 2006 waren meine alten Holzbeuten ohne Gitterboden, der Wassergehalt 17,5 %.
    Nach dem Umbau hatte der Honig höher Werte.


    2007 mit Gitterboden 19 %.
    2008 mit Gitterboden 21 %


    Allmählich komme ich der Sache näher.


    Danke für deine Antwort.
    Edmond

    Schritt für Schritt hinterlasse ich Spuren, sie verwehen wieder so wichtig sind sie nicht. Aufgeschnappt in der Sahara.

  • Hallo Edmond,
    ich glaube nicht, dass der hohe Wassergehalt auf den großen Gitterboden zurückzuführen ist, dass kann gut andere Ursachen haben. Meine Bienen in Styroporbeuten haben alle einen Gitterboden der über fast die gesamte Bodenfläche geht. Die Bienen stehen zudem Bodennah auf Betonplatten und Kalksandsteinen mit der Höhe 2 Dünnformat. DIe Bienen stehen alle im lichten Schatten unter Obstbäumen. Der Wassergehalt es Honigs war in diesem und auch im Vorjahr immer deutlich unter 17%, teilweise sogar unter 15%. Bereits der Nektar wurde bei mir sehr trocken eingetragen. Der Boden(Teils Sand) ist hier sehr durchlässig unbd die Niederschläge wesentlich geringer als im Mittel- oder Hochgebirge. Den Honig lasse ich möglichst lange im Stock, damit er gut ausreift. Vor der Ernte prüfe ich mehrfach den Wassergehalt mittels Refraktometer. Der Gitterboden ermöglich meiner Meinung nach sogar den Bienen einen besseren Transport des Wassers aus der Beute. Kunstsoffbeuten sind anders als Holzbeuten nicht in der Lage Wasser oder Wasserdampf aufzunehmen. Am Gitterboden liegt es wohl nicht.

  • Hallo Edmond
    Manche merkens früher andere später.
    Das mit dem Gitterboden ist so eine Zeiterscheinung. Natürlich braucht man den zum Wandern damit die Bienen nicht zu heiss bekommen, natürlich braucht man den zur Gemüllkontrolle, Varoakontrolle. Alles andere ist nicht modern.
    Es ist eine Tatsache, dass Honig aus dem CH Kasten gegenüber dem Magazin immer den tieferen Wassergehalt hat.
    Im Magazin habe ich mehr Platz für die Bienen, grösseren Honigraum, eventuell Dickwaben und dann wundere ich mich über den Wassergehalt.
    Darum haben viele Magazinimker den Gitterboden nur anfangs Winter offen, damit die Bienen aus der Brut gehen. Ab Januar ist der Gitterboden ganz oder zu etwa 80% wieder geschlossen, denn für die Honigqualität ist es mir viel lieber wenn die Bienen kühlen müssen, denn unter der Wärme verschwindet das Wasser.
    Diejenigen Imker die den Gitterboden wegen dem Wandern brauchen, nehmen dann einfach den Einschub vor der Wanderung weg oder benutzen wie teilweise schon praktiziert, Kühlwagen, denn es gibt immer mehr Staus auf der Autobahn und damit kann die Ladekapazität ausgenutzt werden. Aber das ist ein anderes Kapitel.
    Zum Schluss gesagt, mache den Gitterboden so wie er für Dich praktisch ist und schliesse ihn spätestens nach der Frühjahresdurchsicht.
    Mit freundlichem Gruss
    Hugo

  • Hallo Hugo,


    das die Segeberger mit Gitter geringeren Wassergehalt haben kann ich bestätigen, bei den Holzbeuten
    war der Honig wasserhaltiger und das in beiden Jahren wo ich sie habe.


    Gruß Reinhard

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)