[Beutenbau] Fluglochhöhe

  • Hallo,


    Ok, vielleicht bin ich da zu pingelig und bei der Fluglochhöhe kommts auf einen cm hin oder her nicht an, aber vor der Beutenbausaison hätt ich das trotzdem noch gerne geklärt. :)


    Die Hohenheimer Einfachbeute (nach dem Bauplan der Uni Hohenheim) und die (Hohenheimer oder Liebigs?) Einfachbeute wie sie in Gerhard Liebigs Buch "Einfach imkern" beschrieben ist sind ja fast identisch. Bei der Variante aus "Einfach imkern" wird auf die Nuten verzichtet und der Boden ist ein bisschen einfacher gebaut.


    Es gibt aber noch einen weiteren Unterschied. Bei der Variante aus dem Buch ist das Flugloch 2 cm hoch, bei der Variante von der Uni 2,5 cm.


    Ist der Unterschied bedeutungslos oder seht ihr da im einen oder anderen Fall ein Problem? Ich habe meine Beuten nach der dem Bauplan der Uni gebaut (also mit 2,5 cm hohem Boden), dachte mir aber irgendwann, dass das doch ein bisschen arg viel Öffnung ist.


    Da ich dieses Jahr mit Jungvölker angefangen habe, hatte ich eh alle Fluglöcher eingeengt. Aber nächstes Jahr...? Wenn ich an Räubereigefahr denke, will ich die nächste Gitterboden-Serie vielleicht doch mit 2cm Fluglochhöhe bauen. Oder 2,5 cm belassen und dafür die Breite begrenzen, z.B. auf die Hälfte?


    Wie seht ihr das?


    Danke und Grüße
    Martin

  • Hallo Bienenfreund!
     
    Bei einem offenen Gitterboden dürfte der Unterschied zwischen 2,5 und 2 cm eher egal sein. Wenn Räubereigefahr besteht, dann ist beides zu viel, wenn das Flugloch über die gesamte Breite geht.
     
    Sollte das Verdampfen von Oxalsäure in Frage kommen, so müsste eine Mindesthöhe schon eingehalten werden.
     
    In einem anderen Beitrag habe ich gelesen, dass bei einem schmalen Flugloch auch das Brutnest schmal und dafür hoch angelegt wird. Ob dies aber den Tatsachen entspricht ist mir nicht bekannt.
     
    Abschließend möchte ich sagen, dass mir aber 2,5 cm auch zu viel vorkommen.
     
     
    MfG
     
    Honigmaul

  • 18-20mm Höhe, das reicht genau, um landende Bienis unten reinkrabbeln zu lasen, während abfliegende an der Oberkante starten.
    Seitenorientiertes Flugloch mittlerweile aus Erfahrung nur noch 40-60mm breit, bei Trachtende noch mehr reduziert auf 2 Bienenbreiten.
    Gibt zwar etwas Gedrängel beim Vorspielen, ist aber insgesamt für die Völker streßfreier, weil wenige Wächterbienen ausreichen.
    Außerdem sinkt der Verflug drastisch, weil ganz offensichtlich auch bei starkem Wind das eigene Flugloch eindeutiger zu erkennen ist - kommt eine Böe und die Biene wird vor die nächste Kiste getrieben, wird durchgestartet statt zu landen - sie wissen, wo sie wohnen.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne : Ok, dann werd ich zukünftig auf 2cm gehen. Du sagst, deine Beuten haben ein seitenorientiertes Flugloch. Begrenzt du das mit einer Holzleiste, die du einfach reinsteckst, oder mit Schaumstoff, oder wie ist das?

  • Meine Böden sind ja was simpler konstruiert als andere: 4 fette Kanthölzer stumpf zusammengeschraubt, dann Alu-Fliegengitter vollflächig, und das ringsum mit den 20mm Leisten festgemacht, an einer Stelle ist dann eben die Lücke für das Flugloch.
    Wenn ich es dann im Betrieb noch kleiner machen muß, nehme ich Schaumstoff.
    Und jetzt am WE kommen halt noch die Mäusegitter rein, und der Schaumstoff dann ins Mäusegitter, bis es endgültig zu kalt ist für Räuberei.
    Die Mäusegitter stecke ich mit bunten Pin-Nadeln fest.
    Ich muß bei den kleinen Fluglöchern im Winter aber regelmäßig kontrollieren, ob der Eingang noch frei und nicht etwa durch Totenfall blockiert ist, das ist wichtig!:wink:


    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen