Oxalsäure gefährlich?

  • Hallo Leute
    Ich habe von einem Imker gehört, dass die Oxalsäure nicht nur bei der Anwendung gefährlich ist sondern auch langfristig, weit sich Kristalle zB. an den Rähmchen bilden, die für den Menschen recht gefährlich sind!
    Stimmt das?!
    Danke für die Antworten.
    Jörg

  • Hallo Leute
    Ich habe von einem Imker gehört, dass die Oxalsäure nicht nur bei der Anwendung gefährlich ist sondern auch langfristig, weit sich Kristalle zB. an den Rähmchen bilden, die für den Menschen recht gefährlich sind!
    Stimmt das?!Danke für die Antworten.Jörg


     
    Moin , Moin aus Hamburg ,
    bei fachgerechter Behandlung nicht. Das verdampfen von Oxalsäure gehört deshalb zu den "nicht fachgerechten " Methoden, da das gesundheitliche Risiko für den Imker (gerade mit vielen Völkern und über Jahre) zu hoch ist.
    Auch die von Dir beschriebene Kristallbildung mit dem Bilden von bearbeitungsstäuben ist eben nicht auszuschließen. Das Sicherste ist immer noch das verwenden von Oxalsäure in gelöster Form.
     
    Viele Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo
    Wie schon gesagt, beim träufeln kein Problem.
    Bei der verstäubung gibt es eine Untersuchung welche besagt, dass OS Kristalle überall im Magazin zurückbleiben. Diese Kristalle werden dann wie Haut des Imkers aufgenommen und können dann eventuell zu gesundheitlichen Problemen des Imkers führen.
    Eine Aussage von einem IM hat gelautet, wenn es von einem Rentner verwendet wird hat er kein Problem damit und einem Jungimker empfiehlt er es nicht.
    Freundliche Grüsse
    Hugo

  • OS Bedampfen, ausgeführt von einem vernünftigen Imker in Freiaufstellung - hocheffizient und ungefährlich!!


    Rückstände an den Rähmchen, siehe nachfolgenden Satz, bzw. folge dem Link!




    http://members.aon.at/muehllec…bericht-fischermuehle.pdf



    Beim Schneiden von Rhabarber ist die Belastung mit Oxalsäure somit zehnmal so hoch wie der höchste
    gemessene Wert von behandelten Rähmchen. Im Vergleich mit dem durchschnittlichen Oxalsäure
    Rückstand aller untersuchter Proben ist die Belastung der Hausfrau 25 mal höher als die
    des Imkers.

    Franz Xaver aus Niederbayern

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von honigmayerhofer ()

  • Hallo!
    habe jetzt schon etliches hier gelesen über Oxalsäure Verdampfung. Was ist denn nun die beste Methode die Oxalsäure aufzubringen? Habe vier Völker, 2zargig und bin Anfängerin.

  • Hallo Xare,
     
    es gibt halt nur einen Unterschied zwischen Rhabarber schneiden und dessen Säfte an den Händen und Oxalsäurekristalle pur in der Luft und an den Händen.
     
    Oxalsäure ist ein Kalziumräuber. Dieses Kalzium nimmt der Körper aus den bekannten Stellen (Zähne, Knochen) und bindet damit die Oxalsäure in den Nieren zu Nierensteinen die der Körper nicht ausscheidet und auch mit den vorhandenen Methoden sehr schwer zertrümmerbar sind.
    Das hilft meist nur noch Operieren.
    Das ist die Langzeitproblematik.
     
    Bei 600mg/kg Körpergewicht aufgenommener Dosis ist die Oxalsäure tödlich, da der Kalziumstoffwechsel zusammenbricht. Nachzulesen bei http://de.wikipedia.org/wiki/Oxals%C3%A4ure
     
    Und nun kannst du dir selber ausrechnen bei wievielen Behandlungen mit Oxalsäure du auf den genannten Wert kommst.
     
    Drum die fertige Lösung aus der Apotheke kaufen und benutzen. Zerstäuben, verdampfen und sonstige Methoden wo man mit der Säure in kristalliner Form in Berührung kommt sind in meinen Augen das dümmste was man tun kann.
     
    Das Wort Eloxal, eloxieren kommt von Elektro-Oxalsäureverfahren um Aluminiumoberflächen zu härten. Da das Pulver so giftig ist wird heutzutage nur noch Schwefelsäure benutzt.
     
    Von dort kommen auch die Forschungen zu Berufskrankheiten und Dosen der Oxalsäure.
     
    Also schreib nicht solchen Quatsch von wegen hocheffizient und ungefährlich!
     
    Gruß René

  • Hallo!
    habe jetzt schon etliches hier gelesen über Oxalsäure Verdampfung. Was ist denn nun die beste Methode die Oxalsäure aufzubringen? Habe vier Völker, 2zargig und bin Anfängerin.


     
    Erlaubt ist in Deutschland nur träufeln! Wenn Du in Österreich oder der Schweiz imkern würdest, könnte man das Verdampfen empfehlen, aber wie gesagt, das ist verboten in Deutschland.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • ,
     
     
    Also schreib nicht solchen Quatsch von wegen hocheffizient und ungefährlich!
     
    Gruß René


     
    Wäre nett, wenn du:
     
    a. etwas an deinem Umgangston arbeiten würdest.
     
    b. Zur Kenntnis nimmst, dass dies, der über ein Jahrzehnt andauernden Untersuchungen der Schweizer Fischermühle enstammt, die sicherlich nicht von Laien ausgeführt wurden!
     
    Sicher ist aber dann doch, das jeder Laie, wo ich dich dazuzähle, dies besser zu wissen scheint.
    Deshalb habe ich auch den Link eingefügt!


    Auch verwende ich generell dünne "Gummihandschuhe" beim Imkern, speziell nach den ersten Wochen des Bedampfens!
    Deshalb behaupte ich nochmals: Bedampfen in Freiaufstellung von einem vernünftigen Imker mit dem richtigen Verdapfer ist gefahrlos und hocheffizient!


  • Solch ein Gelaber kannst du dir sparen, das bringt uns in diesen Punkt nicht weiter.


    Siehe Artikel „ Anwendersicherheit bei Oxalsäure“


    http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=971046395&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=971046395.pdf


    Herzliche Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!


  • Zerstäuben, verdampfen und sonstige Methoden wo man mit der Säure in kristalliner Form in Berührung kommt sind in meinen Augen das dümmste was man tun kann.


    Das sehe ich völlig anders.
    Guckst Du hier:


    http://www.alp.admin.ch/themen/00502/00515/00519/index.html?lang=de&download=M3wBPgDB/8ull6Du36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmmc7Zi6rZnqCkkIN0fXZ+bKbXrZ6lhuDZz8mMps2gpKfo


    Mit freundlichen Grüßen


    Rubikon
    ---
    Vertrauen ist gut, (Varroa-)Kontrolle ist besser


  •  
     
    Seid ihr alle wetterfühlig oder behagt euch die derzeitige Bienenruhe nicht! :-D
     
    Man kann doch ohne beleidigend zu sein, über gegensätzliche Standpunkte der "Bedampfung" diskutieren!

  • Sorry, Franz Xaver,

    Was die Zulassung betrifft, so sträuben sich bei mir die Haare. Ich hatte zu mindestens erwartet das wie in Österreich eine Zulassung für die Restentmilbung schon dieses Jahr auch in Deutschland möglich sei – aber weit gefehlt. In ganz Europa ist die Oxalsäure -Verdampfung legal - nur in Deutschland nicht - das sagt schon einiges aus. Hier in diesem unseren Lande geht es nur noch um Kohle - um Gewinnsucht - koste es was es wolle. Mit der Oxalsäure - Verdampfung hinterlassen wir keine verseuchte Erde - noch nicht einmal Rückstände im Honig, geschweige denn im Wachs. Und daran sterben auch unsere Bienen nicht - im Gegenteil, sie leben und fühlen sich pudelwohl. Ob sie nach der nächsten Maisaussaat noch leben, kann heute keiner sagen.

    In diesem Sinne

    Herzliche Grüße

    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!


  •  
    Hallo Dieter,
    dein Beitrag hat meine vollste Zustimmung! :daumen:


    Obendrein bedampfst du für ein paar Euronen ein halbes Imkerleben!