Api Life Var

  • Hallo!
    Ich hatte dieses Jahr wenige Milben. Normal so 1 pro Tag. Nur ein einziges Volk hatte relativ viele - 3 pro Tag.
     
    Ich habe Kurzzeit mit Liebig Dispenser und AS behandelt Anfang August. Es sind nur wenige Milben herunter gefallen.
     
    Dann wurde mir Api Life Var empfohlen und ich habe es nach der Auffütterung eingefügt. Es ist jetzt 10 Tage drin. Meine gestrige Kontrolle war umwerfend. Es sind sehr viele Milben gefallen. Teilweise auch lebendige. Bei den Völkern die bisher wenige hatten waren es nun ca 3 pro Tag und bei dem Problem-Volk (das grade frisch eingeweiselt ist) 10 pro Tag.
     
    Jetzt die Frage: Sind so viele gefallen weil das Thymol gewirkt hat? Wer hat mir Api Life Var Erfahrung?
     
    Ob es wohl reicht wenn ich im November Oxalsäure träufle und nun erst einmal weiter kontrolliere?

  • Ich setze es auch ein und habe gute Erfahrungen gemacht. Allerdings fiel bei mir mehr an Milben, jedoch längst nicht so viel wie letztes Jahr und nicht so viel wie ich erwartet hätte.


    Es ist ein allgemeiner Trend, daß es dieses Jahr bis auf Einzelfälle nicht so große Varroaprobleme gibt. Das bestätigen auch die Institute. Ist fast wie bei der CSU, die reibt sich die Augen und fragt sich, wo die Wähler geblieben sind und wir fragen uns, wo die Varroa geblieben ist. In beiden Fällen eine gute Entwicklung.


    Aber das heißt nicht, daß man die Varroabehandlung jetzt vernachlässigen kann. Ich behandle genauso als ob ich einen normalen oder starken Befall hätte.


    D.h., daß ich bei entsprechender Gelegenheit mit OS nachbehandle.


    Je weniger Milben, desto besser!


    Letztens hatte ich einen alten Herrn am Stand, der ganz hilflos um Rat fragte, weil er keine Bienen mehr hatte. Er hatte immer auf den Winter gewartet und dann mit Perizin behandelt. Von anderen Behandlungsmethoden wußte er nichts und in Folge von fünf Jahren vier mit Totalverlusten zu verzeichnen gehabt.


    Als ich ihn fragte, wo er denn seinen Stand hätte, stellte sich heraus, daß dieser Stand 600 m Luftlinie von einem meiner Stände entfernt war.


    Bei einem Blick in meine Aufzeichnungen hatte ich dann die langgesuchte Erklärung für unerwartet hohe Milbenfälle im Winter an diesem Stand.


    Ich kann mir gut vorstellen, daß das nicht selten ist.


    Gruß, Klaus


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    Hallo Zusammen,
    danke für diesen Beitrag. Ich hoffe sehr, dass alle Freunde der "Varroalüge" und die zahlreichen Reinvasionszweifler diesen Beitrag lesen.
    Ich befürchte, dass in diesem Jahr bereits wieder auf Grund der "geringen" Varroazahlen die Wachsamkeit nach lässt und damit der Grundstock für die nächsten Zusammenbrüche gelegt werden.
    Also nicht vergessen Winterbehandlung ist immer angesagt.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Guten Abend allerseits
     
    Unser gesamter Imkerverein (17 Mitglieder) behandelt folgendermaßen:
    Nach dem letzten Schleudern, ca Mitte Juli, einlegen 1,5 Apilife-Streifen pro Volk (2 Zargen).
    Bei Brutfreiheit im Dezember und noch einmal ca 14 Tage später: Oxalsäureverdampfen 2 Tabletten = 2 g pro Volk.
    Wichtig: Wir behandeln alle fast gleichzeitig, da wir alle Völker auf ca 4 km2 stehen haben.
    Damit fahren wir schon jahrelang ganz gut.
     
    Gruß