GVO-Honig im ZDF

  • Hallo zusammen,


    am Sonntag, d. 28.9.08 berichtet das ZDF um 13:15 Uhr in der Sendung ZDFumwelt über die Honigverbrennung und die Aktion um Prinz Charles.


    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo,
     
    Na dann gute Nacht deutscher Honig. Jetzt wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Jetzt kann jeder Verbraucher sehen, daß der 'ach so gute' Deutsche Honig doch nicht so gut ist. Fehlt nur noch die Untersuchung auf Pestizide (Varroabekämpfungsmittel und PSM) dann wäre der Tod der deutschen Imkerei eingeleitet.
     
    Wer will denn noch einen Honig kaufen, der mit GVO-Pollen versaut ist?
     
    Dieser Bericht wird ein Bärendienst am deutschen Imker sein.
     
    Danke.:mad:
     
    Fragt sich nur noch, wer denn einen Nutzen von dieser Art der Berichterstattung hat.
     
    Gruß René

  • So würde ich das keinesfalls sehen! Die Aktion (inkl. TV) ist von den Imkern selbst getrieben. Und es ist auch richtig dass über Missstände berichtet wird und zwar je früher um so besser. Verheimlichen und dann kommt doch was raus führt dann nur zum Skandal und Empörung.
    GVO versauten Honig denke ich will niemand kaufen und glücklicherweise DARF ihn auch niemand ver-kaufen. Es ist ein Glücksfall dass sich unsere Staats und Bundesregierung mit sammt Justiz hier mal selber ein Ei gelegt hat bzw. eine Vorlage geliefert hat. Und es ist bewunders- und achtenswert was die betroffenen Imker mit Unterstüzung diverses Aktiven aus unterschiedlichen Verbänden tun um diese Problematik einer breiten Öffentlichkeit darzustellen.
    Den Nutzen haben wir, wir Imker, weil die ganze GVO Thematik nun in den Gemeinden bei den Landwirten, etc. nicht mehr einfach unter den Tisch gekehrt werden kann und die Imker belächelt werden nicht ernstgenommen nach dem Motto was wollendie denn schon und ach da passiert schon nix.
    Sollte diese Aktion auch nur einen kleinen Beitrag dazu leisten den ungehemmten Vormarsch an Argrar GVO einzubremsen sind vorallem unsere Nachkommen diejenigen die einen Nutzen davon haben; dadurch dass zum einen die Natur nicht noch unnatürlicher wird und zum anderen dass Landwirtschaft und Nahrungsmittel in den Händen von Bauern und der Bevöllkerung bleibt und nicht völlig von internationalen Groß-Konzernen kontrolliert wird.
    Bei Problemen auch einen selbst betreffend hat es noch immer mehr genutzt in die Offensive zu gehen anstatt den Kopf in den Sand zu stecken.
    Es gibt Imkervereine die pro-aktiv handeln, informieren darüber sprechen. Leider gibt es wohl auch einige die die ganze Problematik verdrängen, verharmlosen, verschwiegen.


    Grüße aus Oberbayern - Jochen


    P.S.: Und zu hoffen ist dass der Beitrag im ZDF und die Aknkündigung in den Medien und auch in diesem Forum dem einen oder anderen noch schwankenen Wähler in Bayern in Erinnerung bringen dass es auf Dauer wohl wichtigeres gibt als die Frage wieviel Bier man auf der Wiesn trinken kann wenn man noch mit dem Auto heimfahren möchte. ;-)

  • Hi
    Vielleicht werden durch das sterben der Bienen und dem Ruin der Imker, der Allgemeinheit die Augen geoeffnet.


    gruss guenther


    PS: @ Jochen:
    Gibt's in Bayern noch GVO-freies Bier ( Enzyme) ?

  • guenther
    War die Frage mit dem Bier ernst gemeint?
    Wie auch immer, einige kleinere privat Brauereien haben sich diesbez. zu Wort gemeldet und vertreten die Ansicht dass GVO nicht mit dem bayrischen Reinheitgebot in Einklang zu bringen sind und sie achten bei ihren Produkten auch darauf.
    Die Großkopferten wie man hier so sagt, also die Großen, die Großen Braueren in dem Fall, die die die großen Zelte auf der Wiesn haben, das meiste Geld, viel Einfluß und Beachtung (auch international) sind an der Ecke leider ziemlich schwach, schlapp, träge, feig, faul,...


    Das ist jedenfalls mein Wissensstand und so bissi umhören, Ohren offen halten in der Richtung tu ich schon.

  • So würde ich das keinesfalls sehen! Die Aktion (inkl. TV) ist von den Imkern selbst getrieben. Und es ist auch richtig dass über Missstände berichtet wird und zwar je früher um so besser. Verheimlichen und dann kommt doch was raus führt dann nur zum Skandal und Empörung.


     
    Natürlich ist es richtig und wichtig, dass über Missstände berichtet wird. Ich frage mich so langsam aber, was hier wirklich bezweckt wird! Wer es in Kauf nimmt, sich selbst und Andere zu ruinieren, nur um Aufmerksamkeit zu erregen und den Märtyrertod zu sterben, der Schadet einer Sache mehr als er ihr nützt.
     
     


    GVO versauten Honig denke ich will niemand kaufen und glücklicherweise DARF ihn auch niemand ver-kaufen. Es ist ein Glücksfall dass sich unsere Staats und Bundesregierung mit sammt Justiz hier mal selber ein Ei gelegt hat bzw. eine Vorlage geliefert hat.


     
    Fragt sich, hier wem ein Ei gelegt hat!
    Glaubst Du wirklich, dass der tonnenweise aus USA, Südamerika und ganz Europa nach Deutschland importiert wird wirklich GVO-frei ist? Beim Importhonig ist doch die Wahrscheinlichkeit einer GVO-Belastung um ein vielfaches höher als bei deutschem Honig.
    Und was machen da einig deutsche Imker? Nein, sie gehen nicht in den Supermarkt und kaufen das Gemisch, das dort als guter Bienenhonig zu schleuderpreisen zu haben ist und lassen diesen auf GVO untersuchen. Nein, sie klagen vor Gericht auf die Feststellung, das ihr eigener Honig, wenn er den GVO-Spuren enthalten sollte nicht mehr verkauft werden darf. Anschließend wird nochmals ein haufen Geld ausgegeben, um Nachzuweisen, das der Honig tatsächlich belastet ist.
    Zu guter (oder besser schlechter) letzt geht man auch noch her und veranstaltet noch bevor das Gerichtsurteil rechtskräftig ist eine öffentliche Honigverbrennung, und lädt dazu Presse und Fernsehen ein.
    So erregt man Aufmerksamkeit, die gleiche Aufmerksamkeit, die ein Fußballspieler erhält, der im Finale den Hattrik aufs eigene Tor schafft.
     
     


    Und es ist bewunders- und achtenswert was die betroffenen Imker mit Unterstüzung diverses Aktiven aus unterschiedlichen Verbänden tun um diese Problematik einer breiten Öffentlichkeit darzustellen.


     
    Was soll ich daran bewundern?
    Natürlich erregt ein Geisterfahrer Aufmerksamkeit, hier ist sogar der Zweck dieser Aufmerksamkeit durchaus achtenswert und meines Erachtens wichtig. Wenn ich aber wie in diesem Fall gerade auf der anderen Fahrbahn unterwegs bin, bewundere oder achte ich daran überhaupt nichts!
     


    Den Nutzen haben wir, wir Imker, weil die ganze GVO Thematik nun in den Gemeinden bei den Landwirten, etc. nicht mehr einfach unter den Tisch gekehrt werden kann und die Imker belächelt werden nicht ernstgenommen nach dem Motto was wollendie denn schon und ach da passiert schon nix.


     
    Welchen Nutzen soll ich davon haben, wenn Honig als Lebensmittel in Verruf kommt? Glaubst Du wirklich, dass die Imker nach dieser Aktion nicht mehr belächelt? Das gegenteil wird geschehen. Mit solchen Aktionen erhält man allenfalls Mitleid.
     


    Sollte diese Aktion auch nur einen kleinen Beitrag dazu leisten den ungehemmten Vormarsch an Argrar GVO einzubremsen sind vorallem unsere Nachkommen diejenigen die einen Nutzen davon haben; dadurch dass zum einen die Natur nicht noch unnatürlicher wird und zum anderen dass Landwirtschaft und Nahrungsmittel in den Händen von Bauern und der Bevöllkerung bleibt und nicht völlig von internationalen Groß-Konzernen kontrolliert wird..


     
    Ein hoher Preis für einen allenfalls minimalen Effekt!
     


    Bei Problemen auch einen selbst betreffend hat es noch immer mehr genutzt in die Offensive zu gehen anstatt den Kopf in den Sand zu stecken.
     


     
    Sich diesen Kopf stattdessen an einer Wand blutig zu stoßen und anschließend erwarten, dass die Wand deshalb eingerissen wird, ist sicherlich auch nicht hilfreich.

  • Hi
    Wenn in Wabenbau, Pollen, Bienen, Spuren von dutzenden verschiedenen Pestiziden festgestellt weren, muss ich mich jetzt auch fragen, was sich meine Kinder da eigentlich
    noch aufs Butterbrot schmieren.


    gruss guenther

  • Hallo Honigfreunde,
    genau das war meine erste Frage an Bernhard.
    Wenn wir alles publik machen,was wir wissen,bekommen wir fürchterlichen Ärger mit allen Imkern,die Honig verkaufen wollen ,können oder müssen.
    Wir haben uns entschlossen die Wahrheit zu sagen.(Imkerdemo)
    Die Wahrheit zu sagen ,in dieser Sache,ist für einen Bienenhalter mit 2 Völkern bedeutend einfacher als für einen Imker der sich auf einen kleinen Nebenverdienst eingestellt hat.
    Wenn in meiner Umgebung gefragt wird, ob es Probleme mit Bienen oder Honig gibt,
    ist bei ALLEN alles in Ordnung,und ich bin einfach nur ein geschäftsschädigender Spinner.
    Das echte Problem wird einfach nicht erkannt.
    Ich könnte mir schon vorstellen das ich nach einigen Jahren Aufklärungsversuchen zum Ökoterroristen werden könnte.(wie Zeissloff,Brandt)
    Gruß
    Helmut

  • Helmut, ich hab andere Sorgen, ich kann keinen Honig verkaufen, weil ich bald keinen mehr habe.
     
    So wie Friedmann schrieb, wenn der Wald ausläßt.......
     
    Ich bin mit Land und Völkerzahl, priviligierter Landwirt, wie es so schön heißt. ich zahl auch schön brav meinen BG-Beitrag, der eines 25 ha
    Betriebes gleichkommt.
     
    Auf das Geld vom Honigverkauf, bin ich nicht angewiesen.
    Im Gegenteil, ich muß nicht kalkulieren können, was ich kann, um zu checken, daß ich mächtig draufzahle.
     
    Drum sag ich immer, ich bin Bestäubungsimker, ohne Prämie, doch wie lange noch?
     
    Fragender Simmerl

  • Der Beitrag war übrigens ziemlich gut, sowohl was die Darstellung der Bedeutung der Bienen für die Kulturpflanzen und die Natur betrifft als auch in der Aufklärung zu der Problematik.


    Einen schönen Sonntag Abend wünscht


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Glaubst Du wirklich, dass der tonnenweise aus USA, Südamerika und ganz Europa nach Deutschland importiert wird wirklich GVO-frei ist?


    Ich denke schon.
    Der wird gefiltert und sauber ist er, oder?
    Nur wir dürfen dem Honig nichts "wegnehmen", oder gilt das auch für Importe?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Genaugenommen müßten mehrere tausend Tonnen Honig vernichtet werden.
    Im Osten wg. GVO,im Westen wg. PSM
    Meint Simmerl


     
    Moin , Moin aus Hamburg,
    welchen Kunden interessiert schon GVO oder PSM? Ob der Honig aus Deutschland oder von Sonstwoher kommt, ist auch egal. Die meisten haben interessiert eigentlich nur eines :
    Ist der Honig auch kaltgeschleudert ? :cool:
     
    Heute hat mich ein Kunde gefragt, warum meine Bienen nicht mal Lavendelhonig machen würden. Den hätte er im Urlaub gekauft.Der Imker hätte da eine Sorte Bienen, die das könnten. Ich könnte von Ihm aber die Adresse bekommen, dann könnte ich mir auch so eine Sorte Bienen besorgen.:confused: Ich wußte nicht, ob ich nun lachen oder weinen sollte.:-(
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)