Maisbauern: Gift statt Fruchtfolge?

  • Hi
    Das ist doch aber logisch!
    DER CDU-Mensch will Gift weil die CDU von den großen Konzernen (u.A.BAYER WERKE) die meisten Gelder bekommt und so wäre es doch mist wenn das Gift was Hergestellt wurde nicht zum Einsatz kommt!
    ES geht hier nicht um die Natur, es geht hier um ein paar Politiker die einen Fuß in der Cheffetage von einem Konzern haben und da zählt nur Umsatz!


    "Waffenherstellung bringt nur Geld wenn Krieg ist, also sorgen wir für Krieg um Geld zu verdienen!"
    CHeers
    Thomas

    Der Mensch steht im Mittelpunkt und somit allein im Weg.


  •  
    Hast Du einen anderen Artikel gelesen??
    Wo bitte steht da, dass ein CDU-Mensch sich für Gift ausgesprochen hat??
     
    Es ist wohl jedes Mittel recht, um Gerüchte und Unterstellungen zu verbreiten.

  • Ups Korektur:
    #Dem trat Klaus Elble (CDU), selbst Landwirt, massiv entgegen: »Die Fruchtfolge wäre für viele Betriebe tödlich,


    Der CDU-Mensch war nur gegen die Fruchfolge. (außsetzten des Maisanbaus!
    Aber bitte was für Alternativen Bleiben denn dann noch?
    Cheers
    Thomas

    Der Mensch steht im Mittelpunkt und somit allein im Weg.


  •  
    Schon wieder eine recht gewagte Auslegung!
     
    Er hat sich nicht gegen die Fruchtfolge gewandt, sondern lediglich - wohl zutreffend - festgestellt, dass dies für viele Betriebe den wirtschaftlichen Ruin bedeuten würde.
     
    Der Mais wird in dieser Gegend überwiegend zur Energieerzeugung angebaut. Die Bauern betreiben entweder eigene kleine Biomasse- Kraftwerke oder haben Lieferverträge mit Betreibern solcher Anlagen.
    Diese Anlagen sind auf Mais ausgelegt und können nicht so ohne weiteres mit anderen Materialien beschickt werden. Der Bauer muss also irgendwie den erforderlichen Mais ranschaffen, wenn er wirtschaftlich damit überleben will.
    Bei einer 3-Jahres-Fruchtfolge schaffen das viele nicht.


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    Der Mais wird in dieser Gegend überwiegend zur Energieerzeugung angebaut. Die Bauern betreiben entweder eigene kleine Biomasse- Kraftwerke oder haben Lieferverträge mit Betreibern solcher Anlagen.
    Diese Anlagen sind auf Mais ausgelegt und können nicht so ohne weiteres mit anderen Materialien beschickt werden. Der Bauer muss also irgendwie den erforderlichen Mais ranschaffen, wenn er wirtschaftlich damit überleben will.
    Bei einer 3-Jahres-Fruchtfolge schaffen das viele nicht.


    Falls der Maisanbau ohne Fruchtfolge nur durch eine schleichende Vergiftung der Böden möglich sein sollte,


    --> wird in solchen Betrieben dann Bio-Masse hergestellt und sind diese Betriebe deshalb erhaltenswert?


    Es zeigt sich mal wieder:


    Nicht überall. wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin.


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon
    ---
    Vertrauen ist gut, (Boden)-Kontrollen sind besser

  • Moin,


    bitte vergeßt mal nicht, daß in jeder BIO-Gasanlage unser Subventionsgeld drinnen steckt und das mit jedem Kilo dort erzeugtem und zwangsaufgekauftem Strom weiteres hineingeworfen wird. Es sollte also im gesamtgesellschaftlichen Interesse sein, die ohnehin von großen Teilen der Algemeinheit finanzierten Anlagen auch betriebsfähig zu erhalten. :wink:


    Seit letztem Jahr gibt es nun auch keine Stillegungsförderung mehr, weshalb ich jetzt von zwei Seiten mit Mais umgeben bin. Auf der einen Seite seit 2003 auf der andern seit diesem Jahr. Auf die Frage was nächstes Jahr angebaut wird erzählte mir der Bauer stolz, dasser jetzt auch ne Bio-Gasanlage hat und da müssen am Tag 4 LKW Masse rein. Natürlich Mais und Mist. Nur deshalb stehen seine Kühe jetzt wieder teilweise auf Stroh, wenn die Bio-Gasanlage eher Grobes braucht. Braucht die Dünnes wird wieder gespült. Außerdem läßt sich Restgülle nirgendwo besser verklappen als im Maisfeld. Man ist flexibel so als Bauer. Und man produziert Methan. Man ist Energiewirt jetzt. Die dümmsten Bauern haben haben jetzt noch Kartoffeln, denn auch wer nichts wird wird Wirt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo, Wulle,

    Zitat

    Diese Anlagen sind auf Mais ausgelegt und können nicht so ohne weiteres mit anderen Materialien beschickt werden


    Sorry, das ist grundfalsch. Mais rechnet sich nur am besten und paßt natürlich für Bauern wie die Faust aufs Auge...
    Mais ist einfach anzubauen, braucht keine Pflege ab 30cm, schluckt Gülle ohne Ende - ist doch ein Traum...
    Nur wird der bald wirklich für alle zum Albtraum werden, wenn die Flächen für Nahrung immer weniger werden.
    Biogas als Resteverwertung ist top, aber dafür Nahrungsmittelproduktion einschränken? IRRSINN.


    Jede Biogasanlage kann mit allem beschickt werden, was auch nur annähernd gärfähig ist und genug Eiweiß zur Verfügung stellt.
    Jean Pain's Biomeiler aus gehäckseltem Buschwerk liefert nicht nur warmes Wasser, sondern aus dem Kern (eingebautes Faß) auch noch Biogas.
    Biogasanlagen in Indien laufen problemlos mit den Fäkalien eines Schweins und denen der jeweiligen Familie, und so weiter....
    Gehen tut alles, deswegen werden(wurden) ja Co-Fermente wie gebrauchtes Frittenfett und Speiseabfälle so gern genommen und gut bezahlt (die Gastwirte zahlen natürlich auch noch für die Entsorgung = doppelt verdient).

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Jede Biogasanlage kann mit allem beschickt werden, was auch nur annähernd gärfähig ist und genug Eiweiß zur Verfügung stellt.


    Nee Sabi(e)ne,


    das stimmt nicht. Die Anlagenbeschickung gerade für die kleinen Anlagen sind ganz genau auf bestimmte Einträge ausgelegt. In die Förderschnecke für Maishäcksel paßt kein Klärschlamm zur Ausfaulung und durch die Güllespülung kannste keine Holzhäcksel pumpen. Auch die Mixer sind auf bestimmte Konsistenzen ausgelegt. Manche Bio-Gasanlagen haben Häcksler und Vormischer. Für die Beschickung mit Häckselgut, also z.B. Mais kann man sich die aber sparen. Und hat man die gespart, dann kann man eben keine ungehäckselten Stoffe annehmen. Muß man auch nicht, solange genug Mais da ist.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Lieber Henry,
    du weißt ganz genau, daß ich das Prinzip meine und nicht die lokalen Spezifikationen.
    In jedes Auto kann ich nen Aschenbecher und nen Zigarettenanzünder einbauen und dann sagen, hier können nur Raucher mitfahren...:cool::wink:
    Hier geht es nicht um technische Details und customized Lösungen, sondern allein ums Prinzip.:p_flower01:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin,


    bitte vergeßt mal nicht, daß in jeder BIO-Gasanlage unser Subventionsgeld drinnen steckt und das mit jedem Kilo dort erzeugtem und zwangsaufgekauftem Strom weiteres hineingeworfen wird. Es sollte also im gesamtgesellschaftlichen Interesse sein, die ohnehin von großen Teilen der Algemeinheit finanzierten Anlagen auch betriebsfähig zu erhalten. :wink:


    Moin Meiner,


    das ist wieder der Punkt, wo ich auf den Plan springe. Nur zur Info, ich persönlich bin kein Liebhaber von Biogasanlagen ABER: An welcher Stelle fliesst Subvention in welchen Biogasreaktior ?
    Meinst du die Einspeisevergütung? - Das Thema hatten wir bereits - sie ist keine Subvention, mei Guudster.
    Im übrigen gibt es KEINE konventionelle Stromerzeugungstechnik die nicht staatlich am Leben erhalten wird. Der Strom wäre soo, teuer, dass du beispielsweise für Atomstrom mind. 2€ je kWh zahlen würdest. An dieser Stelle, wäre selbst der Biogasstrom selbstredend Marktfähig und bräuchte kein Einspeisegesetz. Das Einspeisegesetz ist das Mindeste, was getan werden konnte, um den Neuen den Markteintritt zu ermöglichen!


    Gruesse
    seb

  • Moin, Moin,

    ABER: An welcher Stelle fliesst Subvention in welchen Biogasreaktior ?
    Meinst du die Einspeisevergütung? - Das Thema hatten wir bereits - sie ist keine Subvention, mei Guudster.
    Im übrigen gibt es KEINE konventionelle Stromerzeugungstechnik die nicht staatlich am Leben erhalten wird.


    Dann sind fuer mich zumindest beides Subventionen und gehoeren abgeschafft. Mein Beispiel mit meiner eigenen Solaranlage hat mir gezeigt wo das hinfuehrt. Ich moechte dies hier nicht wieder in aller Breite darlegen.
    Wobei Du Dich bei s.g. konventioneller Stromerzeugung nur auf Energie aus Kernkraft beziehst. Wie es sich bei anderen Arten der Stromerzeugung darstellt, weiss ich nicht. Ich koennte mir aber durchaus vorstellen, dass es dort sehr heterogen aussieht.


    Gruss Michael

  • Moin, Moin,
    Wie es sich bei anderen Arten der Stromerzeugung darstellt, weiss ich nicht. Ich koennte mir aber durchaus vorstellen, dass es dort sehr heterogen aussieht.
    Gruss Michael


    Hallo Michael,
    bei den Anderen fängt die Subvention im Bergbau an. Kein deutscher Strom wird zu den Gestehungskosten (ökonimisch nicht und ökologisch schon lange nicht) verkauft. Die Unabhängigkeit zahlt nicht der Verbraucher sondern die Allgemeinheit!
    Gruesse
    seb