Indikator Brutwabe

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    Gestern habe ich den letzen Honig geschleudert. Auf den hellen Waben ist mir mal wieder der saubere Kreisbogen des Brutnestes aufgefallen, den die Weisel bis in den Honigraum hochgezogen hatte, da ich kein Absperrgitter verwende. Gleichzeitig mußte ich daran denken, das die Königin ja bevorzugt in bereis bebrütete Zellen erneut Eier legt. Dabei sind doch die unbebrüteten Zellen nicht nur größer sondern auch wesentlich hygienischer. Warum tut sie es also ?
    Könnte nicht sogar die ursprüngliche maximale Brutnestgröße ein Indikator für das Volk sein, wie leistungsfähig die Königin noch ist ? Findet hier eventuell ein Soll / Ist vergleich statt ? Immerhin wäre bei einer natürlichen Betriebsweise ein direkter Vergleich für das Volk möglich. Ein nicht mehr wachsendes Brutnest in der Hochsaison ohne aber auch eine Stagnation erkennbar werden zu lassen, würde doch der Richtige Zeitpunkt für einen Schwarm unter starker Führung ergeben. Denke ich da zu menschlich ?
    Ist vielleicht aber auch schon ein wenig spät.
     
    Mit mitternächtlichen Grüßen
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Moin,


    ich dachte da auch drüber nach: Die bebrüteten Waben sind deutlich stabiler auch bei der duch Kälte auftretenden Schrumpfung und den Schwinungen die brechende Äste im Wintersturm verursachen. Die unbebrüteten leiten Schwinungen schlechter, honigvoll sowieso. Die Bienen könnten also einen Vorteil haben, wenn sie winters in der alten Mitte sitzen. Der Honig drückt sie dorthin und die Königin dreht um, wenn sie im Legegang nach Johanni an die Grenze kommt. Damit bleibt die Brutnestmitte im Altbau.


    Ob die Bienen so viele Faktoren überblicken (ist ja dunkel da) oder sich vorstellen und bedenken können glaube ich nicht. Ich kann es ja auch schon nicht mit meinem riesigen Gehirn. Aber ich wohne auch im Winter in Altbau und im Sommer zieh' ich raus in den Neubau ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Äh ... heißt es wohl ...


    und auch bei mir ist die Goldrute noch drin. Wos'n's Problem? Nur weilas ma par tage kühler war iss das Jahr doch noch nich zu Ende und Milben sind wenig.


    Wetten, (Sockenwaschung?) daß auch der Oktober noch Tage mit 20 Grad und mehr hat?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Äh ...
     
    Wetten, (Sockenwaschung?) daß auch der Oktober noch Tage mit 20 Grad und mehr hat?


     
    Tach Henry.
     
    Gilt die Wette für deinen oder meinen Standort??:wink:
    Vom Bauchgefühl her, sehe ich bei mir eher schwarz;
    Freu mich schon dir die Socken schicken zu dürfen:lol:,
    als Bauer und notorischer "Gummistiefelbaron" hab ich echt "würzigen"
    Fusschweiss:oops::-D ---> freu dich!!
     
    Viele Grüsse von Melli..., der statt ans Schwammtucheln eher an 3 maliges OS Verdampfen, im Abstand von 5 Tagen, denkt!!

    Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft. [v. Ehrenfels.]

  • Gilt die Wette für deinen oder meinen Standort??:wink:

    Güldede die für Leipzig, dann kannste gleima Waschmittel kaufen. Eigentlich gehts aber um Daniels Hamburgistan.


    Ehe de wettsd, gugge ma innä Wetterstatistik und wette lieber nicht. Ich hab auch so Arbeitschuhe und da schnippst schon ma ne Schafköttel mit rein, wenn ich auf der weiden Weide weidende Weidetiere versorgen wei de Tiere das nötich ham.:wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Heißt das, dass du noch auffüttern und gegen die Varroa behandeln musst?
    MfG
    Honigmaul


     
    Moin , Moin aus Hamburg ,
    wie Henry schon sagt , hast Du richtig vermutet. Ich gehe dieses Risiko aber kontrolliert ein. Maximal 10 Völker werden so spät abgeerntet. Dieses dann auch nicht wahllos. Es sind starke Völker mit einem starken Putztrieb die wenig Varroa haben und idealer Weise im Vorjahr auch schon so spät eingewintert wurden. Ich belasse große Teile der Ernte im Volk. Das heißt in Zahlen : Ich ernte maximal knapp 40 Kg und das Volk wiegt nach der Ernte noch deutlich über 30 Kg. Es wird sofort nach der Ernte mit Ameisensäure behandelt (Schwammtuch von oben) und eben mit
    max 5 - 10 KG aufgefüttert. Das hat sich dann in 2 Tagen erledigt, so das ich direkt danach noch einmal Ameisensäure behandeln könnte. Das Thema hat sich also bei guter Organisation in 5 Tagen erledigt.
     
    Ist vielleicht etwas ungewöhnlich, in jedem Fall auch regional zu sehen, hat aber bisher eigentlich immer gut geklappt.
     
    Fehler merkt man aber immer erst , wenn Sie auftreten. Bisher aber : Toi , Toi , Toi.
     
    Daniel
    (der mit Henry nie wetten würde :wink: ).

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)