Was trennt uns? Traditionelle Imkerei-Artgerechte Bienenhaltung

  • Hallo Udo,
    so ganz überzeugend ist dass mit dem Einbrutraum nun wieder auch nicht und das die Königinnne so lange dürfen, wie sie können hört sich gut an, sagt ab noch nichts über artgerechte Haltung aus. Bruder Adam hat auch etwas gegen die Zuckerfütterung gehabt, allerdings wurden bei ihm die Königinnen, wie er sagt, gnadenlos ersetzt. Bruder Adam war m. E. keiner der die Bienen nicht Artgerecht hielt. Die Trennung kommt nach meiner Meinung dadurch, dass schlicht nicht nachweisbare Behauptungen von der Überzüchtung der Honigbiene, aufgestellt werden Diese These ist genauso wenig nachweisbar, wie die Behauptung der Canika Reinzüchter, die hohe Hoingleistung und die Sanftmut der Bienen sei allein ihren zückterischen Bemühungen zu verdanken; die anderen Imker seine nur Nutznießer ihrer mühevollen Zuchtarbeit. Meiner Meinung nach muß die Biene dauernd züchterisch bearbeitet werden, egal ob dies mit der Rein- oder Basiszucht passiert. Die Biene ist kein Haustier, wie das Rind oder das Schwein. Daraus wird nicht nach wenigen Generationen wieder ein Auerochs oder ein Wildschein. Hier bedarf es einiger züchterischer Anstrengungen, dies sei hier am Beispiel der Heckrinder (Auerochs) oder des Düppeler Weideschweins erwähnt. Bei der Biene muß man einfach nicht machen und schon geht die Fahrt mit Volldampf zurück. Die jeweiligen Seiten sollten etwas von ihrem Sendungsbewußtsein aufgeben. Die Welt geht nicht vom doppelraum unter.

  • Nabend, Gartenfreund.


    Schön, daß es noch Menschen gibt, die sich alter Tierrassen erinnern und auch
    deren Erhalt unterstützen und fördern und zumindest ins Bewußtsein bringen, da
    sie sonst verloren sind.
    Gehört die Biene nicht auch dazu?
    Wenn wir bei der Biene "nichts machen", geht die Fahrt mit Volldampf nicht zurück.
    Der BIEN würde krepieren, ohne unsere Obhut.
    Wie kann man Königinnen gnadenlos ersetzen, vermutlich durch Abdrücken, das kann
    nicht artgerecht sein.
    Wir müssen uns im Denken UND Handeln umstellen, so daß der Bien wieder eigene
    Kräfte entwickeln kann.
    Die Biene muß nicht dauernd züchterisch bearbeitet werden.
    Sie hat doch gar keine Zeit zum Luftholen, um sich auf veränderte Verhältnisse
    einzustellen. Daran SCHEITERN wir im Moment, weil wir nichts zulassen.


    Über Sanftmut und Honigleistung bei der Carnica müssen wir nicht streiten.
    Das ist Tatsache.
    Ich bin bei Reinzüchtern schon so reingefallen, inzwischen besorge ich mir lieber
    Königinnen von Imkern, die ich aus meiner Region kenne.
    Nur beste Erfahrungen.
    Nix gegen Bruder Adam oder Buckfast oder Styro-Beuten.
    Aber mit einem großen Brutraum 420x300 reicht eine gute Völkerführung aus, um
    den Bienen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.
    Das ist wie Bodenhaltung, das andere ist Käfighaltung.


    Liebe Grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Nabend zusammen,
    nach der stillen Resonanz hier im Forum und der überraschend hohen Anzahl
    der Einklicker, glaube ich, daß dies ein wichtiges Thema ist.
    Darum möchte ich noch weitere Themen eingliedern.
    Die Höchstleistungen, die Bienen durch die HONIGERNTE bringen müssen, können
    wir kaum relativieren.
    Durch die laufende Entnahme der angelegten Futtervorräte und das Wiedereinhängen der
    geleerten Honigwaben, verlangen wir sehr viel von den Bienen.
    Unter normalen Umständen verkraften sie diesen Stress gar nicht.
    In normalen Umständen wirken der vorhandene Raum und das Bauvermögen regulierend.
    Wenn wir es denn zulassen.


    Beste Grüße, der BIENudo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo


  • Durch die laufende Entnahme der angelegten Futtervorräte und das Wiedereinhängen der
    geleerten Honigwaben, verlangen wir sehr viel von den Bienen.
    Unter normalen Umständen verkraften sie diesen Stress gar nicht.


    Also keinen Honig mehr ernten?

  • Hi Udo
    Ich dachte an kleine Honigraeume (5 Liter?), nur durch ein Loch ( 5cm) in der Abdeckplatte zugaenglich. Vielleicht umgestuelpte Glaeser mit Wabenhonig voll bauen lassen. Das muesste doch Bienenfreundlich sein?


    gruss guenther

  • Die Höchstleistungen, die Bienen durch die HONIGERNTE bringen müssen, können
    wir kaum relativieren.

    Unter normalen Umständen verkraften sie diesen Stress gar nicht.
    In normalen Umständen wirken der vorhandene Raum und das Bauvermögen regulierend.Beste Grüße, der BIENudo



    Moin , Moin aus Hamburg,
    Leistungsbereitschaft ist kein Stress ! Gib Ihnen Raum ohne Ende und entnimm den Honig am Ende der Saison.
    Du wirst sehen: Wenn es Tracht gibt , werden sie sammeln bis zum umfallen und wenn es Raum gibt, werden Sie bauen.
    Umsonst ist nicht einmal der Tot, niemand weiß was morgen sein wird.
    Nur einige Menschen haben für sich ein System entwickelt in einer Gemeinschaft leben zu können ohne etwas dazu beizutragen. Der
    Stress wir einfach bei den anderen vergrößert.
    Leben ist Streß und es ist nur natürlich an seine Leistungsgrenzen zu gehen. Wer Risiken eingeht ,das heißt , seine Leistungsfähigkeit nicht ständig am maximum fährt wenn sie gefordert wird, wird keinen Fortbestand auf Dauer haben.
    Es gibt keine Rente im Tierreich. Es gibt entweder 100 % Leistung oder den Tot. Erfolg basiert auf der Niederlage der weniger erfolgreichen oder derer, die sich zu sicher waren und Risiken eingingen.
    Die Aufgabe des Bien in der Natur ist die Bestäubung. Sie sichert direkt wie indirekt den Fortbestand der eigenen Art. Nur das ist das Ziel.
    Keine Biene verläßt ohne Ziel den Stock, und sei der Tag noch so schön und die Vorräte noch so reichhaltig.
    Du kannst von den Bienen lernen aber die Bienen nichts von Dir. Du siehst im Bien, das was Du sehen willst. Die Wahrheit wird sich Dir jedoch nie erschließen.Dazu müßtest Du fühlen wie eine Biene. Wird dieses sein, wirst Du aber nicht mehr denken wie ein Mensch. Wenn Du denkst ,fühlst Du nicht wirklich und wenn Du gänzlich fühlst, denkst Du nicht mehr.

    Viele Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)


  • Die Aufgabe des Bien in der Natur ist die Bestäubung. Sie sichert direkt wie indirekt den Fortbestand der eigenen Art. Nur das ist das Ziel...


    Mann Daniel,
    wach auf!!


    Der Bien zeigt uns,
    den Menschen,
    seine zukünftige Menschen-Aufgabe.
    Und dazu gehört der Honig und das Propolis etc...


    Alles was der Bien, der Gute, uns schenkt!


    Dazu gehört auch das Kennenlernen von PSM und Varroa etc..!!


    Der
    Drohn

  • Der BIEN würde krepieren, ...


    Ich dachte eigentlich, ich hätte eine Grundlage dafür erklärt, weshalb der BIEN nicht krepieren wird - wir können es lediglich seiner Erscheinungsform schwer machen.


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Hallo Bienenfreund
    Bien ist wohl gleich Bienenstock im allgemeinen Sprachgebrauch.
    Wer ist denn dein "Bien"?
    Ist es der Goetterbote?
    Sehr geheimnissvoll.


    gruss guenther

  • Mann Daniel,
    wach auf!!
    Alles was der Bien, der Gute, uns schenkt!
    Der Drohn



    .....ich bin wach !
    Ich sehe : Der Bien gibt nicht sonder, wir nehmen.
    Wir geben nicht gleichwertig sondern halten Ihn am Leben.
    Gold gegen Glasperlen und Freiheit gegen Freiheit in Reservation.

    Die Wahrheit liegt immer in den Augen des Betrachters.

    Siehe Du es als Geschenk ich sehe es als Beute.

    Für den Bien ist es das,wir er es empfindet.

    Niemand was es genau.

    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Für mich denkt und linkt der Drohn auf einer "heheren" Ebene. Ich als ungläubiger Kleinhirnimker stehe da meist vor unergründlichen Rästseln aus mir nicht verständlichen Höhen neosakraler Bienenzucht. Falsch, Bienenbetreuung.

    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Morgen

    Ich bin heuer nicht gewandert. Ergebnis: Durchschnittlich 12 kg Honigentnahme pro Volk.
    Wenn ich nun den gesamten Honig den Bienen überlassen hätte, könnten sie durch Selbstversorgung in meiner Zone nicht überleben.
    Vor 30 Jahren noch Naturvielfalt, heute nur noch Äpfel,Äpfel,Äpfel.
    Das heißt, meinen Standort kann ich nur künstlich durch Zufütterung halten.
    Meiner Ansicht nach könnten sich durch diese Tatsache in meiner Zone keine Wildbienen halten, Abwanderung.
    Natürlicher Zustand: Südtirol ohne Bienen. :confused: