Was trennt uns? Traditionelle Imkerei-Artgerechte Bienenhaltung

  • Meine Behauptung: Allein die Gegenüberstellung Traditionelle Bienenhaltung Versus Artgerechte Bienenhaltung enthält in ihrem Kern eine üble Wertung. Es wird nämlich einfach unterstellt, dass es neben der trditionellen Imkerei noch etwas besseres gibt, die artgerechte Bienenhaltung unter welcher weltanschaulicher Flagge sie auch immer segeln mag. Dann schauen wir uns einemal die Liste des Bienefreundes genauer an.
    Die Biene leben in einem engem selbst gewärmten durch Waben unterteilten Bau. Der Mensch mach sich dies zu nutze und hilft mit Rähmchen, Mittelwänden usw. nach. Die Bienen bauen die Mittelwände aus vermehren sich und rtagen reichlich Honig ein. Krankheiten treten bei starken Bienenvölker kaum auf (excl. Varroose) Naturgemäß Bienengemäß Ja , weil keine Nachteile für die Bienen.
    "künstliche Königinnenzucht" nicht ganz wie in der Natur aber ähnlich. Es wird die NAchschaffung ausgenutzt. Wer behauptet künstliche Königinnen seine schlecht muß den Beweis antreten.
    Ablegerbildung ist wie Kunstschwarm. kann auch den Schwarm vorwegnehmen. Schwarmunterdrückung erfolgt durch Kunstschwarmbildung, Ablegerbildung u.ähnliches. Der Abgang des Schwarmes wird den Bienen vorgespielt. Ohne Schwarmunterdrückung keine effektive Bienenhaltung. Keine Beeinträchtigung der Bienen! Wer was dagegenhat soll den Nachweis erbringen, dass die Bienen sich schlechter entwickeln.
    Wenn man alles in allem sich ansieht, ist selbst die Bienehaltung nach dieser Aufzählung nicht Artgerecht. Nicht Artgerecht ist auch wenn Bär Bruno den Bienenstock ausräumt. Die künstliche Besamung ist da schon reines Teufelszeug, denn da wird die natürliche Zuchtauswahl verhindert. Slebts das ist aber nicht so schlimm, weil die natürliche Auslese sorgt schon dafür, dass schlechte Königinnen nicht überleben. Warum ist die Honigentnahme nur zu 100% nicht Artgerecht. Nein die Honignetnahme als solches ist nicht Artgerecht ! Auch die Haltung von 400 Bienevölkern ist nicht ARtgerecht. Es nützt dann auch nichts, wenn man dazu die richtige Weltanschauung mitbringt. Selbst das Öffnen des Bienenkastens ist nicht Artgerecht. Nur der Mensch schaut in den Bienekasten um zu sehen, ob alles in ordnung ist. Der Bläst dann noch Rauch in den Kasten mit Kohlenmonoxyd und Kohlendioxyd. Laßt es gut sein, es gibt keine besseren Imker, die artgerechte Haltung praktizieren.
    Die Königin muß sich frei auf der Wabe entfalten können, deshalb Dadantwaben. Als ob die Königin gehbehindert ist und nicht über die Rähmchen steigen kann. Keine Kunstsoffbeute, weil eine Holzbeute ist gesund usw. usw.
    • Bewegliche Rahmen
    • Mittelwände
    • Bewegliche Kastenteile
    • Kunststoffwabe
    • Zuckerfütterung
    • Künstliche Königinnenzucht
    • Ablegerbildung
    • Schwarmunterdrückung
    • Künstliche Besamung
    • Zuchtkalender
    • Kunstschwarmbildung
    • Königinnenaustausch
    • Linienzucht
    • Reinzucht
    • Hybridzucht
    • Ernte vor der Überwinterung
    • Honigentnahme bis 100%
    • Mehrvolkbetriebsweisen
    • Checker-Boarding
    • Absperrgitter
    • Pollenfalle
    • Zellenbrechen
    • Drohnenschneiden

  • Lieber Gartenfreund,


    Du zählst schon alles auf, was den Unterschied ausmacht -


    Auf der einen Seite hast Du organische Lebensäußerungen, die sich verschiedenen Umständen und sich ändernden Verhältnissen anpassen


    und


    auf der anderen Seite hast Du mechanisierte und technisierte Verfahren, die allein dem Zweck dienen - so, wie Du es im Imkerkurs lernst, was brauche ich und was muß ich damit machen, damit ich möglichst viel Honig aus den gehaltenen Völkern rausholen kann, also welche Mitteln entsprechen meinen Zwecken.


    Über Bienen weiß eine solche Imkerei und die Person dahinter meist wenig, das weiß ich aus Erfahrung und vielen Begegnungen.


    Also, laß es gut sein und verschaff Dir erst mal wirklich Klarheit, worüber Du Dich verbreitest und ob das Hühner sind oder Bienen oder Hydrokultur.


    Das rät Dir


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Na das reizt doch gleich zur Anwort lieber Bienenfreund. Das wirkliche Wesen des Bien wird mir wohl auf immer verschlossen bleiben. Dieses EInerseit- Andererseits. Auf der einen Seite ein Mechnisiertes Verfahren, welches auf Wissen beruht und den Erfolg herbeigeführt hat. Das ist mir recht so, denn ich weis ein, dass die Menschen, die meinen sie hätten das Wesen von etwas mittel Anschauung gewonnen, allenfalls über Geheimwissen verfügen, welches nur durch spituelle Übung erlangt werden kann. Ehrlich mir reich mein beschränkter mechnistischer Horizont aus. Dann erzähl doch mal was von deinem Superwissen aber bitte fakten, fakten, fakten und nicht mit diskriminierenden Schlagworten aus der Mottenkiste der ganzheitlichen Methode (was ist das ?). Nur weil die Natur-Wissenschaft Fehlleistungen hervorbringt, ist sie noch nicht schlecht. Mit Bienenhaltung hat dass nicht zu tun. AUf der einen Seite Weltuntergangsstimmung Erst stirbt der Wald, dann die Biene und zum schluss der Mensch. Der Wald stibt seit 20 Jahren so still vor sich hin und Honig gibt es auch noch genug. Bei den Menschen hört es dóch endlich auf, die legen bald wieder eine Milliarde zu. Aber auf der anderen Seite, wir sehen, dass nicht alles gut ist aber wir arbeiten dran. Fortschritt auch durch Technik. Nein der Unterschied besteht zwischen Aufklärern und den Feinden der Aufklärung. Neu ist dass mit der Wesensgemäßen Bienenhaltung alles nicht. Schlag nach bei Dzirzon !

  • Lieber Gartenfreund,


    du meinst es bestimmt gut mit deinen Bienen, die Hauptfrage ist doch, wie können
    wir den Krankheiten und der Varroamilbe begegnen.
    Das spricht fast automatisch für den Gegensatz der traditionellen imkerei entgegen
    neuen Überlegungen.
    Probier doch einfach mal was neues aus.
    Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Das wirkliche Wesen des Bien wird mir wohl auf immer verschlossen bleiben.


    Wenn Du Dich darauf festlegst, wird das so sein!


    Auf der einen Seite ein Mechanisiertes Verfahren, welches auf Wissen beruht und den Erfolg herbeigeführt hat.


    Das Mechanisierte Verfahren beruht nicht auf Wissen, sondern lediglich auf der Kenntnis vom Gebrauch der Werkzeuge!


    Nur weil die Natur-Wissenschaft Fehlleistungen hervorbringt, ist sie noch nicht schlecht.


    Schlecht ist die Naturwissenschaft insofern, daß von ihr und ihren Vertretern das Dogma aufgestellt wird, nur mit ihr könne man die Welt verstehen oder erkennen - und sie legt dabei die an der rein physisch-materiellen Welt und ihren Erscheinungen gewonnene Methode der Erkenntnis (Physik, Mechanik) über alle weiteren Erscheinungen des Lebens und behauptet außerdem noch, jenseits dieses Horizonts sei der Mensch nicht zu Erkenntnis fähig.
    Sie stellt Modelle auf und erklärt sie zur existenten Wahrheit und publiziert sie auch so, als seien sie wahr.
    Sie ist der Meinung, daß das Leben aus dem Toten entsteht - wobei es doch offensichtlich ist, daß es umgekehrt ist.


    Mensch kann sich sicher damit begnügen und muß deshalb bis zu seinem Tode garnicht unglücklich sein - insofern habe ich auch kein Problem, Dir Deinen Willen zu lassen.


    Viel Glück wünscht


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Dritter Anlauf,
    für unseren Freund des agrtens,
    soviel ziet müßt sein, daß Du dir durchleist, as Du schriebst.

    Sorry, aber das mußte sein.

    Es gibt nur ein Argument: Unnutze Arbeit, die den Honigvögeln schadete.

    Ich lad Dich ein: komm und sieh!

    Jeder nach seiner Facon. Die Tradition hab ich so und so gelernt.

    So long

  • Hallo, Michael,

    Zitat

    Sie stellt Modelle auf und erklärt sie zur existenten Wahrheit und publiziert sie auch so, als seien sie wahr.


    Sie stellen nichts anderes dar, als die größtmögliche Annäherung per Modell an die Realität zur Zeit der Publizierung. Da muß man dann beim Lesen schon selber mitdenken.:wink:

    Zitat

    Sie ist der Meinung, daß das Leben aus dem Toten entsteht - wobei es doch offensichtlich ist, daß es umgekehrt ist.


    Hm, da sind wir wieder beim Punkt: gibt es überhaupt Kausalität, in echt?
    Oder ist das nur eine Scheineigenschaft des von uns wahrnehmbaren Universums?
    Hawking sieht das als ein Problem der Zeitachsen.
    Und ja, das erste nachweisbare Leben entstand aus anorganischen Atomen....erst die Verbindungen dieser Atome waren die Grundlage für immer komplexere Moleküle.
    Woher oder wie dann der *Lebensfunke* entstand - ich weiß es nicht.
    Jedenfalls scheint es eine Schwelle der Komplexität zu geben, ab der selbstregulierende Prozesse entstehen - ist das dann eine Frage für Philosophen oder Naturwissenschaftler?:wink: (aktuell wohl eher für IT-Fachleute - ab wann wird das Internet "wach"?:wink:)
    Zumindest ist das ein "Beweis" in der Richtung, daß das Bienenvolk als Ganzes sehr viel *schlauer* ist als die einzelne Biene, obwohl die Suche nach dem Konsens manchmal tödlich endet.
    Wie findet Meinungsbildung bei den Bienen statt?
    Wie kriegt man einen Schwarm mit zwei gleichwertigen Behausungen zu einer Entscheidung für eine?
    Was passiert da wirklich *innen*?
    Wie lassen sich die Bienen, die anderer *Meinung* sind, überzeugen?
    Wie fühlen Bienen? (daß sie es können, steht für jeden außer Frage, der je einen Schwarm in Aktion gesehen hat :wink:)
    Die weiterführenden Fragen spare ich mir lieber, sonst gibt's Mecker vom Meister, daß es hier ein Bieni-Forum und nicht die Agora von Athen ist...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Und ja, das erste nachweisbare Leben entstand aus anorganischen Atomen....erst die Verbindungen dieser Atome waren die Grundlage für immer komplexere Moleküle.


    Entschuldige bitte, aber das ist auch schon wieder so ein Modell und es wird uns weisgemacht, das sei bewiesen und wahr


    Reingefallen?


    Dein Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • :lol: :Biene: Nach deiner Argumentation - ja.
    Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand nein, aktueller Stand der Dinge, was besseres hab ich noch nicht gefunden.
    Hast du ein besseres Modell anzubieten?
    Ich kenne die Wahrheit (was ist das????) nicht, ich kann nur von meinem sehr begrenzten *Wissen*(= Modelle, die meine Welt plausibel für *mich* erklären) ausgehen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ein Modell der Welt trägt wohl fast jeder mit sich rum, wer nicht, ist entweder weise oder verrückt oder sonstwas, kenn echt keinen, nicht mal einen Verrückten (im Sinn von klinisch behandlungsbedürftig), der kein Weltmodell hätte ... weil wir uns die Welt erklären wollen, müssen, brauchen wir Modelle. Modelle sind immer nur Annäherungen.


    Leider, seufz
    Lisa, die auch gern von sich behaupten würde, vom Baum der Erkenntnis genascht zu haben (was aber auch üble Folgen hatte)

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Wenn ich mich eines Modells bediene, um mich in der Welt zurechtzufinden, ist das die eine Sache - solange ich weiß, daß es ein Modell ist, das ich dabei zur Hilfe nehme.


    Ich kann natürlich einfach hinschauen und Phänomene studieren und beschreiben - da wird dann zum Beispiel erlebbar, daß Todes immer dann entsteht, wenn das Leben sich zurückzieht (wenn ein Lebendiges stirbt); zuletzt bleibt quasi Asche.


    Gute Nacht wünscht


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21