Verbraucherschutzkonf. + Demo

  • Schönen Nachmittag liebe Leute,
    nur ganz kurz: Folgender Bericht ging gestern an die Herrn Minister:
     
    Sehr verehrte Verbraucherschutzminister,
    wir Imker und Naturschützer wollen warnen und müssen zugleich, noch mehr mahnen.
    Die Imkerei befindet sich in einem Notstand und viele Wildbienen und Nutzinsekten sind in Gefahr, die ausgehen von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen, der Agrogentechnik und der modernen Landwirtschaft. Monokulturen führen zu sog. Agrarwüsten, ein Einheitsgrün
    wo weder Biene noch sonstige Nutzinsekten Nahrung finden, hinzu kommt noch der intensive Landraub.
    Nur eine statistische Zahl: Hatte das Bundesgebiet 1952 noch über 2 Mio Bienenvölker, die von über 180.000 Imker betreut wurden, so sind es heute nur noch rund 80.000 Imker,
    die den knapp 700.000 Bienenvölkern das Überleben sichern.
    Bayern hatte allein 700.000 Völker vor rund 50 Jahren.
    Sie sehen also, nicht nur die Bienen gehören auf den Index der aussterbenden Rassen,
    sondern auch die Imker.
    Nachfolgend dürfen wir Ihnen kurz die drei schlimmsten Hauptprobleme der Apis mellifera-Population erläutern, um Sie schließlich zu überzeugen, daß sofortiger Handlungsbedarf besteht, um Schlimmstes, Existenzielles, nie wieder Umkehrbares zu vermeiden.
    Wir wollen uns nicht von unseren Kindern und Kindeskindern vorhalten lassen, nichts gegen das Aussterben von Bienen & Co. getan zu haben, dies obliegt nun Ihrer Verantwortung. Deshalb werden wir auch am Schluß unseres Berichtes Forderungen stellen, die nur Sie erfüllen können.
    Die Vergiftungen im Frühjahr dieses Jahres, hervorgerufen durchs Beizmittel Poncho pro, haben das Faß nur zum Überlaufen gebracht.
    Zugegeben dies war nur ein Unfall, der nicht wiederholt werden sollte.
    Sätechnik, Haftung, Dosierung waren Fehler, die zum Tode von ca. 350.000.000
    Immen führten. Weitaus größer dürfte der Schaden jedoch in der Biodiversität der betroffenen Gegenden sein, bei den Wildbienen, Schmetterlingen und auch den Vögeln.
    Die Wirkstoffe, die in vielen PSM enthalten sind, reichern sich nicht nur in der Erde und im Wasser an, sie sind auch im Nektar und Pollen der Pflanzen wiederzufinden und kommen auf diesem Wege wieder in den Bienenstock und bewirken so den schleichenden Tod des Volkes. Über die Nahrungskette (Mais, Kuh, Milch) landen sie schließlich im menschlichen Magen, da vergeht einem der Appetit.
    Dem Clothianidin, einem Nervengift, wird eine Halbwertszeit von ca. 3 Jahren nachgesagt, je nach Bodenbeschaffenheit sogar mehr. Man kann sich leicht ausmalen, wie hoch die Belastung nach mehrjährigem Maisanbau dann sein wird.
    Bodendenkmäler, wäre dann der richtige Ausdruck für diese Flächen.
    Die Gefahren des chem. Planzenschutzes für die Bienenvölker werden bis dato nur mit der veralteten Metohode LD 50 geprüft. Durch die Anreicherung vieler PSM, entsteht ein sog. Giftcocktail, der über Jahre zusammenkommt. Diese subletale Dosis bewirkt nun, daß es zum internen Bienenstocksterben kommt, einem langsamen Siechtum , das dann auch Viren und die Varroa begünstigt. Ebenso wird die CCD-Krankheit in den USA dadurch ausgelöst, die für Schlagzeilen und Erschrecken sorgt, ja sogar Nahrungsmittelkonzerne erzittern läßt, die den wirtschaftlichen Schaden erkennen.
    Bitte lesen Sie dazu auch aufmerksam den angehefteten Bericht über die neuesten Erkenntnisse amerikanischer Wissenschaftler "Die tödlichen Drei".
    Warum wird nicht nach der von Herrn Minister Seehofer herausgegebenen Broschüre gehandelt? Die gute fachliche Praxis, zeigt einen soliden Weg auf, bei der sämtliche alternativen Methoden des Pflanzenschutzes, der chemischen Keule vorzuziehen sind.
    Hier liegt es scheinbar an der Umsetzung, die Ihnen und den Landwirtschaftsämtern obliegt.
    Würden diese Pflanzenschutzmaßnahmen von den Bauern eingehalten, könnten wir Imker sehr gut damit leben.
    Zur Agrogentechnik sei nur soviel gesagt:
    80% der Verbraucher wollen sie nicht und wir brauchen sie nicht.
    Daß sie zur Welternährung nötig ist, stimmt einfach nicht, ja sogar das Gegenteil ist der Fall.
    Der Spritzmitteleinsatz beim Gensoja ist um das zehnfache gestiegen, viele bei uns verbotenen Petizide werden aber in Südamerika verwendet und gelangen so wieder in den Nahrungskreislauf bei uns. Agrogentechnik treibt die Landwirte in die Abhängigkeit man denke an die 200.000 Baumwollbauern, die Suizid verübten, um ihre Familien von den Schulden zu befreien.
    Es gibt bessere Methoden, die Gentechnik und chem. Pflanzenschutz in der Landwirtschaft überflüssig machen: SMART- breeding z. B., das in Weihenstephan erforscht wird.
    Ebenso laufen momentan Studien, die belegen, daß biologisch bewirtschaftete Betriebe sogar einen Mehrertrag erwirtschaften im Gegensatz zu den Konventionellen, da das Bodenleben
    natürlichen Dünger durch die Regenwürmer produziert und dazu noch Betriebsmittel in Form von chem. Dünger spart.
    Wir müssen vom Genmais weg, weil unsere Bienen den Genmaispollen eintragen und der wiederrum im Honig landet, den wir aber nicht verkaufen dürfen.
    Unsere Honigbienen fliegen bis zu 7 km, im Extremfall sogar bis zu 10 km.
    Abstandsflächen sind deshalb ein Witz. Der Wind trägt den Maispollen noch weiter und der Pollen ist überall zu finden, auch auf Wasserpfützen und anderen Blütenpflanzen, so daß er eigentlich überall aufgenommen werden kann.
    Daß Gen-Maispollen für die Bienenbrut schädlich ist, hat Dr. Kaatz in Jena bewiesen.
    Nur waren die Völker mit einer Darmkrankeit der Nosema belastet, so daß der Versuch nach einer Antibiotikabehandlung wiederholt wurde und so keine Schädigung beim Verfüttern von Genmaispollen mehr feststellbar war. Dies wurde für pro Genmais ausgelegt.
    Nur muß man eins wissen: Nosema ist latent in den Völkern vorhanden, der Bacillus Thuringiensis bleibt auch bei anderen mit Antibiotika behandelten Schadinsekten wirkungslos und es wurden keine Langzeittests gemacht. Für uns der eindeutige Beweis,
    daß der Genmaispollen den Bienen schadet, schlummert in ihm nicht zuletzt ein Gift, das die Pflanze selbst produziert.
    Studien aus USA belegen auch eine Anreicherung des BT-Toxins in Boden und Gewässern, was zu einem Fischsterben führt.
    Und mal ganz ehrlich, verehrte Minister, essen Sie gerne Lachs mit menschlichem Gen oder eine Erdbeere mit Spinnengen, Kopfsalat mit Rattengen?
    Ein Vergleich zu den Indianern drängt sich auf: Ab ins Reservat mit unseren Bienen. Nicht wir Imker müssen vom Genmais weg, der Genmais soll sich schleunigst von uns entfernen, das muß einem doch der gesunde Menschenverstand sagen.
    Gentechnik in der Landwirtschaft ist gefährlich! Länder, in denen sie Einzug hielt, klagen über den irreversiblen Schaden, den sie dort schon bei Mensch und Böden angerichtet hat.
    Percy Schmeiser, der alternative Nobelpreisträger, hält uns den Spiegel vor und gibt Europa nur mit einem Verbot noch eine Chance.
    Als letztes möchten wir noch die Nahrungsverknappung ansprechen, die bedingt wird durch intensivste Landwirtschaft. Sei es der Ackerbau oder auch die Grünlandwirtschaft. Die reinen Monokulturen rauben den Bienen die Vitalität und verlangen wiederrum massivsten Einsatz von chem. Pflanzenschutzmitteln und Düngern. Wir produzieren uns noch zu Tode, die Preise verfallen dadurch, der Bauer schimpft, der Verbraucher grinst.
    Für unsere Honigbienen bleibt kein Unkräutlein stehn.
    Wenn man mit offenen Augen durch die Landschaft geht und zurückdenkt an seine Kindheit, wie wir barfuß durch die blühenden Wiesen rannten, den Schmetterlingen nachjagten und wir die Blütenpracht, in unserem Gedächtnis, mit dem jetzigen Einheitsgrün vergleichen, dann kann da schon mal eine Träne über die Wange rollen, uns geht’s jedenfalls so.
    Im Frühjahr freut sich der Imker manchmal über seine vollen Bienenkolonien, wenn
    Krankheiten, Parasiten und Vergiftungen etwas übriggelassen haben. Am nächsten Tag dann, nach der Löwenzahnmahd stellt er fest, daß nur noch die Hälfte der Bienen vorhanden sind, weil sämtliche Flugbienen dem Kreiselmäher erlegen sind. Dann schlägt die Resignation des Imkers in Wut oder Depression um, zumal die Löwenzahntracht oft nur die einzige Tracht im Jahr ist. Die Bauern mähen zu Unzeiten und haben den Kontakt zum Boden und zu den Naturvorgängen verloren.
    Zusammengefaßt ist es schlichtweg eine Katastrophe, die Bienenzucht wird einem verleidet.
    Daß wir Imker die Stiefkinder der Landwirtschaft schon immer gewesen sind, mit dem konnten wir leben. Bitte verdeutlichen Sie sich nochmals die Zahlen der Bienenvölker am Anfang des Berichtes und nehmen zur Kenntnis, daß die Zahl der Völker von der Wende, bis dato noch einmal um rund eine halbe Million sank, man kann es sich ausrechnen, wann die letzte Biene stirbt. Die Bestäubungsleistung der Honigbiene wird mit einem ökologischen Wert von über 150 Milliarden Euro beziffert.
    Wenn das Summen auf den Wiesen verstummt, herrscht Todesstille im wahrsten Sinne des Wortes. Sie stehen in der Verantwortung und können diesen Albtraum verhindern, bei uns Imkern ist die Schuld nicht zu suchen, wir haben unsere Sache gerichtet und geben täglich unseren Beitrag für eine intakte Natur, indem wir den Bien hegen und pflegen.
    Sehr verehrte Minister, wir fordern Sie auf, die bienengefährlichen Pflanzenschutzmittel und die Agrogentechnik sofort zu verbieten und für eine nachhaltige , vernünftige Landwirtschaft zu sorgen, die auch künftige Bauerngenerationen noch gesunde Nahrungsmittel produzieren läßt. (Es sei nochmals auf die: Gute fachliche Praxis im Pflanzenschutz verwiesen, lt. Bundesanzeiger vom 24. 3. 2005)
    Wenn das drittwichtigste Nutztier nach Rind und Schwein zum Nutzlosesten verkommt,
    da es zum Untergang verdammt wurde, nur weil wirtschaftliche Interessen wichtiger waren,
    dann wird man erkennen, daß man Geld nicht essen kann.
    Wenn die Stadtbienen gesünder sind als die auf dem Land und sie in den Parks mehr Nahrung finden, als auf Wiesen und Äckern, dann weiß ein jedes Kind, daß da was faul sein muß.
    Die Bienenstöcke sind die Indikatoren, Sie zeigen uns, wie es um unsere Natur bestellt ist –
    wenn Sie sterben, dann sterben auch wir.
     
     
    Uns wurde zugesichert, daß unser Treffen auf der Konf. erwähnt wird und daß weiter Gespräche mit Fachleuten folgen werden.
     
    Die Demo war ein Flopp, mehr Polizei als Demonstranten.
    Die Berchtesgadner sind eben eine Rass, die der Teufel nicht fraß!
     
    Schönes Wochenende

  • Grüß Euch,
    ich war heut auf der Demo in BGD,
    schon a bisserl traurig wie wenig Imker den Weg gefunden haben....
    (Dank an die Fleischhackers aus Niederösterreich, die hatten 400KM Weg)
     
    Als Jungimker dachte ich eine Gemeinschaft von Imkern finden zu können,
    speziell in schwierigen Zeiten ist meist das Zusammengehörigkeitsgefühl ausgeprägter. Heute wurde das Gemeinschaftserlebnis nur wenigen,
    zu wenigen, Imkern zuteil.
     
    Zum Glück war die Presse gut vertreten, unser Lokalradio und unser lokaler Fernsehsender, beide hatten Interesse am Theam gezeigt und könnten durch entsprechende Berichterstattung auch a bisserl was bewirken.
     
    Einige Fotos hätt ich, leider schaff ich´s nicht ein "Album" anzulegen,
    die Funktion wird nicht angezeigt obwohl ich registrierter Benutzer bin.
     
    schöne Grüße
    stefan

  • Hallo Zusammen,
    ich habe gerade die Rundschau des BR im Fernsehen betrachtet:
    1. Tagung der Verbraucherminister: ca. 1 min. Thema Wasserqualität
    2. Bericht zur Wiesn-Eröffnung (morgen) und Bierpreis: ca. 6 min.
    Leider kein Bericht zur Demo. Aber so sind die Gewichte eben verteilt im öffentlichen Interesse.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • So ist das eben
    sogar wenn in der 3. Welt Hunderttausende hungers krepieren juckt uns das nicht.
    Geschweige denn ein paar Bienen.
    Es muessten wohl erst dutzende nachweislich an pestizidvergiftung sterben, und zwar vor unserer Haustuer, damit sich was bewegt.


    gruss guenther

  • Hallo Simon,


    vielen Dank für deinen beherzten Einsatz!! Nach deinem Bericht - und dem, was ich sonst noch von der Veranstaltung hörte - bin ich noch mehr darüber traurig, dass ich nicht teilnehmen konnte :evil: !! Sorry nochmal ...

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Morgen liebe Leute,
     
    ein kurzer Erklärungsversuch:
     
    Nachdem wir sämtliche Vereinsmitglieder, sowie die Ortsvorstände der Landkreise angeschrieben haben und auch, so hoffe ich, die Vorstände von Obb. und Niederbayern verständigt wurden, war es schon deprimierend, wieviele dann tatsächlich auf der Matte standen.
     
    Nun gut, es war meineserachtens der falsche Ort und die falsche Zeit.
     
    wrong time, wrong place.
     
    Die jungen, Demolustigen mußten zur Arbeit und die alten, Kampfhähne hatten scheinbar eine Blasenentzündung und Berchtesgaden liegt nunmal am A... der Welt.
     
    Der Ortsvorstand von Berchtesgaden, meinte zudem, eine Demo hätt es in Berchtesgaden so und so noch nie gegeben und schon gleich nicht von den Imkern. Und, was den Genmaispollen beträfe, der käm sowieso nie nach Berchtesgaden, dafür würden sie schon sorgen.
     
    Nun, wer solche Aussagen trifft, für den ists auch gescheiter, wenn er nicht kommt.
     
    Nachdem der erste Frust bei mir gewichen ist, kommt schön langsam die Lust am Kampfeswillen wieder auf und ich habs mir auf die Stirn geschrieben:
     
    Nun erst recht!
     
    Schaun mir mal, wie die Politik nach den Wahlen handelt.
    Versprochen worden ist uns viel.
     
    Wie gesagt: es gibt Deutsche, Bayern und Berchtesgadner, die sind eine Raß, die der Teufel nicht fraß. (eine Rasse, die der Teufel nicht essen würde)
     
    Da meine Mutter auch von dort kommt, bin ich auch ein Sturschädel.
     
    Schöne Grüße an alle
    Simmerl

  • Ich finde es wichtiger, daß die Nachricht ankommt. Es geht ja nicht vorrangig darum, in die Medien zu kommen. Sondern den Verantwortlichen die Meldung zu überbringen: Die Imker sind noch nicht ganz tod. Und sie sind auf der Hut, sie beobachten euch, sie fordern von euch. Dazu reichen ein paar wenige.


    Mit mehr Leuten würde mehr Druck ausgeübt, aber Druck ist nicht immer das Mittel der Wahl. Es sollte viel eher Zug sein, also ein Sog. Dazu muss man was Positives leisten und ein positives Beispiel sein. Nur so kann man begeistern.


    Vielleicht ist es an der Zeit, die kleinen Demos in den Orten zu veranstalten. Keine Demos mehr, wofür man quer durch die Republik reisen muss. Lieber ein-zwei Leute mit Imkeranzug und Pappschild in eurer Fußgängerzone. Lokale Presse einladen.


    :Biene:


    Aufgeben kommt nach dem Tod. (Vielleicht :lol: )


    Bernhard

  • Hallo miteinander,


    die Nachricht lautet: Wir sind da. Da für unsere Bienen, da für die Verbraucher und da, um Fragen zu stellen.


    Im Herbst (das ist quasi JETZT) fällt die Entscheidung des BVL die Zulassung für Clothianidin im Mais wieder herzustellen oder nicht. Die Minister sind verantwortlich für die Arbeit des BVL.


    Wer die letzte Gelegenheit noch nutzen möchte, der schreibe dem Verbraucherschutzminister in seinem Land einen Brief. Hier findet ihr eine Liste.


    Mitglieder der Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK)


    Herr Bundesminister
    Horst Seehofer, MdB
    Bundesministerium für Ernährung,
    Landwirtschaft und Verbraucherschutz
    Rochusstr. 1
    53123 Bonn


    Herr Minister
    Peter Hauk, MdL
    Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum
    Baden-Württemberg
    Kernerplatz 10
    70182 Stuttgart


    Herr Staatsminister
    Dr. Otmar Bernhard, MdL
    Bayerisches Staatsministerium für Umwelt,
    Gesundheit und Verbraucherschutz
    Rosenkavalierplatz 2
    81925 München


    Frau Senatorin
    Katrin Lompscher
    Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt
    und Verbraucherschutz des Landes Berlin
    Brückenstr. 6
    10179 Berlin


    Herr Minister
    Dr. Dietmar Woidke, MdL
    Ministerium für Ländliche Entwicklung,
    Umwelt und Verbraucherschutz des
    Landes Brandenburg
    Heinrich-Mann-Allee 103
    14473 Potsdam


    Frau Senatorin
    Ingelore Rosenkötter
    Freie Hansestadt Bremen
    Die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit,
    Jugend und Soziales
    Contrescarpe 72
    28195 Bremen


    Herr Senator
    Ralf Nagel
    Freie Hansestadt Bremen
    Der Senator für Wirtschaft und Häfen
    Zweite Schlachtpforte 3
    28195 Bremen


    Herr Senator
    Dietrich Wersich
    Freie und Hansestadt Hamburg
    Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit
    und Verbraucherschutz
    Hamburger Str. 47
    22083 Hamburg


    Herr Staatsminister
    Wilhelm Dietzel
    Hessisches Ministerium für Umwelt,
    ländlichen Raum und Verbraucherschutz
    Mainzer Str. 80
    65189 Wiesbaden


    Herr Minister
    Dr. Till Backhaus, MdL
    Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt
    und Verbraucherschutz des
    Landes Mecklenburg-Vorpommern
    Paulshöher Weg 1
    19061 Schwerin


    Herr Minister
    Hans-Heinrich Ehlen
    Niedersächsisches Ministerium für
    Ernährung, Landwirtschaft,
    Verbraucherschutz und Landesentwicklung
    Calenberger Str. 2
    30169 Hannover


    Herr Minister
    Eckhard Uhlenberg, MdL
    Ministerium für Umwelt und Naturschutz,
    Landwirtschaft und Verbraucherschutz
    des Landes Nordrhein-Westfalen
    Schwannstr. 3
    40476 Düsseldorf


    Frau Staatsministerin
    Margit Conrad, MdL
    Ministerium für Umwelt, Forsten und
    Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz
    Kaiser-Friedrich-Str. 1
    55116 Mainz


    Herr Minister
    Prof. Dr. Gerhard Vigener
    Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit
    und Soziales des Saarlandes
    Franz-Josef-Röder-Str. 23
    66119 Saarbrücken


    Frau Staatsministerin
    Christine Ursula Clauß
    Sächsisches Staatsministerium für Soziales
    Albertstr. 10
    01097 Dresden


    Herr Staatsminister
    Thomas Jurk, MdL
    Sächsisches Staatsministerium
    für Wirtschaft und Arbeit
    Wilhelm-Buck-Str. 2
    01097 Dresden


    Frau Ministerin
    Dr. Gerlinde Kuppe, MdL
    Ministerium für Gesundheit und Soziales
    des Landes Sachsen-Anhalt
    Turmschanzenstr. 25
    39114 Magdeburg


    Frau Ministerin
    Petra Wernicke, MdL
    Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
    des Landes Sachsen-Anhalt
    Olvenstedter Str. 4
    39108 Magdeburg


    Herr Minister
    Dr. Christian von Boetticher
    Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt
    und ländliche Räume
    des Landes Schleswig-Holstein
    Mercatorstr. 3
    24106 Kiel


    Frau Ministerin
    Christine Lieberknecht, MdL
    Thüringer Ministerium für Soziales,
    Familie und Gesundheit
    Werner-Seelenbinder-Str. 6
    99096 Erfurt




    Ein Brief kostet wenig Zeit und wenig Geld.


    Eine Vorlage könnt ihr euch vom Vorsitzenden des Landesverbandes Badischer Imker, Herr Ekkehard Hülsmann, abschauen:




    Ein Vorbild für alle.

  • Dem sei noch hinzuzufügen,
     
    die Quintessenz aus dem Gespräch mit Herrn Dr. Bernhard, bei dem auch der Vizepresident der European Proffessional Beekeepers Association dabei war, ist, daß entweder sehr großer Aufklärungsbedarf bei den Politikern bzgl. Vergiftungen und Agro-gentechnik besteht oder aber sie wissen bestens Bescheid und stellen sich hinter Frau Merkels Aussage:
     
    Deutschland ist ein Chemiestandort und deshalb brauchen wir die Agro-gentechnik.
     
    Wie bitter nötig haben wir da erst recht die PSM, denk ich mir.
     
    Doch leider werden auch bei diesen Konzernen Arbeitsplätze abgebaut,
    um die Gewinne zu optimieren, die ständig wachsen, was zwagsläufig dazu führt, daß auch die Manager mehr bekommen müssen.
     
    Und das ist der eigentliche Saustall, weil sich alles um Macht und Geld dreht und die Natur dafür vor die Hunde geht.
     
    Wann kapiert das endlich der Verbraucher?
    Alle sind dazu aufgerufen, nicht nur Naturschützer und Imker hier ein Zeichen zu setzen.
     
    Drum dürfen wir nicht nachlassen.
    Uns wurde versprochen, mehr Zeit zu bekommen, unsere Belange vor Experten vorzutragen.
     
    Mein nächster Brief geht an den Heiligen Vater, das hat meine Frau vorgeschlagen und wenn die was sagt, dann muß der Simmerl das auch machen.:p
     
    Also schreibt, bis Euch die Finger wund werden.
     
    Gruß Simmerl

  • Die Demo war ein Flopp, mehr Polizei als Demonstranten.



    Servus Simon, Servus Stefan Martl & All!


    Soeben sind meine Frau und ich von der Demo wieder heil und gesund nach Hause gekommen, einige schöne Tage wurden nämlich in Berchtesgaden noch angehängt.


    Lieber Simon, ich bewundere Dich wirklich, die Organisation war einfach perfekt, Deine Redegewandtheit und Ausdauer verdient echte Bewunderung. Eine ganze Stunde lang ohne Trink- und Pinkelpause auf der Pritsche des Pick Ups, dies muss erst einmal jemand nachmachen,


    Eines stimmt nicht, wir Demonstranten waren der Polizei gegenüber um mindestens das fünffache in der Überzahl, wir waren nämlich etwa 20 Personen vor Ort. Noch ein Widerspruch lieber Simon, ich denke der Ort war einfach perfekt, denn sehr viele vorbeieilende Passanten hielten kurz inne und nickten beifällig. Offenbar hat auch der jüngste Milchskandal ein gewisses Umdenken verursacht.


    Was mich wundert und ganz einfach nicht verstehen kann, wenn schon die Hobbyimker nicht kommen -wollen- wo bleiben die Profis? Die müssten doch ganz besonders für solch eine wichtige Sache eintreten.


    Ich geb Dir Recht, wenn Du sagst ""nun erst recht!" Nur nicht locker lassen, lautet die Devise. Eines verspreche ich, sollte von Dir noch einmal ein Lockruf zu einer Demo erschallen, meine Frau und ich kommen garantiert wieder.


    Eine Menge Fotos habe ich geschossen, in den nächsten Stunden werde ich welche einfügen.


    Liebe Grüße


    Josef


    PS:


    @ Stefan Martl


    exakt 942 km hin und zurück, war aber eine sehr schöne Reise:daumen:

  • Morgen liebe Leut,
     
    vielen Dank Josef, daß Du und Deine Frau den weiten Weg gemacht habt.
     
    Ihr habt damit ein Symbol der Solidarität gesetzt, das für alle wichtig ist.
     
    Gestern Abend kam ein Fernsehbeitrag des regionalen Senders, mit einem Interview von mir zu diesem Thema. Selbst konnte ich ihn nicht sehen, aber sie brachten bei der Einstiegssequenz den Marionettenimker, den ich neben dem Bienenkorb gesetzt hatte und am Schluß des Beitrages, nochmals das selbige Bild.
     
    Ob das Absicht war?
    Kommt Ihr Euch nicht auch mal so vor?
    Kann man das so assoziieren?
     
    Mein Marionettenimker wird mich jedenfalls auf all meinen künftigen Wegen begleiten, soviel steht fest.
     
    Schönen Tag noch, wünsch ich Euch.
    Gruß Simmerl

  • ... sie brachten bei der Einstiegssequenz den Marionettenimker, den ich neben dem Bienenkorb gesetzt hatte und am Schluß des Beitrages, nochmals das selbige Bild.
     
    Ob das Absicht war?


    Mein Marionettenimker wird mich jedenfalls auf all meinen künftigen Wegen begleiten, soviel steht fest.


    Die Idee, den kleinen Kerl zum alten Strohkorb zu setzen, ergab ja ein wirklich sehr schönes Bild. Also kein Wunder, wenn der Redakteur dies als Blickfang auserkor. Möglicherweise wollte er damit auch auf eine momentan gewisse Hiflslosigkeit der Imkerschaft hinweisen.


    Interessant Simon war, als sich der Marionettenimker in Laufe Deines Vortrages etwas nach vorne neigte, setzte der Redakteur dieses kleine Männchen wieder ganz liebevoll und aufrecht wieder hin.


    Ach ja OT aber wichtig, geplant war, dass wir vor Ort eine Flasche Zweigelt aufmachen. Diesmal hat es nicht sein wollen, wern ma also beim nächsten Mal nachholen, OK.


    Frage: darf ich Deinen Text kopieren und bei mir veröffentlichen? Wäre nett.


    Josef


    Hier noch ein Bild wo man ganz links besagtes Männchen sehen kann.