Frage an die hyposensibilisierten Imkers

  • Moin,
    hier http://132.187.10.79/login/n/h/1965_1.htm#206 steht, daß

    Zitat

    Nach tolerierter Stichprovokation, Imker evtl. im Sommer alle 1-2 Wochen von Biene stechen lassen, im Winter Immuntherapie mit Injektionen.


    Führt ihr das nach der Immunisierung tatsächlich so weiter?
    Weil, wenn ich das richtig verstehe, geht ansonsten der Schutz rapide runter.
    Erfahrungsberichte bitte...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Sabi(e)ne,


    da es sonst keiner tut, will ich Dir antworten.
    Kurz nach der Wende (!) entwickelte sich bei mir eine Pollenallergie, die sich bis zum Millenium zur Hyperallergie begann auszuwachsen. Nach Tests stand fest, alle Bäume, Gräser (alle?!) und zum Abschluss im Herbst noch der Beifuss wirkten als Auslöser. Zusätzlich beginnende Nahrungsmittelallergie z.B. Haselnüsse, Karotten und sogar Bananen lösten Reizungen aus, die dann sogar Asthma entwickelten. Kurz, das volle Programm. Dann, 97' bis 2000 die Hyposensibilisierung und bis heute die langsame Reduzierung der Symptome. Beim ersten Gespräch damals verlangte der Arzt noch, ich solle mit Bienen aufhören, da ich sonst zum Hypoallergiker würde, und dann sowieso keine mehr halten könnte. Durch meine Weigerung beschäftigte er sich mit der Apitherapie usw. und änderte dann seine Meinung dahingehend, dass ich mein Immunsystem häufig und regelmäßig mit Gift in Kontakt bringen müsste. Auch um zu verhindern, dass sich meine Allergie auf die Bienen ausdehnt. Bis jetzt kann ich sagen, der Mann hat Gott-sei-Dank Recht gehabt. Symptome sind zwar noch vorhanden, aber ich brauche, außer sehr gelegentlich Astmaspray, keine Medizin mehr. Ich werde aber, trotz aller Stiche, nicht "stichfest" oder gar immun gegen das Gift. Deshalb habe ich immer den Schleier auf. Damit mich die Nachbarn noch erkennen!:-D


    Mit Herzlichen Grüßen, Torsten

  • Hi Sabi(e)ne,


    mein Sohn bekommt seitdem er im Krankenhaus über 3 Tage stationär behandelt worden war in immer größeren Abständen eine Bienengiftinjektion. Das zieht sich einige Jahre hin und die Abstände werden immer größer. Momentan ist er bei alle 8 Wochen. Eine Stichprovokation wurde seitens der Ärzte bisher nicht durchgeführt. Allerdings ist er zwischenzeitlich beim Imkern öfter gestochen worden - null Problemo.

  • Hallo Sabine,


    ich gehe jetzt seit zwei Jahren alle vier Wochen zum Arzt und lasse mir eine Spritze verpassen. Zusätzlich lasse ich einmal im Jahr einen Allergietest anhand des Blutes durchführen. Nach dem ersten Jahr hatte ich zwar keine Problem mehr bei einem Stich, lt. Bluttest bestand aber immer noch eine Allergie. Das zweite Ergebnis habe ich gerade bekommen und die Werte sind besser geworden. Das heißt die Allergie ist noch weiter zurück gegangen. Die Ärzt in der Uniklinik sagten mir, dass das nomal sei und wirklich erst nach drei Jahren die Allerige weg sei.


    Wie das ist, wenn man im Sommer immer wieder mal gestochen wird, weiß ich aber natürlich nicht.


    Gruß


    Thomas

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Hallo Radix,


    ja die Spritze wirkt wie ein Stich mit Jucken und Schwellung, allerdings wird die Allergie ja besser und die Schwellungen sind nicht mehr so stark wie am Anfang und die Spritze wird in die Rückseite des Oberarms (gegenüber vom Bizepts) gesetzt. Das ist eine relativ angenehme Stelle, weil die Schwellung da nicht besonders stört.


    Gruß


    Thomas

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Also ich geh am 17. zur Hyposensiblisierung ins Krankenhaus. Mir haben sie gesagt 4 Tage stationär und danach noch 8 Mal im Abstand von je etwa einer Woche und dann ist es gut. Immun bin ich bereits nach den 4 Tagen stationär.


    Natürlich vorausgesetzt, sie schlägt an, wofür die Chance 95% beträgt.


    Anscheinend gibt es hier viele verschiedene Therapieansätze. Lohnt sich wohl dann auch zu vergleichen. Jahrelang zum Arzt gehen ist ja schon eine Prozedur, weil man ja auch immer zur Beobachtung bleiben muss.

  • Moin,


    Zitat

    ...Mir haben sie gesagt 4 Tage stationär und danach noch 8 Mal im Abstand von je etwa einer Woche und dann ist es gut. Immun bin ich bereits nach den 4 Tagen stationär....


    Da hst Du aber sicherlich irgendwas falsch verstanden.
    Die Therapie wird danach auf größere Abstände ausgedehnt und noch lange weitergeführt.
    Nach der stationären Zeit ist man bloß sicher, dass die Reaktion nicht mehr so ausfallen, dass man die eben ambulant fortsetzen kann. Frag nochmal nach.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Was bin ich froh, wenn ich das hier lese, dass ich Mindwalking gemacht habe.... das hat zwar viel Geld gekostet, aber ich muss nicht zum Arzt und bisher waren alle Stiche harmlos.
    Ich beobachte es weiter und werde dann in den nächsten Jahren gerne hier darüber berichten. :)
    Viele Erfolg allen anderen mit Ihren Therapien
    Liebe Grüße Adelheid

    Adelheid (Bioimkerin aus Leidenschaft) - „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt.“ Dante Alighieri

  • Hallo Adelheid,
    als rückständiges Landei habe ich noch nie von "Mindwalking" gehört...:lol:
    Gott sei Dank gibt´s das Net, da habe ich dies gefunden...http://www.mindwalking.de/


    Nur kapiere ich leider nicht, was "Mindwalking" ( Persönlichkeitsentwicklung/Bewusstseinsentwicklung) mit Bienengiftallergie zu tun hat. Wie bringst Du das für Dich in Verbindung? Bist Du Bienengiftallergikerin?


    Herzliche Grüße
    Regina


    Nachtrag:
    Ich habe jetzt erst Dein Profil gelesen....und gesehen, dass Du Allergikerin bist. Da ich gerne dazulerne, fände ich es toll, wenn Du mir mehr über diese "Behandlung" verraten würdest.
    Hoffe, es regt Henry nicht zu sehr auf...:lol:
    Vielleicht sollten Adelheid und ich besser per PM labern?....Henry ist schließlich nicht mehr der Jüngste...das Herzinfarktrisiko ist in dem Alter relativ hoch...:cool:

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von helianthus () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Ich gestehe, ich bin skeptisch. Gegenüber Mindwalking, gegenüber Homöopathie.


    Ich habe vor reichlich einem Jahr sehr! heftig auf eine Stichserie reagiert, allerdings wurde mir beschieden, keine Allergie zu haben. RAST Test und Prick Test negativ.


    Ein paar *halbe* Stiche im Frühjahr tolerierte ich recht gut. Bei einem vollen Stich jedoch gings wieder los, schwindlig, schwitzen, war aber nach 30 min vorbei. Die nachfolgenden Stiche wieder etwas besser. Vor nem Monat einer ins Ohr, ich stand ein wenig in der Einflugschneise. Habe mich gezwungen, keine Medikamente zu nehmen (vorher nach einem Stich immer Fenistil oder Calzium oder beides.) Und wieder: Knie weich, Herzklopfen. Es ist zum K... Fakt ist, sowie ich einen Stich spüre, geht der Puls hoch und das Herz klopft mir bis zum Hals, zwei Sekunden danach. Das IST eine psychische Reaktion, keine des Immunsystems. Ich ERWARTE anscheinend ein körperliche Reaktion, die dann umso eher eintritt.


    Bei den letzten zweien im Abstand von paar Tagen habe ich mich gezwungen, ruhiger zu bleiben, so etwa: "es is nüscht, nur ne Mücke..". Anstelle Medikamente zu nehmen habe ich zwei Glas Wasser getrunken. Es ging auch.


    Ich schließe also nicht aus, dass man mit so Dingen wie autogenem Training, oder eben Mindwalking, solche Stichreaktionen positiv beeinflussen kann, bezweifle aber, dass das einem *richtigen* Allergiker helfen würde. Dem würde ich auf jeden Fall zur Hypo raten und auf keinen Fall, auch nicht, wenn ein Psychologe das sagt, irgendwas mit Mindwalking probieren. (der Psychologe ienes Bekannten hat sich übrigens aufgehängt... kam mit sich selbst nicht klar)


    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo Erzgebirgler,


    Beileid, Mitleid und Selbstmitleid...und Respekt für Deinen Selbstversuch zum Thema "psychische Reaktion". Ich werde das mitnehmen und daran zu denken versuchen, wenn mich der nächste Stich erwischt.
    Nach der ersten Phase der Hyposensibilisierungsbehandlung (testergebnisse ordentlich positiv) gehe ich jeden Monat meine Giftspritze abholen und komme damit gut zurecht. Zu den Bienen gehe ich gut angezogen, in Begleitung, mit Notfallset und vollem Handy. Dieses Jahr bin ich bis jetzt noch nicht gestochen worden. Ich vermute, meine Neigung wäre "mindestens" heftig psychisch zu reagieren - na ja, ich werde berichten.
    Auf jeden Fall: Zwischen Psyche und Körper gibt es keine Einbahnstrassen, da hängt immer alles zusammen! Egal ob bei einem Beinbruch oder bei einem Bienenstich oder bei einer Depression.


    Alles Gute den imkernden Allergikerinnen und Allergikern


    von utebiene

    ...to bee or not to bee, that is the question

  • In Sachen Psyche:
    Habe jahrelang während meiner Arbeit - quasi als "Versuchskaninchen" - für unser Labor Blut gespendet.
    War nie ein Problem. Ein kleiner Pieks und gut war`s.
    Eines Tages wieder ganz kuhl den Arm hingehalten - und bumms fiel ich um, so ganz ohne Vorwarnung.
    War mir das peinlich... :oops:


    Habe dann zwar weiter "gespendet", aber nur noch im Liegen.
    Und habe mich über mich selber geärgert. Aber im Stehen wurde mir einfach schwummerich.


    Nach 2 oder 3 Jahren war das genauso urplötzlich wieder weg.


    Tja, die Psyche...



    Noch was wegen der Stiche.
    Ein Freund, Krankenpfleger, riet mir, bei Bienenstichen Lavendelöl aufzutupfen.
    Die wenden es im Krankenhaus an bei Mücken- und Insektenstichen.


    @ Sabine: Hilft vielleicht auch bei den verd... Bremsen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.