Volksentwicklung normal ?

  • hallo,
     
    vor etwa 4 Wochen war in meinem abgeschleuderten Volk ein emsiges Treiben zu beobachten. Ich hatte s auf zwei Zargen übernommen und die Bienen hingen quasi unten durch. Es herrschte auch reger Flugverkehr etc.
    Als ich letzte woche einmal die obere Zarge durchgesehen hatte um die Futtermenge zu kontrollieren, waren in den mittleren Waben verdeckelte Brut und Maden zu sehen. heute habe ich die 1. AS-Behandlung gemacht (jaja ich weiss, ist reichlich spät, aber was soll man machen wenn einen der imkerpate sitzen lässt, grrrrrr..). jedenfalls fand ich den Besatz in der oberen Zarge beim auflegen der tücher eher mal übersichtlich (wobei ich natürlich keine Erfahrung habe). ich habe daraufhin unten noch einmal durch das Flugloch geschaut. Keine durchhängenden Bienen mehr....aber natürlich sassen sie in den Wabengassen. Tote Bienen vor dem Stock habe ich noch nie gehabt (nur ganz wenige, aber nie übermässig!).
     
    ist das so in Ordnung ? Geht die Rückbildung des Volkes so schnell vor sich ?
    Ach ja und ich habe einige Bienen ohne Hinterleib gesehen, die aber noch am leben waren, hat das was zu bedeuten ?
     
    Bei meinem Ableger (auf einer Zarge) ist die Bude dagegen mal prall gefüllt, da geht fast nichts mehr rein ...
     
    gruss
     
    Florian

    Meine Betriebsweise ist es keine Betriebsweise zu haben - jedes Jahr ist anders !

  • Hallo Florian,


    Ich kann mir gut vorstellen das da sehr wenig Futter in dem Volk ist. Wie auch immer, keins drin weil nicht gefüttert wurde oder ausgeraubt. Die Bienen ohne Hinterleib deuten auf eine Wespenplage hin, die machen so was. Tipp: Volk durchsehen, die unterste Zarge ist bestimmt ohne Futter. Wenn die Königin drin ist auf eine Zarge setzen, Flugloch einengen und füttern, wenn du behandelt hast braucht das Volk erst mal Ruhe.
    Falls ich mich getäuscht habe, um so besser für deine Bienen.


    Viel Glück Reinhard

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin,
    wenn ich meine neuerworbenen Golz-Schriften so angucke, würde ich angesichts des Wohnortes des Frederöffners schon fast auf spätes Schwärmen tippen, plus heftiger Wespenattacke (wie breit ist das Flugloch?).
    Angesichts der wirklich fast überall berichteten "es fiel fast nix an Milben nach den Behandlungen" bin ich nicht sehr geneigt, dieses Jahr an große Milbenschäden zu glauben (nächstes Jahr schon.....).

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • :wink: Die Cerana reagiert mit Schwärmen auf zu hohen Varroadruck, und dieses Jahr war zumindest hier ein echtes Schwarmjahr.
    Kann es nicht sein, daß die Entwicklung alternierend ist?
    Ein Jahr Schwärme und wenig Milben, ein Jahr wenig Schwärme, null Brutpausen und ne Menge Milben? Plus jede Menge Mischformen?
    Ich bin schon fast der Überzeugung, daß Schwärmen, egal ob natur oder KS, extrem gegen Milben hilft, es ist auf jeden Fall eine heftige Störung des normalen Milbenzyklusses.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Antwort auf das Schreiben von Sabine ist eine Frage.


    Wie ist dem Weimaraner denn jetzt geholfen?:evil:


    Dann doch eher die Aussage von der Taube:oops:,
    die Milben sind da und mischen kräftig mit.:p


    Liebe Grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • @ drobi
     
    Futter sollten sie haben insgesamt ca. 17 kg bekommen seit der Abschleuderung
     
    @ sabine - spätes Schwärmen kann ich mir nicht vorstellen, bei uns ist immer jemnnd zu Hause, der die Bienen im Blick hat und von meinen Nachbarn habe ich auch nichts gehört.
    Für Räuberei ist eigentlich zu wenig los....
     
    das Flugloch ist komplett offen, das werde ich jetzt mal etwas einengen....

    Meine Betriebsweise ist es keine Betriebsweise zu haben - jedes Jahr ist anders !

  • *Hochschubs*
    Schönen guten Abend zusammen!
    @ Florian: Das das Flugloch komplett geöffnet war / ist um diese Jahreszeit kann in der Tat problematisch sein, zumal du von zerstückelten Bienen berichtest wenn ich dein erstes Posting richtig verstanden habe. Diesbzgl. würde ich persönlich auch auf Wespenüberfall tippen. Die Tierchen waren zumindest hier bei mir in den letzten Wochen nämlich sehr aktiv vor den Völkern.
    Ob die Varroa mit im Spiel ist wage ich nicht zu beurteilen, da ich weder weiss, was für dich im Verhältnis zur letzten Durchsicht wenige Bienen sind und wie das Volk bisher aussah. Welche Stärke hatte es und welche hat es nun? Waren in den letzten Wochen verkrüppelte Bienen auf den Waben oder vor dem Flugloch zu sehen? Wie war der natürliche Milbenfall?
    Es ist allerdings gut möglich das das Volk aufgrund einer zu späten Behandlung dabei ist zu kollabieren und sich abzufliegen, daher auch die verringerte Bienenanzahl.
    @ All: Wie schnell geht die Reduzierung der Bienenmenge in den Völkern im Moment eigentlich vor sich? Meine beiden in einem anderen Thread beschriebenen Völker mit den im Deckel herumhängenden Bienen hatten nämlich ohne Eingriffe meinerseits am Sonntag deutlich weniger Bienen im Deckel hängen als noch eine Woche zuvor. Sie hängen zwar weiterhin z.T. durch und auch im Deckel, aber der riesige Bienenüberschuß dort oben im Deckel ist passé. Behandelt sind die Völker und sie weisen auch keinerlei Anzeichen der Varroatose auf.


    Dank und Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hi, Patrick,

    Zitat

    @ All: Wie schnell geht die Reduzierung der Bienenmenge in den Völkern im Moment eigentlich vor sich?


    Ähm, *subito*, *a pronto*, etc.
    Aktuell sind wir im zweiten Brutpeak des Jahres, der sich aber sehr genau dem zur Verfügung stehenden Platz anpaßt (bist du sicher, daß keine späten Schwärme abgegangen sind?:p)
    Und die Bienis werden jeden Tag älter und ändern damit auch ihr Aufgabengebiet - oben rumhängen bedeutet eher Baubienen, vorlagernd eher Flugbienen, im Überschuß.
    Geht man von den Tautz'schen, sehr kurzen 30 Tagen, als Lebensdauer der Sommerbiene aus, ist grad der große Massenwechsel, wie im Frühjahr, nur andersrum.
    Hat jemand auch noch extrem eingeengt, betteln sich die "überflüssigen" Bienen auch gern woanders ein - einfach so sterben ujnd verschwinden die nicht, und ihre Varroen leider auch nicht, die nehmen sie mit. In die anderen Völker.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Nabend, Patrick,
    die reduzieren sich schnell in dieser Zeit. Die letzten Nächte waren kühl, sie nehmen
    das Futter nicht mehr so an.
    Ich denk mal 80.000 zur Sommersonnenwende und 20.000 zur Wintersonnenwende.
    Das sollte man als natürlich betrachten und als normales Verhalten.
    Alles andere wäre künstlich erzeugt.
    Kann man drüber nachdenken oder mit dem Bien leben.


    Liebe Grüße, Udo


    Mit Sabienes komplizierten Angaben kann ich leider nicht mithalten.
    Aber bei mir fliegen auch Bienen.

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo