Hab heute mal meine Gemüllschale abgezählt...

  • Hallo zusammen,


    ich hatte während meiner AS-Behandlung Gemüllschalen unten in meinen Zandermagazinen drin. Heute habe ich die zwei Gemüllschalen (33cm x 28cm) abgezählt. In den Gemüllschalen waren 145 bzw. 481 (! - bei meinem zweiten Bienenvolk) Varroamilben drin nach meiner zweitägigen Schockbehandlung mit AS.


    Sind die 481 sehr hoch, oder ist diese Menge an Milben bei der AS-Behandlung normal?


    Gruß Wolfgang

  • Hallo Bienenfreund!


    481 Milben Abfall nach einer AS-Behandlung wäre sehr wenig, aber habe ich das richtig gesehen, dass diese Milben bereits nach 2 Tagen abgefallen sind.


    Die Gesamtsumme des Abfalles wird nach 12 Tagen (da ist alle Brut geschlüpft) festgestellt.


    Man sollte sich aber auf den Abfall nicht zu viel versteifen, da Ameisen und anderes Raubinsekten massenweise abgefallene Milben verschleppen können.


    MfG
    Honigmaul

  • Sind die 481 sehr hoch, oder ist diese Menge an Milben bei der AS-Behandlung normal?
    Gruß Wolfgang


     
    Moin ,Moin aus Hamburg,
    auf 2 Zargen ? Normal war es vor 30 Jahren gar nichts zu haben.Normal ist aus dieser Sicht also relativ.
    Aus heutiger Sicht sind 481 aber auch nicht sehr hoch. Entscheident ist aber nicht, was fällt, sonder das was noch drinnen ist.
    Auf alle Fälle war die Behandlung nicht ganz unwirksam. Die Behandlung sollte fortgesetzt werden.Zwischendurch noch einmal füttern?
     
    Viele Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Das nächste mal verwendest du eine gescheite AS Methode und besorg dir einen geigneten Gitterboden! Es kommt nicht darauf an wie viele Milben gefallen sind, sondern wie viele noch drinn sind. Deshalb ist der nat. Milbenfall in Kombination mit der Behandlung aufschlußreich. Weil das Jahr 2007 milbentechnisch so toll war, nochmals die Wiederholung:

    Das war heftig, dieses Jahr haben die selben Völker mit der selben Königin gerade mal 1/100 davon.
    Schwarz wie Kaffepulver lagen die Viecher, in Schichten.


    Die Entwicklung des natürliche Milbenfalls


    Das Gesamtergebnis der Milbenmetzelei


    Aus Versuchsgründen und der Neugier wegen habe ich alle Völker ohne zusammenlegen eingewintert, sie haben Bestens überwintert. Im Frühjahr war noch 93% der Winterbienenmasse da. Dies spricht für die gute schwäbische Landrasse, dia send halt was gwehnt.
    So haben die Tiere eingewintert:


    Gruß
    Simon

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die umfangreichen Infos. Jetzt bin ich doch um einiges beruhigter - dachte schon mit den 481 kann ich das Volk abschreiben...


    simon
    Das mit der Digitalkamera habe ich auch probiert, meine gibt aber keine vernünftige Auflösung her :-(. Man kann die Milben nicht korrekt von anderem Gemüll unterscheiden.


    Lass mich raten: Du bis Ingenieur? Ich habe auch diese Krankheit, die da heißt "Daten, Fakten => Zahlen!" :wink:
    (z.B. Messe ich z.Z. die Temperatur in der Beute, Langzeitmessung über den Winter ist geplant).


    Der Hinweis mit dem Gitterboden ist schon korrekt, nur für mich ein "Anstands-"Problem. Ich habe sämtliche Gerätschaften von meinem Nachbarn geschenkt bekommen (ink. Schleuder!), der vor fünf Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgehört hat. Er ist auch mein Bienen-Pate. Die Beuten sind vermutlich 15...20 Jahre alt, aber in gutem Zustand. Damals gab's offensichtlich noch keine Varroa-Probleme. Die Böden haben keine Schublade, das Einlegen der Gemüllschale ist eine ziemliche Schinderei (Zargen anheben) und/oder für die Bienen nicht sehr erfreulich (Einschieben über Flugloch).


    Ich habe auch schon mit dem Gedanke gespielt neue Beuten zu kaufen. Meine Angst besteht aber darin, dass er es in den falschen Hals bekommt :oops:


    Gruß Wolfgang

  • Meine Angst besteht aber darin, dass er es in den falschen Hals bekommt :oops:


    Gruß Wolfgang


    Das Problem hatte ich auch, aber im Endeffekt sollte man da keine Rücksicht nehmen. Entscheidend ist, das haben auch die älteren Spendierimker aus meinem Verein so gesehen, dass die Bienenhaltung fortgeführt wird und jemand in seine (ihre) Fußstapfen tritt.
    Gruß Peter

  • also ich hatte bei meinen Völkern einen täglichen Milbenfall von 0. Das hab ich mehrmals nachgeprüft. Ameisen kann ich da ausschliessen.
     
    ich hab auch aus Neugier die Varroen ausgezählt, die Direkt während/nach der Behandlung gefallen sind/waren.
    Behandelt hab ich per LDkurz, 3-4 Tage mit Liebigdispenser, 100ml 85% AS, ungekühlt, großer Docht.
     
    Es scheint gut gewirkt zu haben.
     
    Es lagen zu Ende der Behandlung zwischen 90 und 150 bei den Altvölkern und zwischen 60 und 210 bei den Jungvölkern. Es wurden alle Jungvölker brutfrei mit Oxalsäure behandelt, bis auf den Ausreißer mit 210 Milben, bei dem war noch etwas auslaufende Brut vorhanden.
     
    im Schnitt sind etwa 100 Milben gefallen. Da die AS zu nahezu 100% verdunstet war, kann man in jedem Fall von einer Erfolgreichen Anwendung ausgehen(laut Dr. Liebig).
    Letztes Jahr waren es etwas mehr Milben aber nicht wesentlich.
     
    Vielleicht hatte der Kollege Hummel doch recht als er schrieb:
     

    Vielleicht platzt den Varroas das Trommelfell in dieser Höhe?


     
    Die Altvölker haben inzwischen die 2. Behandlung hinter sich und da lagen am Ende 50 im Schnitt unten( wahrscheinlich zum größten Teil die Toten aus der 1. Behandlung)
    Bei denen erfolgt in zwei Wochen die 3. Behandlung bei den Jungvölkern die 2.
     
    Immer LDkurz.



    simon : deine Bilder sind schon ziemlich krass! bin mal gespannt ob du heute Abend ähnliches zu zeigen hast... ;-)

  • Hallo Simon,
    wie bringst du die Temperatursonde deiner Waage in das Brutnest? Ich möchte heute oder morgen die Waage wieder unterstellen und die Brutnesttemperatur messen um selber mal die Brutfreiheit zu erkennen. Außerdem will ich wirklich mal sehen, wie viel ein Volk mostet.
    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Außerdem will ich wirklich mal sehen, wie viel ein Volk mostet.


    :confused: 
    kannst du mir bitte erklären, was das bedeutet?
    hab ich jetzt echt noch nie gelesen/gehört...


    merci :Biene:


    sneck

    Wer mit einem Baum sprechen kann, braucht keinen Psychiater. Die meisten glauben genau das Gegenteil. (Phil Bosmans)

  • Hallo Snek,
    du bist aus keiner Weinbaugegend, sonst wäre das klar. Also, wir meine Bienen und ich und alle anderen Bienen meiner Kollegen werden von den Weingärtnern beschuldigt, dass sie Trauben aufbeißen und den Saft "zentnerweise" in den Waben stapeln. Da sind schon zu viele Prozesse geführt worden, welche allerdings immer zu Gunstes der Imker ausgingen. Knackpunkt ist, Bienen können mit ihren Mundwerkzeugen die Häute der beeren nicht knacken. Das können aber Wespen und Vögel und die Bienen bedienen sich dann an diesen Beeren. Allerdings so toll ist es wohl nicht was da eingetragen wird. Bienen sammeln natürlich auch an Fallobst, besonders Birnen und diesen Eintrag möchte ich messen, weil ich gleichzeitig auch die Brutnesttemperatur ermitteln möchte, um den Zeitpunkt für die Oxalsäurebehandlung zu erkennen, habe ich nachgefragt. Simon hat da Erfahrung, allerdings nicht im Klauen von Traubensäften seiner Bienen, denn er wohnt am Rande von "Schwäbisch Sibirien" und da wird es noch 20 Jahre dauern bis an den Hängen der Teck edler Trollinger wachsen wird.:wink:
     
    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Remstalimker () aus folgendem Grund: Das hättest du uns ruhig sagen können:An Vereinen hat Fleinhausen die an die 30 Mann starke Freiwillige Feuerwehr und einen S