Antennen in der Varroakontrollschublade?

  • Ich habe heute mal die Varroakontrollschubladen bei meinen Ablegern kontrolliert.
    Dabei habe ich keine Milben gefunden (AS-Behandlung vor etwa 14 Tagen), jedoch waren in jeder "Windel" viele (geschätzt mehr als hundert je Schublade) Antennen, lose gestreut.
     
    (Ich muß dazu sagen das ich die Milben bisher noch nie "live" gesehen hatte, also kann es durchaus sein das ich sie nur übersehen habe)
     
    Weiterhin ist mir aufgefallen das die Völker kaum Futter haben, obwohl ich vor der Behandlung jedem Volk 10 Liter Ambrosia in die Futterzarge gegossen hatte, was sie auch schon nach 4 Tagen weggeschlürft hatten.
     
    Woran kann es liegen das so viele Antennen da drin liegen, die fallen doch nicht einfach so ab oder?
     
    Wurden die Ableger vielleicht ausgeraubt? Woran würde ich das merken?

  • Hallo,


    ich weiß nicht wie lange du die Windeln schon drin hattest, aber wenn sie während der Räuberei schon eingeschoben waren müsste sich auffallend viel Gemüll darin befinden, vor allem auch Wachsschrot. Letztens beim Anfängerkurs war das nämlich der Fall. Da konnte jeder live und in Farbe sehen, wie ausgeräuberte (Jung-)Völker, bzw deren Varroaschubladen, aussehen. :daumen:


    Gruß
    Martin

  • Die Windeln waren ca. 3 Wochen drin.
     
    Gemüll war nicht viel darinnen, nur wenige bunte Krümelchen, aber wie gesagt die vielen Antennen, ich kann mir keinen Reim darauf machen woher die kamen.

  • Die Windeln waren ca. 3 Wochen drin.
     
    Gemüll war nicht viel darinnen, nur wenige bunte Krümelchen, aber wie gesagt die vielen Antennen, ich kann mir keinen Reim darauf machen woher die kamen.


    Mhh damit ist das ergebnis nicht representativ da Ameisen schon das meiste geklaut haben könnten :daumen:

  • Haben Varroen Fühler?
    Wohl eher nicht, oder?
    Die haben solche Zangen.
    Und 8 Beine.
    Aber kleine.
    Sind dann wohl eher Fühler von Bienen.
    Hast Du fühlerlose Bienen im Volk rumlaufen sehen?
    Nee, oder?
    Werden also Fühler von toten Bienen sein.
    Die, die die Räuberei nicht überlebt haben.:evil:
    Wo das ganze Futter hin ist, dürfte also auch klar sein.
    Gib ihnen neues Futter, wenn das Volk noch weiselrichtig ist und das Auffüttern noch lohnt.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,


    ich hatte heute, als ich die Schublade zog den gleichen Eindruck wie Wabenklau! Allerdings sind das meiner Meinung nach keine Fühler sondern Zungen! Hier bitte ich die Experten einfach mal um Betrachtung der Bilder!


    http://www.flickr.com/photos/30015290@N05/


    Meine Vermutung, wobei es ist nur eine Vermutung! Ich habe, hatte ziemlich viel Drohnen als ich das Volk bekam. Derzeit werden die netten Brummer recht unsanft vor die Tür gesetzt. Kann es sein, dass denen einfach die Zunge "gekürzt" wird? Das wäre sicherlich nicht schön, aber an Effizienz nicht zu überbieten, da man Sie einfach nur der der Nahrungsaufnahme beraubt und nicht riskiert, dass ein Stachel stecken bleibt. Leider finde ich trotz Internetsuche keine Bilder von den Mundwerkzeuge von Drohnen und auch nichts über diesen Vorgang. Auf den Fotos ist sicherlich nur schwer was zu erkennen, aber vielleicht hat schon einmal irgendwer davon gehört und den Sachverhalt aufklären! Unter der Lupe erkenne ich auch keine Zunge bei den Drohnen, hingegen hat die Arbeiterin bevor sie mich stach mir ganz klar die Zunge rausgestreckt. Leider ist meine Bienenbibliothek noch nicht so umfangreich, als dass ich irgendwas zu diesem Thema hätte!


    mit Gruß


    Onkel Tom


    Besten

  • Drohnen haben ein um etwa die hälfte kürze Zunge als ne Arbeiteren,das sieht man recht gut wenn man nen Drohn auf der Hand hat und ihm ein bisschen Honig gibt,denn da fährt oder klappt er seinen Rüssel aus und löffelt in dem Honig rum mit seiner kleinen Zunge.

    ja ich bin der Lukas ich hab 0 völker auf dnm in segeberger kästen.

  • Hallo Lukas,


    das konnte ich dem Internet auch entnehmen, aber wenn man die Kieferzangen (Fachbegriff habe ich gerade nicht!) mit einer Seziernadel leicht öffnet, sollte man eine Zunge sehen! Das habe ich aber nicht, zumindest bei 5 von 7 nicht, zum fotografieren fehlte mir die dritte Hand, sonst hätte ich davon auch Fotos. Nur was ist das im Gemüll?


    mit nettem Gruß


    Onkel Tom

  • :confused: Öhm, ich bin jetzt arg verwirrt.
    Ich hab bislang noch nicht gesehen, daß Drohnen selber Nektar schlabbern, sondern immer nur Direktübergaben ab Arbeiterinnen, auch im HR, nie Drohnen mit Kopf an/in einer Zelle.
    Ich kann auf keinem Bild eindeutig Fühler oder Zungen erkennen, und hab sowas überhaupt noch nie gesehen - und ich studiere meine Gemülle eigentlich auch recht gründlich.
    Daß Drohnen der Rüssel abgebissen wird - nein, sie werden gebissen, geschubst und im schlimmsten Fall auch abgestochen, aber nicht verstümmelt - mein Kenntnisstand.
    Ich würde mit so einem Gemüll mal zu einem Institut wandern und gucken, was die da zu sagen haben....:confused:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • :confused: Öhm, ich bin jetzt arg verwirrt.
    Ich hab bislang noch nicht gesehen, daß Drohnen selber Nektar schlabbern, sondern immer nur Direktübergaben ab Arbeiterinnen, auch im HR, nie Drohnen mit Kopf an/in einer Zelle.


    Drohnen haben ein um etwa die hälfte kürze Zunge als ne Arbeiteren,das sieht man recht gut wenn man nen Drohn auf der Hand hat und ihm ein bisschen Honig gibt,denn da fährt oder klappt er seinen Rüssel aus und löffelt in dem Honig rum mit seiner kleinen Zunge.


    Wenn ich diese beiden Aussagen vergleiche, möchte ich tippen, dass die "Dicken" nicht nur unsagbar bequem sind, sondern sich auch nicht beim Honigklau beobachten lassen! Ich geh jetzt und fange mir einen Drohn!:daumen:


    Gruß


    Onkel Tom

  • Wirklich interessante Bilder!
    Ich glaube allerdings nicht, daß das Zungen sind, bin aber gespannt auf des Rätsels Lösung.
    Immerhin - für die, die das noch nicht gesehen haben - auf dem zweiten der Bilder sind mindestens 3 Varroen zu sehen.
    Einen schönen Sonntag noch
    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21