Nektar, bzw. Honig von Giftpflanzen?

  • Hallo zusammen,
     
    da nun endlich unsere Engelstrompeten blühen und die Bienen sie auch gefunden haben, kam folgende Frage auf:
     
    Wie ist das eigentlich mit Nektar von giftigen Pflanzen? Es ist ja nicht jede Pflanze, die für Menschen giftig ist, auch für Tiere giftig.
    Was ist aber mit dem eingetragenen Nektar? Bzw. dem daraus entstehenden Honig?
     
    Ok, die paar Engelstrompeten, noch dazu um diese Zeit, werden wohl keinen Honig vergiften, wäre dies aber grundsätzlich möglich?
     
    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Soweit ich weiss, besteht die theoretische Möglichkeit, giftigen Honig zu bekommen, aber praktisch passiert das in unseren Breiten nie, weil die giftigen Bestandteile zu sehr verdünnt werden. Wie Paracelsus schon sagte: die Dosis macht's ;-)


    Ausserdem gehe ich davon aus, dass der Nektar der meisten Giftpflanzen nicht giftig ist. Gifte sind üblicherweise ein Schutzmechanismus (gegen Frass), aber Nektar ist ja als Lockmittel gerade dazu da, Bestäuber anzulocken. Deshalb darf der Nektar für die Bestäuber nicht giftig sein.
    Natürlich sind manche Dinge für Menschen giftig, die für andere Tiere ungiftig sind. Aber die meisten Zell- und Nervengifte sollten universell wirksam sein und deshalb NICHT im Nektar vorkommen.

  • Hallo, Markus,
    das stimmt so nicht.In Europa gibt es nur eine Honigart, die Menschen etwas schaden kann, nämlich eine bestimmte Rhododendronart in Griechenland, nennt sich Rhododendron luteum oder auch Pontische Azalee, enthält Andromedotoxin.
    Außerdem (wiki):

    Zitat

    Viele Rhododendren sind giftig; das Gift, Grayanotoxin (Andromedotoxin) aus der Klasse der Diterpene, sitzt nicht nur in den Blättern, sondern auch im Nektar und im Pollen. Es sind schon Vergiftungen beim Menschen durch den übermäßigen Genuss des Honigs aus dem Nektar der Rostblättrigen Alpenrose (R. ferrugineum) bekannt geworden. Bei schweren Vergiftungen kann verlangsamte Herztätigkeit, schwacher Puls bis hin zum Koma und Tod durch Atemstillstand eintreten. Auch bei Weidetieren sind Vergiftungen durch den Verzehr der Blätter aufgetreten.

    :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Other plants are toxic to bees due to the presence of alkanoids in nectar. These include: azalea (Rhododendron molle), azure (Aconitum carmichaeli), black hellebore (Veratrum nigrum), California buckeye (Aesculus californica), Chinese alangium (Alangium chinense), Chinese bittersweet (Celastrus angulatus), jimson weed (Datura stramonium), plume poppy (Macleaya cordata), happy tree (Camptotheca acuminate), Summer Titi (Cyrilla racemiflora), tea (Camella sinensis) and oil-tea (C. olelfera). Nectar from these plants is usually toxic to both adult bees and brood, and the majority of them also toxic to humans.
    [...]
    Some honeys are not toxic to bees, but to humans. A good example is honey from tutu (Coriaria arborea), which has caused fatalities in New Zealand