Altwaben tauschen, aber wie?

  • Hallo zusammen,


    ich habe nun eine ganze Weile gesucht aber keine für mich und mein Volk passende Antwort gefunden.


    Ich habe: 1 (für meinen Geschmack) starkes Volk das auf 2 Zargen mit lauter alten Waben sitzt, eine Leere Zarge, viele viele neue Zander-Rähmchen mit Mittelwänden.


    Wann und wie kann ich die alten Waben austauschen?!?



    Vielen Dank und viele Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von Brucki () aus folgendem Grund: Absätze....

  • Wann und wie kann ich die alten Waben austauschen?!?Vielen Dank und viele Grüße


    ... ich würd's im Frühjahr, nach dem Reinigungsflug machen.
    Die Waben der untersten Zarge sollten leer sein, deshalb nimmt man diese Zarge weg, die obere Zarge kommt auf den Boden und die Zarge mit den Mittelwänden kommt drauf.


    Oder aber (auch möglich): Man macht jetzt komplette Brutentnahme (um die Milben zu eliminieren) und hängt für die entnommenen Brutwaben Mittelwände in das Volk. Dabei kann man das Wabenwerk gleich neu ordnen: Die ganz alten "Schinken" in die unterste Zarge, damit man sie im Frühjahr leer hat und entsorgen kann.
    Wenn man jetzt Brutwaben entnimmt und Mittelwände einhängt, sollte man füttern (jedenfalls hier gibt's keine Tracht mehr).

  • Es sind in beiden Zargen alte Schinken :(


    Meist tauscht man nur ca. 30% der Waben pro Jahr aus.
    Wenn man es aber radikal will, dann sollte man jetzt die alten Waben abkehren und das Volk auf Mittelwände setzen. Und gut füttern. Und eine gute Pollenversorgnung brauchen sie dazu jetzt auch.

  • Mach nichts. Füttere auf die zwei Zargen alte Waben ein. Sortiere mit dem Frühjahr eine Zarge aus und halte das Volk einzargig. Laß im Raps mindestens zwei Zargen im HR bauen. Gib nach der Schleuderung oder später im Jahr einen leeren HR auf die Dreckswaben. Sortiere dann aus was geht und ersetze mit MW ganz unten.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich würde nicht so rum......en. TBE.


    Ich hab vor ein paar Jahren mal alles zusammen gefasst. Das waren meine ersten Versuche. Inzwischen mach ich keine Wartezeit über Nacht mit Traube mehr. Einfach auf MW oder Anfangstreifen abkehren, füttern, fertig.
    Einfacher geht es nicht. Und mit einem Schlag sind alle alten Waben raus.


    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=22353&p=245413#post245413

  • Hallo Brucki,


    mach es so wie Henry sagt, Anfänger sind mit der TBE oft sehr unsicher. Es gehen auch immer Bienen drauf in dem Gewusel. Das muss man strikt und vor allem SCHNELL durchziehen, sonst wird das nichts. Wenn Du schon Angst hast, das Du die Bienen schwächst...
    Womit willst Du sie denn schwächen, indem Du ihnen die alten Schwarten nimmst, die mit Sicherheit jede Menge Krankheitserreger gesammelt haben? Die schlüpfenden Bienen aus der Brutscheune kannst Du ja nach dem Schlupf und der Behandlung wieder zugeben. So hast Du sie zahlenmäßig um nichts schwächer gemacht.


    Funktionieren tut es aber, da kannst Du Dich darauf verlassen. Ich lasse in 10 Tagen eine ausgelaufene Brutscheune auch noch eine komplette Zarge 1,5 Zander MW ausbauen.


    Wie gesagt: Nur wenn Du Dir ganz sicher bist, dann mach das. Zaudern wird nichts.



    Zitat

    Es gibt jetzt überhaupt keinen Grund, alte Waben zu entfernen


    @ Hardy:
    Warum gibt es den nicht? Wann ist Deiner Meinung nach der beste Zeitpunkt wann nicht jetzt? Ich persönlich denke, das das Ende des Bienenjahres der beste Zeitpunkt ist. Man kann natürlich auch im Frühjahr im Brutnest wurschteln wenn man das möchte.
    Nicht selten sind die Bienen im Früjahr nicht dort, wo man es sich in der Theorie vorgestellt hat.:wink:

  • Günther: Du arbeitest ja offenbar mit Zander 1,5, also mit ungeteiltem Brutraum. Da ist die Wabenerneuerung im Frühjahr zugegebenermaßen etwas schwieriger. Brucki arbeitet aber offenbar mit geteiltem Brutraum auf zwei Zargen. Da ist Henrys Vorschlag am leichtesten umsetzbar und garantiert den geringsten Arbeitsaufwand. Und Dreckswaben im Winter sind meines Wissens kein Problem.


    Gruß Ralph