Futtermenge

  • Hallo Imkerfreunde/Innen,
    in der Literatur, auch in "der Biene" sind Futtermengen jeweils in kg angegeben. Bezieht sich diese Angabe auf die im Futter enthaltene Menge Reinzucker oder auf das Gewicht der Futtermenge, z.B. Invert Futter?
    1 kg = 1 kg Invertfutter oder 1kg Reinzucker?

  • Hallo Bienenfreund!
     
    Die angegebenen Mengen sind fertiges Futter, sodass immer um einiges mehr eingefüttert werden muss.
     
    Bei Jungvölkern kommt es häufig vor, dass ein erheblicher Teil des gefütterten Futters noch in Brut umgewandelt wird. Ich bin der Meinung, dass es immer besser ist um einiges zu viel einzufüttern und gegebenenfalls im April ein oder zwei Futterwaben entnehmen, als dass das Futter um diese Zeit zu knapp wird und die ganze Mühe umsonst war.
     
    Sollte ein normaler Brutumfang herrschen, so ergibt ein kg Zucker ca ein kg fertiges Futter.
     
    MfG
    Honigmaul

  • Hallo,
    Es kommt bei der Einfütterungs Menge auch auf die Art des Futters an. Bienen müssen Zuckerwasser (3:2) erst invertieren (verarbeiten), so dass aus 20 Kg verfüttertem Zucker effektiv 12 Kg Futter (Netto-Futtermenge) in den Waben bleibt.
    Bei Sirup (z.B. Apiinvert) liegt das Futter bereits in invertierter Form vor, so dass weniger Verarbeitungsverluste entstehen ca 20%). Demnach würde für dieselbe effektive Futtermenge (Zucker Trockensubstanz) 22 Kg Sirup (73% Zuckeranteil) benötigt. Diesen Unterschied sollte man auch beim Preisvergleich und Arbeitsaufwand berücksichtigen.
    Vergleich (aus meiner Praxis, für dieselbe Netto-Futtermenge)
    166 Kg Sirup entsprechen 121 Kg Trockenzucker und kosten (in meinem Fall) 100,- Euro
    121 Kg Zucker zuzüglich 20% Invert-Verlust ergeben 145 Kg (ca 240 Kg Zuckerlösung). Bei einem Preis von 0,80 EUR/Kg kostet das 116 Euro. Dazu kommt noch Arbeit mit dem Anrühren.
     
    Mit freundlichen Grüßen aus dem Hegau. Emil

  • Hallo Hegauer!
     
    Meiner Meinung nach stimmt deine Rechnung, dass aus 20 kg Zucker nur 12 kg fertiges Futter werden, nicht.
     
    Aus 20 kg Zucker werden bei einem Mischungsverhältnis von 3:2 ca 33 kg Zuckerlösung. Falls die Bienen diese Lösung verlustfrei auf ca 20% Wassergehalt eindicken könnten, so würde ein Futtermenge von ca 24 kg entstehen. Laut deiner Rechnung würde somit ein Invertverlust von 50 % entstehen.
     
    Bei der Rechnung, dass 166 kg Apiinvert nach der Einlagerung 145 kg fertiges Futter ergeben, ist überhaupt kein Umarbeitungsverlust eingerechnet. Die Differenz von 166 kg auf 145 kg ergeben sich bereits durch den Entzug des Wasser auf ca 20 % Wassergehalt. Es ist schon klar, dass der Verlust gering sein wird, aber dass er null ist, dürfte auch nicht stimmen.
     
    MfG
    Honigmaul

  • Hallo honigmaul,
     

    Hallo Hegauer!
    Meiner Meinung nach stimmt deine Rechnung, dass aus 20 kg Zucker nur 12 kg fertiges Futter werden, nicht.
    Aus 20 kg Zucker werden bei einem Mischungsverhältnis von 3:2 ca 33 kg Zuckerlösung. Falls die Bienen diese Lösung verlustfrei auf ca 20% Wassergehalt eindicken könnten, so würde ein Futtermenge von ca 24 kg entstehen. Laut deiner Rechnung würde somit ein Invertverlust von 50 % entstehen.
    ...
    MfG
    Honigmaul


     
    auch Deine Behauptung mit dem Futter scheint nicht zu stimmen, denn:
     
    Die Bayr. Landesanst. f. Weinbau und Garten berichtet über Wintereinfütterung und resümiert wörtlich:
     
    "Vereinfacht kann man 1 Kg Haushaltzucker (trocken) einem Kilo Flüssigfutter oder einem Kilo eingelagerten Futtervorrat gleichsetzen!"
     
    Unabhängig ob 1:1 oder 3:2 gemischt wird, werden aus 20 Kg Zucker lt. Tabelle 19,6 Kg Futter eingelagert.
     
    Das Mittel zwischen 12 Kg und 24 Kg kommt dem Wert 19,6 Kg sehr nahe.
     
    Im Zweifelsfall hilft nur Beute wiegen.

  • Hallo Drohne!
     

    Zitat

    Sollte ein normaler Brutumfang herrschen, so ergibt ein kg Zucker ca ein kg fertiges Futter.


     
    Meine erste Anmerkung deckt sich mit deinen 19,6 kg fertigem Futters je kg Zucker weitgehend. Bei der angeführten Menge von 24 kg ist noch der Invertverlust wegzurechnen.
     
    Aber bei einer Einlagerung von 1 kg Flüssigfutter kann nicht 1 kg fertiges Winterfutter entstehen. Allein durch den Wasserentzug von ca 27% auf ca 20 % entsteht schon ein Verlust. Es müsste wahrscheinlich heißen, aus einem Liter Flüssigfutter wird ca 1 kg fertiges Winterfutter.
     
    MfG
    Honigmaul

  • Moin,


    die ganze Rechnerei ist müßig. Regt der Futterstrom die sammeltätigkeit an, wird zusaätzlich eingetragen - wenn was da ist. Regt er die Bruttätigkeit an, dann geht davon etwas weg. Gleicht sich alles aus - bleibt alles anders - sowieso und auch als auch.


    Das Gewicht am letzten Flugtag ist entscheidend. Der Rest ist nur der Rest.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Mir ging es hier nicht um die Menge selbst, sonder um den Wiegevorgang, wie wiege ich die Menge, die im Volk ist. Federwage. wiege ich hinten und vorne oder rechts und links und addiere die Mengen oder wiege ich nur hinten und multipliziere das gewogene Gewicht anschließend mit 2, um dann entsprechend die Gewichte für Beute, Deckel, Boden und Bienen abzuziehenß

  • rechts und links und addiere die Mengen um dann entsprechend die Gewichte für Beute, Deckel, Boden und Bienen abzuziehenß


     
    Moin , Moin aus Hamburg,
    ich mache es so wie Du es jetzt oben beschrieben hast. Wenn Du allerdings das Gewicht einer Lehrbeute mit ausgebauten Waben kennst, brauchst Du nur das Gesamtgewicht.
    Ich füttere meine Bienen in einer 2 Zargen Segeberger auf ca. mind. 35 Kg auf. Meistens wiegen Sie dann im Oktober so ca 38 - 40 Kg. Mal etwas mehr mal etwas weniger.Durchschnittlich 37- 38 Kg.
    Je nach Region schwanken die Angaben.
    Eine Seite wiegen und dann mit 2 multiplizieren ist zu ungenau. Du wirst beim wiegen merken, das es da starke Unterschiede gibt. Wobei Vorne /Hinten oder Links / Rechts eigentlich egal sein müßte. Hauptsache 2 gegenüberliegende Seiten.
    Hat Dir das jetzt geholfen ? Wir hatten das auch schon mal als Thema. Suchwort Federwaage sollte Dich weiterbringen.
    Grüße aus dem Norden

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Unabhänig von der gegebenen Futtermenge sollte man in den nächsten Tagen noch mal eine Völkerdurchsicht vornehmen. Entscheidend ist nicht das tatsächliche "Beutengewicht" sondern das Verhältniss Futter-Bienenmasse-Brutumfang.

    Mit freundlichem Imkergruss
    Dieter Luft

  • Mir ist das Addieren auch zu ungenau. Daher immer: Spanngurt drum - Federzugwaage mit (Magnetmarkierstreifen an der Anzeige) einhängen - in die Schwebe heben. Ablesen. Fertig.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Mir ist das Addieren auch zu ungenau. Daher immer: Spanngurt drum - Federzugwaage mit (Magnetmarkierstreifen an der Anzeige) einhängen - in die Schwebe heben. Ablesen. Fertig.


     
    Nix für Weicheier :wink: 

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)