Werden ende August noch MW ausgebaut?

  • Da ich voraussichtlich nächste Woche endlich einen Standplatz für meine Bienen haben werde überlege ich ob es noch möglich ist, den Ablegern eine zweite Zarge mit MW's anzubieten.
     
    Bauen die Bienen so spät noch Mittelwände aus, oder soll ich sie lieber einzargig einwintern?

  • Moin,
    die Antwort lautet wie immer: bei späten KS unter konstanter Fütterung ja, bei Ablegern nicht wirklich, auch nicht unter o.g. Fütterung.
    KS bauen besser und länger.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Sabiene das stimmt nicht! ich hab alle Jungvölker zweizargig und die bauen sehr wohl aus. letztes Jahr wars genauso...
    allerdings wissen die schon seit gut 3 Wochen, dass es eine zweite Zarge über ihnen gibt, :wink: angenommen haben sie die MW erst vor etwa einer Woche.

  • Moin,


    sobald sie mal aufhören zu bauen und es nach Johanni ist, wird es sehr schwer - ja eigentlich unmöglich - die wieder zum Bauen zu animieren. Dünnen füttern kann helfen. Brutales zerhacken des Brutnestes mit MW endet in der Katastrophe.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ...hab letzten Sonntag einem Ableger ein Magazin MW aufgesetzt, zwischen den Zargen ein Abspergitter eigelegt und die Königin hochgenommen. Dannach Futtertrog drauf und ca. 7 L voll invertiertes Futter gegeben. Voraussetzung ist - genug Bienen im Ableger + durchgängiges AG (Rundmetall) verwenden + die Futterabnahme muß klappen.
    Habe heute reingeguckt - 8 von 11 Waben vollständig ausgebaut - davon 5 bis zur Hälfte mit Brut belegt.
    Zuerst lagern die Bienen das neue Futter im unteren Magazin ein - da ist aber schnell kein Platz mehr und sie müssen oben bauen. Die Königin legt oben ein neues Brutnest an und immer mehr Jungbienen die unten nichts mehr zu tun haben wechseln nach oben - das Brutnest wächst.
    -> Futterstrom rechtzeitig baw. absetzen damit die Königin noch Platz findet - später mit kleinen Mengen wieder aufnehmen.
    Nach Auslaufen der Brut können ggf. in der 1. Zarge teilw. oder vollst. Altwaben ersetzt und das AG entfernt werden.
    Christian

  • Er meint, zwischen ausgebaute Waben MWs zu setzen, das geht in die Hose, aber ganz gewaltig.:-(


     
     
    ich mache das mit einzelnen MW, das klappt gut! (inzwischen unnötig, weil auf 8 Waben Brut)
     
    was interessant ist, ich hab meinen Altvölkern kurz vor der AS-Behandlung 2,5 kg Futterteig gegeben den ich noch übrig hatte, die haben daraufhin eine Zarge MW ausgebaut, der Teig war in anderthalb Tagen abgenommen.
     
    soviel zu "auf Teig bauen sie nicht".
    ebenso bauen sie auf Sirup während der Einfütterung.
     
    vielleicht hab ich nur Ausnahmen erwischt (bin ja erst im zweiten Jahr) oder meine Bienen sind besser erzogen und machen was man von ihnen erwartet. :wink:



    Morpheus :


    dann haben sie ja das ganze Futter unter sich und die Wintertraube muss dann entgegen der natürlichen Richtung nach unten wandern.
    Macht sie das ?

    furchtlos und trew

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von sam ()

  • Habe gestern gesehen dass mein starkes Volk verzweifelt den Hohlraum in der Futter/Leerzarge abmißt in der ein 5 Liter Eimer steht und anfing an der Folie oben anzubauen. Habe den Leerraum nun mit Mittelwänden besetzt. Aber da ich eigentlich nicht 3zargig überwintern will werde ich nach der Varroabehandlung dort eine Futterbox einfügen die den gesamten Raum einnimmt. Habe aber nur EIN Volk das so bauwütig ist. Das andere Wirtschaftsvolk baut schön unten an den beiden Zargen weiter und geht nur hoch zum Eimer futtern.
     
    Ich bin Anfängerin aber habe inzwischen gelernt dass mein GEFÜHL der hauptsächlich richtige Ratgeber ist was meine Bienen angeht. Deshalb würde ich dir raten schau dir deine Völker/Ableger an und gib denen die stark sind und bauen wollen Mittelwände. Natürlich Brutnest unangetastet lassen.
     
    Meine Bienen bauen übrigens mit Futterteig und mit Zuckerwasser und alles wird bestens angenommen, bzw die haben Riesenhunger. Denke mal ich könnte denen noch ne Kiste Mohrenköpfe reinstellen. (Quatsch, nur Spaß!) :lol:

  • Diese Frage ist ganz eindeutig mit JEIN zu beantworten.
     
    Manchen Völker oder auch Ableger bauen bis in den September hinein wie die Wahnsinnigen, andere stellen schon im Juli jede Bautätigkeit ein.
     
    Als kleines Beispiel:
    Zwei Neueinsteiger die ich gestern abend kennengelernt habe haben auf zwei Ableger mit Königinnen aus der selben Zuchtserie direkt nebeneinander aufgestellt.
    Beide wurden mit Futtereimer letzte Woche mit der gleichen Menge Zucker versorgt.
    Das eine Jungvolk hat den Eimer leergeräumt und das Futter schön in den vorhandenen Wabenbau eingelagert.
    Das andere hat die alten Waben ignoriert und den Eimer mit neuem Wabenbau fest in der Zarge eingemauert.
     
    Feste Regeln gibt es für den Bien nicht!

  • Danke, ich werde dann einfach mal eine Zarge mit MW's auf die Ableger stellen sobald ich sie am Standort habe (wenn alles gutgeht nächste Woche), ich füttere dann mal jedem 10 Liter Futtersirup und hoffe das sie noch basteln.

  • Morpheus :


    dann haben sie ja das ganze Futter unter sich und die Wintertraube muss dann entgegen der natürlichen Richtung nach unten wandern.
    Macht sie das ?[/quote]


    Natürlich nicht - sobald die Bienen merken das die Königin oben legen will/muß wird nur noch oben Futter eigelagert. Die untere Zarge ist mit Brut und Pollen (der z.Z. massig eingetragen wird) zu dem Zeitpunkt weitgehend blockiert. Das dort eigelagerte Futter wird nach Absetzen der Fütterung nach oben befördert - zudem werden die Waben der ersten Zarge ggf. nach Auslaufen der Brut ausgetauscht.
    Christian

  • Hallo,
    natürlich kann man mit viel Aufwand die Bienen zu allem möglichen zwingen. Bestimmt bauen sie auch noch im Oktober, sollten man ihnen die Waben wegnehmen und die Temperaturen eine Fütterung zu lassen.


    Aber:


    Es stellt sich die Frage: Warum sollte man das tun?


    Es ist zu bedenken: Für den Wabenbau wird Wachs benötigt - welches Honig (Futter) und wahrscheinlich auch die Bienen "Substanz" kostet. Diese Energie sollten sich die Bienen lieber für die Überwinterung aufsparen und dann zur "normalen" Zeit im Frühjahr einsetzen, um neue Waben auszubauen.


    Außerdem:
    Ein einzargig eingewinterter Ableger kann im Frühjahr mindestens genauso viel eintragen, wie ein mit allen Tricks auf zwei Räume "gequälter" - also keine Panik.


    Grüße ralf_2


  • Es ist zu bedenken: Für den Wabenbau wird Wachs benötigt - welches Honig (Futter) und wahrscheinlich auch die Bienen "Substanz" kostet.


     
    das Kostet nur wenig Arbeit, denn das Wachs ist ja schon drin in Form von MW, die nur noch ausgezogen werden müssen...
     
     

    Zitat


     
    Außerdem:
    Ein einzargig eingewinterter Ableger kann im Frühjahr mindestens genauso viel eintragen, wie ein mit allen Tricks auf zwei Räume "gequälter"


     
    das ist unbestritten, aber darum gehts nicht. zumindest mir nicht.
    Gequält wird bei mir kein Volk. erweitert werden die Jungvölker sobald sie stark genug sind und das sind sie zumindest bei mir alle! und das ist schon 4 wochen her...
     
    Ausserdem wollen sie das so.
     
     
    in einem anderen Forum habe ich geschrieben:
    "Ich führe alle Jungvölker auf zwei Zargen in den Winter. Lieber zu viel Futter drin als zu wenig. Die Raumgrösse spielt bei der Überwinterung keine Rolle, also schadets auch nichts. Einzarger müssen langsamer eingefüttert werden damit das Brutnest nicht zu klein wird. Sie verbrauchen das Futter dann zum Teil zum Brüten, sodass eine Nachkontrolle des Futtervorrates auf alle Fälle nötig ist und eventuell auch die Nachfütterung.
    Einzargern wird das Futter im Frühjahr auch schneller knapp als den Zweizargern.
    Man spart beim Zweizarger (meist) das Nachfüttern bzw das geben von Futterwaben im Frühjahr sowie das Erweitern, das ja immer wieder zur Problemen führt (siehe Annahmeprobleme des 2. Brutraumes bei Völkern einiger Kursteilnehmer), sowie Störung.
     
    Sie lagern dann das Futter in die neuen Zellen über dem Brutnest, anstatt - wie beim Einzarger - die freiwerdenden Zellen zuzukleistern oder Brutzellen auszuräumen um einzulagern.
     
    Ausserdem wachsen die Jungvölker noch. Ich hab meine geschätzt vor über einer Woche, da hatten alle deutlich über 20.000 Brutzellen. Wenn die schlüpfen ist die Kiste rappelvoll! Und sie wachsen weiter. "