Überwinterung auf Honig

  • Nabend zusammen,
    nur ein klarer Satz eines Freundes:
     
    ...oder müssen die Bienen mit dem über den Winter kommen, was sie selber sammeln. Honig kriegt man nur den,
    der im Frühjahr übrig ist.!!!!!
     
    Beste Grüße Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • ohne was genommen zu haben - reicht es offenbar bei weitem nicht, was sie selber finden können, zumindest nicht heuer und nicht hier, wo ich wohn... entweder warten wir auf bessere Jahre oder versuchen, die Bienen mehr finden zu lassen, so gut wir das vermögen


    Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Hallo,
    hab in den letzten Jahren auf Honig überwintert - hauptsächlich war dies Edelkastanie - es ist für die Bienen auf jeden Fall schwieriger als auf normalem Futter - aber es ist auf jeden Fall auch möglich. Starke Völker haben damit keine Probleme. Auch Anteile von Fichte oder Tanne sind nicht so prolematisch wie immer dargestellt - wie sonst wäre eine Bienenhaltung früher im Schwarzwald möglich gewesen ?
    Wenn die Volksstärke oder Volksgesundheit oder sonst was mit dem Volk nicht stimmt bedeutet das jedoch viel schneller das Aus als bei normalem Futter.
    Das mit dem Überwintern können eines Volkes mit dem was es selber sammeln kann muß mann über mehrere Jahre sehen. Ein Volk kann - wenn es honigt - das Mehrfache was es für das nächste Überwintern braucht sammeln.
    Gruß
    Christian

  • Eine Überwinterung auf Zucker ist sicherer als auf Honig.
    Tannen- und Fichtenhonig belastet die Kotblase der Völker, wenn es einige Tage Flugwetter im Januar/Februar gibt macht dies keinerlei Probleme, dann klappt es auch auf Melezitosehonig. Wenn aber ein durchgängiger Winter herrscht, leiden die Völker.

  • Nabend, bumblebee,


    der erfahrene Imker merkt und sieht, wenn Tannen- oder Waldhonig eingetragen wird.
    Das Problem mit der Verdauung ist ja bekannt.
    Darum die Idee, den Waldhonig gezielt mit einer Zu-Wa. Fütterung zu überdecken.


    Beste Grüße und danke für tolle Fotos. Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Eine Überwinterung auf Zucker ist sicherer als auf Honig...


    Hallo Simon,
    Scheißbild ist das!!!


    Kein erfahrener Imker wird seine Völker auf reiner Tanne überwintern lassen!
    Es soll aber auch Stämme geben, die dies packen, nur weiß das der Imker erst im Mai!!


    Tanne als letzte Tracht ist nicht problematisch, wenn genügend Blütenhonig für die "alten Tanten" zur Aufzucht der Nymphen, am Brutnest, vorhanden ist.


    Der
    Drohn


    der immer mehr zweifelt an der
    "modernen"
    Völkerführung

  • Moin, Tommy Tulpe,


    und da hat deine Oma recht.
    Es wird vieles komplizierter gemacht, als es ist. Es wird zerredet und zerpflückt.
    Dabei geht es ganz einfach.
    Beste Grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Naja, sagen wir mal vorher ein ganzes Jahr über 5 Bücher auswendig zu lernen und 3 Jahre in eine quasi Ausbildung bei einem erfahrenen Imker zu gehen, bevor man sich eigene Bienen holt ist vielleicht übertrieben.
    Andererseits gab es, als meine Oma Bienen hatte, auch noch keine Varroa, keine Freilandaufstellung, keine Räuberei (?), keine Schwarmdurschau und keine Beuten wo unten der Boden "fehlte". Es reichte ein Brutraum (12 Rähmchen DNM) und eine Honigzarge (9-10 Rähmchen DNM). Alles war günstiger und Bienen mit nur 5 Waben gab es nicht, da wurden nur ganze Völker abgegeben. :wink:


    Aber vielleicht war es auch einfacher, weil sie nur von einem Imker Ratschläge und Material bekam und das tatsächlich reichte.

  • Hallo Simon,
    Scheißbild ist das!!!


    Kein erfahrener Imker wird seine Völker auf reiner Tanne überwintern lassen!


    Karl Kehrle engte seine Völker immer ein, wenn er in die Heide wanderte. Warum? Damit nicht zuviel Heidehonig im Brutraum ist, wenn überhaupt. Danach wurde wieder erweitert (mit ausgebauten Waben) und eingefüttert. Nur wie macht man das im zweiräumig Zander?


    Analog könnte man bei Spättrachtnutzung verfahren. Futterwaben aus dem Frühjahr raus und nach der Tracht wieder rein!


    Mit der Überwinterung auf Honig wirds gemacht wie mit der Königinnenzucht. Alles wird kompliziert geredet! Allerdings ist bei mir Trachtbedingt keine Überwnterung auf Honig möglich, sonst kriegt der Immenpfleger nämlich so gut wie nix ab ... Alles schon getestet.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Reiner,


    warum soll Heidehonig ein Problem beim Überwintern sein? Die Heidjer überwinterten doch nur auf diesem Honig. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Bienen als ursprüngliche Tiere des Lebensraumes Wald nicht auf Waldhonig überwintern konnten.


    Das ist einfach ein, durch Einführung nicht heimischer Bienenrassen und Zuchtselektion und Konzentration auf bestimmte Eigenschaften, herbeigeführtes Problem.


    Gruß
    Heinrich

  • Hallo Heinrich,


    sagte ich es sein ein Problem? Der Karle wollte halt möglichst viel ernten! Und sicherer ist das Überwintern ohne den recht ballastsoffreichen Heidehonig halt schon.


    Ich halte die Unfähigkeit auf eigenem Honig zu überwintern auch für ein Problem der Selektion. In den unbetreuten Zeiten des Biens gab es sicher auch mal Jahre in denen bis zur Heideblüte oder späten Tannnentracht nix ging was über den Winter reichen würde. und überlebt haben die Immen dennoch.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Auch ich habe im letzten Jahr meinen Völkern aus der Heide den Honig im Brutraum belassen - entgegen entsetzter Imkermeinungen. Die hatten einfach riesige Brutflächen im September und die Randwaben waren Pollenschwarten, die ich nicht vor dem Winter entnehmen wollte.
    Die Heidevölker mit Ihrem Heidehonig sind im Frühjahr abgegangen wie Raketen! Kein Vergleich zu Völkern auf Zucker. Dieser Luxus hat mich je Volk schätzungsweise 10-15 kg Heide Honig gekostet, was zwar teuer erscheint, jedoch vor dem Hintergrund der Sauerei mit den Brutwaben und dem Bergungsaufwandes des Heidehonigs ein Erträgliches Übel zu sein schien.
    Hatte in diesem Jahr sogar überlegt eine Ablegerbatterie in die Heide zu stellen zwecks Auffütterung und Pollenversorgung, jedoch zunächst noch verschoben.


    Gruesse
    seb

  • Auch ich überwintere seit ein paar Jahren weitgehend auf eigenem (Blüten)-Honig. Mit bestem Erfolg! Die Varroa-Behandlung erfolgte - wie immer- mit 60 %-iger AS im Langzeitverdunster. Ist diese AS jetzt Anfang Mai 09 verflüchtigt? Kann AS sich bei verdeckelten Futter-Waben überhaupt verflüchtigen. Wenn ja, müsste man ja eigentlich die nicht verzehrten (Honig)-Futterwaben schleudern können, solange sie nicht kandiert sind. Was habt Ihr für Erfahrungen diesbezüglich?


    MFG
    Arndt