Winter Gewicht

  • Hallo


    Ich habe mal eine Idee vielleicht sollte man mal Daten sammlen wie viel eine Beute für den Winter wiegen sollte.


    Und das in den Betriebsweisen speichern so kann dann jeder nach schauen und gucken wie viel seine Beute wiegen sollte.


    Wir haben ja fast alle Beutentypen vertreten.

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • Hallo Ruben
    Ich halte es für gefährlich von einem Gesamtgewicht der Beute für die Einwinterung auszugehen. Es gibt erhebliche Unterschiede in der Größe und damit auch dem Gewicht des Volkes und der Brut. Geht man dann von einem festen Gewicht aus treifft es gerade die starken Völker. Dort wird (Da ja schwer) wenig eingefüttert und so droht Hunger im Frühjahr. Die Schwachen bekommen viel Futter, daß sie aber eigetnlich nicht benötigen.
    Es müßte also eigentlich gerade andersherum sein.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Hallo Drollhos,
    Ruben meint mit Sicherheit, daß wir das Gesamtgewicht einer jeden Beutenart (Segeberger, Hohenheimer, etc.) 1-zargig und 2-zargig sameln. So kann jeder auf einen Blick das Leergewicht seiner Beute erkennen.
     
    Gruß
    Stefan

  • Hallo Ruben
    Ich halte es für gefährlich von einem Gesamtgewicht der Beute für die Einwinterung auszugehen. Es gibt erhebliche Unterschiede in der Größe und damit auch dem Gewicht des Volkes und der Brut. Geht man dann von einem festen Gewicht aus treifft es gerade die starken Völker. Dort wird (Da ja schwer) wenig eingefüttert und so droht Hunger im Frühjahr. Die Schwachen bekommen viel Futter, daß sie aber eigetnlich nicht benötigen.
    Es müßte also eigentlich gerade andersherum sein.


    Und die Stärksten Völker verbrauchen auch mal am wenigsten und die Schwächsten am meisten ... Ich kann den Verbrauch nicht vorher sagen und daher füttere ich bei zwei Zargigen Völkern DNM auf 45Kg ein. Wobei ich Holzböden habe, die etwa 4 bis 5 Kg mehr wiegen als die original Segeberger Böden.
    Einzarige füttere ich auf etwa 28Kg ein.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Einwinterungsgewicht Hohenheimer Einfachbeute Zander zweizargig mit allen Deckeln und Boden. Ohne Steine!! 45 - 48 kg


    dito mit 1 3/4 Zarge: 40 kg

  • Ich habe noch nie das Futter für ein Volk abgemessen noch ein Volk
    gewogen noch das Mischungsverhältnis von Wasser zu Zucker für das Futter gemessen.
    Das Zuckerwasser wird mit der Bohrmaschine und einem Quirl in einem
    120 L Fass angerührt. Es wird mehrmals aufgerührt bis die Lösung vollständig gesättigt ist.
    Die Völker werden bei mir "nach Sicht" aufgefüttert - mit etwas Erfahrung weiß man wieviel die Völker zum Überwintern + Frühjahr bis - sagen wir mal zur Kirschblüte - brauchen. Dies bedingt natürlich eine qualifizierte Herbstkontrolle.
    Ich überwintere mindestens zweizargig - das Risiko das ein Volk verhungert ist bei einzargiger Überwinterung deutlich höher als bei zweizargiger Überwinterung.
    Der Nutzen bzw. die Wirkung der leeren Zellen als Teil der Wintertraube bzw. unterhalb der Wintertraube ist nach meiner Erfahrung sehr wichtig.
    Gruß
    Christian

  • Hallo,


    ok, also wenn ich das richtig verstanden habe ist es durchaus richtig die Beuten zu wiegen. Theoretisch es ist es jedoch wurscht, wieviel genau die Beuten wiegen, wenn man nur anhand des Ausschlags der Federwaage sicher sein kann, dass genug Futter da ist (sprich, die Ungenauigkeit einer solchen Waage macht nüscht).


    Da ich erst seit diesem Jahr Bienen habe, fehlt da leider die Erfahrung, so dass ich eben doch mehr oder minder genau "rechnen" muss. Ich habe ja die Hohenheimer Einfachbeuten Marke Eigenbau - leider aber keine kompletten Leerbeuten mehr, so dass ich nicht einfach ein Netto-Gewicht ermitteln kann. Daher die Frage ob euch folgendes plausibel erscheint:


    Eine Leerzarge (ohne Rähmchen) wiegt ca. 4kg (gewogen).
    Ein Gitterboden wiegt ca. 2kg (gewogen).
    Ein Innendeckel wiegt ca. 1kg (gewogen).
    Ein Rähmchen mit leerer Wabe incl. ansitzender Bienen wiegt (geschätzt!) 0,5kg, d.h. 10 davon = 5kg.


    Gestern habe ich die Beuten (alles Jungvölker) gewogen, dabei ergaben die Einzarger etwa 21kg und die Zweizarger etwa 32kg.


    Einzarger: 21 - 4 - 2 - 1 - 5 = 9kg
    Hier fehlen also noch etwa 6kg Futter, so dass die Beuten auf 15kg Futter kommen.


    Zweizarger: 32 - 2 * 4 - 2 - 1 - 2 * 5 = 11kg
    Hier fehlen also noch etwa 9kg Futter, so dass die Beuten auf 20kg Futter kommen.


    Seht ihr da einen groben Denkfehler, oder erscheint das plausibel? (Den Einzargern hab ich bisher 5kg Zucker (als 3:2) gegeben, den Zweizargern habe ich jeweils 1x10L Api-Invert gegeben - insofern erscheints mir schlüssig).


    Gruß
    Martin

  • Ich habe beschlossen mir das nicht anzutun mit dem Wiegen. Habe letztens meine beiden zweizargigen Ableger hochheben müssen und konnte sie allein nicht heben. Normal kann ich ca 20-25 kg heben. Ein Blick in die Zargen zeigte dass bis auf 2 Rähmchen alles ausgebaut ist. Halb voll mit Brut und halb voll mit Futter. Die Bienen fleißig am reinschleppen. Und die riesige Efeublüte steht noch bevor. Ich denke nicht dass ein solches Volk im Winter Probleme bekommt.

  • sherry, Du mußt Dir beim Wiegen nicht die Bandscheiben ruinieren... :) Ich mach' das mit der Henry-Methode: eine billige Federzugwaage einmal links und einmal rechts unterhängen, kurz anlupfen, und die Gewichte addieren. Das ist zwar nicht exakt und eichfähig, aber für den Zweck völlig ausreichend. Allerdings habe ich bis heute aus Gründen der Faulheit nicht den legendären Leipziger Kohlenkratzer (siehe irgend einen Uraltthread) an der Waage installiert. Da ich Holzbeuten habe, geht's irgendwie auch ohne.

  • Hallo erzgebirgsbiene,


    ich bin mal irgendwie auf ca. 14kg Gwicht einer 2 Zargen-Seegeberger gekommen. Macht also 15 kg mit Bienen. Ich füttere die langsam bis Mitte/Ende Oktober auf ca. 30-32 kg insgesamt auf. Hat bisher immer gut geklappt. Die Beuten wiegen jetzt noch immer ca. 22-24 kg.

    Meine Betriebsweise ist es keine Betriebsweise zu haben - jedes Jahr ist anders !

  • Das mit dem Gewicht kann man auch nicht immer so pauschal sagen. Da hängt meiner Meinung nach auch viel vom Standort und Verhalten des Volkes im Winter ab. Ich habe Völker, die sind unheimlich agrressiv und eher unruhig (aber nicht aufgrund fehlender Queen), sondern das ganze Jahr über, aber die sind stark und vital. Anderswo würde man die aussondern, ich finde das richtig gut :-)
    Und Du musst bedenken, dass Völker auch oft gestört werden. Da gibt es unsichtbare Störungen durch Spaziergänger, die im Winter einfach mal den Deckel hochheben um reinzugucken und sichtbare, so wie bei mir am Wochenende, da hat"etwas", ich schätze ein Marderhund oder ein Dachs eine meiner Beuten auf das allerschärfste attakiert, und das halbe Flugbett rausgebissen. Draussen lag eine ganze Division mutiger Verteidiger, die dabei in der Kälte krepiert sind - wie sich dass auf den Futterverbrauch auswirkt kannste Dir ja denken :-( Der Kampf muss wirklich lange gedauert haben, so wie die Beut aussieht :-(
    War mein allerbestes Volk...so ein Ärger !!!


    Fazit: 36 kg im September ist für 2 Zargen Segeberger mehr als genug, aus meiner Erfahrung !

    Meine Betriebsweise ist es keine Betriebsweise zu haben - jedes Jahr ist anders !