Kundgebung in Freiburg 28.8.

  • Angeregt durch die Gespräche auf der Fahrt nach Braunschweig in einem Fahrzeug mit Imkerforumsleuten, habe ich mich entschlossen im besonders gebeutelten Südwesten eine Kundgebung anzumelden.
    Sie findet am Donnerstag, 28.8.08 ab 17 Uhr in Freiburg beim Regierungspräsidium statt.
    Anlaß ist das APIMONDIA-Meeting von Bienenkundlern aus 20 Ländern im RP-Gebäude über Bienenkrankheiten und CCD. Die Abschlussdiskussion am Donnerstag, 28.8.08, 16 bis 17 Uhr wird in keiner Weise gestört.
    Auch die geplante Diskussion mit Wissenschaftlern soll fair verlaufen.
    Wir bauen eine LKW-Bühne mit Mikrophon vor dem Gebäude.
    Henri Clement, Präsident der Union Nationale de 'l Apiculture Francaise hat der Teilnahme zugestimmt. Neben dem Vizepräsidenten wird auch Frau Duge' , Spezialistin der UNAF zum Thema Pestizide sprechen.
    Die Wissenschaftler werden zur Kundgebung eingeladen und für sie Stühle aufgestellt. Wir würden sie bitten, die Ergebnisse der Abschlussdiskussion vorzutragen.


    Gegen 19 Uhr, nachdem die Imker ihre Erfahrung mit Milben und Bienenkrankheiten den Wissenschaftlern mitgeteilt haben, werden wir mit der Straßenbahn in die Innenstadt fahren und in der Freiburger Altstadt gemütlich in Gartenwirtschaften weiter diskutieren.


    Anfahrt: Autobahn A5, Ausfahrt Freiburg-Mitte, Abfahrt FR-Bischofslinde in die Berliner Allee, dann rechts Bissierstrasse 3.
    Vom Hauptbahnhof Freiburg Straßenbahn Linie 1 oder 5 bis Runzmattenstrasse Ecke Bissierstrasse.
    Ein Stellplatz für Wohnmobile (7.-€) befindet sich direkt in der Bissierstrasse.
    Imker kommen im Imkeranzug und mit Geräten oder Plakaten.
    Ankündigungen machen wir in Deutschland im Radio und Fernsehen. Die Medienvertreter sagen, dass in dieser Zeit die Presse ein "Sommerloch" hat, und man auf wichtige Meldungen gierig wäre.
    Die Zusammenarbeit mit der UNAF ist sehr wichtig. Charles Huck wird ebenfalls mit elsässischen und französischen Imkern kommen.
    Der Landesgeschäftsführer des DBIB, Christoph Koch, findet die gemeinsame Veranstaltung in Freiburg eine "sehr gute Idee" und unterstützt sie.
    Vielen Dank an Bernhard Heuvel. Wir sind auf dem richtigen Weg, werden uns bis zur zentralen Demo sammeln und nicht vom Weg abbringen lassen.
    Anmeldungen bitte an: Christph Graf, Im Wechselfeld 7, 79271 St. Peter, Tel.:07660/397, imkerei.graf@gmx.de. Könnte Bernhard wieder eine schöne Anmeldeseite einrichten und Tipps geben?





  • Hallo miteinander.


    Jetzt sind alle Imker gefragt, die die Honigbienen und Wildinsekten erhalten wollen.


    Das Ziel der Demo ist es, einige der teilnehmenden Wissenschaftler für das Thema zu sensibilisieren und ihre Unterstützung bei der weiteren Erforschung der Zusammenhänge und Auswirkungen von Neonikotinoiden zu bekommen.


    Wir wollen Kritik üben ja, aber vor allem konstruktiv Vorschläge machen, wie es weiter gehen kann. Wie die Wissenschaftler uns helfen können, den Naturhaushalt zu schützen.


    Wir brauchen die Wissenschaft, um die Beobachtungen der Praktiker zu belegen, vor allem die der subletalen Vergiftung. Auch in Richtung der Politik soll ein Zeichen gesetzt werden, daß die Bienen uns am Herzen liegen.


    Es wird Druck ausgeübt auf uns alle, wir sollen mundtot sein und alles bejahen, was uns und unseren Bienen vorgesetzt wird. Vergiftete, tote Bienen sind aber nicht akzeptabel. Auch halb-vergiftete, halb-tote Bienen nicht.


    Helft uns helfen, lasst uns die Wissenschaftler wachrütteln.


    Kommt zur Imkerdemo nach Freiburg.


    Viele Grüße,


    Bernhard

  • Moin moin
    Wenn wir schon 700 km fahren können,und nach Braunschweig die Meisten
    über 400 km gefahren sind,sollte es für die Süddeutschen incl.Bayern,
    ein Klacks sein in Freibug zu erscheinen!
    Irgendjemand schrieb mal hier im Forum(Simmerl ?)wenn in Süddeutschland ne Demo stattfindet,könnte er busseweise Imker herankarren.
    Da Sie,dort unten ,vorerst am stärksten betroffen sind,werden sie wohl auch zu tausenden kommen!
    Es ist eine unserer letzten Möglichkeiten!
    Gruß
    Helmut

  • Hallo zusammen,
    leider hat es nicht gereicht für "tausende von Imkern", wir waren nur etwa 100!! Wo war der Rest????
    Erste Berichte:
    Internetredaktion vom SWR:http://www.swr.de/nachrichten/…3900544/qom0ph/index.html


    Fernsehbeitrag im TV Südbaden haben wir schon im Internet gesehen, siehe hier :
    http://www.tv-suedbaden.de/default.aspx?ID=2107&showNews=269675
    Als Titelbild unsere "Kotzbiene".
    Gruß
    holmi

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo miteinander,


    am Oberrhein gab es die meisten Betroffenen und einige davon waren auch erschienen. Der größte Teil schweigt.


    Die Bienen laufen nicht nur in Gefahr, totgespitzt zu werden.
    Die Bienen laufen auch in Gefahr totgeschwiegen zu werden.


    Diese Demonstration war an die Wissenschaftler der Apimondia gerichtet, die sich mit den Bienenkrankheiten und dem weltweiten Bienensterben beschäftigten.


    Einige von uns waren bereits 2 Stunden vorher vor Ort und ich konnte in den Kaffeepausen der Apimondia-Vorträge mit Wissenschaftlern aus Israel, Italien und Indien sprechen. Allgemein ist man überzeugt, daß die Pestizide große Probleme bereiten. Besonders interessant waren die Gespräche mit den Italienern, die dieses Jahr dieselben Erfahrungen machen mussten, wie die Imker in Deutschland.


    Die Demo begann zum Ende der Apimondia-Veranstaltung und einige Wissenschaftler (längst nicht alle) fanden sich zur Demo ein. Wir haben circa 20 Wissenschaftlern einen Brief überreichen können, worin wir darum baten, die Pestizide in die Untersuchungen mit einzubeziehen.


    Alle teilnehmenden Wissenschaftler haben diesen Brief per E-Mail im Nachgang erhalten.


    Wir wurden gesehen, wir haben Aufmerksamkeit schon während des Aufbauens erregt, wir haben unsere Nachricht übermittelt.


    Was die Wissenschaftler daraus machen, das ist ihre Sache. Aus Südafrika haben wir bereits Rückmeldung, daß man sich für dieses Thema interessiere.


    Ich sage, daß diese Demo sich gelohnt hat. Wir brauchen keine 1.000 Imker um die Medien zu füttern. Wir brauchen stetigen Druck auf die richtigen Stellen und stetige konstruktive Anregungen an die richtigen Adressaten.


    In Braunschweig waren wir die erste Demo vor dem BVL in der Geschichte des BVL. Die Fragen die wir gestellt haben, waren unangenehm. Daß wir überhaupt da waren, war unangenehm.


    In Freiburg haben wir eine Nachricht übermittelt und die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler auf die Pestizide gelenkt. Ein einziger Imker hätte schon genügt, einer der sich mit Schleier über den Glas-und-Edelstahl-Hof bewegt hätte. So aber waren hundert dort. Das sorgt so oder so für Gesprächsstoff unter ihnen.



    So muß es weitergehen. Wir müssen persönlich unsere Nachricht überbringen und konstruktiv Kritik üben. Stetig an den richtigen Stellen die richtigen Nachrichten überbringen. "BVL - so geht das nicht." "Wissenschaftler, helft uns und erforscht den Einfluss der Pestizide".


    Die nächsten Demos sind Bonn, wo wir den Politikern eine Nachricht überbringen. Und Berchtesgaden, wo alle in Deutschland Verantwortlichen für Verbraucherschutz zusammenkommen. Auf einen Haufen.


    Dann ist München, Berlin und Brüssel dran.


    Wir brauchen keine Massen, wir brauchen Imker, die mit Herz und Seele die Bienen lieben, die den Naturhaushalt lieben und die sich für die Zukunft der Bienen, Imkerei und der Menschheit einsetzen wollen.


    Steter Tropfen höhlt den Stein. Wenn nicht wir was ändern, wer soll es sonst machen?


    Bernhard

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