Euodia krank?

  • Hallo liebe Forumsmitglieder,
     
    ich hab da ein Problemchen. Vor ein paar Jahren hab ich ne Euodia in den Garten gepflanzt. Diese ist jetzt ca. 2,2 Meter hoch. Im Winter hat es ein paar Erfrierungen gegeben. Die Astspitzen sind so um 10-15 cm zurückgefroren.
    Im Frühjahr haben dann alle Äste Blätter ausgetrieben und der Baum entwickelte sich auch ganz gut.
    Nur ein Ast hat nach eingier Zeit vertrocknete Blätter bekommen.
     
    Heute hab ich mir das Bäumchen mal angesehen und der Ast ist bis an den Stamm vertrocknet und am Stamm haben sich starke Risse in der Rinde rund um den Astaustritt gebildet. So als ob der Stamm unter der Rinde austrocknen würde.
     
    Ein anderer Ast in der Nähe der Stelle zeigt auch schon solche Erscheinungen, d.h. am Stamm rund um den Austritt des Astes siehts auch schon rissig und vertrocknet aus.
     
    Könnt ihr mir evtl. sagen was das ist?
     
    Und wenn, wie kann ich das ganze behandeln?
     
    Bei uns ist zur Zeit eine Warnung wegen Feuerbrand ausgesprochen worden. Kann es evtl. Feuerbrand sein?
     
    Gruß René

  • Lieber René,
    selbst im Lexikon finde ich nix. Was ist das für ein Baum.
    Feuerbrand taucht nach meinen Erkenntnissen nur bei Früchten auf.Sei trotzdem wachsam.
    Beste Grüße Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo !
     
    @ René
    Meine Bienenbäume sind wohl erst jährig, zum Glück finde auch ich keine Beschreibung dieser "Krankheit ?".
    Vielleicht kann Radix helfen ... der hat doch wohl schon länger welche ...
     
    @ Bienenudo
    Du kennst WIKIpedia ? Guckst Du --> Euodia
     
    Gruß
    B.K. A.l.e.x.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Auch ich habe 10 Jungbäumchen, wovon einer vor sich hinkränkelt und sich ganz einfach nicht derfängt. Tägliches gießen und Pflege ist selbstverständlich. Ist möglicherweise ein Ausfall der schlicht und einfach hinzunehmen ist.

  • Hallo Renè,


    die Erscheinung sagt mir nichts.
    Ich empfehle auch, Immenhof zu kontaktieren.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin René


    Das hört sich nach nem Pilz an??
    Versuch mal den betroffenen Ast, bis ins frische Holz abzuschneiden.
    Wundharz drauf und abwarten.


    Gruß
    Patrick


    der dieses Jahr mal wieder versuchen wird, Euodia nicht über Samen weiter zu vermehren.

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo,
     
    danke für die Antworten. Ich werde mich mal mit Jaesch in Verbindung setzen.
     
    patrick , ins gesunde Holz schneiden will ich nicht, dann wäre der halbe Stamm durch. Da könnt ich den Baum dann gleich umsägen. Das würde mir aber weh tun. Er ist richtig schön (Form) gewachsen.
     
    mal sehen was rauskommt. Ich werde berichten.
     
    Gruß René

  • Moin,


    ich hab' mehrere fast dreimannshohe Euodias und einer zeigte schon gleich beim Setzen bzw. im ersten Frühjahr danach Frostplatten und darum handelt es sich bestimmt auch bei Deinem. Die Rinde sieht lange Zeit ganz normal aus wird aber später im Jahr schuppig und rissig, reißt schließlich auf und läßt ringsum das dann offene Holz Wundkallus sehen. Äste ind Zweige in der Nähe treiben wohl noch aus, trocknen später aber ein oder sind selbst einseitig frostgeschädigt. Die Platten liegen in aller Regel in Richtung Süden bzw. Südwesten. Bei einem Baume war die ganze Spitze betroffen und damit meine ich die oberen 3m Stamm. Ich hätte den bis auf den blätterlosen Stamm runterschneiden müssen und auch der hatte in Brusthöhe einzelne handgroße Platten.


    Gemacht hab ich dann Folgendes, der Baum soll ja erhalten werden:
    1. Drei Schubkarren ungesiebten Kompost auf die Baumscheibe um den Baum optimal zu versorgen.
    2. Gekürzt bis in den Bereich in dem mehr als zwei Drittel Rinde erhalten waren auf Ausleitungstrieb. (Also nicht irgendwo absägen, sonder direkt über einem Ast, Trieb oder wenigstens triebiger Knospe.
    3. Nur der Querschnitt wurden mit Lacbalsam versorgt. Zweimal, damit das stabil und wasserdicht genug ist.
    4. Die Frostplatten wurden im Toten freigeschnitten, das senkrechte blanke Holz wurde nicht behandelt.
    5. Gegossen und
    6. gebetet.


    Geplant ist in den nächsten Jahren die Versorgung der Frostplatten durch senkrechte Schnitte, deren Vernarbung die ganz langsam die Wunde zudrückt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
     
    danke für die Info.
     
    Die Stelle ist ziemlich genau Südwesten. Ziemlich nahe am Boden.
    Dann werd ich wohl auch mal zur Schere greifen und die Äste entfernen. Ist es sinnvoll die Platte auszuschneiden und mit Wundwachs zu verschließen?
     
    Der Stamm hat jetzt nen Durchmesser von ca. 5 cm. Die Stelle geht 1/3 um den Stamm rum. In der Höhe ca. 10 cm.
     
    Ne andere Frage, wie kann ich den am besten im nächsten Winter gegen Frost schützen. Vor allem was mache ich wenn er mal größer ist, so wie deiner.
     
     
    Gruß René

  • Vor allem was mache ich wenn er mal größer ist, so wie deiner.

    So groß wie meiner wird der nicht. :wink:


    Die Frostplatten kannste abheben, damit dahinter kein Viehzeuchs rummacht und sich keine Feuchtigkeit staut. Dann machste auf das trockene Holz mal garnichts außer Trockenheit und dann wickelst Du den Stamm nach den ersten Frösten in Rohrmatte ein damit der - und nu kommt der Gag - nicht warm wird. In der Sonne liegt nämlich das Problem, nicht in der trockenen Kälte. Wird der Stamm im Winter warm, weil die Sonne dort hart aufschlägt, dann öffenen sich die Saftbahnen, denn so 'ne Saftbahn hat ja keinen Kalender und denkt es wär schon Frühjahr und sie hats wieder verpennt und sie riskiert 'n Anschiß weil widder nüschde ankommd, ohm beide lechzndn Gnosb'm. Also zieht die Wasser und dann wird es Nacht und peng isse hin. Denn nachts isses kälter als draußen auch im Winter und da sehr.


    Weiß schmiern hilft auch sieht aber sch ... ... ... recklich aus.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry !
     
    Danke, für Deine gute und informative Erläuterung um dieses Phänomen des Bienenbaums, hilft Vielen und bestimmt nicht nur René bei der Hege und Pflege Ihrer Bienenbäume weiter.
     
    Danke !
     
    Gruß B.K. A.l.e.x.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Henry,
     
    ma ne andere Frage. Kannste in jetzt deinem Fourm nen 'Danke' Button unter die einzelnen Postings einfügen?
     
    Im www.boote-forum.de , das meines erachtens die gleiche Software benutzt geht das.
    Da könnte man sich durchs drücken des Knobbs gleich direkt beim Schreiberling bedanken für die geistigen Ergüsse die da dieser von sich gegeben hat.
     
    Danke nochmal für die Hilfe beim Bäumchen.
     
    Gruß René