Varroa- Milben so schwach wie nie

  • Moin, zusammen,
    ich höre von überall her, daß es kaum V-Milbenbefall gibt.
    Hat die Milbe sich letztes Jahr verausgabt?
    Gibt es eine periodische Populationsunterbrechung?
    Wie bei Schaarmäusen oder Rüsselkäfern?
    Ist das eine neue Chance?
    Euer Bienudo.

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hallo,
     
    Mönsch, bin ich froh, daß das ein "alter Hase" fragt...
     
    Mein Vater und ich imkern( versuchen es zumindest) erst seit letztem Jahr, wir haben im letzten Jahr um diese Zeit sehr viel mehr Milben ausgezählt als in diesem Jahr und machen uns schon Sorgen, das wir irgendwas mal wieder falsch machen...
     
    Naja, mal abwarten, das Jahr ist ja noch nicht um, vielleicht kommt das "dicke Ende" noch...
     
    Viele Grüße
    Andrea

    nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

  • Stimmt, die Milben sind so schwach wie nie.
    Die ganz geschwächten lassen sich haufenweise aus dem Volk fallen, 300 Stück pro Tag wurden schon gemeldet. Dann gibt es aber auch Völker deren Milben extrem stark sind, denn es fällt nix bis kaum nix. In vielen Völkern ist keine Gefahr im Verzug. Wenn aber die Bienen noch schwächer als die schwachen Milben sind, wird das nix mit der Einwinterung. Dann muss der Imker demonstrieren, gegen die Varroa. Als erste Maßnahme wird in der vorderster Front eine kommunale Ameisensäuresauna im Bienenvolk installiert, der Feind ist klar und die Stimmung gut. Zudem passt momentan das Wetter, na dann organisiert euch.


    Gruß
    Simon

  • Hallo Simon,
     
    ich werde auch verrückt. Ich habe keinen natürlichen Milbenfall und bei brutfreien Ablegern ist auch nichts. Weil ein Teil meiner Völker nicht in die Gänge kam, habe ich den Verdacht, dass schon im Frühjahr von unberufener Hand behandelt wurde.
     
    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Moin ,Moin aus Hamburg,
     
     
    "Unterschätze nie die dunkle Seite der Macht".:cool: 
     
    Sonnige Grüße aus dem abgekühlten Hamburg
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Ich habe keinen natürlichen Milbenfall und bei brutfreien Ablegern ist auch nichts.


    Eine Imkerkollegin bei dir um die Ecke berichtete von 2000 Milben in einem Flugling. Besser mal selber Nachschauen als sich auf das Forumsorakel verlassen? In Wirtschaftsvölkern fällt zwischen 0 und 7 Milben pro Tag, keine Gefahr im Verzug. Letztes Jahr gabs um diese Zeit zwischen 50 und 300, die Volksentwicklung war aber auch eine völlig andere. Oder lags am CB, oder am fehlenden Drohnenschneiden. Dieses Jahr liegts am ...? Wir finden ihn, den schuldigen Milbenvernichter.


    Gruß
    Simon


  •  
    ...ja, genau das ist meine AnfängerSorge...
     
    Viele Grüße
    aus dem fast sonnigen Frisland an meine "alte Heimat"

    nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

  • ...ja, genau das ist meine AnfängerSorge...
     
    Viele Grüße
    aus dem fast sonnigen Frisland an meine "alte Heimat"


     
    Solche Sorgen hat ein Anfänger nicht. Sich Sorgen machen, bedeutet Wissend zu sein.
    Die Unwissenden haben keine Sorgen.:wink:
     
    Imkern ist nichts für Menschen ohne Gefühl.Höre auf Deinen Bauch und halte Die Augen und Ohren offen.
     
    Grüße aus der "alten Heimat" an das schöne Friesland.
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Imkerfreunde,
    ich kann berichten:Wenig Milben(fall).
    Nun stellt immer wieder die Frage,wenn keine fallen-sind keine drin oder
    irgend etwas wirkt nicht.
    Was können wir tun :
    - Auf deformierte ( welch schreckliches Wort),also auf beschädigte Bienen am Flugloch achten.
    -Drohnenbrut,falls noch vorhanden,öffnen.
    -Wir können die Waben etwas schräg halten und dabei in die offenen Zellen schauen-siehst du kleine weiße Punkte: Milbenkot.
    -Mit guten Augen siehst du ggf.die Milben auf den Bienen.


    Wenn keine Milben fallen und optisch nichts sichtbar ist behandel ich(derzeit) nicht.
    gruß
    Trachtquelle

  • Hallo Simon,

    Zitat

    Oder lags am CB, oder am fehlenden Drohnenschneiden. Dieses Jahr liegts am ...? Wir finden ihn, den schuldigen Milbenvernichter


    Ich hatte zwei Völker, welche nicht in die Gänge kamen und erst Ende Juli den Brutraum füllten. Da bei uns im Rems- und Neckartal auch C. nachgewiesen wurde. Habe ich halt den "Verdacht", dass die Milbe im Vorbeigehen behandelt wurde.
     
    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Pestizide?
    Bernhard


     
    oder regionale Schwankungen ? Hier in Hamburg sind die Bienenstände auch sehr unterschiedlich befallen. Wenn das eigenen Konzept der Varroabehandlung funktioniert und das in der Umgegend auch, wo sollen Sie dann herkommen ? Du kannst doch selbst perfekt behandeln, wenn der Nachbarstand Probleme hat, dann werden es auch Deine.
     
    denkt sich Daniel, der für feste Behandlungstermine ist, was sich aber schon in den Vereinen schwer durchsetzen lässt.:-(

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Letztes Jahr war es bei mir aber auch so, daß der normale Fall recht gering war und die ersten beiden Behandlungen nicht recht angeschlagen haben. Ich hatte zwischen 5 und 50 Milben. Als ich im September dann nochmals von unten behandelt habe sind bis 1300 Stück gefallen.
    Ich denke man muß da sehr vorsichtig sein. Wir hatten hier heute ein Treffen und da wurde auch darüber gesprochen, daß sehr wenige Milben nach der Behandlung gefallen sind. Das höchste waren 50. Wer weiß vielleicht gibt es doch auch für Milben schlechte Bedingungen. Aber dann kann es immer noch im September und Oktober kritisch werden!


    Wie waren denn die Bedingungen dieses Jahr.


    Frühe warme Tage im Februar und März dann Rüchschläge bis in den Mai, mit teilweise ausgeräumter Brut(?) Vielleicht deshalb? Dann aber starke Entwicklung bis in den Juni hinein.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Ich habe Stichprobenartig den natürlichen Fall ermittelt. Dieser lag bei den Stichproben bei max. 5-10 Milben pro Woche!
    Nach der AS Behandlung lagen bei den behandelten Völkern etwa 20-50 Milben. Ausser bei einem: hier fielen etwa 600-800 Milben. Alle Völker hatten die gleichen Ausgangsbedingungen! Vermutlich war bei diesem Volk bei der Winterbehandlung Brut vorhanden.
    Genau das sind die Einheiten, die zusammenbrechen und den Stand innerhalb kurzer Zeit milbentechnisch "aufwerten".
    Gruesse
    seb