Mehr Mut zum Naturwabenbau

  • Okay, Du willst es nicht anderst:daumen:


    Dann sag mal was "Naturbau" eigentlich ist?
    Wieso machen Bienen das eigentlich so?
    Vielleicht wollen sie ja garnicht so viel schwitzen?
    Vielleicht ist das mit dem 32er Abstand auch nur eine Halbwahrheit?
    Vielleicht ist dem Bien das Rähmchenmaß total schnuppe?
    usw...


    Wenn Du sagst es ist Dein Gefühl, dass Dir sagt, dass die Bienen dann vitaler sind, dann ist das nur erstmal Dein Gefühl und sonst keinem sein Gefühl!
    Du magst Menschen finden die auf einem kleinen Gebiet genau so ähnlich fühlen wie Du, aber sie werden nicht überall so fühlen wie Du!!
    Sonst wären Sie, Gottbewahre" DU! und nicht ICH!


    Es geht bei dem "Umgang" (Handeln) mit Bienen nicht um Gefühle, sondern um Wissen!!


    Und das spricht Dir Udo der Drohn ab!!
    Du bist auf dem Weg Dir Wissen anzueignen, das sind wir übrigens alle,
    aber merkst Du nicht, dass nur Anfänger Dir auf gleicher Augenhöhe begegnen?
    Wenn Sabine, wirklich vorsichtig, Dich versucht zu lenken, dann wertest Du das als persönlichen Angriff.
    Der Drohn an Sabienes Stelle wäre schon längst geplatzt über das was Du manchem Anfänger rätst.
    Das kann glatter Selbstmord an den Bienen sein!!


    Der
    Drohn

  • Moin, Drohn,

    Zitat

    Vielleicht ist das mit dem 32er Abstand auch nur eine Halbwahrheit?


    Ja, natürlich, nur ist das aktuell das beste, was für Rähmchenimkerei machbar ist, genau wie vor 6 oder 8 Jahren die kleinzelligen MWs.
    Ich kann doch immer nur von dem ausgehen, was ich grad weiß.
    Und ja, völlig bienengemäß wäre nur die Zeidlerei, oder noch besser, sie einfach ganz in Ruhe zu lassen, als letzte Konsequenz. Honigjägerei.
    Nur ist das heutzutage angesichts der ausgeräumten Landschaft dann eher tödlich als naturgemäß, also müssen wir Kompromisse finden wie Rähmchenimkerei und Füttern.
    Und ich finde das nicht so sehr verwerflich.:oops:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Vielleicht weiß er Rat und kann in Sachen Kuntzsch helfen?


    Hallo El-Cid,


    ich habe mich schon von Golz beraten lassen.
    Leider lebt er nicht mehr.
    Brachte aber auch keine Besserung.


    Dein luxemburger Imker hat wahrscheinlich die Bremer-Beute (warmbau).
    Da wird etwas anders geimkert.
    Kann ich aber in der Golz nicht.
    Aber Danke für Dein Angebot.


    Wie gesagt, eine Idee habe ich noch - vielleicht geht`s ja damit.
    Dann berichte ich im Forum.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • SaBiene :
    der Drohn versucht ohne Abstandshalter zu imkern.
    Im direkten Brutnest eng die Rähmchen setzten und dann zum Rande hin weiter werden und ganz am Rande noch weiter!
    Wie gesagt im 12er Dadant müsste aber im Magazin auch funktionieren.


    Vorteile: kompaktes Brutnest, keine Drohnennegativbildabdrücke auf Pollen- oder Arbeiterinwaben, Honigzellen können steiler und länger ausgezogen werden, kein Verbau der Waben im oben am Rand in ander Waben!


    Der
    Drohn

  • Liebe Mit-Streiter,

    ich komme noch einmal zum Ausgangspunkt der Diskussion zurück:
    "Mehr Mut zum Naturwabenbau".
    Es ist wahr und gleichzeitig extrem widersprüchlich, dass Naturwabenbau "Mut" benötigt. Dieser "Mut", den der Imker offenbar haben muss, um im Naturwabenbau zu imkern, verschleiert die Sicht vor dem tatsächlichen Sachverhalt.

    Ich gehe davon aus, dass es das Wort Naturwabenbau noch nicht gab, als sich das Imkern mit Mittelwänden durchsetzte. Es nannte sich einfach "Wildbau" und dieses Wort hat dann auch die weiteren Jahrzehnte bis heute die Köpfe der Imker geprägt.
    Mittelwände einsetzen = Imkerkultur = zivilisiert
    Wildbau = Imkerunkultur = unzivilisiert

    Als weiterer Punkt ist selbstverständlich das Vermögen "diese Unmengen von Drohnen" zu reduzieren. (Ich kannte einen Alt-Imker, welcher keine Gelegenheit ausließ, am Stand Drohnen mit der Hand abzufangen und zu zerdrücken mit dem Gedanken: ‚Wieder ein Esser weniger’.)
    So erhalte ich mit dem Einsatz von Mittelwänden "saubere" Waben, mit immer den gleichen Zellen ausgebaut und dieses Sauberkeitsgefühl ist offenbar sehr stark.

    Die heutige Generation hinterfragt das „Kulurdenken“ und immer mehr wenden sich dem Imkern im Naturwabenbau zu.

    Zum Naturwabenbau braucht es wenig Mut und viel Einfachheit.

    Herzliche Grüße, Martin.

  • Wildbau ist auch Naturwabenbau!
    Kultiviertee Naturwabenbauimkerei ist schwieriger als eine Mittelwandimkerei.


    Naturwabenbau bedingt nicht unbedingt ein unharmonisches Drohnen-Arbeiterverhältnis!


    Udo : hoffe nicht, dass bei Dir mal ein wütender Jungimker vorbei kommt, dem Du geraten hast, nicht mit Draht zu stabilisieren ohne dem seine genauen Umgebungsverhältnisse zu kennen und ohne den wirklich über die ganze Saison betreut zu haben:


    Dazu folgendes Beispiel wie so was zum Selbstmord der Bienen führen kann:


    Ein Jungimker liest den Udo und meint, au fein, den ganzen Kram mit der Drahterei kann ich mir ja direkt sparen. Gesagt, getan und er schlägt einen fetten Vorschwarm in eine Breitwabenbeute ein. Wahrscheinlich in ein Magazin. Und da er hier gelesen hat, dass ein Schwarm sehr bautriebig ist, nimmt er zwei Magazine.


    Angenommen es war Anfang Mai und alle haben Tracht....
    upps...nach 14 Tagen stellt er fest, die Bienen haben ja sehr schön gebaut, allerdings haben die kein Futter in den Waben.
    Da fragt er wieder das Forum und prompt wird Ihm Udo antworten, dass er füttern soll, da ja Schwärme und Ableger einen Futterstrom brauchen.
    Der Jungimker bedankt sich und mischt nach Udo´s Rezept Futter!!


    Wie gesagt, das folgende Szenario würde nun nicht passieren, hätte der Jungimker gedrahtet!!!


    also, der Jungimker füttert und wundert sich dass seine Bienen plötzlich so schön anfangen zu fliegen.
    Auf Rückfrage wird ihm erklärt dass das immer so ist, ihm wird geraten nur abends zu füttern und drgl....


    Nach drei Tagen wird der Flug immer stärker und die Bienen immer stinkiger...
    Dann kommt der Tip: Flugloch einengen:roll:


    Nach weiteren drei Tagen läuft aus dem kleinen Flugloch Honig heraus!!!






    Was ist geschehen:


    Udo wusste nicht, dass der Jungimker mitten in einem Massentrachtgebiet der Akazie imkert, der Jungimker wusste es auch nicht und hat die Warnungen der alten Imker überhört, weil die ja nur blöd und kein Gefühl für die Bienen haben.


    Alle Waben aus der oberen Zarge sind abgekracht und ersaufen alles.
    Prost Mahlzeit!!!


    Selbstmord der Bienen, verursacht durch den Imker:evil:


    Mann Udo,
    der Drohn versteht Dich wirklich, Dein Herz ist super gut...:daumen:
    und das war nur EIN Beispiel für Deine http://de.wikipedia.org/wiki/Narr


    Der
    Drohn

  • Als weiterer Punkt ist selbstverständlich das Vermögen "diese Unmengen von Drohnen" zu reduzieren.


    Hallo Martin,
    meine Bienen haben sich noch nie von Mittelwänden davon abhalten lassen Drohnenbau zu errichten wann und wo immer sie das für richtig hielten - jedenfalls haben sie den immer gebaut und nicht immer dort wo ich ihn haben wollte.
    Ich denke auch, den Bienen ist es ziemlich schnuppe was wir ihnen reinhängen, sie machen ihr Ding mit möglichst wenig (optimierten) Aufwand.
    Gruß
    Günter

  • Hallo willi,
    ähm, die Frage habe ich nicht ganz verstanden. :confused:
    Mittelwände enthalten vorgeprägte Zellenmuster, die auf Arbeiterrinnen ausgelegt sind. Ich gehe jetzt mal einfach davon aus, dass du rein mit Mittelwänden imkerst. Ab Frühjahr hängst du dann einen oder zwei Leerrahmen an die zweite Stelle vom Rand. Diesen bauen die Bienen komplett aus mit – Drohnenzellen „natürlich“. Dann stürzt sich die Königin darauf und bestiftet jede Zelle von oben bis unten und von einer Seite zur anderen. Sobald die Drohnenzellen gedeckelt sind, nimmst du das Rähmchen zur Milbenreduzierung heraus und machst das ganze wieder von vorne. Wie viele Drohen verbleiben im Volk?

    Hallo Günter,
    es geht hier (und vor allem mir) nicht ums ob oder ob nicht. Wenn jemand im Naturwabenbau imkern möchte, dann macht er es. Er erfährt, dass es entgegen früherer Lehrmeinung möglich ist.
    Dabei gibt es sehr viele Imker, welche als Ausgangsbasis den Naturwabenbau benutzen und nebenbei auch hin und wieder ein Rähmchen mit Mittelwand reinhängen (Um z.B. einen größeren Leerraum zu überbrücken.).

    Herzliche Grüße, Martin

  • [quote='sabi(e)ne','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=160854#post160854']wo du nur alle 10 Tage eine(!) Wabe mitten aus dem Brutnest ziehst und nach dem Stand des Verhonigens schaust und bei etwa 80-90% dann einen kleinen vorweggenommenen KS mit der alten Königin machst, und danach dann nichts mehr außer weitere HR aufzusetzen.[QUOTE]


    Aloha ´ohe Sabi(e)ne :-D
    kannst du deine Weise genauer erklären für mich?
    Wie sieht denn das Verhonigen wann aus und vor allem was mache ich wann...:confused:
    Entspannte Grüße aus dem Wochenende vom Molle:liebe002:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hallo, molle,
    *örks* ich hab das schon gefühlte tausendmal erklärt...
    Als Teil des Schwarmprozesses wird Mama ja geschubst und am Legen gehindert im Frühjahr, sprich, ein fett belegtes Brutnest wird irgendwann im April nicht mehr neu beeiert, sondern, um a) Mama flugfähig zu kriegen, b) die Großtankstelle für den Schwarm anzulegen (da müssen ja tausende blitzschnell auf Zuruf sich vollsaugen - logistische Herausforderung :lol:) und c) die zurückbleibende Hälfte nicht mit der Pflege noch vorhandner Brut zu überfordern, werden geschlüpfte Zellen mit Nektar (nicht Honig!!!!) zugetragen.
    Dann siehst du eben keine frischen Stifte auf einer Wabe, sondern es glänzt in offenen Zellen nur....
    Bis die meiste Brut geschlüpft ist, dauert es mindestens zwei Wochen, also ist der Zustand der Brutwaben sehr aussagekräftig, ohne nach Weiselzellen zu suchen.
    Für Anfänger nicht so ganz leicht, aber wenn du eine Brutwabe aus der Mitte ziehst, und statt Eiern und offener und gedeckelter Brut es überall nur glänzt von Nektar, dann wird es höchste Zeit, Mama zu suchen und den vorweggenommenen Königinnen-KS zu bilden (oder es war zwei Stunden zu spät, und sie sind schon weg..:lol:).
    Das Grundproblem ist halt, zu akzeptieren, im Kopf, daß jedes Volk jedes Jahr schwärmen will, ab Brutbeginn im Spätwinter.
    Alles andere interessiert sie da nicht, egal was Imker denken.
    An ihr eigenes Überleben im nächsten Winter denken sie erst danach - unsere Bienen sind eher Läpper- und Spättrachtbienen - Frühtracht beschleunigt nur den Schwarm:wink:, die gab es früher ja gar nicht in diesem Maß.
    Das Schwarmabbruchdatum fällt nicht umsonst auf der Nordhalbkugel mit der Apfelvollblüte zusammen - die Baumblüte war früher jahrzehntausendelang die absolute Trachtspitze und damit die beste Voraussetzung für das Überleben des Schwarms.
    Und der Schwarm ist das Ziel des Volks, und damit die eigene Vermehrung, nicht die vollen Honigräume für den Imker, das muß man sich mal ganz klar machen.
    Kühe geben auch keine Milch für den Käse, sondern für ihre Kälber, früher mal....:wink:
    Wenn du das schlucken und verdauen kannst, dann kannst du den Schwarmtrieb auch für dich nutzen, statt ihn hirnlos zu bekämpfen und äußere Auslöser zu suchen - es gibt keine.
    Schwärmen ist den Bienen so eingebaut, wie es Rüden auf Kilometer zur Hündin treibt - sie können nichts dafür, das ist Biologie 101.
    Schwarmzellen brechen ist wie Rüden verprügeln - es bringt nichts und wird sie keinesfalls davon abhalten, es wieder zu versuchen - sie können nicht anders.
    Imkern ist die Kunst, mit den Bienen zu arbeiten, zu verstehen, wo der Imker schrauben kann, und wo er sich nur Möglichkeiten überlegen kann, mit dem Zustand zu leben und ihn für sich zu nutzen.
    Schwarmtriebbekämpfung ist das Dämlichste, was man machen kann - versuch mal, eine Geburt aufzuhalten, die schon im Gange ist....unmöglich.:wink:
    Und es gibt Imker, die den Bien als Legoteil sehen, und welche, die ihn als Einheit sehen.
    Nicht alles, was man machen kann, ist auch zum Wohlergehen des Biens ratsam.
    Ein Volk ist eine gewachsene und sinnvolle Einheit, und eben kein Lego-Sammelsurium, wo man beliebig Teile tauschen und verschieben und erneuern kann.
    Begriffen?:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Danke für den Beitrag. Ich kenn dich nicht wieder.
    Beste Grüße, Bienudo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Zitat

    Schwarmzellen brechen ist wie Rüden verprügeln - es bringt nichts und wird sie keinesfalls davon abhalten, es wieder zu versuchen - sie können nicht anders.


    :daumen: Manchmal hast du es echt drauf!

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.


  • Das Grundproblem ist halt, zu akzeptieren, im Kopf, daß jedes Volk jedes Jahr schwärmen will, ab Brutbeginn im Spätwinter.
    ...


    Alles was der Drohn oben geschnitten hat, das sieht er auch so:p_flower01:


    aber das Zitat das noch steht, kann der Drohn nicht stehen lassen!!


    Bitte erkläre dem Drohn warum dann wirklich starke Völker trotz enghalten, Honigfütterung, etc...keine Zellen ansetzten,
    damit der Drohn von diesen vermehren kann???


    Die Beobachtung des Drohns ist eine andere,
    wie das Gelesene und nicht Beobachtete von Sabine:cool::liebe002:


    Der
    Drohn