Gericht bestätigt Fruchtfolgegebot nach Maiswurzelbohrer Befall

  • Naja, wohl eher ein Richter, der die Anordnung kennt:


    "Das Gericht begründete das Verbot damit, dass die Europäische Kommission dies zwingend vorschreibe."


    Aber wenn ich die Forderung vom BLHV richtig verstehe, dann wünsche ich mir jetzt auch, dass der DIB Entschädigungen für mich fordert. Immerhin muss ich die Varroa bekämpfen und Fördergelder hab ich dieses Jahr auch nicht bekommen, die waren schon alle und Benzin für meine Bienen wird auch immer teurer.


    *Sarkasmus aus*


    Ich finde es schade, wenn man schon auf diese Weise um seine Existenz kämpfen muss. Traurig.

  • Hallo ihr Lieben,
    Heute ein Bericht im:
    Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen -Lippe
    Kommt der Wurzelbohrer ??
    Ich kann nicht erkennen,obs online abgerufen werden kann.
    Es ist für mich viel zu viel,um es abschreiben zu können.
    Ich versuche mal es mit meinen Worten zusammenzufassen:
    Erster Abschnitt :Quarantäneschadenserreger hat im vergangenen Jahr Deutschland erreicht,
    Im Bodenseekreis sogar mehr als 200 Käfer.
    Je nach Befallsgrad Ertragsausfälle 15 bis 80 %


    NRW bisher befallsfrei
    Es werden jährlich 300 Fallen an kritischen Standorten aufgestellt.
    Besonders gefährdet sind Flächen,auf denen Mais nach Mais angebaut wird.
    Sollte er auftauchen,besteht MELDEPFLICHT


    Wenn der Käfer Kommt
    Wird der Käfer festgestellt,wird eine Sicherheitszone von mindestens 5km festgelegt.
    In der Sicherheitsszone muß eine Fruchtfolge von 2 Jahren eingehalten werden.
    Kein Anbau ,Mais nach Mais.
    Es wird noch drastischer danach :
    kein Anbau von Mais für zwei Jahre in der ganzen Zone.
    Bekämpfung der Käfer mit geeigneten Insektiziden,ev mit Wiederholung
    grüne Maispflanzen undderen grünen Teile dürfen nicht vor dem 1.Okt.aus der Zone verbracht werden.
    Verbringungsverbot von Erde von Maisfeldern aus der Befallszone
    Reinigung der Maschinen vor dem Verlassen der Zone
    Bekämpfung des möglichen Durchwuchs bis zum 15 Juni
    Ich schick das erst mal ab,und schreib dann weiter.
    Mir ist schon zu viel Geschreibsel verloen gegangen
    Gruß
    Helmut

  • Weiter gehts :
    Die Zonen gelten für 3 Jahre


    Probelauf erfolgreich
    (das schreibe ich jetzt wörtlich ab,weil ich es nicht verstehe)
    In diesem Jahr wurde erstmalig vom Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW ein Probelauf durchgeführt.
    Im Kreis Borken,ein Maisrisikogebiet,wurde ein fiktiver Fundort ausgesucht und die entsprechenden m
    Maßnahmen wurden eingeleitet.
    Erklärung dazwischen
    Diese Maßnahme wurde von autorisierten Lohnunternehmen mit geeigneter Spritztechnik durchgeführt.
    Durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Pflanzengesundheitsdienst.der Kreisstelle Borken,dem Verband und vor allem den Kreislandwirten war der Probelauf erfolgreich.


    Mais nach Mais ist kritisch
    Erfahrungsgemäß wird der Käfer nur bei Monomaisanbau zum Problem
    Nur ein geringer Teil der Eier(0,2%)durchläuft eine zweijährige Ruhephase.
    Bei einer dreijährigen Rotation hat der Schädling keine Chance.


    Das beweist doch,das Clothianidin nicht gebraucht wird.
    Führen diese Maßnahmen zum Erfolg ?
    Macht NRW es richtig ?


    Können die Süddeutschen noch zurück ?


    Das zeigt doch,das 4 Felderwirtschaft die Alternative ist.oder ?
    mit einem dicken Finger
    Gruß
    Helmut

  • Hallo an Alle,


    Meldung:
    "stattweb.de-News und -Mitteilungen, 23.Juli 2008


    BUND: Biene tot – Maiswurzelbohrer lebt



    Die vergeblichen Bekämpfungsversuche haben in der Vergangenheit massive „Kollateralschäden“ bei Bienen, Insekten und in der Natur nach sich gezogen.


    Doch ausrotten lässt sich der Maiswurzelbohrer nicht mehr, wie die erneuten Funde in Bayern und Baden-Württemberg zeigen.


    Alleine in den vergangenen zwei Tagen wurden erneut 34 Käfer im Ortenaukreis gefunden."
    http://www.stattweb.de/baseportal/NewsDetail&db=News&Id=3445


    Meldung SWR,
    "http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=3787294/jt7zdh/ schreibt:
    Die Insekten können ganze Felder verwüsten und haben in den vergangenen Jahren mehrfach in der Nähe von Autobahnen und beim Flughafen Basel-Mülhausen gewütet. Das Landwirtschaftsministerium in Stuttgart will den Käfer mit Sprühattacken bekämpfen. "
    Meldung Ende.



    Solche Sprühattacken richten sich auch gegen Menschen. Diese Sprühgifte lösen bei Menschen Übelkeit, Herzrasen und Atembeschwerden aus. Wie sich die Gifte auf die Entwicklung von betroffenen Kindern auswirken kann man nicht abschätzen. Den Menschen in den betroffenen Gebieten bleibt nur die Wohnung luftdicht zu versiegeln und für einige Wochen zu fliehen.
    Da frag ich mich wieso tauchten die Käfer in der Nähe von Autobahnen und dem Flughafen auf? Liegen die betroffenen Felder nicht noch zufällig an Rastplätzen? Das Autobahnen und Flughäfen erwähnt wurden ist mir jetzt schon mehrfach bei unterschiedlichen Meldungen aufgefallen. Auch das der Grund des Einschleppens der Balkankrieg gewesen sein soll. Wäre das der Fall dann hätten sich die Käfer von amerikanischen Militärflughäfen aus ausgebreitet. Es war in der Nähe von zivilen Flughäfen und in Frankreich war ein Forschunsinstitut in der Nähe. Seltsam!


    Grüße,


    Annerose

  • Derartige Probleme ergeben sich, wenn Unternehmer (i.w.S. auch Landwirte) sich der Konjunkturritterei hingeben.
    Auch der Ruf nach der Sozialisierung von Risiken ist für diese Sparte typisch.


    Manne

  • Die Fruchtfolge ist die einfache und perfekte Lösung um ein Massenvermehrung des Maiswurzelbohrers zu verhindern.
    Die Larve im Boden findet im nächsten Frühling einfach keine Maiswurzeln und verhungert.
    Die Schweizer haben dies erkannt und werden es auch so machen.
    Maisanbau jedes Jahr auf der selben Fläche ist meiner Meinung nach eine Vergewaltigung des Bodens und da ist es nur logisch, daß sich dann ein Schädling drauf einstellen kann.


    Gruß Horst

  • Hallo Horst,
    das war doch die Lösung,die wir in Braunschweig vorgelegt haben.
    Es scheint aber Landesregierungen zu geben,die zu eng verbunden sind(mit....)
    Im Augenblick halte ich die NRW Lösung für gut.kenne aber nicht die Winkelzüge der ....lobby
    Aber wie schaffen es den betroffenen Südbauern, sich von ihren verseuchten Böden zu trennen,ohne finanzielle Hilfe ?
    Wir müssen ihnen helfen,über viele Jahre,aber wir werden es tun !!
    Gemeinsam,ohne Feindbilder
    Gruß
    Helmut

  • horst : das hab ich schon oft geschrieben, das ist Kleingärtner-Grundwissen, nie zweimal dasselbe hintereinander anzubauen.:wink:
    Komischerweise hat im Landtreff keiner das Gegenteil behauptet, sondern sich immer nur mit "wirtschaftlichen Zwängen" oder purer Polemik rausgeredet.
    Aber solange Biogas lockt, siegt die Gier.


    Und, verdammt nochmal, auch wenn es betriebswirtschaftlich rechenbar ist, ich finde es verdammt unethisch, Lebensmittel zur Energieerzeugung einzusetzen, solange auch nur ein Kind auf der Welt noch verhungert.:evil:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen