Im Jahr 2010 - Visionen

  • Lobbyarbeit ist in meinen Augen nicht erstrebenswert. Lobbyarbeit dient der Durchsetzung der Interessen einer Interessensgruppe. Damit ist die Übervorteilung erklärtes Ziel einer Lobbyarbeit.


    Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. (Einstein)



    Was wir brauchen ist eine Vision, eine Vision für alle. Für Bauern, BVL, JKI, Bundesregierung, Chemieindustrie, Imker und Verbraucher. Wir brauchen eine Vision, die nicht einer Lobby dient, sondern eine Vision, die allen gefällt. Wir brauchen einen Ruck durch die Gesellschaft, eine Bewegung aus dem Herzen heraus.


    Dazu müssen wir uns ein Szenario vorstellen, und zwar alle zusammen, wie eine Welt ohne Pestizide aussehen würde. Wie eine Welt aussehen würde, mit der wir alle leben könnten. Eine Welt, in der wir die Pestizide als Problem erkannt haben und eine Welt in der wir eine Lösung gefunden haben. Eine Welt im Jahr 2010. Wir müssen uns nur vorstellen, wir wären im Jahr 2010 und wir würden zurückblicken. Es war im Sommer 2008 und es begann mit einer Demo in Braunschweig...



    ... bitte - jeder darf und sollte diese Geschichte fortschreiben. In seinem Kopf oder besser noch an dieser Stelle. :Biene:



    Bernhard

  • Ich will nicht miesepetern, aber bislang wurden in der gesamte Menschheitsgeschichte alle Visionäre ans Kreuz geschlagen oder sonstwie umgebracht....:-(
    Und die Liste ist verdammt lang...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Meine Güte ja, ich weiß es noch genau! Ich hatte solche Angst zu den Bauern meiner Gemeinde zu gehen und Ihnen von den Problemen zu berichten, die durch die roten Maiskörner entstanden sind. Ich dachte, wenn die hören, was ich sag, die schmeißen mich hochkant raus. Ihr könnte Euch ja gar nicht vorstellen wie froh ich war, dass schon das erste Gespräch total gut verlief. Vielleicht war es ja von Vorteil, dass die ganze Familie xxx in der Küche saß als ich rein kam, um mein Anliegen vorzutragen. Fast noch froher war der Bauer einen Imker zu sehen, der ihm nichtg die Leviten lesen will, sondern ihm die Hand reicht und ihm Unterstützung anbietet. Im Leben hätte ich nicht gedacht, dass schon am 14. September in Bonn gut 15% der Demonstranten Bauern waren. Ich glaube das war damals wirklich das Schönste...dass die Bauern mit gemacht haben. Und endlich... Bauern und Imker am gleichen Strang. Da ham sie geschaut die Leut! :lol: Wer viel wagt der viel gewinnt oder so.:u_idea_bulb02:


    (So beginnt meine Vision und die Angst ist da.)


    Q Sabi(e)ne: Mensch, sei doch kein Muffel!

  • moin,


    auch ich möchte diese idee nicht zerreden, aber ich bin der meinung, daß wir es sicher nicht schaffen werden unsere ziele ((eine welt, oder zumindest deutschland) petizidfrei zu machen) bis ins jahr 2010 durchzusetzen!


    wir werden vermehrt mit arbeit an der "basis" starten müssen. wenn ich mir den altersdurchschnitt in den imkervereinen anschaue, wird mir doch eher mulmig bei dem gedanken, daß diejenigen noch etwas bewegen können. da gibt die hälfte lieber ihr hobby auf, als auf eine demo zu gehen, oder kritische gespräche mit den landwirten/baumschulisten zu führen. sorry, ist aber leider so. in meinem verein ist der altersdurchschnitt bei ca. 65 jahren, und das auch nur, weil ich als 39 jähriger gerade dazugestoßen bin.


    wenn wir es aber schaffen, daß das imkertum wieder näher in die bevölkerung tritt und wir wieder junge leute erreichen können, dann gebe ich dem visionsgedanken eine echte chance!


    aber dafür müssen wir uns erst einmal eine breitere basis schaffen.


    grüße stephan

    Derzeitiger Völkerstand: 1 Altvolk, 1 Ableger und 2 Kunstschwärme!

  • HALLO!!!!


    Dies ist ein Fred für VISIONEN und nicht für Unkenrufe!!! :evil:


    Visionen haben einen Sinn und visionären Charakter. Das ist nämlich der Witz an Visionen. Ich spinn meine gleich mal weiter:



    Schwierig wurde es damals im Juli 2008 als plötzlich alle Angs hatten, dass das doch sowieso alles nix nützt. Mensch war ich erleichtert als wir diese Phase überwunden hatten!!!


    Vor uns gabs auch andere, die sowas schon durchgekaut hatten, da hieß es unter anderem: Man muss das Unmögliche fordern, um das Mögliche zu erreichen. Zum Glück gehört eine Welt ohne Gift nicht zu den unmöglichen Dingen auf dieser Welt. Das zeichnet sich heute 2010 immerhin deutlich ab.
    Walzbachtal den 22.07.10


    Euer Christoph

  • Die Medienberichte über die Demo in Braunschweig erreichten Millionen! Dabei passierte etwas ganz überraschendes: Das Leben vieler Menschen war durch Arbeitsplatz- und Geldsorgen ziemlich oberflächlich und sinnleer geworden. Die Sehnsucht nach wahrem Sinn im Leben war stark vorhanden, auch wenn es nur wenige bewußt spürten. Da kam plötzlich die Erinnerung an die von vielen schon vergessenen Honigbienen und die Imkerei. Zehntausende rafften sich gleichzeitig auf und suchten die schon betagten, aber sehr erfahrenen Imker in ihrer Nachbarschaft. Kurse wurden besucht, Beuten selbst gebaut und die Anzahl der Imker stieg rapide an. Zumeist entstanden Hobbyimker mit 1-5 Völkern. Die alteingesessenen Imker wurden überglücklich auf ihre alten Tage noch ihr Wissen und ihre Erfahrung weitergeben zu können. Jeder der es irgend einrichten konnte fand einen Platz für ein Bienenvolk. Gleichzeitig wurden viele Rasenflächen nur noch zur Hälfte gemäht. Auf den anderen Hälften blühten bald die schönsten Blumen. Die Bienen und die Menschen hatten ihre Freude daran!

  • Hallo, Christoph,
    ich bin kein Muffel, sondern Realist...
    Es ahnt noch nicht wirklich jemand, was wir da grad lostreten, und gegen wen wir da antreten - David gegen Goliath war ein Klacks dagegen.
    Hier geht es um Konzerne mit Umsätzen in der Höhe von 800 Millionen nur mit diesen Mitteln pro Jahr - wer da aktiv wird, sollte keinerlei Leichen im Keller haben, denn alles, was irgendwie auffindbar ist, wird sehr öffentlich gegen ihn verwendet werden, um ihn und alle anderen gleich mit zu diskreditieren.
    Nein, ich sage nicht, daß wir es nicht tun sollten, aber es überlege ein jeder, was er tut.
    Hier ist als sehr kleine Nummer ein lokaler Bankchef über seine Latexvorlieben von vor 20 Jahren böse erwischt worden - und das war nicht mal das Kaliber dieser Klasse, die wir vor uns haben.
    Das ist keine Muffelei, sondern sehr reale Warnung - wer möchte in der Zeitung mit den 4 Buchstaben demontiert werden, weil er mal in Schulzeiten abgeschrieben hat oder mal mit Kreditkarte im Puff war?
    Wie heißt es so schön? Be prepared....:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Zusammen,
    vergesst bei Eueren Höhenflügen nicht rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, damit Ihr nicht zu hart auf dem Boden der Wirklichkeit landet.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Ich bitte alle Unkenrufe in einem eigenen Thema zu bündeln!
    Ich bitte weiterhin, dass ein Moderator alle NICHT-Visionen aus diesem Thema löscht.


    Viele Grüße
    Konstantin

  • ...die Imkerdemo war damals nur der Anfang. Die Medien berichteten und das Gespräch mit dem BVL verlief zwar holprig, aber immerhin war es ein erster Schritt. Dr. Forster vom BVL nahm anschließend mit Professor Tautz Kontakt auf und es entwickelte sich eine Zusammenarbeit zwischen Bienenwissenschaftler und Zulassungsbehörde, so wie wir es uns gewünscht haben. Über eine Internetseite sammelten die Imker damals alle Informationen über die entstehenden Schäden. Photos von offen zugänglichem Saatgut wurden gemacht und dort veröffentlicht. Das BVL war schockiert über die Ausmaße und man sah ein, daß das Saatgut nicht in der Furche verschwindet, so wie man es bisher gesehen hat.


    Die Demeter- und Biolandanbauverbände entwickelten eine organisch hergestellte Brühe, die nicht toxisch, sondern nur abschreckend auf die Bohr- und Fraßinsekten wirkte. So ähnlich wie der Sud aus Tomatenlaub auf dem Weißkohl diesen vor Befall schützt. Diese Rezeptur wurde in einem feierlichen Akt in Berlin den Chemiegiganten überreicht. Durch die knappen Ölressourcen suchte man dort sowieso nach neuen Geschäftsfeldern und die Erzeugung organischer Dünger und biologisch-dynamischer Hilfsstoffe bot einen echte Alternative.


    Es war damals tatsächlich ein Ruck durch die Gesellschaft. Nicht eine Interessengruppe setzte ihre Ziele durch, es war ein Wandel zu spüren, der alle mitnahm.


    Als wenn der Bienenstock seine Harmonie wiedergefunden hätte :Biene:

  • Lobbyarbeit ist in meinen Augen nicht erstrebenswert. Lobbyarbeit dient der Durchsetzung der Interessen einer Interessensgruppe. Damit ist die Übervorteilung erklärtes Ziel einer Lobbyarbeit.


    ....entweder man macht massive Lobbyarbeit oder man wird in diesem Lande völlig vergessen.... leider ist's so. Und das Maß aller Dinge ist das Geld! Wenn man das begriffen hat, kann man auch Lobbyarbeit so betreiben, dass für die Natur und die Menschen Verbesserungen zustande kommen.... Lobbyarbeit ist für mich nicht per se abzulehnen, sondern es ist immer die Frage, welche Veränderungen bewirkt werden.... Meist kann man das erst nach einer geraumen Zeit seriös einschätzen.....
     


    Dazu müssen wir uns ein Szenario vorstellen, und zwar alle zusammen, wie eine Welt ohne Pestizide aussehen würde. Wie eine Welt aussehen würde, mit der wir alle leben könnten. Eine Welt, in der wir die Pestizide als Problem erkannt haben und eine Welt in der wir eine Lösung gefunden haben. ...


     
    .....jetzt bin ich sarkastisch: Ja, ohne Pestizide geht, wenn man transgene Pflanzen "bastelt", die genau maßgeschneiderte Parasiten-Toxine produzieren..... Und das wird auch die Zukunft sein, egal wie Ökologen oder Sozialromantiker dagegen angehen werden..... egal, ob in einigen Jahren Schulklassen "Wildpflanzen" unter UV-Licht betrachten und GFP (green fluorescent protein) grün-blau leuchten sehen oder massenhaft Antibiotika-Resistenzgene aus Kartoffeln oder Getreide gefunden wird oder ... oder ... oder.... der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
     
    Ansonsten: Welt ohne Pestizide: Massivste Ertragsverringerungen und Verschärfung der Hungersnöte in der Welt...... Pestizide werden nicht hergestellt und eingesetzt, um Chemiefirmen reich zu machen, sondern um das Bedürfnis der Ertragssteigerung zu bedienen!

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • ....Pestizide werden nicht hergestellt und eingesetzt, um Chemiefirmen reich zu machen, sondern um das Bedürfnis der Ertragssteigerung zu bedienen!



    1kg Getreide pro Mensch pro Tag wird produziert.


    1.000.000.000 Menschen hungern jeden Tag



    Nachdenken!



    Wer braucht eine Ertragssteigerung?!



    Zur Rechnung:


    Laut: http://www.landundforst.de/?redid=149724 wurden letztes Jahr 2,29 Mrd. t Getreide produziert. Das sind ...


    2.290.000.000.000 kg Getreide
    geteilt durch 365 Tage des Jahres
    ergibt 6273972602,739726027 kg Getreide pro Tag des Jahres
    geteilt durch 6.000.000.000 Menschen
    ergibt 1,0456621kg Getreide pro Tag pro Erdenbürger


    Also rund 1 kg Getreide pro Tag und Mensch.


    Warum also hungern 1.000.000.000 Menschen, in Worten: eine Milliarde Menschen jeden Tag? !


    Warum stirbt jede 4 Sekunden ein Kind an den Folgen des Hungers?!
    15 Kinder in der Minute?
    900 Kinder in der Stunde?
    21.600 Kinder am Tag?


    21.600 elendige Tode - obwohl für jedes Kind 1kg Getreide bereitstehen könnte? Wie erklärst Du das?




    Was wir brauchen ist eine gerechte Verteilung.


    Selbst wenn wir Milliarden Tonnen mehr Getreide produzieren, würde das nur zu noch mehr weggeworfenem Essen führen. Der Hunger dieser Welt würde damit nicht gestillt.


    Die Welt bietet genug für jedermanns Bedürfnisse,
    aber nicht für jedermanns Gier

    (Mahatma Ghandi)




    "Visionen ohne konkretes Handeln ist eher ein Traum.
    Ein Handeln ohne jegliche Vision verläuft mit der Zeit im Sande.
    Visionen verbunden mit Handeln kann die Welt verändern. "

    (Joel Barker, aus dem Englischen übersetzt)



    Setzt eurem Handeln Visionen hinzu. Lasst einfach euren Gedanken freien Lauf. Deine Vision ist auch eine Vision, Gerold. Ich kann mir aber schönere vorstellen :lol:



    Nun:




    Oder doch?



    Ein Mensch ohne Vision,
    ist wie ein Bienenvolk ohne Königin.



    Bernhard


    PS: Ich verschenke jeden Monat 5 Exemplare des Buches "Imperium der Schande" von Jean Ziegler. Siehe Buch bei Amazon
    Einfach per E-Mail an mich anfragen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 Mal editiert, zuletzt von BernhardHeuvel ()

  • Ich glaubte 2008 eigentlich nicht an Reinkarnation, Wiedergeburt oder sowas.
    Es wäre auch so entsetzlich: die Vorstellung wieder in diese Welt geboren zu werden, wo die Aussichten auf eine gesunde, nätürliche Welt so mieserabel waren.
    Zumal ich nicht bei der berühmten Imkerdemo im Juli des besagten Jahres gewesen war, und zu befürchten hatte, daß ich im nächsten Leben nur noch GVO-Mais und vergiftete Pflanzen essen mußte mit noch mehr Allergieen, als ich in diesem Leben schon als Kind hatte.


    Aber 2015 kam alles ganz anders:
    Imker und Bauern (die sich regelmäßg zwei mal im Jahr zu immer größer werden Demonstrationen formierten) konnten das Elend nicht mehr abwenden. Überall starben Insektenarten, Vögel selbst Säugetierleichen fand man zu hauf in den Wälder.


    Bis auf ein Bienenvolk war mir nichts mehr geblieben und in meiner Verzweiflung hastete ich meinem letzten Schwarm hinterher, getragen von dem Gedanken, ob auch ein Bien eine Seele hat und wo diese wohl landet, ob es doch eine Reinkarnation gibt? Und wieso reinkarniert nicht ein Schwarm zu einem bedeutenden, siegreichen Krieger gegen Pestizide und verantwortungslose Habgierer?


    Mir war der Schleier beim Einfangen des Schwarms nicht mehr wichtig, ich kletterte die 6 Meter hohe Leiter in den Eichenbaum, dem Schwarm entgegen. Als plötzlich ein Bienchen dierekt auf mein Auge zukam und mitten in den Glaskörper stach.
    Ich kam ins Kippen, fasste den Ast, an dem Der Bien hing, der Ast brach und alles stürzte zu Boden. Die Leiter, ich, der Bien und der Ast...


    ... aus?


    Wider allen Erwartens, wurde ich doch wiedergeboren.
    Zu meiner Überraschung verschmolz ich mit meinen ehemligen Bienenvölkern zu einem Wesen, welches aus mehreren einzelnen Koloidvölker bestand. Einzelne Lebewesen formiert zu einem Volk, mehrere Völker zu einem Koloid.
    Ein solcher war ich nun und lebte auf Lephtos einem Doppelsonnensystem.
    Wir Koloiden schwirrten von Planeten zu Planeten, mal zogen wir uns zurück auf einen Planeten, mal expandierten wir über ganze Meteroitenschwärme.


    Das war allerdings meinem Leben vor dem jetzigen.
    Inzwischen gehöre ich den Multanen an. Wir planen gerade eine intergalaktische Umgehungsstraße und da ist uns ein Planet namens Erde ganz gehörig im Weg.
    Ich wurde vom Mingmultanen beauftragt eine Lösung zu finden.
    Ich beorderte also gleich ein Sprengkomando, dies wird nun die Erde am 18. Juli 2020 dortiger Zeitrechnung eliminieren.
    Um diese "lästige Fliege" ist es nicht schade und das Datum verspricht, den verbliebenen Kämpfern um's Gute als Koloiden auf Lephtos wiedergeboren zu werden.
    :lol: