BVL-Bienenversuche-PSM

  • Wirklich unabhängige Dokumentationen über das Verhalten der Bienen,
    ohne
    und
    mit
    PSM´s
    werden vom Drohn gefordert!!
     
    Versuchsaufbau, etc....müssen nicht von abhängigen Instituten gemacht werden!
     
    Wir hier können auch wissentschaftlich arbeiten!!
     
    Der
    Drohn
     
    please suck us a private room!!!
    @Ad.if.

  • Dr. Forster hat mir versprochen, daß er sich mit Herrn Tautz in Verbindung setzt und ihn in seine Arbeit einbindet. Ich bin sicher, daß die von Tautz entwickelten Intelligenztests für solche Tests sehr gut eignen.


    Hier sehe ich einen ersten Schritt in die richtige Richtung.


    Unabhängig davon sollten wir selbst Proben einschicken in ein unabhängiges Labor. Wenn notwendig auch im Ausland. Dort sollten wir einmal feststellen, wie der aktuelle Status Quo bezüglich Pestizide im Pollen, Wachs und Honig ist.


    Viele Grüße,


    Bernhard

  • Hallo


    Wie wollen wir das mit den Proben machen sollen wir jetzt ein paar Pollen einschicken.


    Was sind die Preise für die Untersuchungen. Und eine Genaue Anleitung wie man das machen sollte wäre sehr gut.


    Sonst sind die meisten Proben nicht Untersuchungsfähig.

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • Hallo allerseits!

    a) Manfred Hederer hat in seinem offenen Brief vom 06.07.2006 dargelegt, dass Clothianidin nicht nur im Raps- und Maisanbau eingesetzt wird, sondern auch bei Kartoffeln, Zuckerrüben, Futterrüben und Getreide und dass es sich nur sehr langsam im Boden abbaut.

    Nach den in dem offenen Brief zitierten Untersuchungen sollen teilweise Halbwertzeiten für Clothianidin im Boden von 990 Tagen und länger gemessen worden sein.

    Hat das BVL zur Frage der Abbaugeschwindigkeit von Clothianidin im Boden Stellung genommen?
    Liegen dem BVL Untersuchungen vor, die geringere Halbwertzeiten annehmen als die von Hederer zitierten?
    Ist das BVL ggfs. bereit, diese Untersuchungen öffentlich zugänglich zu machen?


    b) Nach meinen Informationen gibt es bisher keine spezifischen Messungen von Clothianidin-Rückständen im Maispollen.

    Hat das BVL veranlasst, dass nach dem Einsatz von Poncho Pro in Süddeutschland jetzt bei Beginn der Maisblüte von unabhängigen Wissenschaftlern spezifische Pollenproben und auch Bodenproben der behandelten Maisfelder genommen und ausgewertet werden?
    Liegen dem BVL Erkenntnisse vor, ab welcher Clothianidin-Konzentration im Pollen oder im Boden eine Wiederzulassung von Poncho Pro aus Sicht dieser Behörde nicht mehr vertretbar wäre?
    Ist das BVL bereit, seine gesamten Erkenntnisse zu diesem Fragenkomplex öffentlich zugänglich zu machen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon

  • Hallo Rubikon,


    ich bin zwar nicht vom BVL (daher bitte nicht als verbindliche Aussage hinnehmen), aber von der "Delegation" wurden während der Diskussion ähnliche Fragen gestellt und ich wiederhole die Antworten so, wie ich mich an sie erinnere. Die dabei gewesen sind, mögen mich korrigieren, wenn ich daneben liege. :oops:


    Hat das BVL zur Frage der Abbaugeschwindigkeit von Clothianidin im Boden Stellung genommen?


    Nein. Dieser Aspekt ist von uns zum Schluß genannt worden, doch ich hatte den Eindruck, daß dieser Aspekt bisher überhaupt noch nicht für das Zulassungsverfahren relevant wäre. Das BVL sprach immer von "Zeitpunkten". Also "Zeitpunkt" der Aussaat. Zeitpunkt der Blüte. Von unserer Seite wurde mehrfach darauf hingewiesen, daß Zeitpunkte nicht ausreichen. Meines Erachtens ist diese Nachricht noch nicht endgültig angekommen und hier sollte verstärkt von uns Imkern darauf hingewiesen werden. Zum Beispiel bei den nächsten Demos. Genauso wie der Hinweis auf die Gefahr der "Cocktailbildung" verschiedener Pestizide. (Tankmischungen etc.)



    Liegen dem BVL Untersuchungen vor, die geringere Halbwertzeiten annehmen als die von Hederer zitierten?


    Halbwertszeiten waren nicht in der Argumentation des BVL enthalten (siehe oben). Angeblich haben auch die Ergebnisse aus Italien und Frankreich nicht vorgelegen. Die Übersetzung hätte lange gedauert und außerdem sei die Vernetzung schlecht. Das hat das BVL zugegeben und angesagt, daß sie die Vernetzung verbessern wollen. Das BVL hat meines Wissens nur die Halbwertszeiten vom Hersteller (120 Tage?).




    Ist das BVL ggfs. bereit, diese Untersuchungen öffentlich zugänglich zu machen?


    Nur wenn es die Urheber freigeben. Anscheinend gibt es da Restriktionen, die nicht alle Unterlagen frei für uns zugänglich machen. Vom DBIB wurde dem BVL vorgeschlagen, daß wir unsere Beobachtungen und Daten dem BVL zukommen lassen und im Umkehrschluß alle zur Zulassung herangezogenen Daten sichten dürfen. Hier sprach das BVL, daß sie nicht alle Daten freigeben können, aufgrund rechtlicher Probleme (wie auch immer diese aussehen...).


    Die Offenlegung aller Daten, die für eine Zulassung herangezogen werden, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Hier müssen wir bei der neuen Pflanzenschutzmittelverordnung anstreben, daß dies gewährleistet wird.
    Schließlich lässt sich ansonsten nichts über die Qualität des Zulassungsverfahren von außen sagen (außer wenn die Bienen tot vor den Fluglöchern liegen, aber dann ist es zu spät).



    Hat das BVL veranlasst, dass nach dem Einsatz von Poncho Pro in Süddeutschland jetzt bei Beginn der Maisblüte von unabhängigen Wissenschaftlern spezifische Pollenproben und auch Bodenproben der behandelten Maisfelder genommen und ausgewertet werden?


    Dem Hersteller (! :evil:) wurde ein Maismonitoring auferlegt. Kein Kommentar.



    Liegen dem BVL Erkenntnisse vor, ab welcher Clothianidin-Konzentration im Pollen oder im Boden eine Wiederzulassung von Poncho Pro aus Sicht dieser Behörde nicht mehr vertretbar wäre?


    Man orientiert sich ausschließlich an der LD50-Marke. Subletale Wirkungen sind anscheinend für die Zulassung völlig irrelevant. Solange die Bienen nicht vor den FLuglöchern liegen und nur geschwächt werden, ist das der Zulassungsbehörde "egal". Was bedeutet, daß das Zulassungsverfahren diese Art der Vergiftung völlig ignoriert. Hier sollte man eine Neuerung fordern - dringend!



    Ist das BVL bereit, seine gesamten Erkenntnisse zu diesem Fragenkomplex öffentlich zugänglich zu machen?


    Bereit ja, zumindest wurde ein erster Schritt gemacht. Die Präsentation von Dr. Forster war eine Zusammenfassung der Erkenntnisse, die leider nur uns im kleinen Kreis vorgetragen wurde. Mein Eindruck war, daß die Erkenntnisse hauptsächlich aus den Angaben der Hersteller stammen, sowie aus den Bieneninstituten (!). Weitere Eingaben von unabhängiger Seite gab es anscheinend bisher nicht.


    Das wurde von Seiten der Vertreter des DBIB und der Hobbyimker stark kritisiert und wir haben angeboten, in Zukunft weitere Daten zu liefern. Hier ist neben dem Einsenden von Proben auch die eigene Recherche in wissenschaftlicher Literatur gefragt.


    Es herrscht eine klaffende Lücke, ein Leerraum zwischen der Zulassungsbehörde und der Praxis. Zum Beispiel ist dem BVL anscheinend nicht bekannt, daß beim Wenden beim Aussäen Saatgut offen auf dem Boden liegt. Immer! An jedem Feld, wo ausgesät wird, liegt Saatgut offen herum. Nach einem Regen wird das wasserlösliche Clothianidin in Pfützen gespült, wo es von den Bienen (Wassersammlerinnen) aufgenommen werden kann. Daß in den Pfützen hohe Konzentrationen von Clothianidin gemessen werden kann, diese Ergebnisse liegen jetzt dem BVL vor und sie seien selbst verwundert darüber. Für uns Praktiker ist das eher mehr als wahrscheinlich, der Regelfall. Sollten wir beweisen können, daß Saatgut immer offen herumliegt nach der Aussaat, müsste das BVL die Zulassung endgültig zurücknehmen.


    Also macht kräftig Photos und tragt Datum und Koordinaten zusammen. Wir brauchen Daten, Daten und Daten. Das offene Herumliegen von Saatgut ist keine Ausnahme. Das sollten wir belegen.


    Die erste Gesprächsbereitschaft wurde uns signalisiert bei dem Gespräch. Und ich glaube, daß wir unsere Daten gut beim BVL anbringen können. Wir müssen diese klaffende Lücke zwischen Theorie und Praxis überbrücken und mit dem BVL zusammenarbeiten. Sie sind nicht unsere Feinde. Die Gesprächsbereitschaft war nur zustande gekommen, weil wir eben nicht nur angeklagt und kritisiert haben. Wir haben angeboten zu helfen und unsere Sicht der Dinge zu erklären. Auf vernünftige und kooperative Weise.


    Viele Grüße,


    Bernhard

  • Wenn wir die Offenlegung bereits rechtlich einfordern können, dann sollten wir das auch tun. :u_idea_bulb02:


    Viele Grüße,


    Bernhard

  • Ich bin von der Idee der Datensammlung sehr angetan. Aber das geht nur zentralisiert. Also jemand muss die Daten auswerten und zusammenfassen. Da wir in der Zeit mit Google Earth und Web 2.0 eigentlich ganz nette Werkzeuge zur Verfügung haben, sollten wir uns auch dieser bedienen. Ich selbst kenne mich damit nicht genug aus. Aber hier scheinen eine Menge pfiffiger und motivierter Leute zu stecken.


    Daher wer soll die Daten sammeln?
    Wohin sollen wir unsere Daten schicken?
    Viel wichtiger, was genau sollen wir an Daten sammeln? Fotos von Feldern mit ausgebrachter Saat?


    Ich fände es sehr gut, wenn man vor Ort die Landwirte mit einbezieht. warum fragt man sie nicht direkt, ob sie und welches Saatgut sie benutzen. Es geht schließlich nicht gegen die Landwirtschaft, sondern Wege zu finden, der Natur so wenig Schaden wie möglich zu bereiten.

  • ..Ich fände es sehr gut, wenn man vor Ort die Landwirte mit einbezieht. warum fragt man sie nicht direkt, ob sie und welches Saatgut sie benutzen. Es geht schließlich nicht gegen die Landwirtschaft, sondern Wege zu finden, der Natur so wenig Schaden wie möglich zu bereiten.


    :p_flower01: :daumen:


    Ich schließe mich deiner Idee an.



    Bernhard

  • Hallo Zusammen,
    da erinner ich mich schwach an Fälle, wo man Mühlenbesitzer verurteilen wollte, weil nicht zugelassene Chemikalien im Mehl waren.
    Diese konnten allerdings nachweisen, das diese aus dem angelieferten Getteide stammten, aus Beizmitteln, die bei der Aussaat verwendet wurden.
    Muß so um 1970 gewesen sein.
    Die Problematik ist nicht neu, irgendwie nur verdrängt.
    (das so verunreinigte Mehl wurde dannach soweit mit anderem vermischt, bis die Höchstmengen unterschritten wurden).
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Manne,


    und wie bewertet das BVL die Demo? Gibt es eine Pressemeldung? Interne Meldungen?


    Ich habe E-Mail-Kontakt aufgenommen und führe erste weitere Schriftwechsel. Ich habe da noch keine Info, wie das BVL die Gespräche vom Freitag bewertet. Wer Infos hat, die für das BVL interessant sein könnten - immer her damit. Ich leite sie gerne weiter.


    Viele Grüsse,


    Bernhard