Hungeralarm!!!

  • Ich habe heute bei einem fetten Zweizarger eine Komplettdurchsicht gemacht. Im gesamten Volk waren maximal nur noch ein Kilo Honig vorhanden!!!!:roll:
    Selbst die Futterkränze der Brutwaben waren kaum vorhanden. Die zweite Zarge, ehemals gut bebrütet, war völlig leer. Etwas Brut war nur noch in der ersten Zarge vorhanden. In den übrigen Völkern sieht es auch nicht gerade rosig aus, aber doch nicht derart erschreckend. Ich vermute, daß neben des Trachtmangels auch fortgesetze, schleichende Räuberei eine Rolle spielt. Ich hätte gedacht, daß ein derart starkes Volk sich zu wehren wissen sollte...
     
    So schlecht ist unsere Trachtsituation eigentlich auch nicht. In 800 m Entfernung blühen 2 ha Luzerne, in etwa 2,5 km Entfernung ein sehr großer Acker mit Saflor. Obwohl es bei uns etwas geregnet hat, fürchte ich allerdings durch die bisher sehr lang (seit Mai!!) anhaltende Trockenheit nektarlose Blütenböden.
     
    Also: Flugloch kleiner halten und füttern!!!

  • Hallo, Hans,
    die Bienen vermeiden Luzerne nach Möglichkeit, weil sie bei jedem Blütenbesuch einen Kinnhaken bekommen - die Bienis in Amiland werden in riesige Felder ohne Alternativen gesetzt, freiwillig würden sie nicht dran gehen, wenn es was anderes gäbe.
    Und die Färberdisteln sind unter Umständen (je nach Rüssellänge) deinen Bienen gar nicht zugänglich, ich hab selbst ein paar, und sehe nur Hummeln dran, nicht mal Wildbienen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

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  • Hallo Sabiene
    Ich habe vor meinen Bienenstand 2 grosse Linden stehen, aber ich habe gesehen das die Bienis weiter geflogen sind. Ein Volk von mir hat 4 3/4 Zargen mit Brut und nur 1 Zarge Honig. Haben die Linden nicht gehonigt?
    Kommt das Volk mit einer Zarge Honig überhaupt über den Winter?
    Gruss siggi

  • Hallo, siggi,
    zwei Linden geben nicht genug Nektar, und überhaupt nichts, wenn sie nicht bis ins Grundwasser reichen (Kiesgrube oben - null, Kiesgrube unten - 2 Zargen voll...).
    Bei umgerechnet 3 Zargen Brutraum ist eine Zarge Futter doch ein bißchen wenig, kommt bei dir denn noch was?
    Sonst würde ich doch mal langsam zufüttern....wenig & dünn, um sie beschäftigt zu halten.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Vor drei Tagen hat es ENDLICH bei uns über 30 mm geregnet (ähm eher geschüttet).
     
    Und was is? Die Situation ist wie umgedreht! Die Räuberei hat schlagartig aufgehört und die Sumsen tragen ein als gäbe es kein Morgen. Und das obwohl bei uns die Fleder fast kahlgemäht sind.
     
    Also zur Kontrolle nochmal an den bisher gemiedenen Luzernenacker.
    Wow! Alles was Flügel hat befindet sich auf einmal darin!! Und ein Duft hängt in der Luft! Unglaublich. Beim genaueren Beobachten der Bienen, sieht man, daß diese SEITLICH an die Blüten herangehen. Die haben also gelernt dem Kinnhacken aus dem Wege zu gehen.
     
    Obwohl die Luzerne problemlos trockene Perioden übersteht, scheint diese nur wirklich zu honigen, wenn genügend Feuchte vorhanden ist.
    Wieder was gelernt.
     
    PS.: Dieses Phänomen scheint auch auf eine ganze Reihe trockenheitsverträglicher Pflanzen zuzutreffen.

  • Hallo,


    Zitat

    Dieses Phänomen scheint auch auf eine ganze Reihe trockenheitsverträglicher Pflanzen zuzutreffen.


    dies trifft auf alle Feldfrüchte, ein-und zweijährigen Stauden und überhaupt auf alle Pflanzen zu, die mit ihren Wurzeln nicht bis zum Grundwasser reichen.
    Also quasi alles bis auf Großsträucher und Bäume.
    Man sieht das momentan sehr schön, morgens bis 10.00 Uhr ist richtig Eintrag, auch Pollen, und was bringen sie in der Mittagshitze?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-