Meine zweiten Schritte mit der Warré-Imkerei

  • Der erste Monat ist vergangen. Meine Erfahrungen als blutjunger Imkerneuling geht weiter.


    Ich habe: 3 Völker, 2 selbstgebaute Warré Beuten, 1 gekaufte Warrébeute mit Fenstern.


    Gestern habe ich zur Kontrolle die zwei selbstgebauten Bienenstöcke (ohne Fenster) geöffnet.


    Die drei Bienenstöcke im Detail:


    W1
    Einlauf am 17.6. (zwei Zargen)
    Kunstschwarm hatte Gewicht von ca. 1,3 kg
    Laut Herkunftsimker ein Hüngler-Typ
    Kein Futter gegeben
    25.6. erste Pollenernte gesichtet
    17.7. Nur die untere (!) Zarge ist bewohnt. Ca. 1/2 des Volumens mit Waben ausgebaut. Eingangsflugloch 2x12 cm mit Propolis etwas verkleinert.
    Handlung: Obere leere Zarge runter, leere Zarge untergestellt, Flugloch verkleinert mit Holzstück.
    Jetzt sitzt das Volk in der oberen Zarge (so wie es sein soll).


    W2
    Einlauf am 19.6. (zwei Zargen)
    Kunstschwarm hatte Gewicht von ca 1,3 kg
    20.6. - 27.6. täglich 1 Glas voll Futter von oben.
    Zuerst Zuckerwasser, dann Apiinvert
    25.6. erste Pollenernte gesichtet
    27.6. grosse Warré Futterzarge aufgesetzt mit 6 kg Apiinvert
    4.7. Futterzarge leer, runter genommen
    17.7. Stock geöffnet: untere (!) Zarge ist bewohnt. Ca. 1/2 des Volumens mit Waben ausgebaut (identisch wie W1). jedoch in oberer Zarge ca. 1/4 mit Waben ausgebaut jedoch dort wenig Bienen.
    Handlung: keine


    W3
    Einlauf am 26.6.
    Kunstschwarm hatte Gewicht von ca. 1,2 kg
    27.6. grosse Warré Futterzarge aufgesetzt mit 6 kg Apiinvert
    Da die Zargen Fenster haben kann gut beobachtet werden. Waben werden in oberer Zarge gebaut.
    4.7. Futterzarge noch ca 1/2 voll, ersetzt mit kleinem Fütterer
    9.7. kl. Fütterer weg
    10.7. Pollenernte
    Sondersituation: Königinnenproblem, vermutlich zwei Königinnen im Kunstschwarm, vermutlich beide gestorben, neue Königinnen aus Nachschaffungszellen geschlüpft 14./15.7. Bei Durchsicht am 14.7. wurden gedeckelte Arbeiterinnen und Drohnenzellen und ca. 7 Weisselzellen gesichtet.
    15.7. kleinerer Fütterer wieder untergesetzt.



    Meine Beobachtungen / Erkenntnisse:
    Das Volk W2, dass 6 kg Apiinvert verbaut hat, ist nur wenig weiter beim Wabenbau als W1 ohne Futter. W1 + W2 sitzen hauptsächlich in der unteren Zarge. Bei so kleinen Kunstschwärmen ist es wohl besser mit nur einer Zarge zu beginnen. Der kleine Fütterer ist geeigneter für den Start (weniger Störung am oberen Bereich des Bien) als der Grosse. Der Rahmen des kleinen Fütterers sollte vor dem Einlaufen lassen untergesetzt sein, jedoch ohne Schale, nur mit Verschlussbrett hinten. Nach einer Woche sollte dann mit Füttern begonnen werden, und nach einem Monat eine zweite leere Zarge untergesetzt werden. Bei grossen Schwärmen sollte natürlich gleich mit mehreren Zargen begonnen werden. Der grosse Fütterer erscheint mir besser geeignet um nach Honigentnahme nachzufüttern. Um dabei die Störung so gering wie möglich zu halten sollte eine Variation der Warré Beschreibung gemacht werden. Unter dem Kissen und über der Zarge ist ein Stoff mit Mehlkleisterbeschichtung. Meine Empfehlung: Von diesem Stoff sollte ein Streifen abgeschnitten werden. Das grosse Stück liegt über allen Oberträgern. Der Streifen verdeckt den Bereich in dem der Aufgang zum grossen Fütterer hinkommen wird. Wenn im Herbst die oberen Honigzargen entfernt werden legt man nur das grosse Stoffstück drauf, und den grossen Fütterer drauf. Nach ein paar Tagen kann die Futterzarge wieder abgenommen werden. Das Stoffstück bleibt drauf, nur eine Spalte ist offen. Darauf legt man den kleinen Stoffstreifen. So ist die Störung minimal, die Wärme bleibt drin.


    So weit meine ersten Erfahrungen und Gedanken.


    Viele Grüße
    Konstantin