Füttern vor AS-Behandlung

  • Hallo :Biene:


    Ich möchte demnächst (am besten am kommenden Wochenende) meine Jungvölker gegen Varroa behandeln, mit Ameisensäure Langzeitverdunstung ca. 12 Tage. Damit die Bienen während der Behandlung nicht Hunger leiden, muss ich ja vorher eine größere Menge auf einmal verfüttern. Aber wieviel genau und wie lange muss ich dann noch ungefähr auf die Verdeckelung warten, damit das Futter durch die anschließende AS-Behandlung nicht sauer wird? So ein grober Anhaltspunkt wäre nicht schlecht.


    Wäre es in Ordnung, heute abend jedem Volk 3 Kilo Zucker auf 2 Liter Wasser zu geben und dann am Samstag zu behandeln? Oder ist das Futter zu wenig und bis zum Wochenende schon wieder so gut wie verbraucht? Die nächsten Tage solls ja regnen... Ich muss dazu sagen, dass die Völker auch noch ein bißchen Vorräte haben.


    Wäre für ein paar Tipps dankbar :p_flower01:

  • Halo Pafeo,
    da AS-dämpfe sich mit Wasser binden, also sich im flüssigen (offenen)Futter ansammeln,
    erst behandeln, dann einfüttern.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Wieso das?
    Du machst doch nicht das Flugloch zu?
    Und die üblichen 5 Liter nach dem Endabschleudern sollten sie ja schon gut verarbeitet haben...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Wieso das?
    Du machst doch nicht das Flugloch zu?
    Und die üblichen 5 Liter nach dem Endabschleudern sollten sie ja schon gut verarbeitet haben...


    Da liegt wohl ein kleines Missverständnis vor, sorry wenn ich mich unklar ausgedrückt habe. Ich habe zwei Schwärme, die mittlerweile auf je acht Waben sitzen und eigentlich auch noch ein bißchen bauen sollten... Geschleudert wurde da natürlich nichts. Hab bisher jeden abend ungefähr 500 ml etwas dünner als 1:1 gefüttert, wie hier so oft empfohlen wird.


    Jetzt will ich am Wochenende gerne mit der AS-Behandlung anfangen, weil ich gesehen habe, wie Bienen mit verkümmertem Hinterleib rausgeschmissen bzw. weggeflogen werden.


    Die Bienen haben zwar verdeckeltes Futter in ihren Waben, ich bin mir aber nicht sicher ob das für 14 Tage während der Behandlung reicht. Und da die Bienen ja auch noch weiterbauen sollen, denke ich dass ich ihnen vorher nochmal was geben sollte? Bin jetzt halt unsicher wieviel und wann füttern, damit das Futter durch die Säure nicht verdirbt, die Bienen aber genug in Reserve haben. Das Flugloch bleibt natürlich offen, aber sooooviel finden sie draußen momentan auch nicht mehr und ich will auf keinen Fall dass sie verhungern weil ich zu doof bin :roll:

  • Hmm, das ist natürlich eine andere Situation.
    Da würde *ich* aber keine Langzeit-AS nehmen, sondern eher je nach Wetterlage schwammtucheln, zur Not auch 3x hintereinander im Wochenabstand, siehe Henrys Beiträge.
    Dazwischen kannst du dann weiterfüttern.
    (und was ich von Langzeitbehandlung bei dem unsicheren Wetter halte, ist bekannt..:cool:)

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  • Wenn ich aber bei der Langzeitverdunstung bleiben möchte, wie soll ich das dann mit dem Füttern machen?


    Ich kann doch jetzt schlecht einfach behandeln, ohne vorher nochmal was zu füttern??? Wäre das mit den 5l heute abend ok oder liege ich da total daneben? Könnte das so funktionieren, wenn ich am Wochenende behandeln will?

  • Wenn ich aber bei der Langzeitverdunstung bleiben möchte, wie soll ich das dann mit dem Füttern machen?


    Ich kann doch jetzt schlecht einfach behandeln, ohne vorher nochmal was zu füttern??? Wäre das mit den 5l heute abend ok oder liege ich da total daneben? Könnte das so funktionieren, wenn ich am Wochenende behandeln will?


    hallo,
    warum muss es unbedningt langzeitbehandlung sein? mach doch mot. aber falls du unbeding löangzeit behandlung machen willst, dann fütter auf jeden fall vorher, damit genug futter vorhanden ist.
    mfg jeffrey

  • Sorry, wenn du bei der Langzeitbehandlung bleiben willst, ist das natürlich deine Sache, aber Völker im Aufbau sollte man sowas möglichst ersparen, weil zuviel Brut dabei kaputtgeht und diese Zeit nicht wieder aufgeholt wird.
    Es sind nur noch 10 Wochen = 3 Brutzyklen bis Bienenwinter...

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    Bruce Springsteen

  • Uns wurde im Anfängerkurs die Langzeitbehandlung mit dem Nassenheider Verdunster als besonders bienenschonende, sanfte und effektive Methode empfohlen und beigebracht, auch für Schwärme und Jungvölker. Deshalb habe ich mir diese Verdunster geholt und dachte eigentlich, das wäre gut so :roll: Mit den anderen Applikationsformen kenne ich mich ehrlich gesagt auch noch nicht so aus, weil uns eben nur die eine gezeigt und ans Herz gelegt wurde. Da sind die Imker wohl mal wieder verschiedener Meinung :lol:

  • Dann sollten sie dir das Geld wiedergeben, AS Langzeit funzt nur gut, wenn du drei Wochen konstant schönes Wetter hast.
    Sobald die Luftfeuchtigkeit steigt, ist es ziemlich vorbei mit Wirken, weil die AS zuviel Wasser zieht.
    Was glaubst du, wie viele Völkerverluste auf schlechtes Wetter während der Behandlung zurückzuführen sind?
    Es gibt nicht DIE ultimate Methode, aber Henrys Schwammtücher kommen mit 24h einigermaßen warmen Wetter aus, lies mal den Thread.

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  • Uns wurde im Anfängerkurs die Langzeitbehandlung mit dem Nassenheider Verdunster als besonders bienenschonende, sanfte und effektive Methode empfohlen und beigebracht, auch für Schwärme und Jungvölker.


     
     
    aber doch mit Sicherheit nicht jetzt schon! das Bienen:Brut-Verhältnis liegt bei 1:4, du wirst auf Garantie massive Brutschäden haben, vielleicht sogar den Verlust der Königin provozieren! Das ist mir letztes Jahr passiert da hab ichs nicht abwarten können und hab schon Anfang August behandelt.
     
    Jungvölker - solange kein akuter Handlungsbedarf - behandelt man frühestens Ende August.
    Da gibts dann noch genügend schöne Tage für eine AS-Behandlung.
     
    Von Langzeitbehandlung halte ich, abgesehen von den Schwierigkeiten dabei, rein gar nichts, denn das bedeutet für die Bienen auch Langzeitstress!

  • Also jetzt verunsichert ihr mich aber total. Sogar beim Imkertag im Fachzentrum Bienen in Veitshöchheim wurde mir empfohlen, die Schwärme Mitte Juli zu behandeln und es wurde dort auch nichts nachteiliges über den Nassenheider gesagt :confused:

  • Wir wollen dich nicht verunsichern, sondern berichten nur von unseren Erfahrungen.
    Ich hatte auch mal viele Nassenheider - :roll: des Alten Fritzens Bierdeckel-Stoß-Behandlung war tatsächlich wirkungsvoller.
    Und Henrys Schwammtücher zwinge ich meinen Anfängern auf, erzähle ihnen aber auch von den Vor- und Nachteilen (selber ausprobiert!!!!) aller anderen Methoden (egal ob zugelassen oder nicht).
    Bis jetzt sind sie alle damit ganz gut gefahren, und wenn sie ihre Völker zuhause haben, steht es ihnen ja frei, andere Methoden zu versuchen.
    Schwammtucheln geht fix, ist unaufwendig, für die Brut immer noch besser als Langzeitanwendung, und gefährdet eben wegen der kurzen Dauer nicht die Königin.
    Ich mag es absolut nicht, aber für Anfänger gibt es nichts besseres und unkomplizierteres und sichereres.
    Henry hat da absolut recht.:p_flower01:
    (und er hat oft recht, es lohnt sich, auf ihn zu hören....:wink:)

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