konventionelle Betriebsweise

  • Hallo, Carina, da du eben im Forum unterwegs bist, eine Frage an dich:
    Du schreibst, dass du Berufsimkerin bist und konventionelle Bienenhaltung betreibst. Bitte umreiße doch "konventionelle" ein wenig, damit man sich vorstellen kann, wie du es machst.


    Gruß
    Manne

    imkere wie vor der Varroa

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Manne ()

  • Hallo, Carina, mit der Aufklärung in Sachen PSM hast du dir einen schweren Acker ausgesucht.
    Versuch es doch zunächst mal hier, indem du obige Frage beantwortest; das befördert deine Glaubwürdigkeit. Man muss ja den Pflug nicht gleich verbiegen wollen.


    Gruß
    Manne

  • Nachdem Carina die Frage leider nicht beantwortet, darf ich allenfalls Licht ins Dunkel bringen.


    Bio Betriebe und deren Verbände bezeichnen nicht Bio zertifizierte als konventionell.


    Stimmt´s Carina? :daumen:

  • Hallo,
    konventionell ist doch aber noch legal, oder?


    Ich benutze Absperrgitter, Hinterbehandlungsbeuten, Kunststoffmagazine, Industriemittelwände, verwende Rauch zum Imkern, woher der Strom zum Schleudern kommt ist mir egal (Akku über Steckdose aufgeladen ist's meist).
    Wohin die Bienen fliegen ist mir (eigentlich) nicht egal - weiß ich aber leider nicht so genau - im Flugradius gibt es alles Mögliche, auch (konventionelle) Landwirtschaft.
    Gegen die Milben nehme ich seit 1991 nur Ameisensäure (bald evtl. auch noch Oxalsäure)


    So kann man nicht als "Bio-Imker" zertifiziert werden, will ich aber auch gar nicht.
    Trotzdem ist der Honig von meinen Bienen vielleicht näher am "Bio" als manches so deklarierte Produkt vom Supermarkt.


    Grüße ralf_2

  • Hallo,
    ich darf wohl auch kein Bioimker sein, weil meine Bienen nicht vorzugweise biologisch bearbeitet Flächen beackern. Buckfastbienen besitze. Die Brut mit Absperrgitter vom Honigraum trenne, allerdings gehört der riesengroße Brutraum, samt Honig, allein den Bienen. das Holz meiner Böden wir ab und zu vom Holzbock durchhöhlt, also ist es nicht vergiftet. Meine MINIPLUS in Styropor bewähren sich nicht. Ich stelle auf Holz um. Im Moment nehme ich die Brut aus allen Völkern und behandle einmal mit Oxalsäure, weil ich das Dauerätzen nicht mag. Was darf ich jetzt sein, ein strammer Konventioneller oder ein Schmalspurbioimker.
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Ralph,
     
    was heiß vtl. ? Ich möchte mich nicht in die Zweisamkeit von Carina und Manne drängen. Ich bin halt an meinem Status interessiert.
     
    Gruß
    Herbert


    vielleicht. wenn nicht achtlos hingespuckt vlt. abgekürzt. intern verständlich. als vtl. könnte man durch ergänzung durch ein "e" davor, zu evtl. - eventuell mutieren lassen. :lol:


    Ich bin Erholungsbedürftig! :cool:


    Gruß
    Ralph
    PS: Dein Status ist ungewiss. Meiner auch.

  • Ach, liebe Mitimkers,

    Zitat

    weil meine Bienen nicht vorzugweise biologisch bearbeitet Flächen beackern.


    Genau das ist doch der Knackpunkt - wo ist sowas überhaupt möglich in Europa?
    Von daher ist bio eher eine Gesamt-Lebenseinstellung, als "bloß" eine Betriebsweise.
    Den größten Unterschied zu konventionell sehe ich persönlich darin, mit der Natur statt gegen sie zu arbeiten, egal in welchem Bereich.
    Bio-Bauer oder Bio-Imker kann man eigentlich nur aus Überzeugung sein, und nicht bloß wegen der höheren Preise.
    Mir ist ein Herbert mit ASG, aber bienen-denkend, mehr bio und lieber, als ein zertifizierter, der einzelne Bienen nicht mal mehr wahrnimmt, und Honig "produziert" in der bösesten Bedeutung dieses Wortes.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Zusammen,


    Sabine hat recht :wink:


    Man möge sich Bücher über das Thema kaufen, die Richtlinien der interessanten Verbände lesen, Publikationen studieren und seine Birne einschalten.


    Am Ende entwickelt sich was. Man fängt an sich zu verändern, das Denken und Handeln. Der Bien steht mehr und mehr im Mittelpunkt. Wenn man dann mit ihm imkert, dem Bien, und nicht mehr gegen ihn, ja dann, dann ist es nur noch kein gaaanz kleiner Schritt zum Zertifikat.


    Wenn man es denn will :wink:


    Man kann es auch lassen.
    Wichtiger ist das Miteinander, die Chancen nutzen und nicht erzwingen :u_idea_bulb02:



    Das ist für mich die Essenz!


    Chancen nutzen heisst unter anderem:

    • Lasst den Bien bauen, denn er will und kann!
    • Wer Honig will, der kann auch Honig geben!
      Man muss ja nicht gleich alles opfern, aber teilen lernt man ja schon recht früh im Leben!
      Warum dann nicht auch mit dem Bien?
    • Den Schwarmtrieb nutzen, nicht bekämpfen!
    • Auch der Bien hat ein Recht auf gesunde Lebensbedingungen.


    Die Liste lässt sich natürlich noch weiter ausführen!
    ...aber das gehört definitiv eigentlich nicht in diesen Thread.




    Sonnige Grüße!
    Arnd

  • Hallo Arnd,
    :daumen:


    Das gehört nach oben festgetackert!


    Diese Erfahrung machen im Moment aber einige Imker(innen), die vor nicht allzulanger Zeit eingestiegen sind. Aber auch bei alten, erfahrenen, kann man viele "bienengemäße" Handlungsweisen sehen bzw. hören!


    Gruß
    Ralph





    Die meisten würden ihren Bienen "nie und nimmer" aromatisierten Zuckersirup zum Umarbeiten zumuten (liebe Sabine :roll:)!