Maisblüte!

  • Maispollen würde eher deine Ammenbienen und die Brut killen, die fressen den Pollen ja und geben Schadstoffe über den Futtersaft weiter.
    Flugbienen fressen den nicht, und die würden dann auch nicht so schnell und gehäuft sterben.
    Der Maisschaden vom Frühjahr kam ja durch den Abrieb des Beiznmittels, der sich auf anderen Pflanzen ablagerte.
    Du hast da anscheinend wirklich eine klassische Vergiftung aus anderer Quelle.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • An alle, die einen starken Verdacht haben, daß ihre Bienen eine Vergiftung haben. bitte lest Euch folgendes gründlich durch und handelt:


    http://www.jki.bund.de/nn_9161….pdf/merkblatt_bienen.pdf

    dies ist das Merkblatt für die Einsendung von Probenmaterial bei Bienenvergiftungen durch Pflanzenschutzmittel vom JKI.


    Den nachfolgenden Zettel bitte ausdrucken ausfüllen und abschicken!


    http://www.imkerverbandrheinla…ergiftungen%202008-04.pdf

  • Hallo Pafeo,


    es ist sehr traurig, dass Dein Bienen-Leben mit so etwas anfängt, aber bitte, steck jetzt nicht den Kopf in den Sand, von wegen 'kein Schadenersatz'. Bitte sammele ausreichend tote Bienen ein und lass sie bei JKI untersuchen. Das kostet Dich nichts, aber hilft, den Zulassungsbehörden klar zu machen, wieviel Bienenvergiftungen draußen passieren. Wenn die Schäden nicht gemeldet werden, heisst es 'ist doch alles in Ordnung'. Wenn alle ihre Schäden melden würden, würden sich ganz schnell einige PSM als Bienenkiller herauskristallisieren.


    Also, Bitte an alle: Wenn ihr den Verdacht habt, dass eure Bienen durch Spritzmittel geschädigt werden, tote Bienen und ein Stück Pollenwabe und ggfls. Pflanzenprobe einschicken! Das JKI untersucht auch ohne Pflanzenprobe, wenn ihr keine habt. Um tote/sterbende Bienen einzusammeln, evtl. ein Tuch vor die Beute legen, damit man die Leichen nicht aus dem Gras klauben muss.


    Ist ein trauriges Thema,


    Hedwig

  • .................n und an das Veterinäramt schicken .....................



    Hallo zusammen,


    wir machen da meiner Meinung nach schon den größten fehler, wenn wir es mit Vergiftungen zu tun haben, dann das Veterinäramt einzuschalten.


    Hintergrund:


    wenn man mit einem Problem zum Schreiner geht, dann bekommt man eine Antwort aus Brettern.
    Geht man zum Zimmermann bekommt man eine Antwort aus dicken Balken.
    Geht man zum Schmied bekommt man eine Antwort aus schwerem Eisen.


    Beim ingenieur bekommt man einen Bauplan und eine Statik und die Antwort ist aus Alu und Plastik.


    Geht man mit einem Problem zum Tierarzt (= Veterinäramt) dann hat man eine Krankheit als Antwort!


    Der Toxikologe ist dagegen derjenige welcher einzig die Vergiftung überhaupt und richtig einschätzen und quantivizieren kann.


    also passt ganz genau auf wo hin ihr mit eueren Fragen geht!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Wieder tote Bienen. Etwa 100!
    :evil:
    Diesmal liegen sie im ausgefressenen Futternapf (Es handelt sich um einen Ableger.) Sie sind alle ohne Pollen. Viele sind tot. Manche zappeln noch auf dem Rücken liegend. Manche krabbeln noch langsam vor sich hin. Sie strecken alle Ihre Rüssel raus. Also Vergiftung.
    Was ich nicht verstehe:
    Es stehen 3 Wirtschaftsvölker und 2 Ableger in einer Reihe und zum zweiten Mal innerhalb einer Woche erwischt es den gleichen Ableger, aber jetzt mit ganz anderen Symptomen. Oder hängt beides irgendwie miteinander zusammen? D.h. wird jetzt der gesammelte Pollen (siehe meinen Anfangsbeitrag) , an dem sie letzte Woche beim Sammeln starben inzwischen als Bienenbrot verfüttert und löst das jetzige Sterben aus?

    Die anderen Völker rechts und links haben keine Probleme.:u_idea_bulb02:???

  • Es ist schwer aus der Entfernung mit ein paar Hinweisen eine Diagnose zu stellen.


    Es könnte sein, daß der Ableger etwas schwach auf der Brust ist und ab und an versucht wird ausgeräubert zu werden.


    Nach manch (versuchter) Räuberei sieht es sehr ähnlich aus.


    Du solltest Dir aber unbedingt einen erfahrenen Imker aus der Umgebung herbeiholen, der sich die Sache mal genauer beschaut.


  • Diesmal liegen sie im ausgefressenen Futternapf


    Wir sollten nicht bei jeder toten Bienen nur Vergiftungen in betracht ziehen.
    Tote Bienen im Futternapf können auch durch ungeeignete Aufstiegsmöglichkeiten entstehen. Damit meine ich, sie sind elendig ersoffen.
    Gruß Peter

  • Hallo Forumsmitglieder!
    Ihr habt alle ein bisschen recht.
    Das betroffene Ablegervolk war kein vollständiges Volk (mehr?).
    Keine Königin, nur Drohnenwaben und eingelagertes Futter.
    Vorgestern wurden die Bienen abgefegt und das Wachs eingeschmolzen.
    Schade.:-(
    Andererseits: 4 der 5 Ableger haben sich bisher prächtig entwickelt. Feld-Wald_Wiesen begattet. Naturbau mit Anfangsstreifen, soweit möglich.
    4 Wirtschaftsvölker lieferten fast 120 kg Honig.:daumen: Jetzt beginnt das Einfüttern. Die alten Rähmchen wurden entfernt (unterste Zarge). Auch die Wirtschaftvölker durften viel Naturbau machen und einige Drohnen behalten.
    Danke nochmal an die Mitglieder des Imkerforums, die auch ohne es zu merken viele nützliche Tipps gegeben haben in allen möglichen Fragen.:p_flower01:
    Das nächste Problem werden wohl die Wespen sein. Die sind zur Zeit sehr lästig und werden immer aggressiver.:evil:
    Viele Grüsse aus dem heissen Süden