doppelt fermentierter Honig

  • Tach Ihr Lieben,
    habe neulich gelesen, dass man den Honig aus der Frühtracht sofort wieder einfüttern könnte und man somit "doppelt fermentierten" Honig ernten könne.
    Am Besten noch im Zusammenhang mit Wabenhonig.


    Hoch angesehen als Heilmittel bei Astmatikern usw.


    Macht jemand so etwas? Hat jemand damit Erfahrung?


    Herzliche Grüße
    vom Lodda

    3 Völker auf Segeberger (eine Inselkönigin)

  • Hei, Lodda,
    wieder einfüttern kostet bis zu 60% der Menge, und wenn der Nektar einmal fertiger Honig ist, ist er fertig.
    Nach meinem Kenntnisstand ändert sich durch ein nochmaliges Einfüttern am Enzymgehalt nix, der Honig muß wegen des Verlustes und der doppelten Arbeit nur ziemlich viel mehr kosten, außerdem muß er zum Einfüttern auch noch verdünnt werden, das dicke Zeug ist nicht so gut rüsselgängig.
    Einen echten Sinn ergibt das nur, wenn du bestimmte Sortenhonige unbedingt als Wabenhonig haben willst, sie aber anders nicht bekommst.
    Ich hab sowas schon mal auf Anfrage gemacht, allerdings spielte der Preis da nicht die Hauptrolle.
    Dann ist es schon billiger, "von Bienen invertierten Sirup"(Copyright bei MIR!) zu machen, Waldmeister und Kirsche und Cola-Geschmack(keine echte Cola bitte, wegen der Phosphorsäure!) sind sehr beliebt...:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • huhu sabiene *freu*,
    ich hab grad nochmal nachgesehen, das war im Buch "Ertragreich Imkern" (Lampeitl). Hier wird auch beschrieben, dass es nur bei sehr starken Völkern ginge und ein Teil des Honigs selber verbraucht wird.
    Die Honiglösung soll im Verhältnis 2:1 über Eimerfütterung wieder eingefüttert werden. Weiter heißt es dann, dass der Honig mit weiteren Fermenten durchsetzt wird.


    Ob ich so etwas mal ausprobiere nächstes Frühjahr??


    Liebe Grüsse
    Lodda

    3 Völker auf Segeberger (eine Inselkönigin)

  • Hallo, Lodda,
    keinesfalls über Eimerfütterung, sondern Futterzarge mit Seitenaufstieg!
    Im Eimer gammelt das zu schnell.
    5-10 kg kriegt ein gutes Volk bei Regenwetter schon gut verarbeitet pro Tag, aber um zu wissen, ob da sich inhaltlich was ändert, müßtest du dann vorher und nachher jeweils eine Inhaltsstoffanalyse machen - ob sich das wirklich lohnt?
    Mit der doppelten Schleuderei müßtest du so etwa ab 20€ pro Kilo nehmen, mindestens.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • SaBiene
    Von der betriebswirtschaftlichen Seite gesehen ist das sicherlich nonsens. hihihi aber rauchen (und ich bin raucher) ist betriebswirtschaftlch gesehen noch größerer Blödsinn *lächel*


    Ich muss mal sehen...hab ja noch Zeit mich zu entscheiden. :-)

    3 Völker auf Segeberger (eine Inselkönigin)

  • :lol: (alle straight-Imker nicht weiterlesen, bitte!)
    hab ich doch schon zig mal: Getränkesirup einfüttern, mit Geschmack & Aroma nach Belieben.
    Die gibt es ja nicht nur in den Mini-Flaschen für den Hausgebrauch, sondern auch in größeren Gebinden.
    Du darfst nur keinesfalls das Wort Honig damit in Zusammenhang bringen, nur die Bienen...:cool:
    Dieses Jahr hab ich das nicht gemacht, aber grad im Naturbau sieht das mit rot oder grün toll aus, colafarben eher nicht so.
    Du kannst aber mit Lebensmittelfarbe & Aromen oder Fruchtpulvern Rapshonig auch schön bunt machen, nur leider nicht verschiedene Farben in einem Glas, die mischen sich selbst im Lauf der Zeit und das sieht dann echt pervers aus.
    Das wäre dann "Honigzubereitung", ebenso wie mit Chili oder anderen Gewürzen.
    Ist nur ziemlich aufwendig, sich an die richtigen Dosierungen ranzutesten, tw. ändert sich der Geschmack noch nach Tagen drastisch.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen