Segeberger auskochen oder Was tun bei Schimmel in der Futterzarge?

  • Liebe Imkers,
    weisungsgemäß habe ich mit der Fütterung der eingeschlagenen Schwärme begonnen. Futter 1:1 unter Verwendung der Segeberger Futterzarge.


    Allerdings sind diese Futterzargen relativ großvolumig; da kann man nur in größerem Maßstab füttern.


    Und wir zu erwarten sind meine beiden Schwächlinge noch nicht so flott beim Abnehmen und futtern jetzt mit dem Schimmel um die Wette. Ich habe nun die Zargen ausgetauscht und ausgewaschen; das wird aber vermutlich kaum reichen. Kann man diese Zargen nun einfach mal mit kochendem Wasser ausspülen um die Zahl der Sporen und Pilzhyphen zumindest zu reduzieren? Oder hält das so eine Hartschaumzarge nicht gut aus?


    Könnte man nicht schon Winterfutter geben um dieses Schimmelthema zumindest zu reduzieren? Das ist ja nun wesentlich hochprozentiger gezuckert; allerdings wird ja nun immer 1:1 empfohlen. Was ist also schlimmer: Der Schimmel oder der (zu hohe?) Zuckergehalt?


    Herrjeh, warum findet man solche Themen eigentlich in keinem Buch???


    Danke und Grüße
    Melanie

  • Hei, Melanie,
    wer braucht ein Buch - du hast doch uns...:cool:
    Heftigst desinfizierend gegen Schimmel sind Essigessenz (Zwerge raus, ätzend!), Isopropanol (Krankenhausalkohol), Spiritus, und kochendes Wasser mit leichtem Laugenzusatz.
    Du kannst es dir aber auch einfach machen und die Futterzarge innen (ja, einfach ÜBER den Schimmel (es sind eher Schleim- und Schwärzepilze) mit einem lebensmittelechten PU-2-Komponentenlack streichen.
    Davon werden sie zwar nicht wieder weiß, aber es gammelt nicht mehr im Futter dadurch - natürlich aber trotzdem, wenn nicht alles innerhalb von 3 Tagen aufgefressen wird.
    Ich würde tatsächlich nur jeden Tag einen halben Liter füttern - die Futterzarge sollte genug Gefälle haben, um das zu erlauben, außer deine Kiste steht eh nicht in Waage :cool:
    dann mit Keilen ausrichten.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen