Mädesüß (Filipendula ulmaria)

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    Soeben habe ich bei Wikipedia den Text zu Mädesüß gelesen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Filipendula_ulmaria


    Dabei ist mir folgendes aufgefallen:

    Zitat

    In Russland reiben Imker gelegentlich die Bienenstöcke mit den Blüten ein, damit die Bienen nicht krank werden und mehr Honig einbringen. Ähnlich wie bei der Zitronenmelisse lässt sich bei Bienen tatsächlich eine Reaktion auf den Blütengeruch feststellen.


    Hat jemand Erfahrung mit dieser Verwendung von Mädesüß? Kann es womöglich unterstützen beim Thema Milben?


    Viele Grüße
    Konstantin

  • Hallo,


    ist zwar reichlich spät mit einer Antwort aber ich lese gerade eben erst Deine Frage.


    Erfahrungen habe ich keine.


    Ich kann dazu nur sagen, dass es außerdem heißt, nach altem Brauch werden die Blüten zum einreiben der Stöcke genutzt um die Bienen besser an den Stock zu binden oder es ihnen "heimeliger" zu machen. Anscheinend besteht wohl eine Lockwirkung (?)
    Aus diesem Grunde heißt das Mädesüß auch Immenkraut.
    wurde aber auch zum Würzen von Met benutzt.


    Enthält Salicylate, (ähnlich der Acetylsalicylsäure im Aspirin), die wirken entzündungshemmend; vielleicht spielt das hier auch eine Rolle.


    Grüße


    Marion


    die noch nicht mal Bienen hat, sich aber mit Pflanzen gut auskennt ;-)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • ...

    Enthält Salicylate, (ähnlich der Acetylsalicylsäure im Aspirin), die wirken entzündungshemmend; vielleicht spielt das hier auch eine Rolle...



    Hallo Marion,
    vielen Dank für Deine Info.
    Der Drohn hat mal von einer Medizinfrau:wink: gehört, dass aus den getrockneten Pflanzenteilen der Mädesüß, Tampoons gerollt werden könnten....

    fals es mal keine mehr in der Drogerie zu kaufen gäbe:cool:

    Der
    Drohn

  • Hallo Drohn,


    uih - gut, dass es heutzutage immer ne offene Tanke gibt irgendwo.....:wink:




    Bei der Gelegenheit - schmöker gerade zufällig immer wieder viele Beiträge zum Schwarmimkern von Dir - sehr interssant und hört sich nach viel Erfahrung an!


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Leute,
    habe das gelesen:

    Zitat

    Ähnlich wie bei der Zitronenmelisse lässt sich bei Bienen tatsächlich eine Reaktion auf den Blütengeruch feststellen.


    wie reagieren die Bienen auf Zitronenmelisse (davon haben wir im Garten reichlich)?


    Schön, wenn jmand noch hier noch reinschaut.


    LG
    123sonne

  • Der Drohn hat mal von einer Medizinfrau:wink: gehört, dass aus den getrockneten Pflanzenteilen der Mädesüß, Tampoons gerollt werden könnten...


    Ähhh, laß es... :cool:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo miteinander,


    meine Bienen sind scharf auf Mädesüss. Vermehrt sich ohne Ende im Garten. Man muss das nur wachsen lassen, außerdem blühts wunderschön. Hab auch meine Kästen damit eingerieben.
    Als Tampon noch nicht ausprobiert aber ich nehms gegen Kopfweh.:daumen:


    Was meint Ihr denn zum Gundermann oder Donnerkraut? Wenn man die Blüte mit Wachs ausgießt, dann ergibt sich ein Bienenkopf.
    Und früher hat man daraus Bier gebraut. Büchsenmacher und Maler verwendeten das Kraut zur Bleiausschwemmung.


    Grüße vom Nordschwarzwald


    Gabriele

  • Hallo Miteinander,
    Bier aus aus Wachs gegossenen Bienenköpfen?
    (Über die Kombination Tampons brauchen UND Kopfweh haben schreib ich lieber nichts)
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Gundermann = Gill vom franz. guiller, Bier fermentieren.


    Gundermannbier war bei den Engländern dermaßen beliebt, dass sie ihre Bierschenken schlichtweg als Gill-houses bezeichneten. Der Hopfen, der unserem heutigen Bier seinen Geschmack verleiht, wurde erst viel später als die anderen Kräuter zum Bier herstellen verwendet. Mit dem Reinheitsgebot von 1516 verschwanden in Mitteleuropa alle althergebrachten Bierkräuter (Heidekraut, Dost, Schafgarbe, Wermut, Mädesüß,Fieberklee, Gamander, Ginster,Bilsenkraut) aus dem Volkstrunk, auch der gute Gundermann. Zur Bierherstellung durften nur noch Gerstenmalz, Hopfen und Wasser verwendet werden. Das erlassene Reinheitsgebot kam dem Zeitgeist entgegen, die Arbeit nicht mehr als Fluch, sondern als moralischen Wert zu sehen. [COLOR=rgb(0, 0, 0)]Man konnte nicht länger dulden, dass das arbeitende Volk tagelang betrunken war oder verkatert dahinvegetierte[/COLOR].


    Die Bauern sollet schaffe, net saufa!!!!

  • Hallo Gabriele,
    nee, betrunken wurde man bestimmt nicht von den damaligen Bier.
    War eher ne schwache Plürre.
    Aber durch das Brauen wurde Wasser erst trinkbar gemacht, zusätzlich noch mit Geschmack versehen.
    Aus dieser Zeit kommt noch der Spruch, das Bier Volksnahrungsmittel ist.
    "Hiermit wird bekannt gemacht, das keiner in die Bieke macht, denn morgen wird gebraut."
    Dieses Schild stellte der Schutzmann einen Tag vorher an den Bach.
    Umweltschutz Anno Tuck...
    Viele Grüße
    Lothar

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    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.