Meine ersten Schritte mit der Warré-Imkerei

  • außerdem bin ich gespannt wie die Beuten in ein paar Jahren aussehen. Leider werden sie sich verbiegen nach allen regeln der Kunst.


    Hallo Uwe, falsch: in ein paar Jahren, also in ca. 1000 Jahren, werden sie nicht verbogen, sondern komplett umgewandelt in Humus sein. Wir werden es sehen.


    Es ist alles eine Frage des Zeithorizontes des Bewußtseins. Das Bewußtsein ist meiner Wahrnehmung nach im übrigen nicht der Körper durch den das Bewußtsein wahrnimmt. Deshalb ist es auch ehrlich gemeint wenn ich schreibe, dass wir in 1000 Jahren sehen werden was aus den Beuten geworden ist.


    Im übrigen sehe ich in Deiner Formulierung (eine Prophezeihung gegenüber meinem Werk) einen energetischen Übergriff der nicht dazu geeignet ist mein Wohlwollen zu erzeugen, solltest Du eines Tages meinen Garten und die Beuten persönlich besichtigen wollen. Miesepeter und Traumdiebe können zuhause bleiben.


    Wenn Du Dir nicht vorstellen kannst was ich mir vorstelle, dann schreibe bitte in der "ich"-Formulierung: zB: ich glaube, dass sie sich verbiegen...


    Wenn es jedoch hier im Forum üblich ist schöne kreative Dinge schlecht zu reden, nur weil irgendwo, irgendwann einmal schlechte Erfahrungen gemacht wurden, dann geniesse ich es hier wieder zu verschwinden und meine Schaffensfreude mit denen zu teilen die gelernt haben sich gegenseitig aufzutanken statt gegenseitig Energie abzusaugen.


    Ich bin Dir dankbar dass durch Deinen Beitrag dieses Thema zur Sprache kommt.


    Es gibt so viele Unkenrufe von Aussenseitern (lass das mit der Imkerei, das wird doch eh nix...), dass wir unter Kollegen doch gerne positiv miteinander umgehen können, oder?


    Liebe Grüße
    Konstantin


    ___


    Wohin kämen wir, wenn niemand ginge um mal zu sehen, wohin man käme, wenn man ginge?

  • Hallo


    bitte nicht gleich angemacht fühlen
    war in keinster Weise so gemeint.


    Leider würden sich solche Konstruktionen bei MIR total verziehen,
    aber das ist nur meine Meinung als Schreiner, der sich nur an und an
    mit solchen Sachen beschäftigt.:daumen:


    Ach ja mit dem Humus gebe ich Dir Recht, unsere Hülle wird sich dem anschließen.


    Gruß Uwe

  • Hallo Uwe,


    danke für die Antwort. Ich hab in meinem Leben schon zuviel eingesteckt, dadurch bin ich etwas sensibel geworden...


    Im übrigen habe ich vor ein paar Wochen herausgefunden, dass mein Urgrossvater Schreinermeister war. Etwas scheint hängen geblieben zu sein :)


    Zum Thema "Verziehen" ist meine Überlegung, dass sich alle Bretter ziemlich gleichmässig verziehen dürften, wenn überhaupt. Durch die Anordnung der Fasern gibt es aber keine Belastung an den Verbindungsstellen. Und die Auflage zu den anderen Zargen ist aus dem identischen Brett geformt. Dass könnte bedeuten, dass sich alle Fugen komplett decken selbst wenn die Flächen sich konkav verformen.


    Vor dem Bau war ein Brett ziemlich gewölbt, dies habe ich mit gezielter Wassergabe eben bekommen. Die Verbindungen kombiniert mit den versteifenden Oberträgern haben Zargen ergeben die gleichmässiger sind als ich zuerst geahnt hatte.


    Die einzigen Verziehungen, die derzeit wahrzunehmen sind befinden sich am Dach. Da dort die Faserung waagerecht läuft haben sich die Firstteile unten von den Dach-Seitenteilen weggezogen. Oben sind die Firstteile fest mit dem Dach verschraubt, da tut sich nichts. Evtl. werde ich die Firstseiten noch wässern und mit den Seitenteilen verschrauben. Vielleicht lass ich es auch, ich beobachte erst mal weiter.


    Viele Grüße
    Konstantin

  • Hallo Konstantin,


    sehen aus wie Designermöbeln. Ob Uwe mit seinen Befürchtungen recht hat, wird ja der erste (Schnee) Winter zeigen.


    Wegen dem Falz versuche ich es noch einmal. Bitte ein ( nahes ) Foto von einer gekauften Zarge ( mit Oberträgern ) von oben.


    schöne Grüße
    J F

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Hallo Warre`freunde,
    Schönheit und Haltbarkeit ist bei Holz son Ding.
    Fürs Auge wunderschön.
    Das genieße ich jetzt erst einmal.
    Es ist ein Kunstwerk !!
    Die Überlegungen das Kunstwerk in Form zu halten sind richtig !!
    Sicherlich wird es einige Verwerfungen geben,aber die Bienen juckt das überhaupt nicht.
    Sie nutzen einfach die neuen Einflugmöglichkeiten.
    Es ist unwichtig wie es in einigen Jahren aussehen wird,es gefällt mir JETZT !!
    Gruß
    Helmut

  • Hallo


    nochmal
    es war nie meine Absicht etwas zu zerlegen


    wollte nur darauf hinweisen
    wenn man sich so viel Arbeit macht und Mühe gibt
    dann sollte es nicht an der falschen Maserrichtung des Holzes scheitern
    auch wenn es schön aussieht, so würde ich das nicht bauen.


    Gruß Uwe

  • Denkbar wäre auch breite Bretter erst mal über Jahre zu lagern, bzw alte Bretter zu nehmen. Diese Bretter werden in 4 cm breite Leisten gesägt, rechtwinklig gehobelt und mit Leim wieder verbunden. Dadurch erhält man ein Brett in der Maserung wie ich es verwendete, ohne dass weitere Verformungen zu erwarten sind. Der Nachteil: Es dauert lange und es kommt mehr Leim zum Einsatz.


    Meine Gedanken gehen allerdings in eine ganz andere Richtung: Das Holz (Douglasie) ist hart und verrottungsstabil, soweit so gut, aber es ist damit ein schlechterer Isolator als zB Fichte. Die Wandstärke ist 20 mm. Bei der gekauften Beute sind es ca. 30 mm leichtes, besser isolierendes Fichtenholz. Im Winter/Frühling ist eine gewisse Isolation wichtig für die Bienen. Sollte ich für die selbstgebauten Beuten noch einen zusätzliche Winterdämmung vorbereiten?


    Viele Grüße
    Konstantin

  • Gestern ist etwas sehr seltsames passiert: der befreundete Imker (Lukas), vom dem ich die Bienen für den Kunstschwarm bekam, war zu Besuch. Es war sehr wenig Flugaktivität an Beute W3 (wie die letzten Tage schon). Wir schauten durch die Scheiben in die Beute und wenige Minuten später sah Lukas plötzlich eine tote Königin aussen, unterhalb des Einfluglochs liegen. :-(

    Diese war vorher nicht da gewesen. wenige Minuten später entstand grosse Flugaktivität (Einfliegen), so als ob der Schwarm frisch eingeschlagen war.
    Auch die Bautätigkeit im Inneren wurde plötzlich aktiver. Es war so, als ob ein Konflikt gelöst ist und nun das Volk richtig loslegt.
    :Biene:


    Das komische ist, dass die Königin anders aussieht als diejenige die ich gekauft hatte (dunkle F1)


    Lukas hatte eine Idee was passiert sein kann. Er vermutet, dass sein Volk jetzt weisellos ist. Er vermutet, dass wir seine Königin übersehen und mit abgefegt haben. Er hatte zwar ein Absperrgitter, aber ein zusätzliches Flugloch für den Honigraum. Dann kann es sein, dass jetzt die dunkle Königin die andere gestochen hat. Interessanterweise exakt in der Minute in der Lukas zu Besuch kam, quasi so dass er jetzt den Hinweis bekommen hat bei seinem Volk nachzusehen ob sie schon eine neue Weisel nachziehen.

    Meine beiden anderen Völker verhalten sich völlig normal. Dort scheint keine Königin zu fehlen.


    Herrn Engfer habe ich Bilder der toten Königin gemailt. Darauf bekam ich umgehend Antwort dass der Cubitalindex Auskunft geben kann. Sollte dieser bei 1:2 oder sogar darüber liegen, ist es eine Carnica-Königin. Bei deutlich unter 1:2 (z. B. 1:1,7) ist es eine Mellifera-Königin.



    Als Anfänger wusste ich erst gar nicht was er meint, jedoch hilft das Internet schnell weiter. Also der Cubitalindex der toten Königin (Lupenschätzung) liegt bei ca. 1:2 bis 1:2,2 also ist es eine Carnica gewesen.




    Ob die jetzt bei Lukas fehlt oder mir zu geflogen ist weiss ich nicht. Ich beobachte weiter.



    Es gibt echt viel zu lernen für einen Anfänger! Aber es macht viel Freude :-D
    Konstantin

  • Ich habe gestern Nachmittag nachgeguckt und das Volk ist tatsächlich Weisellos. Zum glück habe ich aber eine ersatzkönigin parat nur mit der wollte ich am Donnerstag einen KS machen.
    Soll ich das Volk nachschaffen lassen oder die ersatz Königin dazugeben?


    Für Antworten bin ich dankbar

    ja ich bin der Lukas ich hab 0 völker auf dnm in segeberger kästen.

  • Wegen dem Falz versuche ich es noch einmal. Bitte ein ( nahes ) Foto von einer gekauften Zarge ( mit Oberträgern ) von oben.


    Hallo JF,


    ich weiss zwar nicht genau wass Deine Frage ist, aber ich hab jetzt mal ein paar Bilder gemacht:



    Oben: selbstgebaute Zarge,
    unten: gekaufte Zarge


    gekaufte Zarge von innen: gefräste Nut in der Mitte der Oberträger:


    eigene Zarge, Oberträger sind sägerauh:


    die gekaufte Zarge mit Meterstab:



    Wenn das nicht reicht erklär mir bitte was genau Dein Wunsch /Deine Frage ist.


    Viele Grüße
    Konstantin

  • Hallo Konstantin,


    danke für deine Bemühungen. Weil ich nicht weis was für dich am leichtesten ist habe ich die Frage verschieden formuliert. Ich muß dich doch bitten (noch einmal) zum Maßstab (bzw Schiebelehre) zu greifen.
    Die erste Frage bleibt daher: Wie dick sind die gekauften Oberträger (von meinem Lieferanten sind sie 8mm) ?
    Und zweitens (was man am Foto leider nicht klar erkennen kann), gibt es eine Stufe zwischen Zargenoberkante und Oberträgeroberkannte ? Wenn ja, wieviele mm. Oder man kann auch fragen wie tief ist der Falz.



    schöne Grüße
    J-F

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Hallo J-F,


    jetzt hab ich verstanden was Dich interessiert:
    Oberträgerdicke: ca. 8,5 mm
    Falztiefe: ca. 10,5-10,8 mm
    Stufe zwischen Zargenoberkante und Oberträgeroberkante ca. 2-2,3 mm


    Diese Stufe mag günstig sein sofern man die Oberträger annagelt und keinen Versenker benutzt. Ob sie anderweitig Vorteile oder Nachteile hat? Erzähl mir was Du denkst.


    Viele Grüße
    Konstantin

  • Hallo Konstantin,


    Danke, und wie Du in diesem Forum sicher schon gesehen hast, gibt es eine professionelle Zeichnung der Warrebeute, (gewissermaßen die Forumsversion) mit Oberträgerdicke 10mm und Falztiefe auch 10mm.


    Die gekauften (Zargen und Oberträger) werden angeblich nach Originalzeichnungen hergestellt (ich habe nur die Oberträger gekauft und finde das die Unterseite gehobelt ausschaut) und da wundert es mich das die Differenz nicht größer ist als ca 2mm. Ich hätte eine Falztiefe erwartet das die Differenz 5 bis 7mm ist. Also so groß das eine Biene dazwischen passt.


    Der Vorteil im ersten Fall ist (glaube ich) dass im Falle des Durchbauens bis zum unteren Oberträger, beim Trennen mit einem Draht keine Zellen zerschnitten werden.
    Beim zweiten wird man die Zargen leichter aufsetzen können.


    Und sollten zufällig andere Warrianer mitlesen. Wie dick sind bei euch die gekauften Oberträger ?


    schöne Grüße
    J-F

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Habe dazu 1 cm dickes Pappelleimholz aus dem Baumarkt genommen.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"