Meine ersten Schritte mit der Warré-Imkerei


  • Gibt es bei Falztiefe und Oberträgerquerschnitt einen Unterschied zwischen selbstgebaut und gekauft ?


    Muss ich erst nachmessen.


    im übrigen habe ich jetzt 2 Futterzargen gebaut und W2 + W3 bekommen darüber jetzt Apiinvert.
    Siehe extra Thread mit Bildern.


    Was mich wundert, dass der unlängst eingelaufene Kunstschwarm sehr hohe Aktivität in der Futterzarge zeigt. Es sieht quasi wie Stau aus, so als ob keine Biene mehr vor oder zurück kommt.



    Habe ich die Futterzarge zu früh aufgesetzt? Hätte ich erst ein paar Tage warten sollen, damit sie sich einfliegen und dann das Futter zusätzlich nehmen? Mir kommt es so vor, als ob sie nur ganz wenig fliegen. Schaut doch bitte mal die Bilder an und schreibt wie ihr das seht.



    Fotos vom Innenleben vom Freitag 21 Uhr:


    (Fotos so übereinander wie die 2 Zargen stehen)
    obere Zarge:


    untere Zarge:




    Fotos Samstag 12 Uhr (mit Futterzarge / Aufstieg rechts im Bild)
    obere Zarge:


    untere Zarge:

  • Wo bitte soll dein Kunstschwarm denn das Futter unterbringen ????


    Gieb deinem Kunstschwarm in der oberen Zarge wenigstens 5 Mittelwände , (der ganze Rest Leitwachsstreifen), Wenn sie nach 1-2 Tagen einen Teil der Mittelwände ausgezogen haben dann REGELMÄßIG in KLEINEN Mengen füttern. ( alle 1-2 Tage etwa einen Liter verdünnten Honig ) Flugloch verengen !!!!!
    Bei Warre kein Zuckerfutter, sonst kann es auf Grund der Betriebsweise passieren das du es nächstes Frühjahr im ersten Honig hast. ( Das was die Bienen zuerst einlagern wird zuletzt verbraucht )
    Zucker kann also erst bei der letzten Herbsteinfütterrung ( wenn nötig, sollte aber nicht sein ) in Frage kommen .dann wird er als erstes wieder verbraucht ).

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Hab mal schnell ein paar Bilder in die Galerie hochgeladen wie ich das mit den Mittelwänden mache.( Hoffe es hat funktioniert).
    Arbeitsschritte :
    -Oberträger mit Kreissäge halbieren ( Ergiebt 2Stäbe 10x10 mm)
    - Mittelwand mit EINER Tackerklammer ( 8mm) fixieren.
    nur Mittig, sonst wirft sich die Wand später !!!

    Unbedingt darauf achten das die Mittelwand etwa 4-5 mm über den Träger hinausragt !


    - Träger zusammenpressen und mit drei Klammern auf der Oberseite
    zusammenfügen.
    - Träger vorsichtig drehen, und an den Enden der Unterseite
    zusammentackern.
    - Überstehende Mittelwand versetzt umbiegen und andrücken.
    ( Wichtig, sonst rutscht die Wand in der Beute durch die Wärme und das Bienengewicht wieder raus, Die Bienis befestigen
    sie nicht gleich so fest. Ich fahre meist noch mal mit einem heißen
    Lötkolben an der Oberflche entlang, so sitzt die Sache dann wirklich
    fest.)


    Als Mittelwände nehme ich Freudenstein. Passt in der Höhe wunderbar, und die abgetrennten Seitenstreifen werden gleich wieder als 1cm hohe Leitwachsstreifen verwendet. ( Wichtig : links und rechts wenigstens 5mm Spiel zur Beutenwand lassen.


    Versuch gar nicht erst einen Kunstschwarm wie einen Naturschwarm zu behandeln, dazwischen liegen Welten.


    Versuche von UNTEN zu füttern. Zum bauen brauchen deine Bienen Wärme . Die geht aber verloren wenn oben deine Futterzarge draufsteht. Also Kissen drauf, schön warm einpacken, und unten ein Futtergefäß reinstellen.

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Finvara ()

  • Ich glaube auch, daß das Honigglas zur Fütterung gereicht hätte :wink:


    Ich nehme immer Pappe oder auch nur ein paar Lagen Zeitungspapier mit einem Loch und Fliegengitter drin. Es kommt dann schon vor, daß die Bienen sich durchfressen, na gut - aber was macht es aus? Ein paar Bienen fliegen oben rum :Biene:


    Dafür kann ich die Reste der Pappe auf den Kompost werfen.


    Keep it stupid simple.


    Bernhard

  • Wo bitte soll dein Kunstschwarm denn das Futter unterbringen ????


    Sie sollen eine Unterstützung bekommen um zu bauen.
    Mir wurde von vielen Seiten geraten, dass ein Kunstschwarm gefüttert werden soll. Da ich nicht täglich die Beuten öffnen will um das Glas zu füllen, habe ich die Futterzargen gebaut. Ausserdem war mir die Bauanleitung für den kleinen Fütterer völlig unklar bis ich jetzt das Video gesehen habe. Weiterhin entweicht beim Abnehmen des Honigglases viel mehr warme Luft als durch die aufgesetzte Futterzarge.


    Gieb deinem Kunstschwarm in der oberen Zarge wenigstens 5 Mittelwände , (der ganze Rest Leitwachsstreifen),


    Ich baue keine Mittelwände ein und auch keine Wachsleitstreifen.
    Trotzdem danke für Deine Arbeit die Bilder reinzustellen.


    Flugloch verengen !!!!!


    Warum das denn? Ich hab eh schon ein verkleinertes Flugloch:
    7cm x 7,5 mm


    Bei Warre kein Zuckerfutter, sonst kann es auf Grund der Betriebsweise passieren das du es nächstes Frühjahr im ersten Honig hast.


    Bitte erklär mir wieso ich bei Warre Imkerei im Frühling Honig bekomme.
    Ich plane den ersten Honig im Herbst 2009 zu ernten.


    Viele Grüße
    Konstantin

  • Ich hätte noch eine Frage an Sabi(e)ne:

    Du schreibst, man sollte nur abends füttern, was aber machen, wenn das nicht möglich ist?

    Ich arbeite im Schichtbetrieb, eine Woche Früh, da kann ich abens füttern.

    Die andere Woche Nachmittags ab 14.00 Uhr, da komme ich erst um 22.30 Uhr heim.

    Wann ist also für mich der bestmögliche Zeitpunkt?

  • Ok, lass den Honig bis Herbst drin. Was oben liegt wird auch im Herbst noch oben liegen.
    Fluglochgröße ist OK.
    Kunstschwarm füttern ist richtig, hat auch niemand bestritten. Aber deine Bienen können nur entsprechend des Baufortschrittes eintragen. Der ist aber in reiner Naturbauweise bei einem Kunstschwarm viel zu gering. Darum als Starthilfe die Mittelwände. Vergess nicht , die Königin braucht auch noch Platz,(und zwar schnell) sonst hast du bald kein Überlebensfähiges Volk mehr. Deine Bienen brauchen zur Überwinterrung zwei Räume . Das baut ein Kunstschwarm so nicht mehr, wir schreiben gleich den 1. Juli.
    Größere Mengen Futter verderben wenn sie nicht innerhalb von kurzer Zeit aufgenommen und verarbeitet werden. Futterzargen sind gut für starke Völker, aber anhand der Fotos sieht man das der Schwarm unmöglich in der Lage ist diese Menge zu verarbeiten.

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Hallo Finvara,


    mag sein, dass Du gute Erfahrung mit Mittelwänden gemacht hast. Ich werde aber keine einfügen. Dazu müsste ich das Volk komplett zerlegen, die angenagelten Oberträger, an denen schon Waben hängen abmontieren, durchsägen,... Rein theoretisch wäre dies denkbar gewesen bevor ich die Bienen hatte einlaufen lassen. Aber jetzt wo sie fleissig bauen lass ich sie auch bauen.


    Heute ist im übrigen die obere Zarge schon ca. zu einem Viertel zugebaut. Unten ist auch schon der erste Ansatz einer Wabe fertig. Wenn die so weiter machen ist übermorgen eine Zarge komplett. Der Wetterbericht ist gut, die Trachtlage auch. Die schaffen das schon.


    Wegen der Futtermenge habe ich mich an diesen Text von Sabine gehalten:


    Frisch eingeschlagene Schwärme kriegen sofort 5 Liter 1: 1 und dann jeden Tag je nach Größe 1 oder 0,5l etwas dünner, aber nur abends füttern, weil sonst Räubereigefahr besteht.


    Ich habe die Zarge nicht komplett gefüllt, sondern nur ein paar Liter reingegeben. Das sie dies nicht in der ersten Nacht geleert haben hat mich nicht gewundert.


    Nachdem ich jetzt verstanden habe wie der kleine Fütterer gebaut und angewendet wird sehe ich das der auch passender gewesen wäre.
    Meine Frage ist jetzt was besser ist: Die Futterzarge oben lassen bis sie leer ist, dann runternehmen, Kissen + Dach drauf und alles weitere machen die Bienen selber, oder den kleinen Fütterer bauen und damit die Futterzarge ersetzen.


    Viele Grüße
    Konstantin

  • Aloha,

    Zitat

    Kunstschwarm füttern ist richtig, hat auch niemand bestritten. Aber deine Bienen können nur entsprechend des Baufortschrittes eintragen. Der ist aber in reiner Naturbauweise bei einem Kunstschwarm viel zu gering.


    Nein, eben gerade bei KS gegenüber kleineren Schwärmen eher nicht!
    Die KS (1,5kg) bauen wie bekloppt und saufen jede Nacht 1 l weg, die drei Wochen älteren, aber kleineren echten Schwärme schaffen grad mal nen Viertelliter und bauen aufgrund der geringeren Kopfzahl auch langsamer.
    KS nach einer Woche 7 DN-Waben ausgebaut, Naturschwärmchen in 4 Wochen 5...
    Zum Bauen braucht es Wärme, ja, aber die kann nur aus dem Zucker kommen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Laß den großen Fütterer drauf, Konstantin. Aber achte darauf, daß sie ihn nicht zubauen!


    Bernhard

  • Hallo.


    Ob die Oberträger mit dem oberen Rand der Zarge abschließen siehst du auch ohne Maßstab.


    Wie man bei den Bildern (Warre Futterzarge) sieht hat die Fichten (?) Zarge eine horizontale Faserung und die zwei Lärchenholz (?) Zargen (schaut gut aus) eine vertikale Faserung. Ein Foto von der Rückseite wäre auch interessant. Ob z.B. das Glas über die ganze Höhe geht.


    schöne Grüße
    J-F

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Hallo J-F,


    die selbstgebauten Beuten sind aus Douglasienholz. Schön, dass sie Dir gut gefallen. In meiner Nachbarschaft ist ein Sägewerk. Dort bekomme ich gut und günstig Holz, manchmal muss ich nur eine Weile warten...


    Wie Du richitg erkannt hast haben die Zargen eine vertikale Faserung.
    Es geht jedoch weiter: Alle acht gebauten Zargen können übereinander gestellt werden und die Maserung aller 4 Seiten ergeben ein Bild:


    Im allgemeinen werde ich jedoch max. vier Zargen stapeln. das sieht dann so aus:


    Da es mein Ziel ist so naturnah wie möglich zu imkern habe ich einen hohlen Baumstamm so gut es geht simuliert: Die Bretter wurden im Sägewerk markiert so dass jetzt die Bretter in der selben vertikalen Richtung stehen wie der Stamm im Wald stand (also nicht auf dem Kopf). Weiterhin sind die Bretter so gefügt, dass die Jahresringe einen Ring ergeben:


    Die Bretter der Zargen sind mit Holzdübeln und Naturleim (Auro) gefügt. Metall habe ich nur verwendet um die Oberträger zu nageln, das Dach anzuschrauben und den Stoff unter das Kissen zu tackern.


    Die Anregung, die Hölzer senkrecht zu stellen und die Richtung zu beachten habe ich von der Firma Schusterholz. Diese Firma baut auf diese Weise Blockhäuser für Menschen.

    Zitat

    Die Balken stehen zur Erhaltung höchstmöglicher Naturordnung in Wuchsrichtung und mit der Innenseite des Baumes in das Hausinnere zeigend. Dadurch verlaufen die Jahresringe um das Haus, wie es von Natur vorgegeben ist. Durch die intakte Innenstruktur (gewachsene Einheit) und die wesensgerechte Anordnung der Balken entsteht im Haus eine wunderschöne Wohnatmosphäre, geprägt durch die Ruhe, Kraft und Naturordnung alter Bäume. Zitatherkunft


    Es ist nicht leicht 34 cm breite Bretter zu bekommen, noch dazu welche die sich wenig oder gar nicht verziehen...
    Aber das Sägewerk hat es möglich gemacht. Es ist also auch bio-regionales Holz!


    Die selbst gebauten Zargen haben auf der Rückseite kein Fenster. Die Innenaufnahmen stammen von der gekauften Beute aus Fichte.


    Viele Grüße
    Konstantin