Woher bekomme ich neutrale Informationen ,wenn nicht hier?

  • Hallo Moderatoren,
    Woher bekomme ich überhaupt Informationen,wenn nicht hier ?
    Die Zusammenhänge scheinen ja klar zu sein:
    bei allen Informationen der letzten Zeit habe ich den Eindruck gewonnen,
    das wir Imker mit unseren Sorgen so ziemlich alleine gelassen werden.
    Unsere beiden Verbände sind nicht stark genug.
    Oder glaubt wirklich noch jemand,das wir gegen die Landwirtschaftslobby und den Chemiegiganten eine Chance haben ? (Ultracid,Poncho)
    Ross und Reiter nennen sollte uns wichtig sein.
    Oder sollen wir uns damit abfinden,das wir,mit unseren Bienen,in wenigen Jahren verschwunden sind ?
    Die wirklichen Hintergründe stehen nicht in den Tageszeitungen,da brauchen wir Leute wie z B Eric.
    Wie soll ich mir eine Meinung bilden,wenn die Informationen nur von einer Seite kommen ?
    Die Allianz,die sich da zusammengefunden hat ist schon sehr bedenklich.!
    Sich persönlich zu beschimpfen,muß aber nicht sein.
    Aber Informationen,Zusammenhänge und Erkenntnisse aus anderen Ländern wünsche ich mir sehr.
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Helmut, deinen Aussagen stimme ich leidenschaftlich zu!
    Hörigkeit scheint auch eine besondere dt. Tugend zu sein.
    Da bleib ich lieber gleich Preuße und beobachte, wessen Fahne wann gelegentlich wie flattert und wer gar keine hat.


    Manne

  • Auch ich möchte Infos von beiden Seiten um mir ein Urteil bilden zu können. Aber, genau so gut verstehe ich Hartmut und würde sicher ähnlich handeln.


    Ich wünsche mir, wahrscheinlich wird es aber nur ein Traum bleiben, dass wir gewisse Leute hier behalten, sie uns weiter mit Infos versorgen, allerdings in einer Form die uns und Hartmut weiterhilft.
    Denn wie hat Hartmut geschrieben:

    Zitat

    damit diejenigen Imker, die keinem Verein oder Verband angehören auch an entsprechende Informationen kommen. Sich auch ohne Vereinsrundbrief und gewisse Zwangsbeiträge informieren sowie sich über unser Hobby austauschen können


    Aber zu diesem Austausch gehören heute zwangsläufig auch brisante Themen, denn sie werden unser gemeinsames Hobby in Zukunft immer mehr bestimmen. Nur müssen wir alle einen Weg wählen, auf dem wir uns nicht selber die Steine legen.
    Warum schreibe ich das hier?
    Nach dem Bienensterben in Süddeutschland ist mir aufgefallen, wie gering die aktive Solidarität der anderen Imker mit ihren süddeutschen Kollegen ausgefallen ist. Selbst im Verein war es kaum einer Unterhaltung wert und schon gar nicht einer Diskussion darüber, wie wir uns vor solch einer Situation schützen oder verhalten können. Ich nehme mich da nicht aus. Die Frage ist, warum verhalten wir uns so? Ist es Angst, Bequemlichkeit oder Dummheit?
    Eines steht fest, wenn wir alle unser Süppchen alleine kochen, haben wir es nicht besser verdient.
    Alle Imker, die schon einmal ihre Bienen zu tausenden qualvoll haben sterben sehen, ohne bei sich selbst oder der Varroa die Schuld geben zu können, werden wissen was ich meine. Erst dann merkt man richtig wie ohnmächtig oder machtlos man doch eigenlich ist. Es beschäftigen einem ständig Gedanken wie, sollte ich den Standort aufgeben, gibt es noch einen Ort an dem meine Mädels nicht so leiden müssen oder sollte ich gar ganz aufgeben. Und dabei habe ich noch nicht einmal die Probleme von einem Berufsimker, der damit seine Familie ernähren muss.
    Ich möchte hier jedem ans Herz legen, es kann morgen auch dich treffen.
    Wir müssen es doch hinbekommen, einen Dialog zu finden, der uns hilft und voran bringt, uns Wissen anzueignen, der hilft Kontakte zu knüpfen und uns zusammenschweißt und stark macht.
    Hoffnungsvolle Grüße aus Sachsen
    Peter