Stellungnahme des DBIB zu Grötzingen

  • Ich veröffentliche, wie auch schon vorher über meinen Verteiler, eine Stellungnahme des DBIB zu der Expertentagung in Grötzingen.


    Gruß, Klaus



    Vertreibung der Imker - als Lösung zum Bienensterben


    Als Ergebnis des zuhörenden Imkers, gibt es nur eine Empfehlung - weit weg mit den Bienen. Aber wohin? Etwa in den Obstbau zum Antibiotika? Oder in den Nosema bringenden Raps? Oder gar zur Gentechnik? Unsere bis dato erfolgreichen Betriebskonzepte greifen ab jetzt nicht mehr.


    Die Antworten auf die Fragen aus der Praxis, vor allem des Berufsimkers Christoph Koch (stellvertretender Vorsitzender und Landesgeschäftsführer Baden-Württemberg des Berufsimkerverbandes DBIB), zeigten immer wieder, wie weit entfernt all die Verantwortlichen aus den diversen Bereichen vom Mut zur richtigen Entscheidung sind. EU-Vorgaben werden als Vorwand angeführt, um sich hinter deren Entscheidungen zu verstecken. Frankreich, dessen Arzneimittel-Konsum weit höher ist als der in Deutschland und dessen allgemeine Liberalität zu Pflanzenschutzmitteln überall bekannt ist, geht einen weit mutigeren und konsequenteren Weg.


    In unserem Lebensumfeld beobachten wir seit Jahren etwas, das nicht stimmig ist, das Schäden und Unfälle anrichtet. Wir vom DBIB haben das immer schon kund getan, unsere Warnungen wurden jedoch ignoriert. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat sich mit dem Ruhen der Zulassung immer noch die Hintertür offen gelassen. Die Sämaschinen werden umgebaut, aber der Abrieb des Nervengiftes bleibt weiterhin als Risiko bestehen. Die Bauern werden es einatmen und blütenbesuchende Insekten wie Honigbienen, Wildbienen und Hummeln werden weiterhin vergiftet.


    Der französische Chemiker Dr. Bonmatin und seine Kollegen zeigten erneut die Wirklichkeit auf. Die Wirkung dieser Nervengifte ist linear. Nicht die hohen Dosen des Nervengiftes Clothianidin allein bewirken die tödlichen Reize an den Synapsen kontaminierter Bienen. Schon allerkleinste Mengen haben vernichtende Wirkung. Und die Konzentration des Gifts im Boden der ständig wachsenden Monkulturflächen im Ackerbau multipliziert die Probleme. Diese Ausführungen decken sich genau mit den Beobachtungen vieler Berufsimker in anderen Teilen von Europa und passen zu den traurigen Ereignissen des weltweiten Bienensterbens in den letzten Jahren.


    Mit der Schädlingsbekämpfung durch Beizung wird zwar ein Hundertstel des Giftgewichts des Spritzgiftes ausgebracht, aber dieses Wenige ist 6000-mal giftiger als alles vorherige. Eine der Menge von zehn Stücken Würfelzucker entsprechende Giftmenge von Poncho Pro


    Die Firma Bayer hat sich auf dieser Veranstaltung bei den Imkern entschuldigt und laut Minister Hauk freiwilig zu Schadensersatz verpflichtet, wohl auch um möglichen Gerichtsverfahren aus dem Weg zu gehen.


    Die Versuche auf Bienenkrankheiten wie Nosema oder die Varroamilbe abzulenken, wirkten mehr als hilflos. Nach wie vor wird auf die Argumente der Imker nicht eingegangen, die Wahrheit wird aber maximal verdrängt. Den Herstellern wird immer noch mehr Glauben geschenkt als den Argumenten der Kritikern.


    Es fehlt jetzt nur noch das Argument, dass die Bienen Selbstmord begangen haben.


    Manfred Hederer,
    Präsident des DBIB Deutscher Berufs und Erwerbs Imker Bundes

  • Vielen Dank Klaus,


    gut, daß Du das hier nochmal gepostet hast.


    Ich lese nähmlich schon längst nicht mehr im Faden für "Massenhaftes Bienensterben"
    Dieser ist mir inzwischen zu unübersichtlich und gigantös geworden, so daß ich den Faden im Faden verlor.:)

  • A propos Antibiotika im Obstbau.


    Wer hat den auf Bundesebene und Landesebene (Baden-Württemberg) dem Einsatz von Antibiotika gegen Feuerbrand zugestimmt?
    Wer hat denn dann auch noch darauf bestanden dass per Ausnahmegenemigung die Höchsgrenze von 10 auf 20 mg/kg Antibiotika im Honig heraufgesetzt wird??


    Ich kann mich an die letzte Feuerbrand Sitzung gerade so noch erriner, da wurde auch eine Hedwig R. als Vertreterin des D.IB genannt!

  • Zitat

    Ich kann mich an die letzte Feuerbrand Sitzung gerade so noch erriner, da wurde auch eine Hedwig R. als Vertreterin des D.IB genannt!

    Verzeihung, kleine Korrektur. Hedwig R. hat an der zustimmenden Sitzung zum Antibiotikaeinsatz, nicht als Vertreterin des DIB sondern als Bevollmächtigte des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes ( DBIB ) teilgenommen ! Siehe Vorstandsmitglieder des DBIB : http://www.berufsimker.de/?q=vorstand-dbib

  • Jep, das scheint notwendig gewesen zu sein. Irgendwelche wirren Geister behaupten, daß Manfred Hederer seine Zustimmung zum Wiedereinsatz von Poncho Pro gegeben haben soll und bezweifeln, daß die Pressemitteilung von ihm bzw. vom DBIB stammt.


    Ich habe während des Expertentreffens in Grötzingen neben ihm, Christoph Koch und Manfred Raff sowie anderen Imkern gesessen. Die Stimmung bei uns war in etwa so, daß man kurz davor stand, vor Wut in die Tischkante zu beißen. Es ist schon hanebüchen, irgendeinem der imkerlichen Teilnehmer unterstellen zu wollen, er würde Bayers Machenschaften unterstützen.


    Wer mag, kann hier einen Newsfeed abonnieren, der täglich frisch einen aktuellen Pressespiegel zu Beiträgen über Imkerei und verwandte Themen veröffentlicht:


    http://honighaeuschen.eu/index.php?id=81&type=100


    Gruß, Klaus

  • http://www.bmelv.de/nn_751176/…brand-Strategiepapier.pdf


    Anlage 2, Seite 39.


    Anlage 3, Seite 41. Da wird es erst recht interessant!


    An der Abstimmung der Strategie beteiligte Bundes- und Länderbehörden und Verbände


    ....


    Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund e. V.
    Frau Hedwig Riebe
    Propst-Bechte-Platz 3
    52428 Jülich


    Bund für Umwelt und Naturschutz
    Deutschland e. V.
    Am Köllnischen Park 1
    10179 Berlin


    Deutscher Imkerbund e. V.
    Villiper Hauptstr. 3
    53343 Wachtberg


    Greenpeace e.V.
    Große Elbstraße 39
    22767 Hamburg


    Naturschutzbund Deutschland e. V.
    - Bundesgeschäftsstelle Berlin-
    Charitéstraße 3
    10117 Berlin


    .....

  • Verehrter Herr Maresch die Bemerkung

    Zitat

    Die Stimmung bei uns war in etwa so, daß man kurz davor stand, vor Wut in die Tischkante zu beißen. Es ist schon hanebüchen, irgendeinem der imkerlichen Teilnehmer unterstellen zu wollen, er würde Bayers Machenschaften unterstützen.

    mag ja angesichts des " Tagungserfolges " zutreffend sein.
     
    Festzuhalten ist jedoch folgendes : Der DIB und der DBIB sind Mitglied im Deutschen Bauernverband ( DBV ). Dieser ist Mitglied in der " Fördergemeinschaft Nachhaltiger Landwirtschaft " und stellt in der Person des Bauernverbandpräsidenten sogar den Vorsitz in diesem Verein. Siehe dazu den Link : http://www.fnl.de/fnl/organisation.html
     
    Durch die Mitgliedschaft im DBV sind der DIB und der DBIB mittelbare Unterstützer nicht nur der BAYER AG, sondern aller Agrarchemiemultis!
     
    Da hilft kein herumeiern, Fakt ist und bleibt, solange der DIB und der DBIB Mitglied im Deutschen Bauernverband sind, sind diese befangen !
     
    PS: Ich hoffe das dieser Beitrag nicht als persönlicher Angriff aufgefasst wird, da ich lediglich die Fakten schildere.

  • Code
    1. Durch die Mitgliedschaft im DBV sind der DIB und der DBIB
    2. mittelbare Unterstützer nicht nur der BAYER AG, sondern aller Agrarchemiemultis!
    3. Da hilft kein herumeiern, Fakt ist und bleibt, solange der DIB und der
    4. DBIB Mitglied im Deutschen Bauernverband sind, sind diese befangen !


     
    Verzeihung verehrter Herr Maresch, da habe ich wohl den wunden
    Punkt getroffen.
    Die Wahrheit schmerzt, logisch !:daumen:
     
    Nebenbei, ich habe nichts von " gekauft "geschrieben, sondern
    von mittelbarer Unterstützung der Agrarchemiemultis. Nicht
    einmal von unmittelbarer Unterstützung ist die Rede ! Mittelbar und
    unmittelbar sind sich doch völlig wesensfremd oder irre ich mich?

  • Meine liebe Nordsee aus dem Süden,
    ich glaube es haben jetzt alle verstanden was Sie hier für eine Vorstellung geben wollen. Ihre alten oder auch neuen "Schaukämpfe" könne Sie auch per PM austragen. Mir reichts. Es geht hier nicht mehr um die Sache.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Ihre alten oder auch neuen "Schaukämpfe" könne Sie auch per PM austragen. Mir reichts. Es geht hier nicht mehr um die Sache.
    Gruß Eisvogel


    Keine Sorge, es ist wirklich alles geschrieben zu den Verquickungen, über die Mitgliedschaft des DIB und DBIB im Deutschen Bauernverband, mit der Agrarchemieindustrie. Daher werde ich mich zu der Thematik nicht mehr äußern.
    Das sind keine " Schaukämpfe " wie Sie sich auszudrücken pflegen, sondern Fakten, harte Fakten !