wie einfüttern ??

  • Hallo zusammen


    ich habe mich letztens mit 2 "Profis" unterhalten, wie - wer - was - wieviel - einfüttert.


    Imker A füttert einen Block ( 15 kg glaube ich ) Api Fonda -
    Imker B füttert 28 Liter Api Invert.


    Wie ist Eure Variante - was ist sinnvoller???
    Ich bin als Anfänger etwas ratlos was/ wie ich einfüttern soll


    Besten Dank für Eure Tipps

  • Sirup kannst du relativ spät einfüttern weil es die Bienen beim einlagern nicht sonderlich beansprucht, da es sofort eingelagert werden kann ohne groß einzudicken oder zu invertieren.
     
    Zuckerteig halt etwas früher geben. der hat den Vorteil, dass du ihn einfach so oben auflegen kannst wohingegen du beim Sirup entweder Futtergeschirr brauchst oder einen Futtereimer wo du dafür sorgen musst, dass die Bienen nicht ertrinken...


  •  
     
    3 Imker, 4 verschiedene Varianten :wink: ..und alle erfüllen ihren Zweck....
     
    Meist füttere ich gar nicht ein, sondern überwintere mit Honig.
    In den Jahren oder in den Völkern bzw. Ablegern, wo gefüttert werden muß, dann füttere ich entweder mit Zuckerwasser 3:2 oder Apiinvert (eine Frage, der Zeit und/oder des Geldes zum Zeitpunkt der Fütterung...)
    ... meist füttere ich jeden Abend 2 Liter.......
     
    Die Gesamtmenge wird von Volk zu Volk individuell festgelegt. Bei Hinterbehandlungsbeuten gibt es eine Faustregel: Wenn die letzte Wabe an der Scheinbe voller Futter ist, dann ist genügend im Volk.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Moin,
    das hört sich sogar sehr vernünftig an.
    Viele Völker halten,nur ernten soviel wie ich verkaufen,oder tauschen kann,
    Kein Zucker etc kaufen.
    Bienen gesund auf Honig überwintern lassen.
    Das hat Vorbildfunktion.
    Gruß
    Helmut

  • nimmst du so wenig Honig, oder bringen deine Völker so viel dass du dir das leisten kannst oder willst?


     
    Ich ernte in der Regel 3 mal: Spätestens Mitte Juli ist Schluß mit dem Honigen und dann wird abgeschleudert. Die Futtervorräte im Brutraum werden nicht angetastet. Im August blüht hier die Goldrute und danach sind häufig die Völker voller Honig für den Winter. Den Goldrutenhonig lasse ich ihnen (und letztes Jahr den Radieschenhonig)
     
    Meine Politik lautet: Lieber ein Volk mehr halten als den Völkern allen Honig scharf entnehmen, um meinen benötigten Honig zu gewinnen.
     
    (Der durchschnittliche Honigertrag dürfte pro Volk etwa bei 30kg im Jahr liegen)

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo, Helmut,
    es kommt aber sehr auf die Gegend an. Freudenstein wurde ja nicht umsonst für die Erfindung der Zuckerfütterung so hochgelobt; ballaststoffhaltiger Waldhonig bringt deine Völker eher um, als daß sie da gut überwintern.
    Im Norden mag das kein Problem sein, aber im Süden schon sehr.
    Und ein Brutnest voller Melezitosehonig trägt auch nicht zur Produktion von vielen gesunden Winterbienen bei, obwohl sie darauf schon überwintern können, wenn er denn oben wäre.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo, Helmut,
    es kommt aber sehr auf die Gegend an. Freudenstein wurde ja nicht umsonst für die Erfindung der Zuckerfütterung so hochgelobt; ballaststoffhaltiger Waldhonig bringt deine Völker eher um, als daß sie da gut überwintern.
    Im Norden mag das kein Problem sein, aber im Süden schon sehr.
    Und ein Brutnest voller Melezitosehonig trägt auch nicht zur Produktion von vielen gesunden Winterbienen bei, obwohl sie darauf schon überwintern können, wenn er denn oben wäre.


     
    GENAU das Problem sollte man sehr genau beachten. Nur auf Blütenhonig überwintern! Tauhonige müssen raus aus dem Winterfutter ansonsten erlebt man im Frühjahr ein sehr böses Erwachen!

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  • Moin Sabiene,
    so ist es .
    Hier gibt es weder Wald,-noch Meli honig.
    Warre' überwintert auch auf Honig.
    Zucker kaufen,und Honig verschleudern passt nicht zusammen.(siehe Honigpreis)
    Honig verfüttern,den ich vorher geschleudert habe, kann es auch nicht sein.
    Für den kleinen Hobbyimker ist es auf jeden Fall eine gesunde Alternative
    Gruß
    Helmut

  • Vielen dank für die Anregungen -
    gibt es auch ne Faustregel bezüglich der Futtermenge - ein bekannter Imker sagte mir das er immer je Volk 20 kg einfüttert - ist das richtig ????

  • Moin,
    ich bin bekennender Vielfütterer, weil es einfacher ist, im Frühjahr zur Not was rauszunehmen, als im März bei 5° was nachzufüttern.
    Völker auf 24W kriegen etwa 20 Liter (Futterhonig), was 28kg entspricht (und auch noch gut verdünnt wird), und etwa eine große Zarge vollmacht.
    Aber ich füttere aktuell nur Ableger, KS und Schwärme; Wirtschaftsvölker erst ganz piano ab August, und den letzten Schlag gibt es erst Ende September/Anfang Oktober, je nach Wetterbericht.:wink:

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  • Danke Sabi(e)ne, das endlich mal jemand komplett zusammenträgt wie es mit kg/Liter/ Futtermenge sich verhält und ins Verhältnis zur Volksgröße setzt. Obwohl die ja auch schwankt. Hast du die Ende September/Anfang Oktober wenn du einfütterst noch auf 24 Waben?
    Liebe Grüße Martina

  • Hallo, Martina,
    bei mir enden alle Völker auf 24 Waben, da wird nix verkleinert, die brauchen den Platz.
    Die Weichen fürs nächste Jahr werden jetzt schon gestellt, und die Volksgröße nächstes Jahr hat durchaus was mit dem Raumangebot jetzt zu tun, auch wenn das viele abstreiten.:wink:
    Die Bienen regeln ja den Raum für Vorräte und Brut fein ein (wenn es nicht wieder späte Massentrachten gibt :roll:), und danach entscheidet sich dann auch ihre Entwicklung im Frühjahr.
    Schwärmen tut ein Volk auf seinem Entwicklungshöhepunkt, und auf der Stärke möchten wir es ja auch haben, damit wir viel Honig bekommen.
    Also ist es doch besser, einem Volk jetzt schon den Raum zu geben/lassen, von dem wir erwarten, daß es ihn im Frühjahr gut füllen soll, als bei enggesetzten Völkern dann zu jammern, daß die Bienen ohne Trickserei nicht in die neu aufgesetzten Zargen gehen...:wink:
    Und im hohlen Baum nimmt auch keiner zum Winter hin Platz weg....

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