nochmal Räuberei

  • was ist den ein "Vorspiel" , doch nicht so wie ich das kenne ?? Und vor allen VOR was spielen die ?
    Ahoi Norbert



    Moin , Moin aus Hamburg ,
    es sind Jungbienen, die noch nie ausgeflogen sind.
    Stell Dir vor, du fährst in den Urlaub. Wenn Du das erste mal das Hotel verlässt, rennst Du ja auch nicht gleich 10 Km durch die Gegend, sondern Du erkundest erst einmal die Hauptstaßen in der Nähe / Sichtnähe vom Hotel. Wenn man die nähere Umgebung kennt, traut man sich weiter weg.

    So eine Biene ist halt auch nur ein Mensch:wink:.

    Gesicht zum Hotel , damit man weiß , wie man zurück kommt. Erst mal in der Nähe bleiben, weil man schnell in der schützenden Festung ist und man ja auch nicht weiß, was einen da draußen erwartet. Letztendlich muß man ja auch den Motor testen, weil geflogen sind die Mädels bis dato noch nie. Wenn alles klappt, geht es auf Überlandflug.:Biene:

    Grüße aus dem regnerischen Hamburg , einem Tag vor dem längsten Tag des Jahres.

    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • mir kam grad die Idee alle Wirtschaftsvölker und alle Jungvölker untereinander zu verstellen. so verlieren die Räuber ihr Zuhause und dann sind sie vielleicht so verwirrt, dass die Räuberei aufhört...

    Hat das schonmal jemand probiert?




    Könnte das funktionieren???

  • Könnte das funktionieren???



    ..... ?????? :roll: Könnte aber auch dazu führen, das am Stand so ein Chaos entsteht, das es erst richtig losgeht. Durch das verstellen, wäre das Einbetteln / oder Eindringen sozusagen üblich. Keine der Flugbienen würde "IHR" Zuhause finden.Mit dem allgemeinen Chaos der sich "verfliegenden" Trachtbienen wären vermutlich sogar die Wachbienen eines starken Volkes überfordert. Probieren geht aber bekanntlich über studieren.
    Ich vermute , es geht schief.

    Grüße aus dem menschenleeren Hamburg (Fußball).

    Fahre jetzt gemütlich nach Hause. Feierabend !

    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Also zu dem Thema hätte ich auch noch eine Frage:

    Durch eine Eselei meinerseits (habe aus einem starken Volk einen Ableger gebildet und den mit zugesetzter Königin direkt neben das Muttervolk gestellt ... ja - ich weiss es jetzt ...) ist bei mir auch der Ableger ausgeräubert worden.
    Nachdem ich das erkannt habe, hab´ ich den Ableger an einen anderen Platz 3km weit weg gebracht. Ich finde aber jetzt die zugesetzte Königin nicht mehr.

    Frage: Wird bei der Räuberei auch die Kö angegriffen und evtl. sogar von den Räubern abgemurkst - oder klauen die "nur" das Futter ... ?

  • Hallo Jupp,


    wenn du eine neue Königin zugesetzt hast und die noch keine richtige Bindung zum Volk hatte können die, auch die eigenen Bienen abgestochen haben. Falls die Königin von einer Wabe zur anderen hetzt ist, durch die Räuberei, ist das leicht möglich.
    Normalerweise fällt Räuberei am Anfang immer durch Bienenzweikämpfe auf. Es sei denn der Ableger wird vom Muttervolk ausgeräubert.


    Gruß Reinhard

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • N'Abend

    Habe dieses Jahr meine Ableger zu Beginn der Haupt-Frühlingstracht (Apfelblüte) gemacht. Am gleichen Stand gelassen wie Altvölker.
    Habe keinen Aussenstand.
    Die Tracht hat sich über vierzehn Tage hingezogen.
    Nix Räuberei, wie in den letzten drei Jahren.
    Habe mir gedacht, alle Flugbienen auf Reisen, keine Zeit zum Räubern.
    Inzwischen wurden die Ableger stärker.
    Auch bei der folgenden Trachtpause keine Räuberei.

    War das nur Zufall oder meine Überlegung richtig?

    Gruß

    Amadeus



    Übrigens, heute machen die Spanier die Italiener fertig mit 2:0

    teneo apis - ergo sum

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von amadeus () aus folgendem Grund: Fussball

  • sehe ich das richtig, dass es bei halbwegs guten trachtverhältnissen und einem abstand des ablegers zu den wirtschaftsvölkern eher weniger räuberei gibt? ich weiß, dass prognosen schwierig sind, aber so eine wahrscheinlichkeit würe mich schon interessieren. carnicas sind da im vergleich zu den buckfast eher anständig?

    danke
    werner

  • also die Räuberei hat sich anscheinend (vorerst) erledigt.

    hab die Fluglöcher der Altvölker eingeengt und die der Ableger auf 1 Bienenbreite. Den Ableger der mir am meisten beräubert schien hab ich mit einem entweiselten Volk vereinigt.

    Bisher scheint alles ok zu sein. Allerdings ist auch grad gute Tracht...

    Wann kann ich denn die Fluglöcher wieder etwas grösser machen? so auf 2 Bienenbreiten vielleicht?
    denn es ist schon ein arges Gedrängel zwischen den Sammlern und den sich einfliegenden Jungbienen...

    Die schwächeren Ableger besetzen 5-6 Wabengassen, die stärkeren 10.

  • Hallo, ich glaube ich habe/hatte auch gerade ein Problem mit Räuberei, möchte diese Befürchtung aber noch bestätigt haben. Folgende Situation:


    Letzten Donnerstag 3 Ableger auf 5 voll besetzten Waben bekommen und jeweils eine größere Beute umgesetzt. Ausreichend Brut und Honig.
    Samstag abends dann wie (falsch?) angelesen Fütterung begonnen. Etwa 400 ml Zuckerwasser 1:1 in Tetrapack je Volk.
    Am nächsten Vormittag war nicht einmal die Hälfte verschwunden, aber einige Bienen waren am Sammeln, der Rest hat wohl noch gut Nektar und Pollen außerhalb der Beute gefunden.
    Nachmittags: Es handelt sich um etwas ältere Beuten und eine ist an der Rückseite wohl etwas offener. Hektischer Flugverkehr dort, das Volk drinnen sehr aufgeregt und "laut". An der Vorderseite normaler Flugverkehr, dort kleine Fluglöcher (etwa 0,8 * 3 cm).


    Die Rückseite wurde nun abgedichtet und der Verkehr hat sich dort beruhigt. Heute hat meine Oma wohl noch einige kahle Bienen gesehen, wie bei Räuberei beschrieben (sie vermutet aber wohl Bienen vom Nachbarimker), sonst war aber wieder normaler Flugverkehr.


    1. War das Räuberei?
    2. Fütterung ist ausgesetzt, soll sie es bleiben?
    3. Lag das alles an dem zusätzlichen Flugloch an der Rückseite?
    4. Das ganze verlief etwa über 4-5 Stunden. Aufmachen und reingucken, wie die Lage ist oder doch lieber Ruhe gönnen?

  • 1. War das Räuberei?
    2. Fütterung ist ausgesetzt, soll sie es bleiben?
    3. Lag das alles an dem zusätzlichen Flugloch an der Rückseite?
    4. Das ganze verlief etwa über 4-5 Stunden. Aufmachen und reingucken, wie die Lage ist oder doch lieber Ruhe gönnen?



    Hallo Tommy,
    aus der Ferne immer schwierig. Aber ein Versuch wird gemacht:

    zu 1. Es war ziemlich sicher Räuberei
    zu 2. Fütterung weiter führen, aber wenn möglich erst am Abend nachfüllen - Kein Zuckerwasser verschütten!
    zu 3. Genau; Flugloch sollte es nur eines geben.
    zu 4. Reinschauen bringt nichts; Flugloch beobachten; Nicht alle "nackten", schwarzen Bienen sind vom Nachbarn; abgearbeiteten Biene verlieren ihr Haarkleid - ist auch Trachtabhängig.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • welche Tracht ist denn besonders schlecht fürs Haarkleid der Bienen?

    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Hallo Zusammen,
    wenn Bienen in einer langen (guten) Honigtautracht/Tannentracht stehen kommt es häufig zur sogenannten Schwarzsucht. As Ursache werden Viren und Pollenmangel in der Literatur genannt. Aber auch die rein mechanische Beanspruchung des Haarkleides bei der oben genannten Tracht läßt Bienen gegen Ende ihres Sammlerlebens recht nackt aussehen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk