Erlanger Magazin

  • Hallo,


    wer ist so nett und erklärt einem Anfänger, was der Vorteil des Erlanger Magazins ist. Wie ist das mit dem Kippmechanismus?? Habe leider keine Beschreibung des erlanger Magazins im netz gefunden, nur ein paar Bilder.


    Die Frage ist wichtig, da ich mich die Tage entscheiden muss.


    Gruß Micha


    Ps: Danke schon mal vor ab.

  • Hallo Simon,
    danke für die Antwort, mich interesiert aber diese Technik und ich möchte mir ein Bild davon machen und dazu fehlt mir die Beschreibung. Das eine einfache Beute weniger Arbeit machen kann ist mir klar, aber es gibt ja Gründe warum das Erlanger Magazin noch verkauft wird, Hinterbehandlungsbeuten mit Kunschschlittenaber nicht.



    Gruß Micha

  • Hallo Simon,
    danke für die Antwort, mich interesiert aber diese Technik und ich möchte mir ein Bild davon machen und dazu fehlt mir die Beschreibung. Das eine einfache Beute weniger Arbeit machen kann ist mir klar, aber es gibt ja Gründe warum das Erlanger Magazin noch verkauft wird, Hinterbehandlungsbeuten mit Kunschschlittenaber nicht.
    Gruß Micha


    Hallo Micha,


    an "Technik" ist da nicht viel dran, nur Kippbeschläge, guckst du hier : http://www.holtermann-shop.de/…5d37733dc20710c5abf455b92 
    Best. Nr. 8544



    Ansonsten ist das Erlanger Magazin ein Magazin für neun Zanderwaben mit kurzen Ohren. Modifizierte passen da erstmal nicht rein. Durch die Forcierung der Beute zu Dr. Weiss' Zeiten in Erlagnen ist sie in Bayern relativ verbreitet. Auch durch die Philosophie einer Mittelwabe bei ungerader Wabenzahl.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo.
    Ich habe letztes Frühjahr mit der Imkerei angefangen und betreue nun 8 Bienenvölker in den Erlangener Magazinen. Wir haben sie uns selbst nach einem originalmuster nachgebaut. An der vorderen Kante sind Kippbeschläge aus verzinktem Stahl angebracht, die ein leichtes Kippen ohne verrutschen der Zarge erlauben. Hinten ist ein simpler verrigelungsmechanismus, der den Transport der Kisten erleichtert.
    Die Zargen, die wir uns jettz gebaut haben, sind eine Mischung aus der Hohenheimer Einfachbeute und dem Erlanger Magazin. 9 Rähmchen passen rein, aber der Falz ist weg. Den brauchts wirklich nicht. Auch die Kipbeschläge haben wir weggelassen, nur zwischen dem Boden und der ersten Zarge sind diese noch da, damit Ableger leichter transportiert werden können.
    Zum selber bauen ist die Einfachbeute defenitiv besser, da ne Kreissäge ausreicht. Auch das Geld für die Kippbeschläge und die Verriegelung spart man sich.
    Der Falz ist auch ziemlich überflüssig. Die Kisten stehn auch ohne Bombenfest!
    Viele Grüße!


    Edit meint: Da war einer schneller. Kurze Ohren würd ich jetzt nicht als Nachteil sehen. Ist aber Ansichtssache! Ich glaub auch nicht, dass ne Zentrale Mittelwaabe das Volk beeinflusst. Die bauen ihr Brutnest schon so, wies ihnen passt.

  • Hallo Micha,


    ich imkere seit 1984 in Erlanger Magazinen und bleibe auch dabei.


    Die Kippbeschläge gibt's auch bei anderen Beuten bzw. kannste die überall anbringen - angeschaut haste sie bestimmt schon.


    Die hohe Futter-Wander-Zarge ist was besonderes und der Deckel mit den beiden Fluglöchern. Die Seitenfalze möchte ich nicht missen, da sie den Zargen beim Aufsetzen und Abnehmen eine seitliche Führung geben und sie somit nicht so leicht wegrutschen. Außerdem sind sie ameisen- und wetterdichter und die Bienen müssen nicht soviel kitten.


    Ich kann Dir das Buch "Der Wochenendimker" von Dr. Weiss empfehlen. Dort wird nicht nur die Erlanger Beute ausführlich beschrieben sondern auch viele verschiedene Betriebsweisen mit diesem Magazin. Gerade für Anfänger ein sehr gutes Buch.


    Gruß Günter


  •  
    Die Erlanger Magazinbeute


     
    Die Erlanger Magazinbeute ist ein Entwicklung der Bayerischen Landesanstalt für Bienenzucht in Erlangen (heute: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau – Fachzentrum Bienen, Postfach 110264, 97029 Würzburg). Hier kann auch eine Bauanleitung angefordert werden. Sie ist eine der modernsten Beute auf dem Markt.
     
    Die hier vorgestellte Beute vereinigt in sich alle Teile, die zum Imkern notwendig sind: Boden, 3 Zargen, Futtereinrichtung und Deckel. Im Bereich der Entwicklung der Böden hat sich seit der Aufkommen der Varroamilbe vieles getan. Der heutige Boden muss es dem Imker ermöglichen, die Kontrolle der Varrose und die entsprechende Behandlung möglichst einfach durchzuführen. Darum wurde ein Boden mit Gitter und Schieber zum herausziehen entwickelt.
     
    Die Kastenwände sind aus 27 mm Fichten-Massivholz (oder Weymuthskiefer). Der Deckel ist mit 20 mm Styropor wärmegedämmt. Das Bodengitter besteht wegen der Behandlung der Bienen mit verschiedenen Säuren aus Edelstahl. Da die Beute in der Regel im Freien steht braucht sie einen Außenanstrich, aber kein Bienenhaus.
     
    In den beiden unteren Zargen befindet sich der Brutraum der Bienen. In jeder Zarge finden 9 Rähmchen (Zander) Platz. Der oben aufgesetzte Honigraum ist durch ein Absperrgitter vom Brutraum getrennt, so dass die Königin und die Drohnen nicht in den Honigraum gelangen können. Für bestimmte imkerliche Maßnahmen (Füttern, Ablagerbildung, Vereinigung von Völkern) gibt es noch ein Trenngitter, das bienenundurchlässig ist.
     
    Das Flugloch lässt sich durch einen Flugkeil verkleinern (Schutz gegen Räuberei oder Mäuse) oder verschließen (Wandern).
     
    Das Besondere an der Erlanger Magazinbeute sind die Kippbeschläge, die es erlauben, zur Varroakontrolle die beiden Bruträume voneinander zu trennen, ohne einzelne Magazinteile abzuheben. Zur Wanderung = Transport der Bienen braucht man keinen zusätzlichen Wandergurt um die Beute zusammen zu halten. Auch der Bodenbrettwechsel und die Reinigung der Beute durch Abflammen ist sehr einfach.
     
    Die Betriebsweise ist in dem Buch von Karl Weiß „Der Wochenendimker“, Kosmosverlag, ausführlich beschrieben.
     
     
    Weitere Informationen erhalten Sie bei Hans-Hagen Theimer, Bienenfachwart,
    Rain 15, 83093 Bad Endorf, Telefon: 08053/208591 oder 0170/4816990.

  • Am Besten wäre es, wir fragen Klaus, welche Beute er in Zukunft zulassen will. Schließlich hängt die Bienengesundheit und die der umgebenden Imker davon ab. :-)
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.