generell: welches Futter?!?

  • hallo,
     
    wollte mal fragen welches futter ihr so euren bienen gebt? selbstgemischtes zuckerwasser? gekauftes bienenfutter?
    gibts es vor-/nachteile von flüssig oder teig bzw. gekauft oder selbstgemischtem?
     
     
    danke
    harry

  • Ich finde Weizenstärkesirup mit Abstand am besten. Kostet im eigenen Gebinde etwa so viel wie Zuckerfütterung. Stimuliert den Bautrieb besser, streßt die Bienen weniger (weil weniger Invertierungsarbeit). Bezüglich Räuberei fast unproblematisch, da geruchlos.

  • Moin Harry


    generell: schwer zu beantworten ;-)


    Also ich füttere fest.
    Das mache ich aber nur aus Zeitgründen. (Ich bekomme sonst irgend wann mal Schimpfe von meiner Frau weil ich so viel Zeit bei den Bienen verbringe ;-) )


    Kiste auf, Leerzarge drauf, Bienen vom Oberträger scheuchen, Futterklotz drauf und Kiste wieder zu.
    Nach 1 - 2 Woche die leere Plastiktüten einsammeln fertig.


    Als ich noch mehr Zeit, dafür aber weniger Geld hatte, habe ich Zucker und Wasser selber angerührt.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Moin


    Ich noch mal, ne kurze Fragen an Euch Weizenstärke Fans:


    Könnt Ihr das Futter in einer Gabe draufgeben oder "stückelt" Ihr?


    Mir ist schon klar, das "fest" für die Bienen nicht so toll ist.... aber das eine will man das andere muss man...


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • also bei uns in österreich gibts ja im handel APIINVERT (flüssigfutter) bzw. APIFONDA (teig bzw. paste). da ich beim importeur dieser produkte (kommen aus deutschland) arbeite, komme ich "relativ günstig" an diese beiden futtermittel. es gibt dann noch AGENABON (das erzeugt meine firma selber) und das ist auf maisstärkebasis (auch flüssig).
     
    und somit habe ich keine ahung was ich füttern soll :confused:.
     
     
    drum wollte ich von der "mehrheit" wissen, was sache ist...
     
     
    harry

  • .......
    und somit habe ich keine ahung was ich füttern soll :confused:.
    drum wollte ich von der "mehrheit" wissen, was sache ist...
     
     
    harry


    • APIINVERT zur Wintereinfütterung nehme ich (wenn ich füttern muß, meist überwintern meine bienen auf Blütenhonig).
    • APIFONDA ist eher was zum Füttern von EWK's u.ä. Begattungseinheiten im Sommer. Zur schnellen Wintereinfütterung würde ich es nicht nehmen (weil sich die Winterbienen bei der Umarbeitung abarbeiten)
    • AGENABON kenne ich nicht. Nie benutzt.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Johannes ,
    warum, hast du ihn schon verkostet?:lol:

    Oh ja. Diese wäßrig-durchsichtige Note hat fast etwas meditiatives.


    patrick : Eine kleinere Futtergabe direkt nach der Sommertrachternte zur Milderung des Ernteschocks. Den Rest füttere ich erst im September. Dann aber in einem Zug (Adamfütterer voll, das Volk wiegen, wenn das Futter abgenommen ist und ggf. noch bis zum Zielgewicht nachfüttern). Allerdings überlege ich derzeit, lieber in kleineren Gaben allmählich aufzufüttern. Wer hat Erfahrungen mit beidem?

  • Mit dem im Brutraum belassenen Honig, ergänzt durch 2-4 kg Futterteig und 15 kg invertierten Zuckersirup. Ein zweizargiges Volk in der Segeberger sollte zum Ende der Auffütterung dann etwa 40 kg mit Beute wiegen.


    Sind eigentlich mal jemandem ungewöhnliche Auswinterungsverluste aufgefallen, bei dem im Herbst mit Weizensirup gefüttert wurde? Ich hör da bislang immer nur schwer zu wertende Gerüchte..


    Viele Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Den Rest füttere ich erst im September. Dann aber in einem Zug ... lieber in kleineren Gaben allmählich aufzufüttern. Wer hat Erfahrungen mit beidem?

    Ich. :p


    Stehen die Völker bis in die Godrute in der Tracht, dann gibt gleich danach soviel wie rein geht, denn dann ist Ende September oder schon Oktober und dann bete ich, daß sie's auch abnehmen. Es gibt Inverzuckersirup dann, den müssen die nur noch umlagern und festtreten.


    Gehen die Völker nach der Linde schon aus der Tracht oder gibt es einfach nichts mehr zu holen oder man muß wegen der Milbe Abbrechen dann füttere ich ganz langsam bis zum Zielgewicht. Dabei verfüttere ich zuerst mal Reste. Deckelwachsspülmittel, auszusortierende Futteckenwaben, Wabenbruch und Überbau, Miniplusschreddergut, EWK-Futterteig-Reste (durch Auflösen der EWKs in Ganzzargen ... also Auflösen im Sinne von Vereinigen) und was eben so anfällt. Eigenhonig der am Frühstückstisch nicht überzeugte, festgewordenen Futterteig ect. Ich halte die Bienen damit immer in Ägdschen.
    Denn ich binn gemein und schütte Wasser dran. Die müssen also nicht nur einfach umlagern und verdeckeln, die müssen eindicken und bei manchen Sachen auch noch invertieren. Wenn dann die ganzen Reste weg sind, gebe ich Inverzuckersirup mit Wasser verdünnt. Kristallzucker erwerbe ich nicht extra, wenn mir aber zufällig ein Sack verworfener Zucker angeboten wird zueinem unschlagbaren Preise dann werd ich schwach und löse den auch auf. Portionsweise.


    Das Hau-Ruck-Einfüttern nach der Linde im 0815-Schema halte ich für eine wesentliche Winterverlustursache. Da wird am 15. Juli abgeschleudert und behandelt und in Hinterbehandlung auf einen Raum eingeengt und dann wird da auf einen Schlag das ganze Winterfutter als Zuckerlösung eingefüttert. Je schneller desto besser. Jeden Abend 'ne volle Flasche drauf. Immer gib ihm! Und dann kommt die Verwunderung, daß man gar keine Brut hat in den Völkern. Ja wo denn? - frag ich mal. Erst arbeiten sich sämtliche Bienen bei der Invertierung und Umlagerung ab, dann bleibt selbst eingedickt kaum die Fläche einer Wabe bestiftbar und dann fehlen plötzlich Winterbienen, die ja vom Juli bis in den Mai halten sollten ... :roll: Oh, Gott und dann honigt auch noch spät irgendwo ein Phaceliafeld und alles ist aus, weil die Kisten zwar Futter aber keine Bienen mehr haben. Gut das Futter kommt so problemlos ins neue Jahr - die Bienen halt nicht, was ja auch die Zehrung mindert. :wink:


    Ich bin also ein Langsameinfütterer und Bienenverscheißerer. Ich mach denen Tracht, solange es geht. Und im Spätsommer kriegen die's wöchentlich schluckweise. Und dann staun ich immer dasse doch auch schwerer werden wenn ich mal nicht füttere. Das sind Trachten, die die Frühfütterer garnicht kennen oder hassen. Ich lächle, wenn sie in den Gelbsenf fliegen und spare Futter :p Denn falls es mancher noch immer nicht bemerkt hat: wir haben Klimakrise es honigt also länger und später und es gibt längere Durststrecken.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • hallo harry1976,
    Zucker: 3 Teile Z, 2Teile W Vorteil: Du bezahlst den Zucker nur und wirklich.Du kannst dosieren.
    Fertigfutter,flüssig: Du bezahlst nach Gewicht,das ist,(ich nenn es mal) Zucker plus Wasser,Du kannst (sehr) spät noch (nach)füttern,weil bereits invertiert,
    geruchsneutral-Räuberei entsteht nicht und haltbar
    Futterteig ist am bequemsten,aber die Bienen arbeiten sich stark ab.Futterteig ist gut geeignet,um die Weisel
    am Legen zu halten-anhaltender Futterstrom.
    Ich füttere in kleinen Mengen,denn die Bienen holen immer noch was rein,so entsteht ein Zucker-Honiggemisch-
    das Winterfutter.
    Gruß
    Oase

  • Hallo,
     
    ich habe zum Einfüttern die Versandboxen von Conrad. Die passen gut in die Leerzarge und es gehen 5 Liter auf einmal rein. Wenn die Box leer ist wird nachgeschüttet, bis ich meine die Völker haben genug.
     
    Winterverluste habe ich bisher noch nicht auf den Weizenstärkesirup zurückgeführt. Allerdings habe ich auch noch nie zum Vergleich verschiedenes Futter in einer Saison verwendet. Liebig hat sich mal die Mühe gemacht dies zu vergleichen und ist zu dem Schluss gekommen: Es gibt keine Unterschied.
     
    Johannes
    es stimmt, der Sirup schmeckt wirklich nicht schlecht. Noch ein bischen mit dem italienischen Ansatzschnaps strecken, dann könnts ein feines Likörchen werden.
     
    Gruß
    Werner

  • Dabei verfüttere ich zuerst mal Reste. Deckelwachsspülmittel, auszusortierende Futteckenwaben, Wabenbruch und Überbau, Miniplusschreddergut, EWK-Futterteig-Reste (durch Auflösen der EWKs in Ganzzargen .......


    Hallo Henry,


    wie reichst Du ihnen das?
    Absperrgitter drauf, Leerzarge drauf, Deckel drauf...?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.