Tautz über die Probleme der Bienen und ihre Folgen

  • Danke Manne für den Link.


    Er hat es verstanden, und kann das so ausdrücken das es auch ein Großteil der Bevölkerung ohne spezielles Wissen verstehen kann.


    Danke Herr Tautz


    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Danke für den Link. Deutliche Worte und für jeden verständlich. Hoffen wir mal das er auch die Ohren und Augen einiger Verantwortlicher Beamter in den Ämtern der Städte und Gemeinden erreicht.
    Denn gerade in Bezug auf das Schaffen von Ökologischen Nischen sind die Gemeinden am alllerehesten gefordert. Man muß nicht jeden Wegrain, jede Grünfläche etc. alle 3 Wochen rasieren. Weniger ist manchmal mehr. Der Deutsche Ordnungswahn hat genug Schaden angerichtet, hoffen wir das langsam ein Umdenken einsetzt.

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Hoffen wir mal das er auch die Ohren und Augen einiger Verantwortlicher Beamter in den Ämtern der Städte und Gemeinden erreicht.
    Denn gerade in Bezug auf das Schaffen von Ökologischen Nischen sind die Gemeinden am alllerehesten gefordert. Man muß nicht jeden Wegrain, jede Grünfläche etc. alle 3 Wochen rasieren. Weniger ist manchmal mehr. Der Deutsche Ordnungswahn hat genug Schaden angerichtet, hoffen wir das langsam ein Umdenken einsetzt.


    Seh ich auch so... selbst wenn jeder Imker sehr viel Grund und Boden hätte, hilft jeder Rainstreifen... und wenn doch angeblich die Milch aus gesunden Kräutern sooo gesund ist... warum sollten dann bittschön nicht mehr Kräuter wachsen.


    Einen Punkt hat er nicht erwähnt, dass nämlich viele Flächen NICHT für Nahrung sondern für Energiegewinnung flöten gehen, aber... alles auf einmal ist wahrscheinlich zuviel


    Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Na, das Problem gährt in mir schon lange, aber:
    dieses Jahr war's bei uns im Dorf irgendwie vernünftiger - zumindest den Löwenzahn hat man blühen lassen.
    Inzwischen ist's in Brandenburgs fernen Osten aber egal - schon alles Gras vertrocknet.
    Grüße ralf_2

  • Hallo Ysgawen,
    die Grünflächen zum Anbau von Biomasse für Biogasanlagen sind meine ganz besondere Sorge:Hier kann alles mögliche drauf geschüttet werden, Düngung, Schädlingsbekämpfungsmittel etc,denn es dient ja nicht der Lebensmittelerzeugung.
    Seh ich das richtig?
    Grüße
    Oase

  • Hallo,
    Prof. Dr. Tautz Aussagen zur genetischen Verarmung sind sicher richtig, denn die Bienen haben sich durch imkerliche Einflüsse und veränderte Umweltbedingungen auch genetisch entsprechend verändert.
    Anderseits gibt es Importe aus aller Welt, die den Genpool verbreitern.
    Außerdem hat es bei den Bienen nie flächendeckende Reinzucht gegeben, wie das bei anderen Nutztieren der Fall ist.
    Tatsächlich gibt es bei uns weniger als 1% Reinzucht.
    Auslese findet statt, teilweise gezielt durch Imker, teilweise ungewollt durch Verluste.


    Hätte man in den letzen 100 Jahren alles der Natur überlassen, oder nur minimalen Einfluss auf die Bienen ausgeübt, wären die Bienen im Überlebensfall zweifellos robuster.


    Aber hätten sie sich anpassen können, an eine Umwelt die sich rasant verändert,
    oder wären sie auch schon ausgestorben wie viele andere Tierarten?


    Die Aussagen von Herrn Prof. Dr. Tautz zur Genetik der Biene sind nicht neu und sicher inhaltlich nicht zu bezweifeln.


    Was mir nicht gefällt, ist der Eindruck, der durch die vereinfachte Darstellung der Situation in der Öffentlichkeit entsteht.
    Der überwiegende Teil der Imker möchte ja gesunde und robuste Bienen und keine degenerierten und überzüchteten Hochleistungstiere wie in der Nutztierhaltung üblich.
    Abgesehen von der Varroa, gibt es auch keine Krankheiten, die durch den Einsatz von Medikamenten laufend behandelt werden müssen.


    Viele Grüße
    Hermann

  • Hallo mehl07,
    meine Erfahrung ist,daß die überwiegende Zahl der Imker die Dollarzeichen in den Augen haben.Sie wollen den schnellen Erfolg durch eine eierlegende Wollmilchsau,
    mal Carnica mal Buckfast und innerhalb der Rassen nochmal und Möglichkeiten gibt es viele aus Nah und Fern, wird immer wieder gerne alles genommen.
    Schöne Grüße
    Oase

  • Hallo Ysgawen,
    die Grünflächen zum Anbau von Biomasse für Biogasanlagen sind meine ganz besondere Sorge:Hier kann alles mögliche drauf geschüttet werden, Düngung, Schädlingsbekämpfungsmittel etc,denn es dient ja nicht der Lebensmittelerzeugung.
    Seh ich das richtig?
    Grüße
    Oase


    Hallo Oase,


    ich bin nicht sicher informiert... aber ich denke schon, dass es in die Richtung geht, wenn sogar Mais für Futterzwecke schon mit allem (Un)möglichen gespritzt, gedüngt, gebeizt werden darf...


    Insgesamt sind die Probleme so verzahnt, dass es wahrscheinlich schwierig ist, wirklich zu verstehen, einschätzen zu können.


    Grüße von Lisa

    Die Menschen sind wunderliche Säugetiere

  • Was den Anbau von Energiepflanzen angeht, so darf dazu die Fläche genommen werden, die bisher stillgelegt werden mußte (damit EU-Fördermittel in den Betrieb flossen).
    Desweiteren sollte man nicht vergessen, dass durch die Änderungen auf dem Agrarmarkt auch Anbauänderungen in naher Zukunft sich durchsetzen werden. Warum Mais für Biogasanalgen anbauen, wenn Brotgetreide einen besseren Preis bringt?


    Was die genetische Verarmung der Bienen angeht, habe ich eine etwas andere Meinung, als hier und anderswo vertreten wird. Nur würde der Platz eines Forums nicht ausreichen, um das fundiert zu begründen. Nur soviel: Konnte in den letzten Jahren mehrere aufgelassene Bienenstände besichtigen (und auch die noch/wieder lebenden Bienenvölker mitnehmen). Deren Verhaltensänderungen sprechen gegen eine signifikante genetische Verarmung. Die Imker / Züchter mögen Reinzucht (oder Kombinationszucht :wink: ) wollen, aber die Natur - sprich Paarungsunsicherheit der Belegstellen - steht dem in vielen Fällen im Wege....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"