Frage zum Hochzeitsflug

  • moin,


    morgen müßte in meinem weisellosen ableger eine nachgeschaffte königin schlüpfen.


    dieser ableger steht nun allerdings an einem anderen standort als mein anderes volk. die entfernung beträgt ca. 1km.


    da ich an dem ableger derzeit keine drohnen habe, mache ich mir sorgen, daß meine holde dame auch begattet wird. gestern wurde mir erzählt, daß die königin beim hochzeitsflug nicht sooo weit von ihrem geburtsstock wegfliegen würde, sondern sich in unmittelbarer nähe aufhält (radius 10-20m).


    da ich in meinem anderen volk über genug drohnen verfüge, stellt sich mir nun die frage, ob ich den ableger wieder in die nähe des anderen volkes brigen soll, um sicherzugehen, daß die neue königin auch begattet wird.


    grüße

    Derzeitiger Völkerstand: 1 Altvolk, 1 Ableger und 2 Kunstschwärme!

  • Hallo
    Drohnen fliegen wesentlich weiter als 1 km. Auserdem sollten die Königinnen ja nicht von den eigenen Drohnen begattet werden. Deshalb ist es von der Natur ja so eingerichtet, daß die Königin im engeren Umfeld bleibt und die Drohnen weiter wegfliegen. Wenn in der weiteren Umgebung einige Bienenvölker stehen werden schon genug Drohnen bei dir rumschwirren.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Hallo
    Drohnen fliegen wesentlich weiter als 1 km. Auserdem sollten die Königinnen ja nicht von den eigenen Drohnen begattet werden. Deshalb ist es von der Natur ja so eingerichtet, daß die Königin im engeren Umfeld bleibt und die Drohnen weiter wegfliegen. Wenn in der weiteren Umgebung einige Bienenvölker stehen werden schon genug Drohnen bei dir rumschwirren.


     
    Das Ganze findet ja auch an den sogenannten "Drohnensammelplätzen" statt, wo die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass sich dort Drohnen aus anderen Völkern aufhalten. Die Begattung von Drohnen aus dem eigenen Volk stellt ja ein genetisches Problem dar - ausserdem sind die Drohnen aus einem Volk (bzw. von einer Königin) auch alle genetisch identisch...
     
    Viele Grüsse!!!

  • Das Ganze findet ja auch an den sogenannten "Drohnensammelplätzen" statt, wo die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass sich dort Drohnen aus anderen Völkern aufhalten.


    moin,


    da ich davon ausgehe, daß sich dieser drohnensammelplatz sicher nicht in unmittelbarer nähe meines ablegers befinden wird, ist dann doch sicher auch die gestrige aussage quatsch, daß der hochzeitsflug nur in unmittelbarer nähe stattfindet, also im umkreis von 10 m um den ableger.
    sehe ich denn nun folgendes richtig: die unbegattete königin fliegt also über eine größere strecke (mehrere hundert meter) zu einem drohnensammelplatz!

    Derzeitiger Völkerstand: 1 Altvolk, 1 Ableger und 2 Kunstschwärme!

  • Hi,
    laut Recherche kann die Entfernung zu einem solchen Sammelplatz bis zu 30 km (!!!) betragen und der Durchmesser ist mit bis zu 200m auch grösser als gedacht!
    :Biene:
    Viele Grüsse!!!

  • Hallo, diabolo,
    30km verträgt sich aber absolut nicht mit meinen Beobachtungen: länger als eine halbe Stunde ist keine Königin raus, was bei absoluten Schnellflieger 10-12km wären, abzüglich der Begattungszeit an sich.
    Die Drohnen sind immer schon nach 20 min wieder da, fliegen also wesentlich kürzer, weil sie ja auch noch viel Energie am Sammelplatz verpulvern.
    Bei 25km/h würden also die Königinnen im Schnitt hier 10km und die Drohnen 4-8km weit fliegen.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • ... ausserdem sind die Drohnen ... von einer Königin auch alle genetisch identisch ...


     
    Hallo Diabolo,
     
    bei der Eizellen-Bildung werden die Chromosomen so durchmischt,
    dass die Königin keine zwei erbgleiche (genetisch identische) Eier legt.
    Da es bei Bienen keine eineiige Zwillinge gibt,
    gibt es auch bei den Nachkommen einer Königin keine zwei genetisch identische Drohnen.
     
    Vielleicht liegt eine Verwechslung vor:
    Da die Drohne aus einem haploiden Ei schlüpft,
    sind alle ihre Spermien identisch,
    denn bei der Samenzellen-Bildung gibt es nichts zum Durchmischen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)


  •  
    Danke :daumen:für die Korrektur, ich hatte es mißverständlich formuliert -
    wie beim Menschen auch werden die Anlagen bei jeder Eizelle neu gemischt und nur die Spermien des jeweiligen Drohns sind am Ende identisch...
     
    Richtig!
    Viele Grüsse!!!